Gemeinsam sind wir stark

Gemeinsam sind wir stark – Das war die Überschrift im Vorwort zur „Nullnummer“ der IG-VfL-Zeitung, heute Nordkurve.

 

Kein Geringerer als Theo Weiss, Borussias erster Fanbeauftragter und Mitbegründer der Interessensgemeinschaft (IG) der VfL  Borussia Fanclubs, Vorvorläufer des heutigen FPMG Supporters Club, schrieb diese Worte im November 1988. Knapp drei Jahrzehnte ist das nun schon her.


Was damals galt, hat noch heute Bestand. Gegen Ende der letzten Saison war von einer Gemeinsamkeit allerdings nicht allzu viel zu spüren. Im Gegenteil: hier Irritationen zwischen der Borussia selbst und Teilen der Fanszene, dort Zerwürfnisse innerhalb der Fanszene. Das alles hatte Auswirkungen auf den Support, die Stimmung auf den Rängen war in den letzten Spielen einfach miserabel. Die Sommerpause kam zur rechten Zeit: die Saison sacken lassen, die Kräfte bündeln, das war die Devise. Doch wir wussten: von alleine wird sich nicht alles wieder zum Besseren entwickeln.


Der FPMG Suppporters Club sah sich hier in der Pflicht, die verschiedenen Fangruppierungen wieder zusammenzuführen und rief zum gemeinsamen Dialog auf. Viele Gespräche wurden geführt. Auf seine Einladung hin trafen sich Mitte Juli schließlich rund vierzig Fans aus allen Teilen der Fanszene - Kutten, Ultras, sogenannte Normalos – im FanHaus. Das Fanprojekt De Kull unterstützte das produktive Treffen, bei dem das Selbstverständnis der Nordkurve im Mittelpunkt der Diskussion stand. Schnell war zudem klar, dass viele Entwicklungen im Fußball die Interessen aller gefährden. Der fortschreitende Kommerz ist dabei  nur eine von vielen Herausforderungen, die unsere Leidenschaft bedroht. Und so besann man sich auf den bewährten Borussen-Kodex und ergänzte ihn sinnvoll. Heraus kam der Borussen-Kodex 2.0, der uns als Basis dient, um wieder gemeinsam unsere Borussia zu unterstützen. Denn der sportliche Erfolg ist unserer aller Ziel, wenn auch nicht um jeden Preis.


Der neue Kodex trug bereits erste Früchte und diente als Grundlage für das Anliegen der Ultras bei Gesprächen mit der Borussia. So konnten auch hier Fortschritte erzielt werden, die dazu zu führten, dass man auch bei den Heimspielen wieder geschlossen als Gruppe supporten wird. Die Vielfalt der Fanszene bringt es mit sich, dass es auch weiterhin unterschiedliche Auffassungen vom Support geben wird. Um diese zu koordinieren und die Stimmung insgesamt weiter zu verbessern, sind regelmäßige Gesprächsrunden angedacht, an denen sich alle Interessierten beteiligen können. Insgesamt sehen wir die aktuelle Entwicklung in der Fanszene positiv: die Sommerpause wurde genutzt. Lasst uns also wieder vereint in die neue Saison starten! Wir appellieren an euch: gebt alles, für ein friedliches und sportlich erfolgreiches Derby! Und immer dran denken: nur gemeinsam sind wir stark!


Die Verhältnisse untereinander wurden wieder auf null gesetzt, und so sieht es auch auf dem Platz aus. Die Saison startet bei null, die Karten werden neu gemischt. Laut Dieter Hecking fühlt man sich gut vorbereitet, verfügt zudem  über einen ausgeglichenen Kader. Überraschend zauberte Max Eberl gestern mit Raúl Bobadilla einen alten Bekannten aus dem Hut. Mit diesem, einem anderen Typ Stürmer, schloss Borussia die letzte kleine Lücke im Kader. Boba ist jedenfalls einer, der etwa bei einer Einwechslung einer  bis dahin ausgeglichenen Partie die entscheidende Wendung geben kann. Gegen einen fulminanten Schuss zum 3:2 in der 92. Minute wird sicher kein Gladbacher etwas auszusetzen haben. Derbysieg!

