Ein Derby, wie es früher einmal war

Sehr viel wurde geschrieben im Vorfeld des Spiels gegen die Gäste aus der Domstadt, auch auf unseren Seiten. Demo in Rheydt, Stimmungsboykott, verringertes Gästekontingent, personalisierte Eintrittskarten. Und tatsächlich auch über die sportliche Komponente, denn Fußball wurde ja auch noch gespielt. Und vieles stellte sich am Ende als noch nicht mal heiße Luft heraus.

 

Das wichtigste zuerst: Borussia hat verdient 1:0 gewonnen, den FC damit deutlich auf Abstand gehalten und sich im oberen Tabellendrittel behauptet. Somit ist auf der Arbeit, in der Schule, im Verein oder sonst, wo Borussen- und FC-Anhänger sich unter der Woche regelmäßig begegnen, erstmal Ruhe. Positiv auch, dass nach meinen Informationen alles ruhig geblieben ist, auch auf der Demo in Rheydt, wo sich doch weit weniger als die erwarteten 1.000 eingefunden hatten. Dennoch hoffen wir, dass die Sanktionen einmalige Maßnahmen waren, und es bei den sogenannten Risikospielen bundesweit nicht zum Standard wird.

 

Positiv auch, dass es dennoch ein stimmungsvolles Derby wurde, aber eben so, wie es früher einmal war. Obwohl sich ein Teil für einen Stimmungsboykott entschied, supportete die restliche Nordkurve mit Anfeuerung und Gesängen, welche auch teilweise das gesamte Stadion erreichten. Auch aus der FC-Ecke war kurzzeitig etwas zu hören, ein erkennbarer Protest in Form von Spruchbändern war nicht zu bemerken. Der Stehplatzbereich der Gäste nicht so leer wie der unsrige beim Hinspiel, ein frühes Tor, um die Nerven zu beruhigen, auch wenn die Gästekicker in der zweiten Hälfte dann doch etwas aktiver am Spiel teilnahmen. Auch einige Nickeligkeiten auf dem Platz, selten hat man einen Raffael so emotional gesehen wie in der Situation in Halbzeit zwei, die ihm die gelbe Karte einbrachte. Leider hatte der Schiedsrichter Knut Kircher das Spiel zeitweise nicht mehr im Griff, der Sportskamerad Maroh hätte durchaus schon früher verwarnt und in der Folge vom Platz gestellt werden können. Auch einige andere Entscheidungen waren sehr merkwürdig, aber das muss/darf er gerne mit sich selber ausmachen.

 

Positiv auch, dass Patrick Herrmann sich vor der Kurve zumindest warmlaufen durfte und von den Fans gefeiert wurde, es darf also bald wieder mit seinem Einsatz gerechnet werden. Roooel Browers durfte auch noch ein paar Sekunden mithelfen, den Sieg festzuhalten, Granit Xhaka hatte zwar einigen Redebefarf, es aber dennoch vermeiden können, die fünfte Gelbe zu kassieren, die hat sich dafür leider Lars Stindl abgeholt und wird daher in Augsburg fehlen.

 

Dort gilt es, die drei Punkte zu veredeln und unsere etwas dürftige Auswärtsbilanz (Platz 14 in der Auswärtstabelle) zu verbessern, um berechtigt den Anspruch zu haben, bis zum Ende der Saison um die internationalen Plätze mitspielen zu können. Und dazu wird die Mannschaft auch wieder die Unterstützung aller benötigen, die im Stadion sind, und diese hat sie auch verdient. Immer

 

Hinweis des FPMG-Vorstands: Eine ausführliche Nachbetrachtung aller Ereignisse rund um das Derby folgt noch.