Bumsis Archiv

Ob Norden, Süden, Osten, Westen - Bumsis Meinungen sind die besten! Für Neueinsteiger und Versäumte: das Bumsi-Archiv zum Nachlesen. Viel Spaß dabei wünscht Bumsi höchstpersönlich!!!

 

Meinung/Anregungen/Kritik: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Karnevals-Bumsi


Tätä – die jecke Zeit folgt nun wieder. Karneval und Frohsinn naht. Think positive. Nehmt nicht alles so bierernst. Leichtigkeit ist angesagt, auch bei mir, der kleinen Lederpille.

 

Habe ich mich gestern noch furchtbar aufgeregt über die großen Themen im Fußballsport, sehe ich heute alles wieder gelassener. BVB, RBL, DFL, DFB, FCK, USA – alles beiseite und Pause. Wir leben und lieben für das Hobby „Fuppes“. Ich schmeiße mit Konfetti in die Runde. Puste die Luft- schlange auf und tröte die Trompete. Ich winke mit Federn und Fahnen und freue mich des Lebens. Helau und A....Nö, nochmal: Halt Pohl und All Rheydt!

 

Ich hoffe, der positive Trend in der Liga geht weiter. Ich hoffe, das Rückspiel in Antik-Florenz packen wir. Ich hoffe, der Max bleibt, wo er ist und einige Verletzte kehren dahin zurück, wo sie hingehören – in den Kader. Ich hoffe, der Frühling zieht ein. Bei allen Kleingeistern und Vergrätzten, bei allen Miesmachern und Nörglern. Fenster auf – frische Luft zwischen die Ohren. Winter adé – Einsicht tut weh. Was ich sagen möchte: Etwas mehr Frohsinn, Anstand und Sitte. Dann geht alles viel besser. Miteinander statt gegeneinander. Spiel ist etwas Heiteres.

 

In diesem Sinne: Bleibt anständig und genießt das närrische Treiben. Ich zieh mir den Jammer-Schuh nicht an, aber dafür auch mal wieder die Pappnase auf. Thematisch Ernsteres folgt beim nächsten Mal.

 

Jecke Jrooß - euer Bumsi

 

PS: Aktion Tradition seit 1900! Nachlesen!

 


 

Rückrunden-Auftakt
 
Juchhu – das war er also endlich wieder: Der Rückrunden-Auftakt! Bei herrlichem Wetter mit Sonne und Kälte habe ich mich selber aufgemacht ans ehemalige Böllenfalltor. Der ein oder andere hat mich vielleicht sogar in Doppelhalter-Manier im Stadion erkannt.

Nein, es war kein schönes Spiel. Und ja, es war leider nur ein Remis. Und jawoll, es war zu wenig für unsere Fohlen, um nach vorne zu rücken, um aufzuholen. Aber: Es war endlich wieder Fußball-Bundesliga an einem Samstag um 15:30 Uhr. Beste gute alte Tradition. Apropos Tradition: Da freut man sich so sehr auf den Fuppes mit all seinen bekannten, liebevoll gepflegten Details, da muss man doch heuer immer öfter Abstriche machen und sich umorientieren. Stadionnamen (aktuell Aachen) wechseln, Vereinsnamen (Leipzig) ändern sich, Maskottchen (hey,  etwa ich?) und Vereinsembleme (aktuell Juventus, Cardiff) werden ausgetauscht. Der Herbstmeister des 17. Spieltages steht jetzt im Winter-Januar erst fest...?!

Verrückte Welt. Okay, den Wechsel von Bumsi auf Jünter als offizielles Borussen-Maskottchen will ich mal so gerade gelten lassen. Bitte vergesst mich aber um Grashoffs Willen nicht ganz! Aber so langsam macht der Änderungswahn vor nichts mehr halt: 48er-WM, Wüsten-WM im Winter, Astronauten-Fußbälle, Stadien mit Dächern (Turnhallen), Werbepausen bis zum Erbrechen, der vierte Ersatzspieler, Versitzplatzung, inflationäre Stadionkost (S04), TV-Embargo, Diskussionen um Abseits, Torrichter, Hawkeye und Fahnenverbote. All dies und noch viel mehr. Wir sollten uns stark machen, immer wieder anzuprangern, was unser Hobby zerstören könnte. Bei mir war es Baumwolle und Leder. Heute ist es Polyacryl und Glasfaser. Welt im Wandel - schon klar. Will ja auch nichts schlecht reden. Aber Finger weg von unkaputtbaren Werten im Sport. Gerade schmeißt die „Petrohandball-Nation“ Katar unsere Bad Boys aus dem WM-Turnier (ohne TV-Übertragung!). Sportliche Weiterentwicklung ja. Aber wer will ernsthaft zusammengekaufte Teams mit verschenkten Staatsbürgerschaften und Millionen von Sponsorengeldern? Wer will korrupte Verbände und seltsam anmutende Gerichtsurteile beim Thema Doping? Ich nicht.

Da lobe ich mir still und leise meine Old-School-Visage als Doppelhalter auf der Tribüne des altehrwürdigen Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor. Juchhu – der Ball rollt wieder. Fußball ist Emotion, Fußball ist Tradition! Ihr Fans seid der Hüter dieses heiligen Grals! Nie vergessen! Ich roll mich dann mal wieder etwas unrund dem nächsten Spieltag entgegen.

Euer Bumsi


 

Silvester-Bumsi


Die Zeit zwischen den Jahren – ruhige Zeit. Stille inhalieren, abspannen, runterkommen. Da gibt es kaum was zum Aufregen, worüber auch? Entspannung pur. Hier den Festtagsbraten noch auf der Hüfte, dort das Silvester-Fondue im Sinn. Dazwischen Fuppes ? Nö. Oder doch? Da will doch der verdammte Energy-Brausehersteller in silber-blau-rot-gelb doch tatsächlich eventuell und ganz vielleicht sich beim Ur-Traditionsclub West Ham United aus London einkaufen...?! Ich hoffe doch sehr, dies ist ein klebriges Gerücht der üblen Sorte.

Das man sich in der Milliardärs-Zentrale Matteschiss nicht schämt bis über beide Ohren! Sich über bestehende Vereine wie Chemie/Sachsen Leipzig oder Lokomotive Leipzig mit all ihrer Tradition lokal hinwegzusetzen und sie bewusst/unbewusst vor Ort zu plätten ist das Eine. Vereine wie Austria Salzburg und deren Dasein inkl. Fanstrukturen zu eliminieren das Andere. Aber was erdreistet sich diese Geldbrühe ihre widerliche Kommerz-Soße jetzt in den Hals von 'The Hammers' zu schütten? Da hat WHU gerade unter Tränen den Abriss des alt-ehrwürdigen Boleyn Ground Upton Park nach 112 Jahren verkraften müssen, da droht der nächste Schlag in den Nacken eines jeden Anhängers? My Goodness. Die Bubbles-Anhänger (= wahren Fans) würden doch eher Seifenblasenlauge trinken, als diese Kuhplörre zu saufen...Oder tut Geldnot nun derart erblinden und vertaubstummen? Tut sie wohl. Ein Riesenprotest sollte sich erheben...Sollte. In der Not frisst der Teufel Fliegen und schluckt der Fan bittere Kröten. Alles für den Club – alles um zu überleben. Sage mir keiner, der eklige Sponsor ist erwünscht. Grausam. Mein Beileid.

Ich roll mich noch eine Woche ein, lecke meine Lederwunden und schaue die Vierschanzen-Tournee. Sollen sich andere aufregen. Obwohl...nö-ich kann nicht anders. Ich bin Fußball, ich bin der Ursprung, der Anfang, das Hobby, die Liebe. Zeit, daß sich was dreht – aber am Liebsten ab und an auch mal zurück! In diesem Sinne: The same procedure as every year ! Frohen Jahreswechsel, bleibt gesund und verschluckt Euch nicht!

Euer Borussia-Bumsi


 

Bekennerbrief in Form einer Choreo?

Normalerweise würde ich um eine solche Meldung ja einen ganz weiten Bogen machen. Leider bin ich beim Studium der RP dann doch darüber gestolpert. Eine Gruppe aus der Stadt mit K, die namentlich nicht weiter genannt werden soll, wollte sich am letzten Samstag zum 20. Geburtstag mit einer Choreo selber beschenken. Allerdings scheinen sie in den letzten Jahren nicht wirklich viel Tolles auf die Kette bekommen zu haben. Es sind ihnen bei der Auswahl der Motive der Angriff auf einen Fanbus 2012, der Fahnenklau und der Platzsturm im Derby 2015 eingefallen. Den Diebstahl des Sichtschutzes am FanHaus haben sie dabei aber vergessen, aber evtl. waren sie das ja auch gar nicht. Und wie viele Räder und Achsen so ein Bus hat, das ist wirklich sehr knifflig zu beantworten.

Wessen geistiges Kind muss ich eigentlich sein, um mich in der mehr als zweifelhaften Darstellung mit Straftaten zu brüsten? Oder soll die Aktion als Schuldbekenntnis gewertet werden, Bekennerschreiben in Form einer Choreo? Oder wollte man damit auch an die dunkleren Stunden, quasi als Mahnmal für die Zukunft, erinnern? Falls ja, so ist die Botschaft leider nicht angekommen. Und es stellt sich auch die Frage, ob der Verein sich nicht die Entwürfe vorher zeigen lässt, oder ob man es sogar geduldet hat? Dann steht es leider wirklich nicht gut um die Fanarbeit im Verein, aber das wissen wir ja leider schon länger

Euer Bumsi

 


 

 

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt...

So heißt es doch im Allgemeinen. Und so soll es bleiben. So ist es aber scheinbar nicht für viele Protagonisten, welche sich in dieser Sportart tummeln. War es vorgestern noch Mr. Seidentuch K.-H. Rummenigge, der sich erst über unseren Maxi E. echauffierte, nach dessen (zugegebener leicht unüberlegten) Aussage, dass es Spielplan-Ansetzungen pro Bayern und kontra Borussia geben würde, um sich zwei Tage später selber bei den Medien über die zu neu-deutsch „EM-Qualifier“ termintechnisch auszuheulen, so setzte heute Stürmer Thomas Müller noch einen obendrauf: Mr. Everybody's Darling mokierte sich über Sinn und Wert des 8:0 Sieges gegen San Marino und das dieses Spiel nichts mit professionellem Fußball zu tun hätte. War es der Regen? War es sein Nicht-Tor? Warum sagt er so was?

Gewiß, es gibt unsympathischere Fußballer im Geschäft. Aber diese Aussage passt nicht zu ihm, passt nicht zum Sport und passt nicht zur Ratio. Wir alle kennen diese schönste Nebensache verbunden mit Schweiß und Tränen, Dreck und Blut, Jubel und Ekstase, Siege und Niederlagen, Asche und Rasen, Bratwurst und Bier, Sonne und Regen, Favoriten und Außenseitern, Auf- und Abstieg (o.k., die Bayern nicht), Freund und Feind, Derby und Klassiker, Pflicht und Kür. Es gehört nun mal dazu, in diesem Big-Business auch Spiele zu spielen, die nicht den Glanz von Mega-Finals aufweisen. Nicht jeden Tag ist WM-Finale, CL-Kracher, Pralinenschmaus, Bernabeu oder Nou Camp. Nicht immer ist Sonnenschein und Pokalgewinn, Stadiondach überm Kopf oder Kuschel-Wohlfühl-Atmosphäre. Zum Fußball, wie er mal war, und Fan und Spieler ihn hat lieben gelernt, gehört auch Regenwasser im Bierbecher und Spiele mit Niederschlag. Wer dies vergessen hat, ist abgehoben und weit weg von Fans in der Kurve und Vereinstreue oder Amateuren. Wer nur noch abkassiert, Werbeverträge platziert und Egoshooter spielt, der hat nicht verstanden, dem Sport, seinen Anhängern und der Freude am Spiel zu dienen.

Eine WM in Katar, im Winter und ohne Bier, eine geschmuggelte Uhr aus Dubai, eine Führungsriege in FIFA und UEFA ohne Anstand und Ehre, eine menschliche Verrohung auf und neben den Fußballfeldern dieser Erde – all dies ist nicht das, womit wir uns identifizieren. Long live Lederfußball, am Besten handgenäht zu fairen Bedingungen. Huch – jetzt rutscht aber alles hier rein. Ihr wisst, was ich meine.

Euer Bumsi


 

 

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, ist nach dem Spiel...


Manches erschließt sich ja direkt bei Betrachtung der Ereignisse, manches aber erst rückblickend nach Sackung des Erlebten. Beim CLQ-Hinspiel in Bern gab es doch folgenden interessanten Aspekt: Bei schönstem Wetter versammelten sich tausende BMG-Fans in der Berner Vergnügungsmeile, um sich auf das Spiel einzustimmen. Alle in weißem Oberteil, alles friedlich, alle mit bester Laune. Als dann unter großem Gejohle ein Fanclub einen blauen Lederball (mein Cousin) auspackte (Danke Christian!), begann das traditionelle Schlafzimmerfenster-Schießen. Ein jeder durfte sich versuchen und einen Treffer gab es auch wieder zu bejubeln, bevor der Ball einige Schüsse später sich in die Dachrinne verabschiedete.


Die Berner Zeitung (BZ) und das TV vor Ort waren erstaunt, daß eine derart große Fangemeinde total freundlich auftritt und einen Heidenspaß an sich selbst hat. Zum gleichen Anlass hatte es am selben Ort nämlich schon ganz andere Auftritte gegeben und die lokale Bevölkerung war durchaus skeptisch, was unser Gelage dort betraf. Es folgte ein imposanter, langer, weißer Fanmarsch, der ebenfalls in bester Manier einen sympathischen Fanauftritt unserer Gemeinde abrundete.


Die Bengalo-Show später im Stadion (auf beiden Seiten!) verbuchen wir unter dem Punkt: „...et hätt noch immer joot jejange“... Optisch schön (... teuer?))). Jedenfalls kommt mir als Bumsi-Ball beim Schreiben dieser Zeilen nun ins Gedächtnis, welch ein Gegensatz zum damaligen Treffen mit Fanmarsch in Zürich beim FCZ: Auch damals gab es ein Treffen vor dem Spiel, jedoch alle in Schwarz. Der gleiche Fanclub kaufte vor Ort einen Lederball (mein andere Cousin), dieser wurde damals jedoch vom schwarzen Mob zerstochen und höhnisch präsentiert. Umliegende Geschäfte wurden teilweise geplündert, Bengalos in der Stadt gezündet, der Fanmarsch machte den Einheimischen Angst. Es sah echt nicht sympathisch aus. Wie schön doch jetzt dieser positive Gegensatz. Es geht auch ohne Remmi-Demmi.


Es ist ein gutes Zeichen, wenn eine solche Fahrt ohne negative Vorkommnisse abläuft. Mögen wir hoffen, das nach der erfolgreichen CL-Quali nun auch die weiteren Gastauftritte in Europa die Fan-Gemeinde der einzig wahren Borussia gut vertreten wird. Fan-Kultur versteht sich genau so!


