Es geht nur gemeinsam!

Sollte uns der ÄffZeh tatsächlich einen Gefallen tun? Der Druck ist zwar auf seiner Seite, doch das Szenario ist denn doch nicht sehr wahrscheinlich. Und wenn doch? Na, dazu müssten wir, wie man so schön sagt, selbst erst mal unsere Hausaufgaben machen und gewinnen.

 

Wäre es dann nicht sogar typisch Borussia, wenn wir es trotz Schützenhilfe durch den Mainzer Karnevalsverein und einem anderen Verein im Westfälischen durch einen späten Ausgleich der bereits abgestiegen Lilien selbst vergeigen? Alles schon gehabt!


Aber nein, die wahrscheinlichste Variante ist doch, dass wir einen sommerlichen Kick unser Elf sehen und die Darmstädter gebührend in die zweite Liga verabschieden ohne Relevanz für die Teilnahme in Europa in der kommenden Saison. Sollte es so kommen, kann man ruhig zufrieden in die Sommerpause gehen, hatte diese Spielzeit doch unvergessene Momente für Borussia und ihre Anhängerschaft über. Sicher ist es ärgerlich, am Ende so knapp vorbei zu schrammen und erst recht hinter dem rheinischen Rivalen zu landen. Auch das jeweilige Ausscheiden aus den Pokalwettbewerben war unglücklich und vermeidbar. Zur Winterpause hätte die Saisonplatzierung aber doch fast jeder unterschrieben. Der Abstiegskampf, so aufregend und emotionsgeladen er auch sein mag, blieb uns erspart.


Abschied nehmen heißt es auch von zwei Stammspielern der Saison. Mit Andreas Christensen verlieren wir jemanden, der uns im Laufe der vergangenen zwei Jahre viel Freude bereitet hat. Ihm selbst fällt es schwer, Borussia zu verlassen. Beim Vorspiel am vergangenen Mittwoch im FanHaus gab er noch einmal Einblick in seine Gefühlslage. Wir werden Dich vermissen, Andreas, und verbleiben mit einem klitzekleinen Funken Hoffnung auf Deine baldige Rückkehr.


Unser Sportdirektor Max Eberl ist derweil wieder richtig fleißig. Mit dem Mannschaftsgerüst wurden die Verträge verlängert, die ersten Neuverpflichtungen bahnen sich an oder wurden bereits getätigt. Das lässt uns positiv in die Zukunft schauen. Nehmen wir uns ein Beispiel am Max: denn auch wir haben einige Aufgaben zu bewältigen.


Der Zusammenhalt in der Kurve hat zum Schluss gelitten, keine Frage. Gerade bei Heimspielen war dies zu spüren: der Support war einfach mies. Die Gründe sind bekannt. Einige können diese nachvollziehen und zeigen Verständnis. Bei anderen wiederum herrscht Unverständnis und einfach nur Verärgerung vor. Es ist tragisch, dass wir die Saison derart beschließen, überdeckt das Finale doch viele gute gemeinsame Auftritte bei Begegnungen mit erheblichen Konflikt- und Diskussionspotenzial. Zu nennen sind hier insbesondere die beiden Derbys und der Umgang mit RB. Vieles haben wir gemeinsam gemeistert, die Zusammenarbeit in der aktiven Fanszene war hier ausgezeichnet.


Hier müssen wir wieder hinkommen, denn eines ist klar: nur zusammen sind wir stark, und nur zusammen bekommen wir das hin, was gerade unsere Mannschaft auf dem Platz braucht: bedingungslosen Support. Hoffnung macht, dass bei aller Diskrepanz in den Meinungen immer noch miteinander gesprochen wird, sowohl Fans untereinander, als auch Fans und Verein. Der FPMG Supporters Club sieht sich hier in der Pflicht, den Dialog weiter zu fördern und zu begleiten. Und so arbeiten wir in vertraulichen Runden, fördern den Austausch innerhalb der Fanszene, bereiten aber auch Veranstaltungen im größeren Rahmen vor. Voraussichtlich wird es bereits zum Ende der Sommerpause eine Veranstaltung im Rahmen eines Vorspiels im FanHaus geben. Sobald dies spruchreif ist, werden wir Euch auf dem gewohnten Wege informieren.


Bis dahin heißt es, das Beste aus dem letzten Spieltag zu machen, die Saison ausklingen und alles mal sacken zu lassen. Ausgeruht und mit klarem Kopf lassen sich die Dinge viel besser in die richtige Richtung bringen als jetzt, wo die meisten einfach nur durch sind. Befreit von den englischen Wochen, die Europa hervorrief, werden wir mehr Zeit haben für Dinge, die liegen geblieben sind, Dinge, die uns alle angehen. Im Kontext des modernen Fußballs haben wir, die verschiedenen Gruppierung der Fanszene und auch der Verein, mehr gemeinsame Interessen als jedem einzelnen vielleicht bewusst ist. Aber gerade auf diese gemeinsamen Interessen sollten wir unseren Fokus legen, sollten die Energien bündeln und zusammenrücken. Es geht nur gemeinsam!


So, aber nun zum Saisonausklang: der Sonderzug aus dem Sauerland setzt sich bald in Bewegung, unser Bumsi ist bereits in Party-Stimmung, und auch unser Angebot steht: das FanHaus öffnet um 11 Uhr mit einem zusätzlichen Verpflegungscarré auf dem Messeparkplatz. Wir freuen uns auf Euch!