Es gibt nichts

Frustrierte Gesichter wohin man schaut – ganz Mönchengladbach macht ein langes Gesicht, und das seit Tagen. Irgendwie hatte man doch mit dem Einzug ins Viertelfinale der Europa League gerechnet. Doch Platzfehler, mindestens die eine Schiri-Entscheidung, v.a. aber die eigene Passivität nach der Pause machten Borussia einen Strich durch die Rechnung.

 

Ein unglückliches Ausscheiden, nüchtern betrachtet allerdings nicht mal unverdient. Die Knappen waren in der Summe der beiden Spiele fußballerisch nicht besser, aber eben den Tick galliger. In den entscheidenden Phasen wollten sie einfach.


Nun gilt es, sich auf die beiden verbliebenen Wettbewerbe zu konzentrieren. Immerhin steht man im Halbfinale des DfB-Pokals, und dies zu Hause gegen die Eintracht aus Frankfurt. Terminiert wurde die Partie just auf Dienstag, den 25. April 2017, 20:45 Uhr. In den Ligaalltag zurückzukehren, ist ungleich schwerer. Vielleicht gar nicht mal schlecht, dass nun ausgerechnet die Bayern in den BORSSIA-PARK kommen. Das sollte Motivation genug sein. Und mit Hurra-Fußball rechnet man ja nun eh nicht.


Trainer Dieter Hecking gestand seiner Mannschaft ein Nachtrauern zu, die Enttäuschung über die vergebene Chance sei menschlich. „Es gehört zum Sport dazu, dass man auch Niederlagen verarbeiten muss, dass man sie auch schnell verarbeiten muss.“ Die Enttäuschung müsse aber raus, „und das ist auch die Herausforderung an die Mannschaft, die sie sich stellen muss und stellen wird. Ab Samstag müssen wir den Kopf wieder hoch nehmen und Sonntag wieder da sein. Wenn du hinfällst, musst du wieder aufstehen."


Auch für unseren Max Eberl ist das heutige Spiel eine besondere Herausforderung, das war schon als Spieler so, „als Sportdirektor ist die Herausforderung nicht minder“. Und weiter: „Ich habe ne Vergangenheit, ich bin da groß geworden. Aber das ist das Einzige, was mich an diesem Spiel besonders werden lässt. Es ist keine Geschichte drumherum, die es besonders werden lässt.“ Auf Nachfrage betonte Eberl, dass alle Spekulationen, alle Diskussionen um seine eigene Vertragssituation eben ein externes Thema seien, und dass es eben nicht notwendig sei, ein deutliches Wort zu sprechen, so wie von Rainer Bonhof angemahnt: „Mein Vorstand, Rainer Bonhof, Herr Königs, Herr Söllner, Hans Meyer, Stefan Schippers, Dieter, wissen über alles Bescheid. Dass es eben nichts gibt. Es ist relativ simpel. Ich kann mich jetzt zum x-ten Male wiederholen.... Ich habe immer gesagt, dass es kein Angebot gibt,..., dass ich Vertrag habe, dass ich mich unter diesem Club großartig fühle, und,... dass es nichts anderes gibt, als dass ich momentan, jetzt kannst Du momentan weglassen, dass ich im Sommer Sportdirektor von Mönchengladbach bin. Es gibt keinen anderen Ansatz. Und deswegen brauche ich kein Ultimatum... Da sind wir alle sehr klar. Und da kann ich völlig reinen Gewissens hier sitzen und kann euch sagen: es gibt nichts.“ So ist man nach der Pressekonferenz am Freitag um eine Erkenntnis reicher. Jedenfalls dann, wenn man der bewussten Streichung des Wörtchens „momentan“ viel bemisst. Wir tun dann das jetzt mal und freuen uns auf den Klassiker gegen die Bajuwaren. Bei diesem jedoch darf es gerne 'was geben, und zwar Punkte für uns.


Ungemütlich soll es heute werden, regnerisch und auch windig. Da kommt unser überdachter Biergarten gerade recht. Das FanHaus öffnet heute gegen 13 Uhr und lädt zum Regenfrühschoppen ein, musikalisch begleitet von DJ Tower.