In riesiger Vorfreude auf kommende Ballspiele – Euer frisch gefetteter Bumsi


PS: Die Zwischentöne der ewigen Meckertypen bzgl. Reiseorga und Ticketing sind völlig fehl am Platze! Froh sein, daß sich wer darum kümmert!
PPS: Wie mag es meinem blauen Bumsi-Cousin in der Berner Dachrinne eigentlich gehen...?


 

 

„wenn ihr nicht nach unsrer Pfeife tanzt, dann …“

 

Was  derzeit so abgeht in der Welt treibt einem einfach nur die Tränen in die Augen, man mag die Nachrichten fast nicht mehr einschalten und ist ja fast schon erleichtert, wenn es mal zwei Tage hintereinander ruhig ist. Zur Ablenkung vom Geschehen stöbere ich dann einfach auf den einschlägigen Sportseiten, ist in der Sommerpause aber auch nicht so prickelnd. Ein Wechsel hier, Transfergerüchte dort, das übliche eben. Aber eine Meldung hat mich dann doch kurz aufhorchen lassen, und diese kommt aus Nürnberg: eine lokale Versicherung steigt als Haupt- und Trikotsponsor beim „Club“ ein. Hört sich noch nicht so spektakulär an, man fragt sich eher, warum erst jetzt? Das Besondere an diesem Deal ist wohl eine Ausstiegsklausel, wenn die Medien, auf die ich hier zurückgreife, ordentlich recherchiert haben: bei grobem Fehlverhalten der Club-Fans kann der Sponsor aussteigen.
 
Einen direkten Einblick in die Fanszene des FCN habe ich nicht, bisher hatte ich mit den Mädels und Jungs aber keine größeren Probleme. Es mag ja auch üblich sein, dass sich ein Sponsor eine solche Klausel in den Vertrag schreiben lässt, aber die meisten hängen es nicht an die große Glocke. Ist dies ein Zeichen an die Fans „wenn ihr nicht nach unsrer Pfeife tanzt, dann …“?
 
Liebe Verantwortliche des Sponsors und des FCN, der „Fußballfan“ ist eine sehr sensible Sache, die Art des „Fan-Seins“ ist sehr vielschichtig. Ich kenne mich persönlich nicht in der Fanarbeit des Clubs aus und gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ein Verein dieser Größenordnung an dieser Stelle ganz ordentlich aufgestellt ist. Und lieber Geldgeber, sicher habt ihr es auch bereits gemacht, dennoch der Hinweis: wenn ihr wollt, dass die Spieler und Fans nicht nur das Trikot spazieren, sondern den Verein und Nürnberg im Herzen tragen, geht auf die Leute zu redet mit ihnen, hört Euch an, was sie zu sagen haben. Evtl. geht es um die Würstchen und die Temperatur der Stadionbiers, aber ich bin mir sicher, dass auch Ihr neue Sichtweisen erhalten werdet.
 
Euer Bumsi


 


 

 

Endlich Urlaub!

 

Uff - liebe Fangemeinde. Es ist vollbracht. Die 34 Spieltage sind vorbei. Was wurde ich getreten, gefettet, geliebt und gehasst. Aber eine aufregende Zeit war die Saison 2015/2016 allemal. Zum Glück mit einem tollen CLQ-Ende für unsere Fohlen.

 

Jetzt kann ich mich in Ruhe mal in die Ecke rollen und mich pflegen. Es beginnen die Wochen der ligafreien Alltagsüberbrückung. Mit Urlaub, Sammelbildchen, EM-Turnier, Freundschaftsspielen, Wechselgerüchten. Danach mit Vorfreude, Kartenbestellung, Trainingslager und Saisoneröffnung. Bis dahin werden noch einige mediale Säue durch verschiedene Orte getrieben. Vieles nur, um Gazetten zu füllen und Sommer-Sensationen zu kreieren.

 

Sollte sich da doch echt eine mögliche Neuverpflichtung unserer Borussia geäußert haben, er komme gerne zum VfL, aber nur wenn die CL-Teilnahme gesichert ist. Nanuchen ? Sollen wir diesem Statement Glauben schenken? Seit wann stellen Halb-Stars Forderungen, um zum VfL zu kommen?

 

Ehre, wem Ehre gebührt, aber WIR sollten die Rahmenbedingungen stellen. Es sollten nur Spieler kommen, die auch hierhin wollen. Rautenkämpfer. Ob Borussia BL, EL oder CL spielt, ist doch (fast) völlig wurscht.

 

Hier kommt man zu einem gesunden, sympathischen, erfolgreichen und äußerst seriös geführten Verein. Da geht man gerne hin. Da kann man wachsen und gedeihen. Da sind die besten Fans der Welt vor Ort. Also ehrlich... Oder ist es nur eine billige BLÖDe Zeitungsente? Ich weiß es auch nicht. Kauft mir (notgedrungen) das Blatt, fettet mich ein und reibt mich damit schön. Zu mehr taugt es nicht. Der Max wird es schon richten. Gute Kicker herbei.

 

Und wenn ich dann wieder getreten werde vom neuen Fohlenkader, freue ich mich auf hungrige Spieler und Tornetzgezappel. Kick me like Granit. Bis dahin schalte ich mal ab. Glaubt nicht jedem Gerücht. Gute Ferienzeit. Die Wahrheit ist auf dem Platz und mit dem Ball.

 

Euer Urlaubsmodus-Bumsi.
(PS: Ik freu mir auf Europa. Wo genau liegt doch gleich Cardiff...?)

 


 

"Dankbar rückwärts, mutig vorwärts!" 

 

Der HFC Falke dürfte bisher nur besonders interessierten Fußballfans bekannt sein, aber dazu zähle ich meine Leser. Passend zum Hamburg-Wochenende und auch zum Bericht des 1. Vorsitzenden habe ich mich mal beim HFC umgeschaut. Als die Mitglieder des HSV die Ausgliederung der Profi-Abteilung beschlossen und damit den Weg für Investoren freimachten, beschlossen zahlreiche Fans als Alternative im Juli 2014 den HFC Falke zu gründen, ähnlich dem FC United of Manchester. Das erste Spiel in der Kreisklasse 5 wurde von mehr als 500 Zuschauern besucht, nach 17 Spielen steht man als Tabellenführer mit 16 Siegen und einem Unentschieden da. Eventuell haben es ja auch ein paar Borussen zum Rückrundenauftakt am 13.02. gegen die Reserve des BSV 19 geschafft.

 

"Dankbar rückwärts, mutig vorwärts!" ist der Leitspruch des Vereins, der die wahren Werte des Fußballs verkörpern möchte, ohne Trikotsponsor aufläuft und Fanartikel und Dauerkarten für den schmalen Geldbeutel anbietet. Ob als langfristiges Ziel wirklich die Oberliga ausgegeben wurde, kann ich leider nicht beurteilen. Aktuell hat der Verein nur ein Seniorenteam, ob es Pläne für eine Jugendabteilung gibt und wie es bei den Schiedsrichtern aussieht ist mir leider auch nicht bekannt. Aber wer sich informieren möchte, findet es auf http://hfc-falke.de/

 

Viele von uns besuchen Sonntags nach einem Bundesligaspiel doch gerne noch den eigenen Dorfverein in der Kreisklasse, wo man mit dem Trainer zusammen in der Klasse war, das Bier in Flaschen und die Bratwurst von Oma Müller serviert wird und man mit seinem Nachbarn so richtig schön fachsimpeln kann, und das Ganze für 2,50€ Eintritt. Der HFC Falke wird den Hamburger Amateurfußball sicher bereichern, und eventuell klappt es ja wirklich mit der Oberliga oder sogar dem Gewinn des HFV-Pokal. Und vielleicht besuchen wir dann alle im DFB-Pokal den HFC Falke.

 

Viel Spaß in Hamburg gehabt zu haben wünscht Euch

 

Euer Bumsi

 


 

Gabi, was ist ein Fanbetreuer?

 

Hallo Gabi!

 

Wenn man keine Ahnung hat… nein, nicht einfach die Fresse halten. Mund aufmachen und fragen ist ein wirklich probates Mittel, um Ahnungslosigkeit zu bekämpfen. Machen ja kleine Kinder auch: „Warum ist die Frau so dick?“ „ Wieso fällt das Flugzeug nicht vom Himmel?“ „Musste Jesus auch Pipi machen?“ oder „Was ist denn eigentlich ein Fanbetreuer?“ oder „Wieso schreibt die Zeitung Stuss?“

 

Sprechenden bzw. fragenden Menschen kann geholfen werden. Ich als altbewährtes Maskottchen stelle mich gerne zur Verfügung und beantworte Fragen. Allerdings setzt Fragen ein gewisses Interesse voraus, ein Interesse an dem Thema, ein Interesse an Objektivität, ein Interesse am Lernen. Ohne dieses Interesse fragt man nicht, sondern verweilt lieber in seiner eigenen Gedankenwelt und schreibt allen möglichen Unsinn, den man sich selbst zusammenklamüsert hat. Und wenn man dann Leute findet, die den eigenen Unsinn lesen und auch noch glauben, dann ist die Welt perfekt.

 

Ich weiß ne ganze Menge, kenne die Ursachen für Adipositas, die Gesetze der Schwerkraft und in Theologie bin ich auch nicht so schlecht. Aber glaubt mir, wenn es was gibt, was ich weiß, dann was ein Fanbetreuer ist. Das einzige, was ich wirklich nicht erklären kann, ist, warum die Zeitung Stuss schreibt. Da müsste ich mal fragen…

 

Dein Bumsi


 

Döp-döp-döp

 

Nachdem der Ball in der Bundesliga seit dem Wochenende wieder rollt, melde ich mich auch aus der Winterpause zurück. Mit dem regelmäßigen Studium der Nachrichten über unsere Borussia habe ich mir die Zeit in der Winterpause vertrieben, über Transfergerüchte geschmunzelt und mich an Neuigkeiten aus dem Trainingslager erfreut. Eine Meldung auf sport1.de hat mich dabei besonders gefreut: Borussia Mönchengladbach hat die beliebteste Torhymne! Mit rund 4.000 Stimmen gewann der Gladbacher Torsong mit deutlichem Vorsprung...

 

Wie wir natürlich alle wissen, erklingt im BORUSSIA-PARK nach einem Treffer Döp-döp-döp-dö-dö-döp-döp-döp aus dem Stück Maria (I Like It Loud) von der Band Scooter. Wurden wir anfangs noch belächelt, hatte sich die Melodie bei uns natürlich direkt in die Ohren und Herzen gespielt, psychologisch einfach, haben wir doch dann einen Torerfolg zu bejubeln. Mittlerweile wird es auch bei Wehen Wiesbaden und in anderen Sportarten eingespielt, liegt vielleicht daran, dass der Text und die Melodie nicht sonderlich schwer zu merken sind.

 

Aber die wenigsten dürften wissen, wie das Lied ins Stadion gekommen ist. Es war auf einer Fanclub-DM in Polch, wo ein gewisser Sven W. das Liedchen munter vor sich hinträllerte, während er über den Zeltplatz lustwandelte und dabei auch manch müden Kicker leicht nervte. Nach drei Tagen hatte er mit seinem steten Trällern seine Gehirnwäsche abgeschlossen, so dass von den Verantwortlichen bei der Suche nach einem neuen Torjingle die Wahl auf Döp-döp-döp fiel. Mal wieder ein bestes Beispiel für unser Motto „von Fans – für Fans“.

 

Eine erfolgreiche Rückrunde wünscht

 

Euer Bumsi

 


 

Unfall oder Trikot?

 

Bald ist es wieder soweit, die fünfte Jahreszeit im Rheinland beginnt. Während sich viele bereits schon an Halloween verkleiden und Partys feiern, geht es für den Rheinländer am 11.11. so richtig los. Und auch wir in Mönchengladbach feiern sehr gerne Karneval, die Sitzungen von Borussia im Kunstwerk Wickrath sind legendär. Dass wir uns dabei auch manchmal den ein oder anderen Künstler aus der Domstadt ausleihen und einige Lieder singen, die wir sonst nie anstimmen würden, sei im närrischen Treiben verziehen.


Das aber kann man nicht verzeihen: diese Woche wurde das Sondertrikot im Karnevalslook mit dem Geißbock drauf vorgestellt. Wenn man keine CL-Edition hat, dann muss man sich eben was anderes einfallen lassen, damit die Leute in den Fanshop kommen. Allerdings ist das Shirt eher was für Halloween, wenn man es anschaut, erschrickt man sofort und gruselt sich den ganzen Abend. Angelehnt an eine Gardeuniform präsentieren sich die Spieler mit (warum eigentlich?) stolzgeschwellter Brust inkl. Stadtwappen in einem rot-weißen Etwas, dass auf den ersten Blick an Omas Gardienen erinnert. Es ist wie ein Unfall, schreckliche Bilder, aber muss einfach hinschauen. Am 01. April wäre klar, woher der Wind weht, so muss man das wohl leider ernst nehmen. Ich will gar nicht wissen, ob der Verein oder der Hersteller dafür verantwortlich ist, auch bei uns gefällt nicht immer allen das aktuelle Modell. Aber bei wem bitte, lieber FC, habt Ihr denn die Umfrage gemacht, ob das Design beim Fan ankommt? Im Zoo? Oder letzten Rosenmontag in den Kneipen der Stadt?


Der gute Geschmack und der Schutz Eurer Gesundheit verbietet es diese Bild hier zu zeigen oder darauf zu verlinken. Wer aber ganz hart drauf ist darf im Netz gerne danach suchen, ich übernehme aber keine Verantwortung für etwaige Spätfolgen.


Euer Bumsi

 


 

Nachdenklich

 

Kreuzbandriss bei Patrick Herrmann, die gleiche Diagnose bei Nico Schulz und jetzt hat sich Granit Xhaka im für die Schweiz bedeutungslosen letzten Gruppenspiel auch noch am Sprunggelenk verletzt, hoffen wir mal alle, dass es nichts schlimmeres ist.


Überhaupt die EM-Qualifikation, Island, Wales und Albanien haben sich qualifiziert, Österreich souverän die Gruppe gewonnen, was ist denn da los in Fußballeuropa? Liegt es daran, dass sich erstmals 24 Teams qualifizieren? Oder daran, dass viele Spieler anderer Landesverbände durch die WM, Europa- und Champions-League überspielt sind? Oder ist die Breite an der Spitze dichter geworden, wie Berti Vogts einst philosophierte?


Aber eigentlich hat man im Zuge um die ganzen Skandale und Gerüchte rund um die UEFA und FIFA nur noch wenig Lust sich auf eine Welt- oder Europameisterschaft zu freuen. Vielleicht packt ja doch endlich mal einer aus und es kommt ein wenig Licht in die ganze Sache. Oder wollen wir es am Ende gar nicht so genau wissen, weil sie dann eigentlich den ganzen Laden zumachen müssten? Und wie tief steckt der DFB mit drin? Und solche Leute sind verantwortlich für den Sport, den Millionen von Menschen auf der Welt lieben und der für Massen von Kindern und Jugendlichen ein wertvolles Freizeitvergnügen darstellt?


