Derby? Nur echt mit vollem Gästeblock

Es tut sich etwas auf der Baustelle gegenüber der Geschäftsstelle im  BORUSSIA-PARK: Medienwirksam wurde heute die alte Anzeigentafel vom Bökelberg auf den Rohbau gehievt. Mit 3.800 Kilogramm ist sie exakt so schwer wie ein weiteres Exponat, ein Kassenhäuschen vom Bökelberg.

 

Es sind die ersten Ausstellungsstücke für die Fohlenwelt, Borussias neuem Vereinsmuseum. Zwischen 1974 und 1993 zeigte die Anzeigentafel über der alten Nordkurve insgesamt 1.298 Tore in 384 Pflichtspielen an, davon 872 für die Borussia und 426 für alle Gastmannschaften zusammen. Apropos „Tor für die Borussia“: Rolf Göttel, Borussias Stadionsprecher am Bökelberg, würdigte das gute Stück zusammen mit Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers, Elmar Kreuels, dem Leiter der Fohlenwelt, Rainer Bonhof und Berti Vogts.


1 Tor für die Borussia, 0 Tore für die Hertha: Das war das Endergebnis am späten Mittwochabend auf den modernen Anzeigentafeln im BORUSIA-PARK. Nach dem Spielverlauf hätte der Sieg deutlich höher ausfallen müssen, doch Borussia machte es mal wieder spannend. Mit gestärktem Selbstbewusstsein geht es nun in die Domstadt, das Derby steht an. Youngster László Bénes könnte nach seinem grandiosen Startelfdebüt erneut von Beginn an auflaufen zusammen mit Rückkehrer Raffael. Trainer Dieter Hecking spürt Vorfreude auf das erste Derby als Cheftrainer der Borussia, gleichwohl ihm die Brisanz bekannt ist. Dabei gehe „der 1. FC Köln als Tabellenfünfter als  Favorit ins Spiel.“ Es ist für ihn „aber offen, wer das Spiel gewinnen kann.“ "Jeder in" seiner "Mannschaft sei sich bewusst, dass es ein Spiel ist, wo man sehr viel gewinnen kann."


Erstmals seit vielen Jahren steht der Äff Zeh nun vor uns, mit einem Sieg käme Borussia jedoch auf einen Punkt heran, und damit an die Plätze, die Europa auch im nächsten Jahr bedeuten würden. Hier sieht Max Eberl einen psychologischen Vorteil, denn der „FC kann etwas verlieren. Er ist die ganze Saison auf den Plätzen unterwegs... was Europa bedeuten kann. Die Leute träumen so wie wir vor fünf Jahren, mal nach Europa zu kommen.“ Eberl ist hingen froh bezogen auf uns, „dass wir die dritt- oder viertbeste Rückrundenmannschaft sind.“ Und weiter: „Ich möchte einfach von Spiel zu Spiel weiter punkten. Was am Ende dabei rauskommt, das werden wir dann sehen. Aber am anderen Ende ist es so, dass der FC was verlieren kann; und wir wollen morgen was gewinnen.“ Recht so, Max!

 

Und so freut sich auch unser Max auf das Derby, aber eben nur auf eines mit echter Stimmung. "Wir haben in der letzten Saison zwei Derbys erlebt ohne Gästefans bzw. mit stillen Gästefans. Das hat uns allen keinen Spaß gemacht. Das hat den Spielen nicht gutgetan. Das waren Derbys, die waren da, aber die blieben uns allen nicht in Erinnerung." Viel steht also auf dem Spiel, auf dem Platz, aber auch auf den Rängen und vor den Toren. Ja, es geht um den berühmten Ast, auf dem wir alle sitzen. Wir bekräftigen daher noch einmal unseren gestrigen Aufruf für ein friedliches Derby. So alt unser Motto auch ist, es hat sich immer bewährt: Stimmung ja, Randale nein!


Unser Infomobil wird morgen NICHT in Köln sein. Lest bitte die Tipps und Infos der Fanbeauftragten für die morgige Partie mit besonderer Aufmerksamkeit! Euch allen eine gute und störungsfreie An- und Abreise sowie uns einen Auswärtssieg beim echten und einzig wahren Derby!