Keine „Alte Dame“ mehr

Früher fuhr man zur Alten Dame an die Spree. Das hatte einen gewissen Charme, selbst wenn man es mit der Hertha nicht sonderlich hielt. Doch demnächst fahren ihre Gegner zum „Big City Club“ in die Hauptstadt der Republik.


Jedenfalls dann, wenn es nach den Machern dieses neuen Konstrukts geht. So wie in anderen europäischen Hauptstädten Spitzenclubs  existieren, soll es zukünftig auch hierzulande der Fall sein. Hertha BSC will mit aller Gewalt zur Ligaspitze aufstoßen. Der Begriff Konstrukt ist in der Liga eigentlich dem Brauseclub aus Leipzig bzw. Österreich vorbehalten. So ganz abwegig ist der Vergleich indes nicht, soll doch ab sofort auch bei der Hertha Geld Tore schießen. Ein externer Investor pumpt massiv Geld in den Verein, nicht ohne sich nach und nach Anteile an selbigem zu sichern. Der Ruf nach Abschaffung der 50+1-Regel wird nun auch aus Berlin nicht lange auf sich warten lassen.


Im Gegensatz zu dieser für Verein und Liga bedenklichen Entwicklung kann Max Eberl zurecht mit Stolz auf den Weg blicken, den Borussia seit der Jahrtausendwende eingeschlagen hat. Der wirtschaftlichen Konsolidierung folgte über Jahre hinweg Stück für Stück ein sportlicher Aufstieg. „Wir haben das, was wir jetzt auf den Weg gebracht haben, komplett aus eigener Kraft geschafft. Wir sind kein Verein, der für Investoren offen ist. Wir stehen zu den 50+1. Wir sagen, der Verein soll Herr des Handelns bleiben.“ Es ist gut, dass Max das noch einmal betont hat.


Trotz Ausscheidens aus den beiden Pokalwettbewerben dürften die Herzen all derer, die Borussia verbunden sind, gerade sehr hoch schlagen. Mit Abschluss der Hinrunde ist man zumindest Spitzenzweiter, kann mit etwas Fortune sogar zurück an die Tabellenspitze. Es ist noch nicht all zu lange her, da hätte man sich mit 34 Punkten glücklich geschätzt, aber manchmal eben nach 32 Spielen, jetzt sind hingegen gerade mal 16 Partien gespielt. Das ist herausragend!

Die Stimmung kann da über weite Strecke vor allem bei den Heimspielen leider nicht mithalten. In der Rückrunde haben wir Gelegenheit, mit unserem Support an die Leistung unserer Elf anzuknüpfen. Zunächst gilt es allerdings, morgen im Olympiastadion noch mal alles zu geben, oder, wie Marco Rose es ausdrücken würde, noch mal was drauf zu packen. Marco hat sich auf der heutigen Pressekonferenz „für das klasse erste halbe Jahr“ bedankt, bei Borussia und ihren Mitarbeitern aber auch bei den Fans und Freunden der Borussia. „Frohe Weihnachten an unsere Fans auch.“ Lieber Marco, auch wir wünschen Dir und Deiner Familie ein besinnliches Fest. Bleib wie Du bist und mach einfach da weiter, wo Du am Ende der Hinrunde aufgehört hast!


Die Stadiontore öffnen morgen um 17 Uhr. Unser InfoMobil ist als Anlaufstelle vor Ort, hat auch einige Fanartikeln mit an Bord. Vielleicht fehlt ja noch das ein oder andere Geschenk für den Gabentisch. Wie immer am Olympiastadion findet Ihr uns innerhalb des Stadiongeländes, und zwar vor den Eingängen zu den Gästeblöcken. Bitte beachtet auch wieder die Infos der Fanbeauftragten! Allen eine gute Anreise!