Darüber kann man nur den Kopf schütteln findet

Euer Bumsi

 


 

Trainerkarussell

 

"Auf dem Karussell fahren alle gleich schnell" sang einst Jürgen Markus, für die Trainerdrehscheibe gilt das allerdings nicht.  In der Bundesliga haben bis zum achten Spieltag noch alle Klubs die Nerven behalten, einzig auf unserem Trainerstuhl gab es einen Wechsel. Allerdings ist LF nicht aus dem Karussell gefallen sondern von alleine ausgestiegen.


Für die 2. Liga gilt das allerdings nicht, da wurde man zuerst bei Union Berlin nervös, auf N. Düwel folgte S. Lewandowski. Gerne würde man in der Hauptstadt mal die Rolle des Aufsteigers spielen, wie Fürth, Düsseldorf, Braunschweig, Paderborn oder heuer Darmstadt, manchmal darf man aber auch mit dem Erreichten zufrieden sein.


In der Pfalz war es dann am 23.09. soweit, auf K. Runjaic folgte K. Fünfstück. Sowohl als Spieler als auch als Trainer ein eher unbeschriebenes Blatt gelangen ihm direkt zwei Siege, evtl. gelingen ihm auch fünf Stück (okay, 10,- EUR in die schlechte Wortspielkasse).


Am letzten Wochenende nutzten dann noch zwei weitere Klubs die anstehende Länderspielpause, um die Übungsleiter auszutauschen. Der schon seit längerem kriselnde Traditionsverein 1860 München tauschte T. Fröhling gegen den erfahrenen, aber evtl. nicht mehr so modernen B. Möhlmann. Wer aber über 450 Spiele in der 2. Liga und über 1.000 Spiele insgesamt auf der Bank gesessen hat, kann den Löwen auf und auch neben dem Platz helfen, wenn ihm nicht von oben rein gequatscht wird.


In Paderborn gab man unserem ehemaligen Co-Trainer M. Gellhaus nur zehn Spieltage Zeit, sich als Chef zu beweisen. Ob der auch eher unbekannte R. Müller mit dem Team nach dem Aderlass durch den Abstieg da sehr viel erfolgreicher sein kann?

 

Und hätten die Duisburger am Montagabend nicht gegen Paderborn gewonnen, dann wäre evtl. auch noch C. Lettiere in dieser Aufstellung aufgetaucht, auch an der Wedau fiel schon der Name B. Möhlmann.

 

Ob es in den nächsten Tagen dann noch zum Wechsel von J. Klopp an die Anfield Road kommen wird, bleibt abzuwarten. Sollte es so kommen, bleibt zu hoffen, dass er besser Englisch spricht als einst L. Matthäus. Ob er dann eine Mütze mit der Aufschrift "LiverPöhler" trägt? Hoffentlich nicht!


Wir sehen den Trainerwechseln aktuell sehr entspannt zu, wir haben einen prima Kader, sehr gut ausgebildete Spieler, ein besonnenen handelndes Management, so wie in den guten alten Zeiten.

 

Darüber freut sich...

 

Euer Bumsi

 


 

Enttäuschendes Wochenende

 

Ich musste mir gestern einfach die Beine vertreten. Wie kann man diese Enttäuschung und diesen Abschied, wie kann man dieses Wochenende als Borusse verarbeiten.

 

Durch ein Fenster in der Nachbarschaft höre ich einen Jungen bitterlich weinen. Er weint nicht aus Trotz, nicht aus Wut, man hört es: Hier ist jemand tieftraurig, verzweifelt, völlig am Boden zerstört. Ich höre Vater und Mutter, die ihn trösten oder es zumindest versuchen, doch der Junge weint und weint. Er weint, weil Lucien Favre seine Borussia verlassen hat.

 

Der Junge ist vielleicht sieben Jahre alt, er kennt nur Borussia unter Favre. Seit er Borussia sieht, hat er den begeisternden Fußball der letzten Jahre gesehen. Er hat auch gesehen, wie andere Mannschaften stolperten und durch die Liga rumpelten, aber von seiner Borussia hat er das noch nicht gesehen.

 

Ich weiß es als betagtes Maskottchen, dass es weitergeht, irgendwie geht es immer weiter, es wird mit meiner Borussia immer Höhen und Tiefen geben. Der kleine Junge weiß das noch nicht. Ich kann verstehen, dass er untröstlich ist und nur hoffen, dass er weiterhin ein kleiner Borusse bleibt.

 

Euer Bumsi


 

 

Heiß wie Frittenfett


Sagt man das heute eigentlich noch so? Das Jugendwort des Jahres 2014 war „Läuft bei Dir“, passte ja auch ganz gut zu Borussia. „Gammelfleischparty“ war 2008 der erste gewählte Begriff, aktuell führt „merkeln“ das Ranking, was nicht mehr bedeutet als „Nichtstun, keine Entscheidungen treffen, keine Äußerungen von sich geben“.

 

Wie schön, dass zumindest rund um Borussia niemand „rummerkelt“, und „Ich bin geil auf die neue Saison“, sagt man wahrscheinlich aber auch nicht mehr. Vorbereitung, Trainingslager und Testspiele sind ja ganz nett, aber bereits am Montag war zu merken, dass es unter Wettkampfbedingungen was ganz anderes ist. „Endlich wieder normale Leute“ wird man daher auch am späten Samstagnachmittag am Westfalenstadion öfters vernehmen, gefolgt von einem „Frohes neues Jahr“. Spätestens dann ist auch der größte Ärger über den Spielplan und die Spielansetzungen verraucht. Livespiel im Pokal, Topspiel am Samstag, und die Spiele gegen Mainz, Bremen und den HSV exklusiv im Bezahlfernsehen, nennt man das den Preis des Erfolges? Oder Heulen auf hohem Niveau? Aber als CL-Teilnehmer müssen wir nicht mehr so oft sonntags ran, hoffentlich auch in der Rückrunde. Wobei, wären wir in der EL dabei und zumindest Gruppendritter geworden, würden viele das heute auch schon unterschreiben.

 

Aber all diese Gedankenspiele können wir dann am Samstag rund um die Reithalle weiter führen, denn es geht jetzt ja endlich wieder los. Und dann ist da noch die Pokalauslosung (vielleicht schon erfolgt), die Gruppenauslosung der Champions League steht bevor, es darf wieder wie wild gebucht werden, das anstehende Spiel rückt da schnell in den Hintergrund. Und am nächsten Sonntag sehen wir uns dann im Park.

 

Es freut sich auf Euch,

Euer Bumsi

 


 

Trikottausch

 

War ich doch gerade selber in Urlaub und höre dort zwischen Tür und Angel, dass sich die Fans der falschen und  neun Jahre jüngeren Borussia in schwattjelb ziemlich darüber ereifern, dass die eigenen Trikots zur neuen Saison schon wieder teurer werden. Was Wunder! Nein, wie seltsam. An den Pranger mit der Marketing-Abteilung! Du böse Profitgier!


Wer klagt denn da bitte schön und über was genau?
 
Die Anhänger des Vereins, der als erster an die Börse wollte/musste, der in die Steilkurve der Umsatzsteigerung einbog wie Schmitz' Katze, der die Nummer eins in Deutschland, ach was: Europa werden wollte, der kurzfristige Erfolge mit einem Beinahe-Bankrott bezahlt hat, der die BuLi-Lizenz nur von DFL-Gnaden halber erhielt, der im Höhenrausch der Tabellenregion und im Größenwahnsinn shoppen ging wie Graf Protz, der kurzfristigen Erfolg riskant kalkulierte... genau dieser Verein hat nun klagende Anhänger???
 
Nicht jedes Jahr ist Champions-League, ihr Leute vom Borsig-Platz! Keine CL, keine EL (ok, vielleicht via Qualifikation doch noch), kein Titel, Hinrunde versaut, Stimmung mies, pfeifende Süd, Kloppo weg. Keine Stareinkäufe, Knete zusammenhalten, noch so ein (halbes) Jahr... au weia!


Genau von diesem Verein sah ich im Urlaub so viele Kids am Strand mit gefakten BvB-Trikots rumrennen, alle vom Basar. Warum? Dem eigenen Verein geschadet. Oder doch nicht? Spiegel vorgehalten? Kurz gedacht? Lange überlegt? Mittelfristig gelöst? Alle mit erfolgsverwöhntem Umfeld, alle FCB und BvB-Träger, alle Neymar jr's, Messis und ManU & ManCity, PSG, Real, Chelsea & Barca-Träger mal hergehört: Man muss nicht alle Ideale über Bord schmeissen. Tradition verpflichtet, ...und zwar auf dem Boden zu bleiben! Behaltet den Stadionnamen, das alte Logo, haltet alte Tugenden hoch, verfallt nicht allen überteuerten und doch so billigen Lösungen!

 

Kids stehen auf Erfolg und die Nummer eins, den Tabellenführer und Welt-Torjäger. Und deren erwachsene Eltern?  Ich schaue voller Mitleid auf das kleine, unschuldige 09er-Kind im billigen "Echte-Liebe"-Trikot mit Kunstfaser und Mesh-Applikationen und denke mit Wehmut an früher, als das günstige Baumwolltrikot mit selbst aufgenähtem Vereinswappen noch der Reichtum schlechthin war.  Also immer schön schattig bleiben und nicht in der Sonne das Stammhirn verbrutzeln. Wissen und Werte vermitteln, Trikottausch.
 
Sentimentale Urlaubsgrüsse vom Ferien-Bumsi

 


 

Holland in Not

 

„Holland in Not“ ist eine Redewendung, die es bereits im 16. Jahrhundert gab. Die Herkunft ist sehr wahrscheinlich damit zu begründen, dass die frühere Grafschaft Holland direkt am Meer liegt, Sturmfluten konnten das Land jederzeit überfluten; brach ein Deich oder war die Flut stark, dann war Holland in Not.

 

In der EM-Quali hat die Formulierung aber eine ganz andere Bedeutung angenommen. Mit dem bisherigen Assistenten Danny Blind hat die Elftal einen neuen Trainer, Bondscoach Guus Hiddink und der niederländische Fußballverband KNVB haben sich nach nur einem Jahr und enttäuschenden Ergebnissen auf eine vorzeitige Vertragsauflösung verständigt.

 

In der Gruppe A setzen sich unsere Nachbarn mit Island, Tschechien, Kasachstan, Lettland und der Türkei auseinander. Keines dieser Teams hatte sich für die WM in Brasilien qualifizieren können, die Niederlande wurden bekanntlich Dritter. Der Auftaktniederlage gegen Tschechien folgte ein Heimsieg gegen Kasachstan, soweit evtl. noch ok. Aber spätesten nach der 2:0 Niederlage in Island ist die Welt unserer Nachbarn ein wenig aus den Fugen geraten. Das 6:0 gegen Lettland konnte nur kurzzeitig für Ruhe sorgen, es folgte im Heimspiel gegen die Türkei ein Unentschieden, und diese bekleckern sich auch nicht gerade mit Ruhm.

 

Es ist zwar erst etwas mehr als Halbzeit in der EM-Quali, und es wird sich auch noch einiges verschieben, aber schon erstaunlich, wie viele Probleme doch einige renommierte Teams haben, die in Brasilien noch zu überzeugen wussten. Wenn man aber bedenkt, dass viele dieser Spieler mit Meisterschaft, Pokal, Europapokal und Länderspielen in 2014/15 ganz schnell auf 80 Spiele gekommen sind, dann sollte man bei den Verbänden doch evtl. mal überlegen, ob man aus dem Sport Fußball (und nicht aus dem „Produkt“) nicht zu viel raus quetscht. Aber die haben ja ganz andere Probleme…

 

...findet Euer Bumsi

 


 

Marko Marin

 

Lieber Marko,

 

bei unserer Borussia kamst du damals groß raus, durftest als Zweitligaspieler sogar den Adler auf der Brust tragen, und wir verdanken dir natürlich auch eine Menge. Am Wiederaufstieg 2008 hattest du großen Anteil. Wie viele andere vor dir wolltest du unseren VfL bald danach als junger Profi in Richtung des großen Geldes verlassen. Für einen Topclub wolltest du spielen, für die acht Mio. Ablösesumme bedanken wir uns noch heute artig bei Werder Bremen. Damals sagtest du im Fernsehen, dass „bei Werder alles größer und professioneller“ sei als bei uns am Niederrhein. Das haben gerade wir Fans dir sehr übel genommen und haben deshalb deinen Werdegang weiter aufmerksam verfolgt.

 

Bremen reichte dir bald nicht mehr. Bei Chelsea versprachen die Abramovic-Millionen das ganz große Geld. Der „German Messi“ wolltest du sein. Zu mehr als 144 Minuten hat es für dich bei Chelsea aber nicht gereicht, du wurdest auf der Insel zu einem der größten Transferflops erklärt. Chelsea lieh dich erst nach Spanien, dann nach Italien aus, doch auch beim FC Sevilla und beim AC Florenz wurde es nichts mehr.

 

Heute gehörst du immer noch den Blues und spielst auf Leihbasis beim RSC Anderlecht. Die wollen dich wegen schlechter Leistungen aber auch nicht mehr. Jetzt ziehst du wieder nach London um, wahrscheinlich aber nur ins Hotel, weil du wieder ausgeliehen werden sollst.

 

Du warst ein Großer bei uns. Hättest ein ganz Großer werden können, wenn du nicht viel zu früh dem Ruf des großen Geldes gefolgt wärst. Heute spielen WIR in der Champions League. Und DU? Deinen Abstieg haben wir genau verfolgt, unser Mitleid hält sich in Grenzen. Hoffentlich bist du heute für viele andere junge Profis beim VfL wenigstens noch eins: ein abschreckendes Beispiel. Dann verdanken wir dir sogar jetzt noch was…

 


 

Torhüter

 

Wie immer in der Sommerpause ist die wichtigste Frage nach der Frage „Wie warm ist der Pool?“ die Frage „Wer wechselt wohin?“ Und da ist ja einiges los auf dem Transfermarkt. Insbesondere Torhüter scheinen aktuell eine extreme Neigung zum Vereinswechsel zu entwickeln.

 

Ulreich geht nach Bayern, warum wird wohl sein Geheimnis bleiben. Bürki geht nach Dortmund, warum? … na ja, an Langerak kann er vorbeikommen. Trapp wechselt wohin? Egal, besser als Frankfurt wird es wohl sein, ist ja auch nicht sooo schwierig. Wiedwald kehrt zurück nach Bremen, warum? …

 

Der Torhüter ist eine Schlüsselposition in einer Mannschaft, und so wie jetzt die Fans der betroffenen Teams sich bange Fragen zur zukünftigen Person im eigenen Kasten stellen, so haben im letzten Jahr wohl etliche Borussen bedächtig und skeptisch mit dem Haupt gewackelt angesichts der Verpflichtung von Yann Sommer. Warum? Das weiß heute so recht keiner mehr.


Wie warm ist denn jetzt der Pool?

Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

Rhein Fire

 

Es heißt ja immer, unsere Gladbacher Fanszene sei ziemlich verrückt, und das ist wohl auch so. Wohltuend jedoch zu erfahren, dass es auch noch andere Fans gibt, die nicht alle Knöpfe auf der Leiste haben… Vor allen Dingen in Anbetracht der Tatsache, dass es den Verein gar nicht mehr gibt, und auch die Sportart hierzulande vom Aussterben bedroht ist. Da fuhren am letzten Samstag also 1.200 Leute für ein paar Stunden den Rhein hoch und wieder runter, ziemlich genau von Rheinkilometer 747 bis 689 und retour.

Richtig, von Dödeldorf nach Öln, das Schiff vollgeladen mit Rhein Fire-Fans, haufenweise Mucke und reichlich Flüssignahrung an Bord. Und warum machen die das? Kurioserweise dürfen sie nämlich noch nicht einmal Anlegen in der Stadt mit der hässlichen Kirche. Aber eine halbe Stunde Aufenthalt vor dem Altstadtufer wird gewährt. Das reicht aus, um ziemlich oft und laut „Buh!“ zu rufen sowie diverse lustige Liedchen abzusingen, bis es auch der Ölner verstanden hat, dass er nicht die Krone die Schöpfung ist. Sich die Szenerie vorzustellen, löst grandios witziges Kopfkino unter meinen Strubbellocken aus…

American Football war mir ja immer sehr suspekt. Jetzt, nachdem es den Laden nicht mehr gibt, entdecke ich richtig sympathische Züge.

Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

HSV

 

Nun haben sie es also doch noch geschafft beim Hamburger Sportverein. Eine sehr dürftige Saison mit insgesamt vier Trainern beendete der Verein durch ein 2:0 gegen harmlose Schalker am letzten Spieltag gerade so auf dem Relegationsplatz 16. Das Hinspiel gegen engagierte Karlsruher konnte mit Ach und Krach gerade noch so unentschieden gestaltet werden. Und im Rückspiel musste ein mehr als zweifelhafter Freistoß in der Nachspielzeit herhalten, um überhaupt noch die Verlängerung zu erreichen.

 

Bereits letzte Saison konnte der HSV erst im Nachsitzen die Liga halten, mit zwei langweiligen Unentschieden gegen Fürth, und gefühlt hat sich ganz Fußballdeutschland danach gesehnt, dass die dämliche Uhr endlich abgeschaltet wird. Selbst in Hamburg gab es nicht wenige, die das Rumgestolpere auf und neben dem Platz nicht mehr ertragen konnten. Die Mannschaft eigentlich nicht bundesligatauglich, und rund um den Vorstand sieht es nicht wirklich besser aus. Tiefpunkt dürfte das Intermezzo mit dem farblosen Peter Knäbel gewesen sein, der gut drei Wochen auf der Trainerbank Platz nehmen durfte.

 

Lieber Dino, tu mir einen Gefallen, schraub die Uhr ab und stell sie in den hintersten Winkel des Volksparkstadions, denn auf diese Art und Weise zweimal die Liga gehalten zu haben, darauf dürftest du nicht stolz sein. Und wenn du nicht endlich die richtigen Lehren aus den letzten beiden Spielzeiten ziehst, dann wird die nächste Saison auch nicht viel besser, und dann kann dich irgendwann auch kein Kühne und kein Gräfe mehr retten. Und wenn du nicht so auf dich selber fokussiert wärst und dich für eine große Nummer halten würdest, dann könntest du vielleicht von anderen Vereinen lernen, wie der Umbruch gelingen kann, ohne noch größeren Schaden anzurichten. An wen denke ich dabei wohl gerade?

 

Euer Bumsi

 


 

Und täglich grüßt M. Kind

 

Da lese ich doch dieser Tage, dass mein spezieller Fußballfreund Martin Kind (Klubboss von Hannover 96, Anm. der Fußballredaktion) sich gefreut, aber auch gewundert hatte, dass die H96-Fans und Ultras beim Spiel gegen Ho$$enheim wieder lautstark die Mannschaft angefeuert hatten... (Schade, dennoch 1:2 verloren!) Sagt dies doch jener Martin Kind, der in Sachen Hörakustik zum schwerreichen Unternehmer aufstieg und nun alles dafür tut, um die eigenen Fans zu überhören und zu hintergehen. Er denkt als purer Geschäftsmann meilenweit an Fan-Interessen vorbei, er verkauft alle Anteile des Stammvereins an der eigenen Fußballabteilung, ohne seine zehntausenden Vereinsmitglieder darüber zu informieren. Still und leise, nur im Aufsichtsrat bekannt, wird der Verein umgepolt.


Dieser Herr Kind sagt dann im gleichen Atemzug, dass die lautstarke Anfeuerung jedoch auch keine Sieggarantie gibt, wie am Spielausgang ja gesehen. Wenn das so einfach wäre, würde er gerne zusätzliche Lautsprecher aufstellen. Hallo? Reden wir über Fußball? Leidenschaft? Emotion? Fans? Sprechen wir über Spaß am Sport und am Spiel? Über die spannende Unvorhersehbarkeit eines Spielausganges und über tiefe Fanzuneigung zum Verein? Oder reden wir über Bonzen-Kalkül, Planwirtschaft, diktatorische Alleinherrschaft und Ignoranz an der Fanseele?

 

Herr Kind: zurück um Anfang! Nehmen Sie die Anhängerschaft mit und binden Sie Interessen anderer mit in die Vereinspolitik ein! Ansonsten brauchen Sie dringend ein Hörgerät bzw. eine (Vereins-) Brille! Ha, ha, ha, HSV, an Leine und Elbe. Beide haben scheinbar dieses Jahr Niedrigwasser.

 

Na denn, mal gut schwimm! Ahoi. Habe fertig.

 

Euer Bumsi

 


Einfach mal… schweigen!

 

Ich als alter, echter Lederball lese doch diese Woche die böse Anklage eines TV-„C“-Promi über die Verletzung von Bayerns Arjen Robben nach dem angeblich schlimmen Foul unseres Tony Jantschke. Mein erster Gedanke dazu: "Schuster, bleib bei Deinen Leisten!“ Soll heißen, um es mit Dieter Nuhr zu halten, wenn man keine Ahnung hat, dann einfach mal die F… , also schweigen!

 

Folgende Statistik hat Tony Jantschke aufzuweisen: In der BL-Saison 2014/15 hatte er 25 Einsätze, vier gelbe Karten, Fouls am Gegner = 32x , gefoult worden = 34x, gewonnene Zweikämpfe = 63%! Dem ist nichts hinzuzufügen! Das Foul war ein "Allerweltsfoul" und ist es nicht wert, derart diskutiert zu werden. Zumal, wenn sich jemand zu Wort meldet, der von niemandem ernsthaft mit dem Fussball in Verbindung gebracht wird. Ungefähr so, als würde sich ein Rübenbauer zur Schweinemast äußern! Oder halt ein Kalorienpurzler und Teenie-Juror zum taktischen Fußball!

 

Sei's drum! Lieber Tony, ich bin voll auf Deiner Seite und kann diesen Zwischenruf nur belächeln. Arjen Robben selber im Übrigen hat sich nirgendwo zu Wort gemeldet, oder? Dem verletzten Spieler eine baldige Genesung!

 

Die aktuellen Zeiten zeigen uns mal wieder eindrucksvoll, dass es Fußball halt doch nur die schönste Nebensache der Welt ist.


In diesem Sinne, bleibt alle gesund! Auf österliche Erkenntnis und Offenbarung!

Euer melancholischer Bumsi

 


 

Mindestlohn

 

Folgende Meldung ließ mich aufhorchen: "Amateur-Vertragsspieler im deutschen Sport fallen nicht unter das Mindestlohngesetz. Die Vertragsspieler bekämen in der Regel eine geringere Aufwandsentschädigung als Minijobber." Wenn diese Aussage von Frau Nahles der Tagesschau schon einen Beitrag wert ist, dann kann das ja nicht ganz uninteressant sein.
 
Viele Amateurvereine und Amateurfußballer standen vor der Frage: Sind die Spieler Arbeitnehmer? Gilt auch für diese der Mindestlohn? Was ist mit den Fahrten zum Training und zum Spiel? Ist die Halbzeitpause Arbeitszeit? Und wie viele Stunden darf eigentlich der Platzwart in der Woche da sein, Kabinen putzen und Trikots waschen? Und was dürfen die Trainer als Aufwandsentschädigung erhalten? Die Antwort der Politik lautet also jetzt: "Das zeitliche und persönliche Engagement dieser Sportler zeigt eindeutig, dass nicht die finanzielle Gegenleistung, sondern die Förderung des Vereinszwecks und der Spaß am Sport im Vordergrund stehen. Für diese Vertragsspieler ist folglich auch dann kein Mindestlohn zu zahlen, wenn sie mit einem Minijob ausgestattet sind." Ich kenne da aber einige Bezirksklassekicker, die das für sich anders sehen.
 
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass diese Entscheidung die richtige für den Amateursport ist, ich werde es aber weiter kritisch beobachten. Allerdings frage ich mich, wieso diese Unklarheit überhaupt entstanden war? Hatte hier die Politik einfach nur vergessen, dem größten nationalen Sportverband mit fast 7 Mio. Mitgliedern Bescheid zu geben? Aber so funktioniert Politik: an einem Gesetz wird so lange rumgebastelt, bis der eigentliche Sinn der Bestimmung nicht mehr zu erkennen ist und niemand mehr danach handeln kann. Aber das ist im Fußball mit der Handregel ja auch nicht anders, die versteht ja auch keiner mehr.

 

Beste Grüße

 

Euer Bumsi

 


 

Fastenzeit auch für das Hirn? Bitte nicht!!

 

Da schreibe ich doch zuletzt über die tolle Aktion Benni Köhler/Union Berlin und wie Fußball doch damit toll zeigt, dass man in der Freude und auch im Schmerz und Leid zusammenstehen kann....und dann dies: Derbysieg gegen die wenig geliebte Nachbarin aus der Stadt mit der großen Kirche. Gut so! Die Szenen danach möchte ich nicht kommentieren. Wo bleibt da ein wenig Selbstregulierung, ein wenig Achtung und Menschenverstand?

 

Ebenso die Szenen und Bilder der uns "wohlbekannten" Feyenoord-Hools beim EL-Spiel in AS Rom: Der schöne Brunnen an der uns ebenso "wohlbekannten" Spanischen Treppe wurde schwer beschädigt und die Innenstadt verwüstet. Wir machen zwar Müll, aber dafür jede Menge faire Stimmung! Andere sind einfach nur seltsam asozial und wertefrei unterbemittelt. Raus aus diesem Sport! Herr, wirf dorthin Hirn herab…aber nicht wieder durch’s Sieb.

 

Apropos Herrgott: Im Zuge der jetzigen Fastenzeit (ja-auch ich lasse mich ein paarmal weniger einfetten bis Ostern!) appeliere ich zwar an weniger Völlerei und ein wenig mehr fastenzeitliche Besinnung bis Ostern…aber bitte nicht für das Stammhirn.

 

Stimmung ja - Randale nein ! Ebenso ein uns "wohlbekannter" Slogan… In diesem Sinne: Einkehr allenthalben! Es geht auch anders...

 

Beste Grüße!
Euer vor-österlicher Bumsi

 


 

Benny Köhler

 

Zwei Spielerverträge sorgten in den letzten Tagen für Aufsehen. Der 32 Millionen-Transfer von Schürrle trieb den Fans der Traditionsvereine die Zornesröte ins Gesicht. Die offensichtliche Wettbewerbsverzerrung war mal wieder nicht zu übersehen.

 

Knapp 250 Kilometer östlich wurde ebenfalls ein neuer Vertrag geschlossen, eine Vertragsverlängerung, um genau zu sein. Union Berlin stattete den an Lymphdrüsenkrebs erkrankten 34-jährigen Benjamin Köhler, von dem man weiß, dass er für ungewisse Zeit kein Spiel mehr bestreiten wird, mit einem neuen Vertrag aus. Dazu die Choreo der Mannschaft und der Fans beim Spiel VfL Bochum, die sicherlich nicht nur ganz Deutschland berührte.

 

Die Köpenicker machen vor, dass Fußball so viel mehr ist, als Tore, Punkte, Tabellen und Statistiken. So viel mehr als knallhartes Geschäft mit viel zu hoch dotierten Verträgen und überbezahlten Fußballern. Nein, zum Fußball gehören Emotionen und Leidenschaft . Dinge, die man mit Geld nicht bezahlen kann, dafür braucht man Herz.

 

Und seien wir doch mal ehrlich… Wer vergangenen Samstag nach dieser Choreographie und diesen emotionalen Momenten den Eisernen nicht über den 2:1-Sieg gegen unseren Relegationsgegner gefreut hat, der werfe den ersten Stein!

 

Wer hingegen nach dem Transfer von Schürrle den Wölfen nun die Daumen drückt, der werfe ebenfalls den ersten Stein. Die Lawinengefahr wäre bei beiden Szenarien wohl ähnlich, gleich null.

 

In den Farben getrennt, in der Sache vereint verneigen wir uns vor Union Berlin, ziehen uns ebenfalls ein T-Shirt mit der Nummer 7  an und  schließen uns an: „Kämpfe Benny und komm zurück“

 

Beste Grüße

 

Euer Bumsi

 


 

Rolle rückwärts mit Anlauf

 

Wird echt Zeit, dass ich Bumsi-Ball wieder rolle, fliege und einnetze! Man fault in der Winterpause ab, kommt notgedrungen auf andere Gedanken und liest seltsame Zeitungsberichte:

Da kauft im hohen Norden doch tatsächlich der HSV-Sponsor Herr K. seinem „geliebten“ Verein die Namensrechte an der Betriebsstätte Stadion zurück. Für jährlich 4 Millionen heißt die ehemalige AOL-HSH-IMTECH-SONSTWAS-ARENA für die nächsten vier Jahre wieder Volksparkstadion.....PR-Termin, Humba, Klatsch, Bravo! Schmeiß den Fans kurz vor der JHV mal ein Stück Stadionwurst (oder doch Kaviarhäppchen ?) vor die Füße bzw. vor das Stimmrecht...

Da verliert der Herr K. nach neuestem FIFA-Beschluss seine persönlichen Eigentümer- und/oder Transferrechte an Spielern, steigt dafür jetzt offiziell als Investor ein und wandelt sein persönliches Darlehen nun in Anteile an der HSV-Fußball-AG um. Damit hier nicht groß hinterfragt wird, gieße man Honig aus, übertünche schlimme finanzielle Verhältnisse und schenke dem Fan das "Stadion" retour. Bei einem Jahresverlust von 6,6 Millionen Euronen.


Was ist das denn??? Rolle rückwärts mit Anlauf? Es werden jährlich 4 Millionen an den jetzigen klammen Namensgeber der "Arena" gezahlt, damit man vier Jahre wieder "Stadion" heißen darf? Heureka! Die Quadratur des Kreises! Riesen-Coup! Erst betreibt man 15 Jahre Misswirtschaft, dann prostituiert sich der Verein der Kohle wegen, kommt dennoch nicht auf die Beine, bleibt mit viel Dusel im Oberhaus des Fußballs, lässt die leidige Uhr weiterticken und wandelt sich nun vom Saulus zum Paulus ?!

