In der Mitte zwischen Europa und Relegation

Die siebzehnte englische Woche der laufenden Saison hat es nicht nur sportlich in sich: Am gestrigen Montag präsentierte  die Borussia zunächst ihren neuen Ausrüster, um im Anschluss zur Jahreshauptversammlung zu laden.

 
Und schon wieder ne Katze, mag der eine oder andere denken. Was die Spatzen bereits von den Dächern pfiffen, ist nun offiziell: PUMA ist zurück. Der langjährige alte Partner Borussias wird ab der Saison 2018/19 der neue. Sowohl auf der Pressekonferenz im FohlenCampus als auch auf der JHV im BORUSSIA-PARK wurde die Präsentation der erneuten Kooperation mit einem kleinen Filmchen eingeleitet, der die ersten 30 gemeinsamen Jahre  von 1962 bis 1992 ebenso emotional darstellte wie die Überbrückung der 26 Jahre ohne Raubkatze. Weitere emotionale Momente auf der JHV folgten. Hervorzuhebend sind hier die stehenden Ovationen für Max Eberl, der seine Entscheidung pro Borussia begründete und sich vor den Mitgliedern wiederholt  zu unserem Verein bekannte.


Ganz in seinem Sinne können wir uns nun wieder dem Sportlichen widmen. Denn schon morgen ist die Hertha zu Gast im Park, die unser Trainer „im Moment nicht so stark sieht, auch wenn Platz fünf Ausdruck ihrer Qualität ist.“ „Wir können allerdings nicht erwarten,“ so Hecking auf der heutigen Pressekonferenz, „dass wir Hertha mal eben aus dem Stadion schießen.“  Die Mannschaft sei im Übrigen „selbstkritisch mit ihrer Leistung in Frankfurt umgegangen“. Mit einem möglichen Einsatz Ibrahima  Traorès steigen die Alternativen im Offensivbereich. Als Ersatz auf der sechs sieht Hecking Jantschke, Bénes und Hofmann vorne. Einer von ihnen wird die Position auskleiden, während Christensen definitiv im Abwehrzentrum bleibt.


Abermals kann man von einem richtungsweisenden Spiel sprechen. Denn Borussia befindet sich auch nach dem Spiel in der Mainmetropole exakt in der Mitte zwischen Europa (Platz sechs) und Relegation (Platz sechszehn). Nach dem letzten Spieltag sind die Mannschaften sogar noch weiter zusammengerückt, denn, und das ist interessant, der Abstand nach oben und unten verringerte sich von jeweils fünf Punkte auf nunmehr vier. Sechster und Sechszehnter trennten vor dem 26. Spieltag zehn Punkte, vor dem 27. sind es lediglich noch acht. Dieter Hecking schaut derweil einzig nach vorne: „Die, die vorne stehen, wollen wir unter Druck setzen. Wir wollen die Einstelligkeit.“


Das FanHaus öffnet morgen ab 17 Uhr, an den Turntables wird DJ Totti sein. Bitte berücksichtigt bei Eurer Anreise den starken Individualverkehr, wie immer bei den späten Spielen unterhalb der Woche.