Auf auf auf in das Schanzer-Land

Und wieder geht es auf große Deutschland-Tour. Für die allermeisten BMG-Fans ist Ingolstadt a) ein neuer Groundhopper-Punkt und b) ein langes Stück Wegstrecke. Samstag 15:30h steigt dort unser erster BuLi-Pflichtspieleinsatz. Das Freundschaftsspiel 2004 vor Ort endete 1:0 für den VfL, ein Testspiel im Rahmen des Trainingslagers am Tegernsee, ausgetragen bereits im neuen Ingolstädter Stadion, vor einiger Zeit verlor die Fohlenelf.


Rückblick: Nur die älteren Semester erinnern sich an die damals zweigeteilte 2. Bundesliga. Dort kickten einst zeitgleich die Vereine ESV und MTV Ingolstadt. Es war damals wie heute eine Rarität: Zwei Proficlubs aus einer Stadt im Profifußball. Nach ein paar Jahren war die (finanzielle Herrlichkeit) jedoch auch da vorbei. Nach der Deutschen Amateurmeisterschaft in 1979 wurde nicht mehr viel gerissen. Man krebste im Amateurlager umher, bis man sich um die Jahrtausendwende zu einer Fusion und einem Neuanfang im Profifußball entschließen konnte. Aus ESV (Eisenbahner-Sportverein) und MTV (Männer-Turnverein) wurde der FC Ingolstadt 04. Spitzname: "Die Schanzer". Erklärung: Die Stadt Ingolstadt wurde an beiden Ufern der Donau gelegen schon früh zur Schanz-Stadt erklärt. Schanz = Burg = Festung = usw. Siehe Wikipedia.
 
Mit freundlicher Unterstützung der örtlichen Autobauer aus dem Hause Audi wurde ein neuer Kader, ein neues Stadion (2010) und ein Fundament gelegt, um Fußball neben Eishockey (ERC) zu etablieren. Die neuen Vereinsfarben sind nun schwarz-weiß-rot. Im Jahr 2005/06 spielte man in rosa Trainingstrikots. Und sonst? Unter der Regie von Trainer Thorsten Fink wurde dann 2007/2008 der Aufstieg in die 2. Liga geschafft. Spieler wie "Zecke" Andreas Neuendorf oder auch unser ex-Fohlen Matthew Leckie wurden geholt. Der Audi-Sportpark ist nun "eine Adresse". Ketzer sagen: Retortenverein, Plastikklub, Kunstprojekt.
 
Aber zurück in die Gegenwart: Das Hinspiel endete 1:1. Unvergessen die "seltsam" destruktive Spielweise der Schanzer im Borussia-Park. Noch immer ein Ärgernis: Die damals anhaltenden Provokationen der Gastspiler gegen unseren Kapitän Granit Xhaka - verbunden mit dessen roter Karte nach einem Revanchefoul. Schnee von gestern...
 
Es sollte für unser Team zählen: Hinfahren, siegen, drei Punkte im Gepäck und retour an den Niederrhein. Das nächste Spiel wäre dann wieder auswärts - in Hannover. Sechs Punkte aus beiden Spielen wäre Sahne!
 
Nach dem überzeugenden Spiel gegen Hertha sollten wir nun im Endspurt-Fahrwasser nach Europa sein. Daumen drücken, volle Unterstützung im Block, Fokus auf den Europapokalplatz. Durchstarten jetzt! Es wäre zu schade, anderen Vereinen in blau-weiß oder rot-weiß den Vortritt in der Tabelle zu lassen. Dieses Jahr darf ruhig schwarz-weiß-grün wieder die dicken Äpfel pflücken. Muß nicht - kann aber.


In diesem Sinne: Auf geht's Gladbach - schieß ein Tor (...und zwar mehr als der Gegner).