Hölle-Fegefeuer-Kloster. Stadion-Arena-Stadion. Ja-Nein-Vielleicht. Ticke-tacke-Monetenkacke. Eigentor per Fallrückzieher. Es steht mir nicht zu, dies groß zu kommentieren. Ich bin nur ein behaarter Lederball. Aber wie seltsam ist denn diese Vereinspolitik?

Gelobt sei, wer nach großen Zeiten, in tiefen Tälern die Nerven behält und in Liga 2 den Eddingstrich ziehen kann/darf/muss, sich auf alte Tugenden, seriöse Macher, weitreichende Perspektiven, Jugend & Tradition besinnt (besinnen muss!) und step-by-step aus der Steilkurve des Wahnsinns wieder zurück in die Nordkurve des Fanherzens findet! Recht so. Habe nach wie vor ein Herz für Traditionsvereine…lieber als Retorte und Werksclubs, aber bitte mit Niveau!

Bitte, bitte, Rückrunde, komme! Stiefel, tritt mich, der Ball muss rollen. Rolle vorwärts!

Euer winterpausenmüder Bumsi

 


 

Freistoßspray

 

Was wurde dieses weiße Zeugs aus der Dose belächelt und diskutiert. Kaum einer konnte sich im Sommer vor der WM ein Schmunzeln verkneifen, als er das erste Mal von dem ominösen Freistoßspray gehört hatte. Und noch schlimmer: Bald darauf sollte es auch in der Bundesliga eingeführt werden. Selbst der TÜV konnte die Schaumschläger nicht aufhalten, seit Mitte Oktober darf auch in Deutschland gesprüht werden, was das Zeugs äh den Schaum hält.

 

Doch das erste Fazit fällt erstaunlich positiv aus. Seit Einführung des Sprays am achten Spieltag fielen weitaus mehr Tore, nachdem gesprüht worden war. Auch wenn man die Statistiken der vergangenen beiden Saisons miteinbezieht, fällt die Tendenz zum Freistoßtor positiv aus. Und was freut das Fußballfanherz mehr als viele Tore? Vorausgesetzt natürlich, sie fallen für das eigene Team. Bestes Beispiel: Granit Xhaka traf direkt beim ersten Spiel mit Freistoßspray per direktem Freistoß in Hannover zum 2:0 ... ja, er kann es auch in der Liga, nicht nur international.

 

Wenig erfreut hingegen war der HSV, als Schiedsrichter Knut Kircher beim Spiel gegen die Wölfe das Spray NICHT zückte und van der Vaart den Ball in die Mauer dreschte. Wer oder was war schuld? Natürlich das Spray! Hätte, wäre, wenn… Mit Schaum auf dem Rasen wäre der Ball nicht nur über die Mauer, sondern auch im Netz gelandet, gaaaaaaaaaanz sicher.

 

Fest steht, dass seit Einführung des Sprays mehr Tore fallen und dass nun mal bei Freistößen nicht mehr so viel geschummelt wird. Der Abstand der Mauer zum Ball wird nicht verändert, und der Freistoßschütze kann sich auf seinen Schuss konzentrieren. Mittlerweile gehört das Spray genauso zum Fußball wie der Ball. Nichts Außergewöhnliches mehr, sondern ein Hilfsmittel ohne großen technischen Aufwand, dass sich für das Spiel, für die Spieler und für die Fans lohnt.

 

Abzuwarten bleibt indes, ob der weiße Zauberschaum, der selbst gestandene Fußballer auf dem Platz zähmt, auch bald Einzug in heimische Gefilde findet. Hieß es früher: „die Frau wird zu Hause an einer Kette zwischen Küche und Schlafzimmer gehalten“, wird sich der Mann von heute vermutlich in naher Zukunft von Rasierschaum in Schach gehalten am Bügelbrett wieder finden.

 

Schaumige Neujahrsgrüße

 

Euer Bumsi


 

Es weihnachtet

 

Jetzt geht mal wieder ein Jahr zu Ende, und die obligatorischen Jahresrückblicke stehen an. Den ein oder anderen schaue ich mir dabei ganz gerne an, vieles geht sonst unter in dieser schnelllebigen Zeit. Dass die Nationalmannschaft Weltmeister geworden ist, daran kann fan sich ja gerade noch erinnern. Aber in einem Zeitalter, wo man täglich per Mail, auf Messengerplattformen oder in sozialen Netzwerken informiert wird, in Foren Diskussionen folgen kann und den Rest online nachliest, fühle ich mich überflutet mit Informationen.


Und zusätzlich kann man fast täglich ein Spiel im Fernsehen verfolgen, Bundesliga, 2. Liga, Pokal, Europapokal oder Nationalmannschaft, und gefühlt alle drei Tage war auch unsere Borussia dabei. Jetzt beschäftigt man sich evtl. schon mit der Liverpool-Tour, dem Trainingslager und hat am besten schon seinen Trip nach Sevilla geplant und überlegt, wie man anschließend am besten nach Hamburg kommt.


Auch die Vorweihnachtszeit kommt mir nicht mehr so besinnlich vor wie in meinen Kindertagen. Die Vorfreude ist dem Geschenkstress gewichen, statt klassischer Weihnachtslieder läuft nur noch „Last Christmas“ oder Mariah Carey, und auf dem Weihnachtsmarkt stehen die Glühweinbuden im Vordergrund. Und dann freuen sich auch noch alle Verwandten auf Deinen Besuch, und es wird geschlemmt, bis der Arzt kommt.

 

Daher hoffe ich, dass wir alle es dennoch schaffen, in diesen Tagen ein wenig zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken. Denn die zweite Saisonhälfte hat es auch wieder in sich, Liga, Pokal, Europapokal, begleitet von der ein oder anderen Party sei es im FanHaus oder in den Kneipen dieser Welt.


Weihnachtliche Grüße & frohe Festtage wünscht Euch

 

Euer Bumsi


 

Es war einmal, der Fussball...

 

Da lese ich doch dieser Tage, dass die Torlinientechnik und damit der Videobeweis nun eingeführt wird. Denk ich mir: Ach, wie schön einfach und anders war doch der Fussball früher.

 

Lange ist es her, da waren die Fußbälle in Deutschland aus Leder und sie flogen eine ehrliche Bahn. Heute sind sie importiert aus Fernost, sind aus Kunststoff und flattern gar seltsam. Die Trikots waren aus Baumwolle, und man sah, wer während des Spiels schwitzte. Heute trägt man atmungsaktive Synthetikfasern. Die Treter waren schwarz-weiß und kamen aus Herzogenaurach. Heute sind sie links/rechts unterschiedlich neonpink-krassgrün und kommen aus aller Herren Länder.


Wir waren 11 Freunde und spielten im Stadion. Heute sind es mitunter 11 Großverdiener in einer Arena. Man trank zur Stadionwurst herbes Bier statt süßer Aufputschlimo. Tor war, wenn der Schiri pfiff und nicht das Hawk-Eye piepst und vibriert. Wir haben uns den A... aufgerissen, heute muss jeder Gas geben. Wir spielten auf Asche und Acker, jetzt gleitet man auf Kunst- und Rollrasen.


Die WM war im Sommer, demnächst ist sie wohl im Winter... Die Spieler hießen Karl-Heinz (ausgerechnet: Schnellinger!), jetzt nennt man sich CR7 oder 08/15. Wir hatten Spielanteile statt Ballbesitzfußball. Gewannen den Europapokal statt eine Champions-League.
 
Es ist ja nicht alles schlecht heutzutage, und Fortschritt und Globalisierung müssen ja auch sein. Aber ab und an hab ich schon Angst, dass ich nicht mehr rund, sondern irgendwann viereckig bin. Die Tore sind schon lange nicht mehr aus Holz, sondern aus Aluminium und bald vielleicht sogar rund?!? Dann muss das Runde nicht mehr ins Eckige, sondern das Eckige ins Runde.

Verkehrte Welt. Hilfe, ein dickes dis-like!

 

Sentimentalen Gruß

 

Euer Traditions-Fussball... ähm... Bumsi



 

Tattoo-Wette

 

Tätowierungen gab es schon vor mehreren tausend Jahren. Was früher einigen Kulturen und Religionen vorbehalten war, wurde von Seeleuten und Sträflingen übernommen. In den 90ern wurde es hip, sich ein Tattoo stechen zu lassen, auch bei Fußballern und Fans ist diese Art des Körperschmucks sehr beliebt.

 

Ein Fan des OFC hat jetzt das Vergnügen, sich das Gesicht von Christian Cappek auf die Wade stechen zu lassen, da er mit eben jenem die Wette eingegangen war, dass dieser keine zehn Tore in der Saison schafft. Den Spieler, bisher nicht als Knipser bekannt, schien das zu beflügeln, traf er in den ersten Spielen bereits neun Mal. Als die Wette längst zum "running gag" auf dem Bieberer Berg geworden war, und die Fans bei jedem Treffer den Countdown runter zählten, geriet die Sache allerdings ins Stocken. Am vergangenen Wochenende machten die Treffer 10 und 11 die Sache dann aber perfekt, und alle Seiten sind froh, dass die Wette endlich beendet ist.

 

Vielleicht hat sich auch ein Fan des Spandauer Sport-Verein 1894 e.V. seinerzeit ein Tattoo stechen lassen, leider ist der ehemalige Zweitligist seit Ende November Geschichte. Vom Beginn der 1950er Jahre an spielte der SSV Jahrzehnte eine führende Rolle in Berlin und stieg 1975 in die 2. Bundesliga auf. Dort allerdings mit bescheidenem Erfolg: Bis heute wird der Verein in der ewigen Tabelle als schlechtestes Team geführt (zwei Siege und vier Remis in 38 Spielen, 33:115 Tore). Das Insolvenzverfahren wurde eröffnet, sollte es weitergehen, dann in der Kreisliga C. Und vielleicht stehen dann auch wieder tätowierte Fans und Spieler auf und um den Platz.

 

Beste Grüße

 

Euer Bumsi


 

Shopping King

 

Unser Sportdirektor hat also seinen Titel verteidigt. Der „Kicker“ hat ihn zum wiederholten Mal zum besten Einkäufer der Liga gekürt. Herzlichen Glückwunsch, Max Eberl!

Beim Testspiel unserer Fohlen am Freitag gegen den FCK lief Max mir über den Weg. Und wieder einmal hatte ich das dringende Bedürfnis, mich bei ihm persönlich zu entschuldigen. Dafür zu entschuldigen, dass ich ihm vor fast genau vier Jahren ziemliches Unrecht tat. Als wir damals der zweiten Liga immer näher kamen, da habe ich nicht nur an Michael Frontzeck sondern auch an Max Eberl gezweifelt. Vor allem, weil er so lange an Michael Frontzeck festgehalten hatte. Ja, ich gestehe, es wäre mir damals recht gewesen, wenn auch unser Sportdirektor gegangen wäre. 

 

Heute bin ich verdammt froh, dass ich als Maskottchen damals wie heute nicht viel zu melden hatte. Was Max in den letzten Jahren aufgebaut hat, sucht Seinesgleichen. Und wahrscheinlich nicht nur für mich ist er mittlerweile weitaus mehr als ein zufällig vorbei geradelter Sportdirektor oder ein Fußballprofi, der selbst nie das Tor getroffen hat. Er ist neben unserem Trainer Lucien Favre DER Erfolgsgarant unserer jüngsten sportlichen Erfolge. Und vermutlich wusste ER damals schon, was dieser Verein am dringendsten braucht: nämlich Kontinuität.

Vielleicht nehme ich eines Tages tatsächlich mal meinen ganzen Mut zusammen und entschuldige mich bei ihm persönlich. Verdient hätte er es. Und sicher wird er uns bald nicht nur einen "Kicker-Titel“ schenken...


Verzeihung, Max. Du bist ein ganz Großer!

Reumütige Grüße

Euer Bumsi

 


 

Sauft die Scheiße einfach nicht!

 

Eigentlich hatte ich mir ja streng vorgenommen, das Projekt zu ignorieren, aber als mir diese Überschrift bei meiner täglichen Internetrecherche ins Auge fiel, konnte ich nicht anders, als mir den Artikel durchzulesen: Leipzig-Fans verärgert: Zu viel "Rxx Bxxx" im Stadion!


Demnach beklagen sich die „Fans“ von RB, dass auf der Getränkekarte zu viele Produkte den Zusatz des Hauptsponsors tragen würden. Angebote für Kinder gibt es laut dem Artikel zu wenige, und die Qualität lässt auch zu wünschen übrig.

 

Nun könnte man sich wunderbar ausschweifend über die immer schlechter werdende Stadiongastronomie auslassen. Hohe Preise, minderwertige Produkte von Cateringfirmen, die nur auf den schnellen Gewinn aus sind und sich um Kundenbindung keine Gedanken machen müssen.


Dass sich jetzt aber gerade die Besucher dieses Kunstproduktes wundern, welches es doch nur aus einem Grund gibt (und das ist kein sportlicher), erstaunt mich doch sehr. Schon mal was von "die Geister, die ich rief" gehört?! Oder bilden die Besucher sich mittlerweile etwa eine eigene Meinung? Werden sie zu mündigen Besuchern von Fußballspielen? DAS dürfte als "Fan" von RB schwierig werden. 


Da ich nur über wenige Kontakte nach Sachsen und gar keine zu RB verfüge, kann ich den Wahrheitsgehalt der Meldung leider nicht nachprüfen. Ganz ehrlich, macht mir aber auch jetzt mal so rein gar nix aus. Und selbst das war leider schon wieder viel zu viel der Beachtung für diese Marketingidee. Sauft die Scheiße einfach nicht!


Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

Geht's noch?!

 

Ich bin ja ein friedliebendes Maskottchen und schwätze auch gerne mal mit Fans anderer Vereine bei einem Bierchen über Gott, Welt und Fußball. Ich kann aber absolut nicht nachvollziehen, wieso ständig Heimfans neben mir in der Gästekurve sitzen.

Sagt mal, geht’s noch?

Die Dortmunder bekommen für ihr eigenes Stadion keine Karten, und wir Gladbacher besorgen denen dann Karten für UNSEREN Block? Letzte Saison durfte ich sogar neben einem Bayern-Fan in UNSEREM Gästeblock in München sitzen und habe mich dann nach dem 0:2 lieber in den Paulaner Fan-Treff verzogen, bevor ich meine Maskottchen-Manieren vergesse und mich benehme, wie mein alter Kumpel aus Krefeld, der sich ja bekanntlich schon mal eine kleine Rangelei mit dem Gästetorwart geliefert hat.

Also liebe Borussen, erst mal Karten für UNSERE Fans besorgen und sich dann um die Gegner kümmern! Bei Heim- und Auswärtsspielen.

 

Euer Bumsi

 


 

Sorry lieber FC!

