1000 Euro für das Werfen von Papier?

Die einen fürchten morgen eine Klatsche, die anderen meinen, die Bayern kommen zur rechten Zeit. Wie es auch ausgehen mag, wünscht Fan sich zumindest ein sattelfesteres Auftreten als in den beiden letzten Heimspielen. Die Favoritenrolle ist im Rückspiel gleichwohl eindeutig auf Seiten des Gastes, und dennoch braucht Borussia sich nicht zu verstecken.


Auf das hervorragende, fast schon epochale Hinspiel lässt sich aufbauen, zumindest mental in Sachen Selbstbewusstsein. Dazu kommt: Durch die Bank weg haben wir in den letzten Jahren gegen den FCB gut ausgesehen. Die persönliche Erwartungshaltung muss und sollte deshalb aber nicht gleich all zu hoch geschraubt werden. Wie es auch ausgehen mag: Wir sind davon überzeugt, dass die Mannschaft motiviert genug sein und sich daher auch voll reinhängen wird. Bestenfalls geht Borussias Anhängerschaft in gleicher Manier an das Spiel heran. Vor allem die Nordkurve sollte mit gutem Beispiel voran gehen und die Mannschaft BIS ZUM ABPFIFF supporten, völlig unabhängig vom reinen Ergebnis. Sollte es denn doch nicht so dolle laufen, wäre es schön, wenn sich die schlechte Laune bis zur 90. Minute weder in verlassenen Plätzen äußert noch in Frustwürfen jeglicher Art Richtung Rasen.


Für alle, denen der neue Strafenkatalog des DFB nicht ausreichend bekannt ist: jeder Gegenstand, der geworfen wird, wird in der 1. Bundesliga mit 1.000 € geahndet, JEDER! Dabei ist es völlig egal, ob es sich um ein Feuerzeug, einen Becher oder einen Papierflieger handelt. Bestraft wird zunächst Borussia, wird der Werfer ausfindig gemacht, bekommt dieser die Rechnung. Emotionen sind menschlich, und wir wollen sie auch sehen und zeigen. Doch schnell ist man in all seiner Leidenschaft gerade aus Frust mal unüberlegt bei der Sache. Ein weiteres bekanntes Ritual: im Anschluss an gerade durchgeführte Choreos werden Pappen und Papier gerne als Knäuel oder als Flieger Richtung Spielfeld geworfen. Nun kann man durchaus in Frage stellen, ob 1.000 € für einen segelnden Papierflieger eine angemessene Sanktion ist, gerade im direkten Vergleich mit anderen Vergehen, die ebenfalls 1.000 € Strafe nach sich ziehen. Es ist aber derzeit so! Wir betonen dies alles gerade auch deshalb, weil das Werfen von Gegenständen in letzter Zeit generell wieder zugenommen hat. Denkt bitte an die Konsequenzen und trinkt Euren Becher Bier lieber in Ruhe aus! Außerdem: anschließend gibt’s ja auch noch 2 € Pfand zurück!


Und diese lassen sich im Karneval doch viel besser reinvestieren. Apropos Fastelovend: Der ein oder die andere wird morgen karnevalistisch drapiert daherkommen. Borussia begrüßt dies, weist gleichzeitig aber daraufhin, dass vollverkleidete Fans keinen Zutritt zum Stadion erhalten. Bitte bedenkt dies bei Eurer Kostümierung! Ob eingefleischter Jeck, ob Fan ohne Karnevalsbezug: morgen heißt es in jedem Fall: Gas geben, gerne auch feuchtfröhlich. Zum Vor- und Nachglühen habt Ihr selbstverständlich rund um Spiel die Möglichkeit, ins FanHaus zu kommen. Das öffnet um 13 Uhr. DJ Totti ist im Einsatz. Bei ausverkauftem BORUSSIA-PARK wird mit starkem Individualverkehr zu rechnen sein. Die Bayernfans reisen zudem gerne mit dem PKW an. Kommt also lieber früher!


Im FanHaus erfahrt Ihr dann auch, wer Wallis Froggi ersteigert hat. Das Höchstgebot lag übrigens bei 2.018,33€. Dem neuen und glücklichen Besitzer gratulieren wir schon mal vorab. Höchstwahrscheinlich wird er es selbst ins FanHaus schaffen. Mit dabei wird auch Moderator und Schauspieler Stefan Bockelmann sein, der Florian tatkräftigt unterstützt. Für Florian darf auch morgen gerne noch gespendet werden. Dazu stehen erneut die Holzraute am Ticketing-Schalter im FanHaus sowie das Behältnis für den Becherpfand im Eingangsbereich bereit. Gerne dürft Ihr zudem noch auf das Spendenkonto des Fördervereins Lützelsoon mit dem Kennwort „Borussen helfen Florian“ überweisen. Wir sind sicher, dass diese Aktion im Sinne unserer lieben Walli ist, deren Fortgang sich am Sonntag zum ersten Mal jährt. Ach, was heißt Fortgang? Walli schaut von oben zu und prüft, ob wir nun auch alles richtig machen.