 

 

Hier noch einige Infos zum FanHaus und zum Spieltag selbst:


Das FanHaus war, wie oben erwähnt, bereits  vor Saisonstart Ort diverser Veranstaltungen. Richtig los geht es natürlich erst mit dem ersten Heimspiel, und zwar ab 13 Uhr. Wie bereits berichtet wurde v.a. der Biergarten auf Vorderfrau gebracht. Die Lampen wurden ausgetauscht. Es wurde geschliffen, gepinselt, "gekärchert", außerdem wurden in mühsamer Kleinstarbeit die Aufkleber entfernt. Daher bitten wir euch, das Bekleben künftig ganz zu unterlassen. Insbesondere die einfachen Sticker aus Papier sehen schon nach kurzer Zeit aus wie Hund, lesen kann man dann eh kaum noch was. Wollt ihr euch verewigen? Dann könnt ihr gerne das DJ-Pult innen nutzen. Hier ist noch genügend Platz. Des Weiteren könnt ihr uns euer Fanclub-Logo schicken, gerne als Pin oder in gleicher Größe als Ausdruck. Wir wollen die Deutschlandkarte im Kickerraum rechts gegen Ende der Hinrunde auf den neuesten Stand bringen. Bitte gebt dabei eure Postleitzahl mit an!


Das FanHaus ist die Kirche der Fans, und keine Partyhölle. Es ist Anlaufstelle, Treff, Ort des Austauschs und der Diskussion. Hier wird und darf gerne auch ausgiebig gefeiert werden, bitte aber nicht auf den Tischen. Auf dem FanHaus-Gelände sind zudem ausreichend Mülleimer vorhanden, die auf Beschäftigung warten. Verhaltet Euch einfach so, wie ihr es zu Gast bei guten Freunden auch tut. Die Musik wird übrigens wieder laut und kompromisslos rockig, wie immer, wenn Tower am Werke ist. Da weiß man, was man hat, und was eben nicht. Sucht ihr noch kurzfristig eine Karte oder habt ihr noch eine über? So wendet Euch bitte direkt an Mel, die vor dem Spiel für Euch im Ticketing-Bereich zu finden ist - beim DJ findet keine Ticketbörse statt.


Mit starkem Individualverkehr ist zu rechnen. Bitte beachtet das bei der Anreise! Solltet ihr mit dem Zug anreisen, empfehlen wir euch, ausschließlich den Hauptbahnhof Mönchengladbach zu nutzen, sowohl auf dem Hin- wie auf dem Rückweg. Der Bahnhof Rheydt dient am Derbytag in erster Linie der An- und Abreise des Kölner Anhangs. Es erfolgt eine strikte Fantrennung, die auch  Auswirkung auf dem Weg vom FanHaus zum BORUSSIA-PARK hat. VOR dem Spiel ist der übliche Weg durch das Wäldchen, am P3 und, über die Helmut-Grashoff-Straße kommend,  am  Auswärtsblock vorbei gesperrt. Wie beim Derby üblich werdet ihr über die Gladbacher Straße, „Am Borussiapark“ und den Konrad-Zuse-Ring zur Nordkurve geleitet. NACH dem Spiel ist der direkte Zugang, insbesondere das Tor vom Wäldchen auf den Messeparkplatz, wieder offen. Rund um das Stadion gibt es ein Glasflaschen- und Dosenverbot. Das Ordnungsamt kontrolliert zusätzlich noch vor dem Stadion, so dass ihr neben den Eingangskontrollen durch eine zusätzliche Kontrolle müsst. Übrigens wird im Stadion und auch im Biergarten vor der Nordkurve kein Alkohol ausgeschenkt. Das FanHaus hingegen hat normalen Ausschank. Wir freuen uns auf euch!

 

 

 

Weitere Erläuterungen zum Kodex findet ihr in folgendem Video.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorherfoto ;-)