 

Der FC beschwert sich über die falsche öffentliche Darstellung der Ereignisse rund um das Derby. Dass der FC sich schwer damit tut, die Schandtaten seiner „Fans“ bedarfsgerecht zu würdigen, kennen wir ja schon von früheren Geschehnissen. Diesmal ist der FC aber im Recht. Bumsi klärt auf, wie es wirklich war und entschuldigt sich beim FC.


Gewaltbereite Gladbacher haben vor dem Derby damit angefangen, die stets friedlich auftretenden Ultras des FC im Umfeld des Stadions anzugreifen. Dadurch waren die wehrlosen Angegriffenen gezwungen, sich mit Eisenstangen, Bierbänken und Straßenpöllern gegen die Gladbacher Aggressoren zur Wehr zur setzen.

 

Es waren auch verkleidete Gladbacher, die zu Hunderten so taten, als seien sie FC Fans, die die verdutzten Gladbacher Sonderzugmitfahrer bei Ankunft am Stadion angriffen. Die Sonderzugfahrer reagierten besonnen, da sie die Gesichter auf der andern Seite in den kurzfristig falschen Farben natürlich erkannt hatten. Bedauerlicherweise wurde dabei ein Gästefanbetreuer des FC, der den gewaltbereiten Sonderzug-Mob beschützen sollte, von einer Altbierflasche am Kopf getroffen, die einer der verkleideten Gladbacher geworfen hatte. Die Altbierflasche hat die Herkunft des Werfers eindeutig entlarvt. Eine Schande. DAS tut mir wirklich sehr leid, und ich hoffe, dass es dem tapferen Mann wieder gut geht.

 

Die Gerüchte um Überfälle auf Borussenfans im Vorfeld des Spiels auf den Bahnhöfen in Ehrenfeld, Dormagen und Grevenbroich gehören ins Land der Fabeln. Dies bestätigte sich nun klar und deutlich, als die Kölner Polizei vorgestern noch einmal zu allen Bahnhöfen fuhr und dabei nicht einen einzigen vermummten FC-Fan antraf. Ein Skandal, was da von Gladbacher Seite immer so behauptet wird. Jeder betroffene Simulant, der uns ein Märchen auftischen wollte, sollte sich was schämen.

 

Aber es kommt noch schlimmer: Die Staatsanwaltschaft Köln-Nippes hat nun herausgefunden, dass die Gladbacher selbst über Nacht den 10 Meter langen Sichtschutz des sozialpädagogischen Fanprojekts am FanHaus in der Gladbacher Straße abgerissen haben, um dies den armen FC-Fans in die Schuhe zu schieben. Am Spieltag gipfelte die Gladbacher Dreistigkeit, als abermals in FC-Outfits verkleidete Borussen den ansonsten mit Choreografien sehr restriktiv umgehenden FC-Ordnungsdienst davon überzeugen konnten, das Banner als Zeichen einer sich anbahnenden Freundschaft zwischen beiden Vereinen unbedingt im Stadion zu präsentieren. Der Ordnungsdienst war von der friedensnobelpreisverdächtigen Aktion begeistert und half deshalb sogar tatkräftig mit.

 

Es ist schon ein Skandal, was Gladbacher sich so alles einfallen lassen.

 

Lieber FC, liebe FC-Fans! Entschuldigt bitte vielmals, dass wir EUCH unter Generalverdacht gestellt hatten. Es war unfair, Euren seit Jahren unbescholtenen Anhang derart zu beschuldigen. Wir waren alles selbst.

 

Euer Bumsi

 


 

Angst-/Lieblingsgegner der Fußballbundesligisten

 

Nach den Spielen gegen unsere „Angstgegner“ SC Freiburg und VfB Stuttgart kam endlich einer der Lieblingsgegner in den Borussia-Park. Ich habe diesen Sieg zum Anlass genommen, mich in der Bundesliga mal umzuschauen, wer denn sonst so gegen wen gerne gewinnt oder verliert.

Eintracht Frankfurt, unser nächster Gegner im DFB-Pokal verliert am häufigsten gegen den VfL Wolfsburg, am zweiten Spieltag reichte es zumindest für einen Punkt.

 

Kein anderes Team gewann im Breisgau häufiger als Werder Bremen. Während wir dort fast immer schlecht aussahen, ist Werder dort seit 2001 ungeschlagen, schoss dabei insgesamt 73 Tore. Letzte Saison konnten die Breisgauer dieser Serie nach 13 Jahren durch einen 3:1 Sieg endlich ein Ende setzen. 

 

Zum Leidwesen der eigenen traditionsorientierten Fans konnten die Schalker noch nie in Ho$$enheim gewinnen und bekanntermaßen tun sie sich auch bei der Fohlenelf regelmäßig schwer. Nur neun von 50 Spielen konnten die Königsblauen am Niederrhein gewinnen. Der "Traditionsverein" Bayer Leverkusen hingegen gewinnt sehr gerne in und gegen Ho$$enheim. Gerade mal zwei von 13 Spielen gingen für die Werkself verloren.

 

Seit 18 Jahren wartet der VfB Stuttgart auf einen Heimsieg gegen den 1. FC K***. Naja, ein paar Jahre gab es diese Begegnung ja auch gar nicht... und selbst der große FC Bayern München hat Angstgegner. Die zugegebenermaßen sehr kleinen Schwächen heißen Werder Bremen und (auch wenn wir auch das nicht gerne lesen) 1. FC K***. Gegen Bremen verloren die Bayern am häufigsten und kassierten die meisten Gegentore. Gegen den 1. FC K*** sammelten die Bayern die wenigsten Punkte (gerade mal 1,6 Punkte pro Spiel).

 

Gut, dass es da eine gewisse Elf vom Niederrhein gibt, die dem ÄffCeh regelmäßig einen einschenkt. Am Sonntag wird es im 47. Spiel gegen den rheinischen Rivalen den 24. Sieg zu feiern geben :-)...


Vorher tragen wir uns mit dem allerersten Spiel gegen Villareal aber noch in die europäischen Geschichtsbücher ein.

Derbysieger-Grüße

 

Euer Bumsi

 


 

Kuriose Fußballerverletzungen

 

Marco Reus hat’s beim Länderspiel schon wieder erwischt. Er ist verletzt :-(. Ich habe mir mal so meine Gedanken gemacht, wo für unsere geliebten Fußballer auch noch Gefahren lauern.


Der Mainzer Elkin Soto zog sich zu Hause beim Schuhebinden einen Hexenschuss zu und musste sogar eine Länderspielreise deswegen absagen.

 

Beim Herumtoben mit seinem Hund verdrehte sich der damalige Bremer Marko Arnautovic so dermaßen das Knie, dass er mehrere Wochen pausieren musste.

 

Sven Beuckert, ehemaliger Torwart des MSV Duisburg, riss sich 2009 den Daumen ab, als er sein Pferd auf die Koppel führte. Die Leine hatte er um seinen Daumen gewickelt, das Pferd ging durch und ab war das gute Stück.

 

Robbie Keane, irischer Nationalspieler, riss sich zu Hause auf der Couch mehrere Bänder im Knie, als er mit dem Fuß nach der Fernbedienung angelte.

 

Eine Warnung vor allem an Martin Stranzl! Als Charles Akonnor 2001, damals noch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag, eine automatische Antenne in sein Auto einbaute, schoss ihm die Antenne beim Test direkt in die Nase. Akonnor blutete so stark, dass er ein blutstillendes Mittel nehmen musste. Das Problem: Dieses Mittel stand auf der Dopingliste und er wurde für drei Spiele gesperrt.

 

Spaniens Ex-Nationalkeeper Santiago Canziares riss sich eine Sehne im Fuß, als er im Badezimmer versuchte, eine herabfallende Parfümflasche mit dem Fuß aufzufangen. Diese vermeintliche Rettungsaktion bedeutete für ihn das WM-Aus 2002.

 

Und dann war da noch unser belgischer Ex-Keeper und eine Klimaanlage…… naja, lassen wir das!

 

Verdammt gefährlich der Job des Fußballprofis.

 

Verletzungsfreie Grüße

 

Euer Bumsi

 


 

Oops! … I Did It Again

 

Bernard Malanda-Adje, genannt Junior Malanda, war bis vor einigen Tagen wahrscheinlich nur den am VfL Wolfsburg interessierten und Kennern des belgischen Fußballs bekannt. Spätestens aber seit dem letzten Wochenende weiß  jeder, der am Bundesliga geguckt hat, was dieser junge Spieler kann. Oder auch nicht kann.

 

Wie schon gegen den FC Bayern vergab Junior Malanda auch gegen Frankfurt kurz vor Schluss eine riesige Chance, und das zwei Tage nach seinem 20. Geburtstag. Völlig unbedrängt und nur wenige Zentimeter vor der Torlinie in der Schlussphase zu scheitern, das ist schon einigen passiert. Und das es sehr wahrscheinlich ein spielentscheidender Treffer gewesen wäre, umso ärgerlicher. Aber es innerhalb einer Wochenfrist zweimal so zu vergeigen und damit statt vier Punkten nur einen geholt zu haben, alle Achtung.

 

Ich persönlich halte ja nix davon, dass sich jeder Z-Promi im Moment einen Eimer Eiswasser über den Kopf kippt, auch wenn es für einen guten Zweck ist. Es ist aber zu befürchten, dass Junior Malanda auch da vorbeikippen würde und das Geld auch noch auf das falsche Konto überweist. Aber wer den Schaden hat…

 

Da es sich bei seinem Arbeitgeber aber um den Klub aus der VW-Stadt handelt, hält sich unser Mitleid durchaus in Grenzen, bleibt dem Jungen nur zu hoffen, dass er eine gesunde Psyche besitzt; evtl. macht er ja auch nur die schweren rein.

 

Viele Gruße, Euer Bumsi

 


 

„Wie? Wir hatten Donnerstag Training?“

 

Viele von uns haben sicherlich selber mal gekickt oder tun es noch heute mit Begeisterung. Besonders in der Vorbereitung, aber auch während des Spielbetriebs ist es dann ärgerlich, mit fünf Spielern im Training zu sein oder sonntags mit neun Aktiven auf dem Platz zu stehen. Und was die Mädels und Jungs dann immer für Ausreden hatten, Wahnsinn.

 

Jeder von uns kennt wahrscheinlich die Geschichte von Marko Rehmer, der sich bei Hans Meyer entschuldigte, weil sein Hund entlaufen sei. Die gute Nachricht, er hat den Hund wiedergefunden. Auch das Umstellen der Uhr auf die Sommerzeit war immer ein gefährlicher Termin für einige Spieler. Beim Stöbern im Netz habe ich jetzt ein paar schöne Leckerchen für Euch gefunden, auch wenn einige evtl. ins Reich der Legenden gehören:

 
„Die Bauarbeiter haben die Pflastersteine vor die Garage gelegt, ich komme nicht ans Auto.“
„Trainer, ich bin beruflich bedingt auf der Arbeit.“ (Weswegen denn sonst???)
„Trainer, ich habe Kopfschmerzen, Durchfall und Geburtstag.“
„Trainer, ich war am Karnevalsdienstag nicht da, weil mein Reifen platt war.“ „Hm, und Dein Ersatzreifen?“  „Der war auch platt.“ (So platt wie Du wahrscheinlich!)
„Trainer, ich komme heute nicht, weil ich Geburtstag habe.“ „Wir trainieren diese Woche nicht, erst nächste Woche wieder.“ „Äh, ich habe nächste Woche Geburtstag.“ (Arme Mutter, das war eine schwere Geburt)
„Trainer, Dienstag ist doch Kinotag.“
„Trainer, ich melde mich für die nächsten drei Wochen ab. Diese Woche muss ich Koffer packen, danach bin ich in Urlaub.“
„Ich kann am Wochenende nicht spielen, ich erwarte eine Grippe.“
„Trainer, wegen Lungenentzündung“ „Der Arzt hat also Lungenentzündung diagnostiziert?“ „Nein, aber das spüre ich einfach.“
„Warum hast Du Dir in den letzten drei Stunden sechs Weizen rein gehauen, wenn Du Antibiotika nimmst?“ „Ich habe mit meinem Arzt gesprochen, der hat gesagt, Weizen geht immer.“

 

Aber mein Liebling ist, nachdem er seit der Jugend im Verein ist: „Wie, wir hatten Donnerstag Training?“

 

Eine schöne Saison wünscht Euch

 

Euer Bumsi

 


 

Danke, Schalke.

 

Die Saison hat noch gar nicht angefangen, da wird schon über Schlägereien rund um Fußball berichtet. Wer wie wann wo spielt, gewinnt oder verliert, das findet dabei wenig Interesse. Jetzt haben sich also Fußballfans in Essen und Düsseldorf geprügelt. Ratlos nehme ich diese Information zur Kenntnis. Wer hat gespielt? Wo? Wann?

 

Ah, erst im nächsten Schritt folgt die Information, dass es sich um englische Anhänger der beiden Clubs Newcastle United und West Ham United handelt, die beide am sogenannten Schalke-Cup teilgenommen haben. Nebst Malaga, was also auch mehr zu bieten hat als ein Rosineneis.

 

Weder West Ham noch Newcastle sind in den letzten Jahren international unterwegs gewesen, so dass ein angesichts der günstigen Flugpreise massenhaftes Auftreten der englischen Supporter für einen Fußballfan nicht verblüffend ist. Hätte ja jeder von uns auch gemacht, wenn wir nicht international spielen und dann ein Spiel auf der Insel haben und der Flug hin und zurück nur 50 Euronen kostet...

 

Ob Schalke das bedacht hat? Oder gar entsprechend die Einsatzkräfte informiert hat? Oder hat Schalke sich überhaupt mal mit den beiden Clubs befasst? Wohl kaum, denn sonst hätte man gewusst, dass die beiden Fanlager sich nicht nachhaltig lieben… Über so viel Oberflächlichkeit muss sich jeder Fußballfan ärgern, denn derartiges Desinteresse (das Interesse galt vielleicht den klingelnden Kassen oder den Schmeicheleien irgendwelcher Berater und Vermittler?) führt schon vor dem ersten Spieltag zu einem Negativbild für alle Fans. Recht herzlichen Dank, Schalke...

 

Beste Grüße

 

Euer Bumsi


 

 

Fehlt deinem Leben die Würze? - Bumsi ist sprachlos

 

Als Fußballmaskottchen bin ich so einiges gewohnt: Tod und Hass wünschen wir dem rheinischen Rivalen, der seinerseits uns Stein auf Stein entgegen wirft. Fans in beiden Lagern obliegt es, derart Liedgut (nicht) schön zu finden.

 

Völlig entsetzt war ich aber, als mir kürzlich eine Annonce der Schweizer Polizei in die Hände fiel. „Fehlt deinem Leben die Würze? Wir haben die Lösung!“ ist da zu lesen. Daneben eine Pfefferspraypistole, und der Betrachter wird aufgefordert, sich bei der Polizei zu bewerben.

