Wiedererstarkte Schwaben?

VfBEnglische Wochen mögen für den Einen ja besondere Reize haben, für den Anderen sind sie beruflich bedingt dann doch eher ein Dorn im Auge. Aber das Leben ist bekanntlich kein Wunschkonzert, und man muss die Feste feiern wie sie fallen. So erwartet unsere Borussia also am Mittwoch zum 24. Spieltag den VfB Stuttgart im BORUSSIA-PARK, den Deutschen Meister von – man mag sich irgendwie gar nicht mehr so recht erinnern - 2007.

 

In den letzten Jahren hatten die Schwaben eher mit dem sportlichen Niedergang zu kämpfen, und auch als das Jahr 2015 sich der Zielgeraden neigte, steckte der „Verein für Bewegungsspiele von 1893“ bis zum Hals im Abstiegskampf. Als es am 13. Spieltag eine 0:4 Heimklatsche gegen den FC Augsburg hagelte, fand man sich auf dem Relegationsplatz wieder, und man zog bei den Cannstättern die Notbremse und entließ Trainer Alexander Zorniger, der nun ligaweit nicht gerade exorbitant viele Symphatiepunkte sammeln konnte, samt kompletten Trainerstab.

 

An dessen Stelle übernahm der bisherige U23 Übungsleiter, Jürgen Kramny, das Ruder auf dem taumelden Schwabendampfer. Und siehe da, der VfB meldete sich mitunter beeindruckend zurück. Sah das Spiel offensiv schon mitunter recht ansprechend aus, so konnte Kramny dem Team zügig defensive Sicherheit vermitteln. Inzwischen hat sich der VfB der allergrößten Abstiegssorgen entledigt und sich im Mittelfeld der Liga manifestiert, auch wenn es mit dem 1:2 vom Wochenende, gegen den derzeit am Meisten vom Abstieg bedrohten Verein, Hannover 96, einen herben wie unerwarteten Rückschlag gab.

 

Auf dem Rasen erwartet uns also eine wahrliche Wundertüte, und was passiert, wenn man einen Gegner nur geringfügig auf die leichte Schulter nimmt, vermittelte uns irgendwie unser Gastspiel beim HSV vor noch nicht allzu langer Zeit…

 

Auf den Rängen heißt es hingegen Vollgas geben. Das Derby ist Geschichte, und die Diskussion drum herum, ob Pro und Contra „Stimmungsboykott“ sind es hoffentlich auch, und somit ad acta gelegt. Damit ist das gemeinsame Gesamtziel nun hoffentlich wieder im Focus aller, die die Raute im Herzen tragen. Nur zur Erinnerung, falls es tatsächlich jemand aus den Augen verloren haben sollte: Wir wollen doch auch im nächsten Jahr liebend gerne die Champions League Hymne im BORUSSIA-PARK, und in den Stadien Europas hören. Und derzeit sind wir Vierter, bei nur drei Punkten Rückstand auf die „Alte Dame Hertha“ ;-)