Mal schauen, was noch geht

Morgen machen wir also die Fünfzig voll. Fünfzig Pflichtspiele, die der Verein und sein Anhang in dieser Saison auf dem Buckel haben. Und da reden wir eben nur von der Pflicht. Die Kür wäre dann wohl das Doch-noch-Erreichen-des-Europapokals.

 

Ein Päuschen in Sachen Europa hätte durchaus etwas für sich, bliebe doch mehr Zeit für die Dinge, die liegen geblieben sind oder sich gar in der laufen Saison erst aufgetan haben. Zudem ist ja auch sonst so einiges vernachlässigt worden: andere Hobbys und Interessen, so es solche überhaupt gibt. Das soziale Umfeld außerhalb vom Fuppes? Nun, schließlich ist da der Sparstrumpf, der nach unseren Touren aber so richtig geplündert ist.


Andererseits würde man irgendwie schon gerne weiter sein Geld versaufen, in den Kneipen dieser Welt – international. Ach ja, alles nicht so einfach. Und ist es nicht verrückt? Fünf Jahre zurück hätte sich doch jeder Borusse bei dieser Ausgangslage und der kleinen Chance aber so richtig reingeworfen. Jetzt, mit den zurückliegenden erfolgreichen Jahren winkte endlich mal ein günstiger Lostopf, ein Platz, den man sich hart erarbeitet hat, und von dem so mancher Retortenverein derzeit nur träumen kann. Und eigentlich wäre es doch auch nicht verkehrt, wenn es am letzten Spieltag nicht nur um die goldene Ananas ginge.


Also, lasst uns mal schauen, was in der Autostadt noch geht! Im Gegensatz zum letzten Heimspiel sind morgen wieder alle am Start, eine gute Voraussetzung also, um da zu sein, wenn die Mannschaft uns braucht. Für beide Teams steht einiges auf dem Spiel. Das verspricht Spannung. Vorbei die Zeit, in der man mit dem Ohr am Transistorradio das Spielgeschehen auf den anderen Plätzen verfolgte. Stattdessen wird man um so häufiger hektische Finger in der Kurve entdecken, die über die Glasscheiben viel kleinerer Empfangsgeräte wischen. Nützt aber nur dann etwas, wenn wir selber punkten. Also, volle Konzentration auf uns und das Geschehen vor Ort.


Dieter Hecking freut sich auf seine Rückkehr an alte Wirkungsstätte und wir ein mal mehr auf die Gastfreundschaft der Bökel-Bären, die seit Jahren die Raute am Mittellandkanal hochhalten. Vielleicht sollte man mal über einen Schiffsanleger nachdenken, denn in Sandkamp, nahe am Wasser, findet die bereits angekündigte Party statt, traditionell vor und nach dem Spiel inklusive einem Shuttle-Service zum Stadion. Vor dem Stadion selbst erwartet euch wie immer unser Infomobil, der Fantreff vorm Auswärtsblock. Und für jeden mit Ambitionen auf die Allesfahrerkarte (AFK) im nächsten Jahr gibt’s dort auch nur ein Kreuz. Alle Infos zur Anreise und Sonstigem findet ihr wie immer auf der Seite der Fanbeauftragten Borussias.


Last, but not least wollen wir Euch an das Vorspiel mit unserem dänischen Abwehrduo Christensen und Vestergaard am kommenden Mittwoch im FanHaus erinnern. In trauter Atmosphäre werden die beiden einen persönlichen Blick auf das Saisonfinale und darüber hinaus werfen.