Liebe Schweizer Polizei! Ist Euch die Bergluft oder Euer Käse schlecht bekommen?! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Reihenweise lesen wir von unverhältnismäßigen Einsätzen von Pfefferspray bei Demonstrationen und rund um Fußballspiele, massenweise erleiden Unbeteiligte massive gesundheitliche Schäden durch Pfefferspray, das in Kriegen nicht eingesetzt werden darf, in der Schweiz UND in Deutschland gegen Demonstrierende und Fußballfans aber sehr wohl regelmäßig zum Einsatz kommt … und Ihr wollt mit solchen Parolen neue Bewerber gewinnen?

Zeigt das die wahre Gesinnung und das wahre Gesicht der Polizei(-organisationen)? Hat man selber schon einmal einen Pfeffersprayeinsatz der Ordnungsmacht „beweint“, fällt es nicht leicht, diese Frage zu verneinen.

Oder steckt hinter Annoncen dieser Art etwa die Absicht, sich ganz bewusst bei „bestimmten Gruppen“ interessant zu machen, die derzeit auf der anderen Seite stehen und es bisher maximal bis in die privaten Security-Dienste geschafft haben?

Was auch immer dahinter steckt, ich frage mich, wie wohl die Angehörigen von Opfern, die erwiesenermaßen an den Folgen eines Pfeffersprayeinsatzes zu Tode gekommen sind, solche Art der Mitarbeitergewinnung finden? Pfui Teufel, schämt Euch, Schweizer Polizei!!

Von einem Kommentar oder gar einer Distanzierung von den Schweizer Kollegen ist auf deutscher Seite bislang noch nichts zu lesen. Herr Wendt, übernehmen Sie!




 

Homburg

 

So, Leute, ich bin soweit. So langsam kann es wieder losgehen. Der Auslosung am 08.08.14 fiebere ich genau so entgegen wie Ihr auch, aber vor dem ersten europäischen Spiel ist ja noch DFB-Pokal! In Homburg muss mein Dreamteam antreten, Grund genug also, mal einen Blick diese Partie zu werfen…

 

Aktuell sind 3237 Plätze frei im Waldstadion, Stehplätze im Heimbereich… Also, liebe Homburger, Ihr enttäuscht mich. Aber ein Blick in die Statistik zeigt mir, dass Euer Waldstadion doch in den meisten Partien reichlich unterbelegt ist, was angesichts der Zweitvertretungen, gegen die Ihr antreten müsst, durchaus auf mein Verständnis stößt… Hoffenheim II würde ich mir auch nicht angucken wollen.

 

Bei  Gegnern wie Worms und Offenbach, Mannheim und Kassel sollte Euch aber der Blick auf einen gut gefüllten Gästeblock durchaus vertraut sein. Das werdet Ihr wohl am 16.08. auch erleben müssen. Ich bitte Euch als gute Gastgeber jetzt schon mal um folgendes für unsere Fans: ausreichende Getränkeversorgung (mit einem Bierpilz kommt man bei uns nicht weit…), angemessene Toilettenanzahl, Temperaturen unter 40° Grad und einen erfreulichen Spielausgang für meine Borussia. Wäre schön, wenn nicht alles so wäre wie im letzten Jahr. Na gut, auf Bier, Klos und Kälte kann ich zur Not verzichten.

Beste Grüße

 

Euer Bumsi


 

Die spinnen in Bremen

 

Jetzt ist die WM rum, mancher mag sich „Endlich!“ denken. Für die Spieler unserer Borussia geht es im Trainingslager am Tegernsee bereits mit der Vorbereitung weiter, unterstützt von ca. 300 Fans vor Ort. Um Eintrittskarten kann fan sich bereits auch wieder kümmern, der Normalzustand ist also so langsam wieder hergestellt.
 

Bei all dem wäre mir ein Artikel des Kickers von letzter Woche fast durchgeflutscht: das Land Bremen plant Gebühren für Polizeieinsätze bei Fußballspielen vom Veranstalter zu erheben. Nur ein Lückenfüller im Sommerloch? Oder der geschickte Versuch das Thema mitten in die WM-Euphorie zu platzieren? Der Bundesinnenminister hat bereits reagiert, dass eine Kostenpflicht für die Vereine nicht zielführend ist und vom eigentlichen Problem ablenkt. Jetzt lässt sich wieder trefflich darüber streiten, alle Pros & Contras sammeln, meiner Ansicht nach geht es aber in erster Linie nur darum den eigenen Haushalt zu entlasten. Die Veranstalter kommen ihrer Verantwortung den Besucher gegenüber mit den eigenen Sicherheitsdiensten nach, wobei ein massiver Polizeieinsatz kann manchmal auch Teil des Problems und nicht der Lösung sind, aber das ist ein anderes Thema.
 

Wenn im Stadtsäckel mal wieder Geld fehlt, dann wird beim Karneval, beim Oktoberfest oder auf der Fanmeile die nächste Gebühr fällig. Und irgendwann klebt an der Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ein Preisschild.
 

Zu allem Übel lenkt diese Diskussion wieder von den eigentlichen Problemen unserer Gesellschaft ab, Gewaltprävention funktioniert nicht durch Abschreckung. Bei uns vor der Tür funktioniert das seit Jahren sehr erfolgreich durch die Arbeit des Fanprojektes und durch die Neuausrichtung wird dies auch in Zukunft weiterhin erfolgreich sein,
 

meint
 

Euer Bumsi


 

Fußballschuhe

 

Mein erster Fußballschuh - und auch mein letzter - war der Puma King. Der war schwarz mit dem weißen, typisch geschwungenen Streifen von der vorderen Sohle bis zur Ferse. Und Schraubstollen. Klar. Das war ein toller Schuh, der vor allem genau eines war: ein Schuh.

 

Heute weiß ich gar nicht mehr, was die Fußballschuhe unserer Profis noch alles sein sollen außer Schuhen. Gestern beim Trainingsauftakt leuchtete es wieder allerorten neongelb, -rosa, -grün über der Grasnarbe. Ist  das Schulwegsicherung, ein Hello-Kitty-Schuh-Contest oder bei den verschiedenfarbigen Schuhen gar eine Eselsbrücke bei Rechts-Links-Schwäche? Schade, dass es kein neonschwarz gibt, sonst könnte ich vielleicht noch mithalten.

 

Also Generationenkonflikt hin oder her - schön ist das nicht. Genauso wenig wie ich bereit bin, die Jogginghose als adäquates Kleidungsstück außerhalb der eigenen vier Wände zu akzeptieren, bin ich bereit, diesen nur auf die Steigerung von Verkaufszahlen ausgelegten Hype um das Schuhwerk mitzumachen. Wer richtig pengen kann, der braucht das nicht. Der kann das zur Not auch barfuß.

Beste Grüße

 

Euer Bumsi


 

Hashtag Bumsi

 

MN1, RW22, RRZ12 sind nicht etwa Bezeichnungen für Unkrautvernichtungsmittel, Nahverkehrszüge oder neu entdeckte Viren, sondern die jetzt so modern gewordenen Kürzel für die drei zur WM gereisten Torhüter der Nationalelf à la CR7. Darf sich letzterer eigentlich Erfinder dieser Namenswelle nennen? (Bei den Torhütern hätte MATS aufgrund seiner Initialen schon mal ganz klar vorne gelegen, na ja…)

 

Wichtig ist auch immer der Hashtag, also das Dings auf der Tastatur, dass man auch gerne mal Raute nennt. Unser schweizerischer Mittelfeldspieler ist natürlich auch dabei in seiner bemitleidenswerten Selbstverliebtheit. #GX10, so liest man zur Zeit von ihm. Nun gut, wir waren alle mal jung, lassen wir dem Jungen seine Freude.

 

Ganz ehrlich, ich warte nur sehnsüchtig auf den Tag, an dem Mario Götze einen Toilettengang im Dienste der Nationalelf postet. Das müsste dann ungefähr #MG1900 heißen. Besser geht’s doch gar nicht… *grins*

 

Euer #B


 

Nicht zu früh freuen!

 

Da habe ich letzte Woche wohl etwas vorschnell geschrieben, dass die wichtigsten Entscheidungen bereits gefallen seien. Dabei wollte ich keineswegs die Aufstiegsspiele zur 3. Liga unterschlagen, denn die hatten es zumindest im Fall von Fortuna Köln doch gewaltig in sich. Mit einem wahnsinnigen Torjubel in der Nachspielzeit haben wir seit dem Colautti-Tor oder dem last minute Treffer gegen Bochum ja auch so unsere Erfahrungen, aber in den letzten Spielen gab es ja geradezu eine Häufung von entscheidenden Treffern in den letzten Sekunden.

 

Den Anfang machten die Darmstädter in der der zweiten Minute der Verlängerung in Bielefeld, womit sie den nach dem Hinspiel kaum noch für möglich gehaltenen Aufstieg in Liga Zwei perfekt machen konnten. Man muss kaum erwähnen, dass Bielefeld im Gegenzug noch einen Ball an den Innenpfosten köpfte.

 

Im Champions League Endspiel war es dann die dritte Minute der Nachspielzeit, der Real erst die Verlängerung und am Ende auch den Pokalerfolg bescherte, man konnte schon etwas Mitleid haben mit Atletico.

 

In der Aufstiegsrunde zur 3. Liga setzen sich die beiden Südwestvereine Mainz II und Sonnenhof-Großaspach gegen Neustrelitz und Wolfsburg II, während sich Fortuna aus der Kölner Südstadt mit den Amateuren der Bayern auseinandersetzen durften. Im Hinspiel im Südstadion mussten die Anhänger bis zur 87. Minute warten, ehe sie das 1:0 bejubeln durften, aber das geht ja noch besser. Im Rückspiel, ab der 80. Minute nur zu zehnt, fangen sie sich in der 88. Minute das 2:0 ein; das hätte auch für den KFC Uerdingen den Abstieg aus der Regionalliga bedeutet. Aber ein letzter lange Ball in Minute 94, den der Keeper durch die Finger flutschen lässt, als der Schiri schon die Pfeife im Mund hat, wird zum 2.1 über die Linie gedrückt, und nicht nur in der Südstadt werden sie gejubelt haben, auch unsere Nachbarn aus Krefeld dürften einen überraschenden Klassenerhalt gefeiert haben.

 

Wir dürfen also gespannt sein, was das Turnier in Brasilien so an späten Toren für uns bereit hält; also, nicht zu früh ins Bett gehen!

 

Euer Bumsi

 


 

Bumsi guckt über den Tellerrand

 

Die wichtigsten Entscheidungen der Saison sind gefallen, Meister sind gekürt, Auf- und Absteiger stehen fest, so denn nichts mehr am grünen Tisch passiert (ist der wirklich grün?), Pokale vergeben, wenn teilweise auch erst in der Verlängerung. Was jetzt folgen wird sind Saisonfazits, Transfergerüchte und WM-Splitter.

 

Auch mal Zeit, um auf die eher nebensächlichen Ereignisse einen Blick zu werfen. Da gab es z.B. das Team des Frauenfußball-Zweitligisten 1. FC Saarbrücken, welches ihr letztes Saisonspiel mit einer ungewöhnlichen Fair-Play-Geste beendete. Nach einer schweren Verletzung einer Spielerin des Gegners 1. FFC 08 Niederkirchen beendeten die Saarländerinnen die Begegnung freiwillig zu zehnt, da die Gegnerinnen bereits dreimal gewechselt hatten.

 

Ebenso meinen Respekt verdient haben sich die Spieler von Birmingham Deaf FC. Das Team fängt sich 164 Gegentore und landet in der englischen AFA Saturday League mit sechs Minuspunkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Allerdings spielt die Gehörlosenmannschaft in der normalen Liga mit und die Spieler konnten die Pfiffe der Schiedsrichter nicht hören. Natürlich hätte man die Spieler durch Heben einer Fahne auf Pfiffe des Referees visuell hinweisen können, doch darauf wollte man anscheinend verzichten. Die sechs Minuspunkte gab es wegen Nichtantretens. Es gab aber auch ein Erfolgserlebnis: gegen den Konkurrenten Hall Green Unit setzten sich die Birminghamer mit 4:3 Toren durch, Respekt. Dennoch möchte man in Zukunft wieder in einer Liga mit anderen Gehörlosen starten.

 

Und dann gibt es noch „das Wunder von Eibar“: kleinster Etat (4 Mio. EUR), kleinste Stadt (27.500), kleinstes Stadion (5.250), aber der baskische Provinzclub SD Eibar ist dennoch in die Primera División aufgestiegen und spielt jetzt gegen Real und Barça. Ok, im Kraichgau spielt auch ein kleiner Ort mit einem kleinen Stadion in der Bundesliga, aber die haben nicht das Problem, welches sich den Basken jetzt stellt: gemäß den Auflagen des Verbandes muss eine Kapitalerhöhung stattfinden. Vereine aus den ersten zwei Profiligen müssen ein Vermögen in Höhe von mindestens 2,1 Mio. Euro vorweisen können - aktuell beläuft sich das Vermögen der Basken allerdings nur auf etwa 470.000 Euro.

 

Eine weiter schöne Sommerpause wünscht...

 

Euer Bumsi

 


 

"Katar war ein Fehler"

 

2010 jubelte Blatter noch: „Wir fahren in neue Länder, ich bin ein glücklicher Präsident. Wir entwickeln den Fußball.“ Russland und Katar waren soeben als Ausrichter der Weltmeisterschaften 2018 bzw. 2022 bekannt gegeben worden. Während Blatter jubelte, schüttelten Fußballfans rund um den Erdball fassungslos den Kopf. Tolle Entwicklung. Wo soll das hinführen, wenn eine WM in einem Land stattfinden soll, in dem es  50 Grad heiß ist, in dem Menschenrechte nicht wirklich oben auf der Prioritätenliste stehen und in dem es kein Bier gibt?


Da muss man kein Schlaumeier sein, um darauf zu kommen, dass Blatters Jubel wohl weniger in der Sache als in der Zufriedenheit über die funktionierenden Seilschaften, geknüpft durch reichlich Öldollars der Scheichs, begründet war. Jetzt ist der Jubel auf jeden Fall beendet. "Sicher war es ein Fehler! Aber wissen Sie, man macht viele Fehler im Leben", so äußert sich Blatter nun zur WM-Vergabe in den Wüstenstaat.

 

Den kollektiven Irrtum des FIFA-Exekutivkomitees kann man nun, nachdem man sicherlich seine Schäfchen ins Trockene geholt hat, eingestehen. Was soll es, selbst wenn die WM jetzt tatsächlich - was ich nicht glaube - neu vergeben werden würde. Stehen da halt ein paar halbfertige Stadien, erbaut unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Wüste, rum. Die paar Milliarden, die man da wortwörtlich in den Sand gesetzt hat… Pffffhhh.

 

Wie schäbig und abgefeimt das ist, jetzt scheinbar offen und ehrlich einen Fehler einzugestehen, dabei aber vermutlich nur den nächsten miesen Winkelzug schon im Blick zu haben. Armer Fußball, diese Entwicklung hast du nicht verdient.

 

Euer Bumsi

 


 

Arang-Ode

 

Die Fußballbühne Bergisch Gladbach war geradezu symptomatisch für den letzten Auftritt im Borussia-Trikot. Nach fünf Jahren endete so fast im Verborgenen eine Spielerära, die auch mit einer subtilen Präsenz hegemonialer Fähigkeiten beschrieben werden könnte.

 

Beim Verlassen des Platzes, ja in jeder Auswechslung,  war förmlich das geradezu zärtliche Versprechen auf den nächsten, besonderen Moment zu entdecken. Er bediente keinen Schalter, häufig verrannen die Spielminuten, ohne dass das Erhoffte, schon Gesehene, dringend Erforderliche  und so sehr Herbeigesehnte geschah. Umso unvergessener sind die Momente in denen er uns alle, Gegner wie uns gleichermaßen, überraschte, düpierte und verzückte.

 

Ohne Angriffsfläche für den Boulevard hat er den zunehmend vulgären Zirkusbetrieb Bundesliga auf etwas reduziert, was in seiner Reinform immer seltener wird und was wir intuitiv doch Woche für Woche suchen. Auf des Rudels Kern sozusagen. Auf Fußball.  So waren seine Vorstellungen vor allem eines. Ehrlich. Auf einer Stufe mit Patrik Andersson.

 

Worum es ihm ging, wurde spätestens dann deutlich, als sich mit Reus und Raffael hedonistische  Spielgefährten fanden. Nun frisst unsere sportliche und tabellarische (R)Evolution einen ihrer Väter. Die neuen Ansprüche lassen keinen Platz für Reduktion.

 

Lass Deinen Worten Taten folgen und Dich wieder blicken. Bei Deiner Borussia. Gracias por todo Juan.

 

Mit Stolz und Respekt

 

Dein Bumsi

 


 

Ein Rekord für die Ewigkeit, leider nur fast

 

An der Frequenz meiner Glosse könnt Ihr erkennen, dass auch ich mich im Saisonendspurt befinde. Aber ein besonderes Vorkommnis möchte ich dann doch nicht unter den Tisch fallen lassen, was wir wahrscheinlich alle gar nicht so mitbekommen hätten. Mir ist es im Stadion zumindest nicht aufgefallen, dass wir bei dem Sieg auf Schalke erst in der Nachspielzeit das erste Foul im gesamten Spiel überhaupt gegen uns gepfiffen bekommen haben. Und das in einer Partie, in der es für beide Teams noch um wirklich einiges ging.

 

Hätte die schreibende Zunft am nächsten Tag nicht darauf hingewiesen, es wäre wahrscheinlich niemandem von uns aufgefallen. Und dann das Match noch 1:0 zu gewinnen! Hätten wir das Spiel verloren, hätte mancher bestimmt gesagt „Die haben sich ja noch nicht einmal eine gelbe Karte geholt, da muss mehr gekämpft werden“. Aber auch die Vermeidung von Freistößen, besonders natürlich vor dem eigenen Strafraum, kann ein probates Mittel sein, um den Gegner nicht zu gefährlichen Standards kommen zu lassen. Und dass man es nicht nötig hatte, bei schnellen Gegenangriffen taktische Fouls zu begehen, ist auch eine Qualität, mit der man arbeiten kann.

 

Natürlich war Schalke nicht besonders stark, die Borussia sehr effizient. Trotzdem noch nicht einmal eine Grätsche, wenn man etwas zu spät kam und den Gegner getroffen hat, und trotzdem das Spiel im Griff zu haben, ich finde es beeindruckend.

 

Natürlich könnten es sich die Bayern leisten, in einem unwichtigen Spiel am nächsten Spieltag zu versuchen, ohne Foul, Einwurf oder Ecke gegen sich das Geleistete noch zu toppen, und wenn sie dann noch nicht einmal ins Abseits laufen, muss der Schiri nur zum Anstoß und zum Abpfiff die Flöte in den Mund nehmen. Aber im Kampf um die internationalen Plätze, das behaupte ich jetzt schon einmal, wird das so schnell keine Mannschaft wiederholen können, glaubt...

 

...Euer Bumsi

 


 

DFB-Sportgericht vs. Amtsgericht

 

Beim FC Energie Cottbus geht es in diesen Tagen nicht nur ums Überleben in der 2. Liga. Nachdem bei verschiedenen Spielen aus der Cottbusser „Nordwand“ Bierbecher und andere Gegenstände auf den Platz geflogen waren, hatte das DFB-Sportgericht den FC Energie dazu verdonnert, alle Dauerkarten der Nordwand für das morgige Heimspiel gegen den FC St- Pauli zu sperren. Gegen diese Kollektivstrafe klagte ein langjähriger Nordwand-Dauerkartenbesitzer vor dem Amtsgericht Cottbus… erfolgreich! Der Verein muss die Sperrung der Dauerkarte für das betroffene Spiel zurücknehmen.

Um sich nicht zum Gespött der Fans zu machen - nach einer katastrophalen Saison ist es beim FC Energie um das Verhältnis Fans/Verein eh nicht besonders gut bestellt - hat der Verein auch die Sperrung aller anderen etwa 4.000 Dauerkarten der Nordwand zurückgenommen. Die Nordwand bleibt für das Spiel gegen St. Pauli zwar gesperrt, je nach Verfügbarkeit werden die Dauerkarteninhaber jedoch in anderen Blöcken untergebracht.

Ein ordentliches ziviles Gericht hat also den Beschluss des DFB-Sportgerichts gekippt. Da sich das Ganze rund um den Tabellenletzten der 2. Liga abspielt, dürfte die Angelegenheit wohl relativ unbeachtet bleiben. Kollektivstrafen sind beim DFB bekanntermaßen Usus. Spannend dürfte es deshalb werden, sollte demnächst mal ein Zivilgericht ein DFB-Urteil rund um einen „großen Club“ mit deutlich mehr öffentlichem Interesse aushebeln.   


Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

Armer Fuleco

 

Tja, niemand gibt sich seinen Namen selber, auch ich musste mich erst an meinen gewöhnen, doch mit dem Alter wird man weiser, und jetzt identifiziere ich mich voll und ganz damit. Unser Jünter hatte es da sicher einfacher, war sein Name doch bereits seit langem im Gedächtnis eines jeden Gladbachers tief verwurzelt.

 

In den letzten Tagen haben alle über das Maskottchen der WM in Brasilien hergezogen. Ein Gürteltier verbinden die wenigsten von uns mit dem Gastgeberland, der gepanzerte Kriecher strahlt jetzt auch nichts wirklich Majestätisches aus, aber das ist ok. Die Fifa taufte den armen Kerl dann noch auf den Kunstnamen „Fuleco“, ein Kunstwort aus der Kombination von "Fußball" (futebol) und "Ökologie" (ecologia). In Deutschland verbreitete sich in den letzten Tagen dann schnell die Kunde, dass der Begriff umgangssprachlich für „Arsch“ benutzt wird. Doch alles nur ein verfrühter Aprilscherz? Und haben da mal wieder alle ach so seriösen Reporter voneinander abgeschrieben? Sorry, Fuleco, da hat man Dich und uns wohl verarscht.

 

Nicht ganz so viel Glück hatte da der ehemalige Profi Franco Foda, als er bei einer Südamerikareise des DFB in Brasilien eingewechselt wurde. Sein Name bedeutet frei übersetzt sowas wie „unentgeltlicher Geschlechtsverkehr“. Soviel Humor bei der Taufe ihrer Kinder hätten die Brasilianer uns Deutschen gar nicht zugetraut,  

 

meint Euer Bumsi.


 

„Da isser drin!“

Oder doch nicht? Die Entscheidung trifft auf jeden Fall auch im BORUSSIA-PARK weiterhin der Schiedsrichter und keine Torlinientechnik.  Die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga stimmten dagegen, die Kameratechnik zur Klärung der Torfrage wird in den deutschen Profiligen nicht installiert.

Ist das jetzt wirklich „Knauserigkeit und Traditionalismus“  (spiegel.de) oder ist das gesunde Skepsis, weil die Technik noch nicht ausgereift ist? (siehe z. B. H. Heldt bei kicker.de. Zuerst einmal handelt es sich ja hier um ein demokratisch herbeigeführtes Abstimmungsergebnis, und das die Mehrheit nicht immer richtig liegt, wissen wir nicht erst seit Günther Jauchs Millionär, sondern schon seit Winston Churchill, der sagte: „Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von denen, die wir schon vorher ausprobiert haben.“ Gehen wir mal gemeinsam mit unserem Sportdirektor Max Eberl (siehe ebenfalls Link zum Spiegel) davon aus, dass die Entscheidung erst mal getroffen ist, dass aber bei einem aktuell auftretenden Fall, der über Abstieg, Aufstieg, Meisterschaft oder Champions League-Teilnahme entscheidet, die Diskussion durchaus wieder entfacht und vielleicht auch noch mal neu abgestimmt werden kann.

Ich persönlich halte es übrigens – auch wenn es zuvor vielleicht nicht so klingt – durchaus mit den Traditionalisten. Je mehr Technik in den Fußballsport Einzug hält, desto komplizierter wird das Spiel und die „Auswertung“ desselben – für  Tor- und Seitenauslinien, Abseitsentscheidungen, Handspiel usw. lässt sich bestimmt auch ein Chip erfinden – notfalls als Implantat in die Hand… Wenn es einmal die Regelung gibt, dass der Schiedsrichter Tatsachenentscheidungen trifft, dann ist das so. Wenn man das als die grundlegende Regel akzeptiert, dann ist jedes technische Hilfsmittel überflüssig. Wenn nicht, dann ist irgendwann der Schiedsrichter überflüssig… Wie fänden wir das denn?

 

Beste Grüße, Euer Bumsi


 

 

Frankreich und Fußball

Nachdem das Samstagsspiel unseren eigenen Europa-Hoffnungen hoffentlich wieder neue Nahrung gegeben hat, freue ich mich schon jetzt auf den Sonntag und das Europa mit anderen, zugegebenermaßen geläufigeren Mitteln – die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Euro 2016. Der Nachbar Frankreich lädt in zwei Jahren ganz offiziell zum „Rendez-vous“,  um die „Kunst des Fußballs zu feiern“. Ausgerechnet beim sportlichen Modus sei aber die Frage gestattet – noch Kunst oder eher (Holz)weg?

 

Wenn die UEFA von denkwürdigen Spielen spricht, beschreibt dies sehr treffend vor allem den neuen Qualifikationsmodus, an dessen Ende sog. europäischer Wochen lediglich 30 von 54 Verbänden das Nachsehen haben und sich so dank der Zentralvermarktung maximale TV-Präsenz und sportlicher Reiz diametral verhalten werden.

 

Aber wie dem auch sei, in den fünf weiteren Lostöpfen warten sowohl bekannt lohnenswerte, wie auch bisher ungehobene Reiseschätze. Eine reizvolle Reiseformation könnte sich wie folgt lesen: Irland, Norwegen, Schottland, Mazedonien und Andorra. Gibraltar hingegen würde sich als Pyrrhuslos erweisen – trägt doch der jüngste und bevölkerungsschwächste UEFA-Mitgliedsverband seine Spiele nicht etwa in der Nähe des Affenfelsens (deren Bewohner schon so manchen Gast spanischer Trainingslager barrierefrei und genetisch auf Augenhöhe begrüßen konnten), sondern in Portugal aus. Ein mehr als ambivalenter Länderpunkt.

 

Über die Planung reisefreudiger Borussen werden übrigens u.a. die Altvordern Ruud Gullit und Bixente Lizarazu entscheiden. Schade, ich würde lieber auf  das glückliche Händchen einer gelernten Reisebürokauffrau mit Hang zur Geselligkeit vertrauen...

 

Gruß in die Pfalz,

Euer Bumsi


 

 

Unser Skilehrer im Fernsehen

 

Wer gestern nach der üblichen Bayern-Langeweile und den denkbar unpassendsten  Halbfinalauslosungen der ARD auch zu fortgeschrittener Uhrzeit treu blieb, wurde mit dem Sportschau-Club für einen ansonsten tristen Fußballabend entschädigt.

 

Gleich drei bekannte Borussen waren zu Gast, daneben noch Horst Heldt, der früher selber Fan unserer Borussia war, und mit dessen königsblauem S04 ja auch der eine oder andere Schwarzweißgrüne sympathisiert.

Zu Beginn der Sendung wurden die Zuschauer gleich mal mit dem Max Eberl-Fanclub bekannt gemacht, der bis auf Jörg Stiel sogar komplett im Studio vertreten war. Unser Matthes und Michael - Bärchen - Minor präsentierten das Fanclubbanner, sicher eine kleine Entschädigung dafür, dass die Fanclubmitglieder sich zu Zeiten der sog. „Initiative“ das eine oder andere Mal auch persönlich hatten beleidigen lassen müssen.

Anschließend präsentierte Arnd Zeigler, neben seinem Heimatverein und unserem Gegner am Samstag durchaus unserer Borussia nahe stehend (mein Konterfei zierte ja monatelang seinen Schreibtisch :-)), in gewohnt spaßiger Weise zahlreiche Erinnerungen aus dem Leben unseres Sportdirektors, darunter auch eine Szene, die Max Eberl - immerhin ausgebildeter Skilehrer - auf Skiern zeigt. Absolut olympiaverdächtig. Sehenswert dazu auch die Kommentare von Hans Meyer…  

Bilder sagen aber mehr als Worte … wer die Sendung gestern verpasst und Lust hat, über weitere spaßig aufbereitete Anekdoten rund um unseren Sportdirektor zu lachen, kann sich die Sendung in der ARD Mediathek noch einmal anschauen.

Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

„Da waren es nur noch sieben“

 

So titelte unlängst die Süddeutsche auf ihrem Onlineportal. Im Fokus des Berichtes war die Debatte um Tickethändler Viagogo, welche wir an dieser Stelle ja auch bereits geführt haben. Das umstrittene Unternehmen musste allein in der letzten Woche zwei weitere Vereine von seiner Kooperationsliste streichen.

 

Haben also doch die ganzen Proteste der Fanszenen Wirkung gezeigt! Am Anfang hatte man den Eindruck, die Profivereine erhofften sich neue Einnahmequellen durch eine Zusammenarbeit mit dem Kartenwucherer zu erschließen. Borussia ist kein offizieller Vertriebspartner, will Viagogo gerichtlich verbieten lassen, weiterhin Karten für seine Heimspiele zu vertreiben. Mittlerweile distanzieren sich zum Glück immer mehr Bundesligisten und folgen diesem Beispiel.

 

Aktuell denken die Profiklubs über eine gemeinsame Ticketplattform nach, damit soll den kommerziellen Schwarz- und Zweithändlern die Nachfrage entzogen werden. Ab der Saison 2015/16 soll es soweit sein, wenn sich die Vereine der DFL einigen können. Dann wollen wir mal hoffen, dass die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden und damit endlich die Abzocke und der Schwarzmarkt ein Ende hat. Oder müssen wir dann wieder Angst vor den Datensammlern haben?

 

Fragt sich Euer Bumsi


 

Beste Western Methoden

Ich habe einen Kumpel, der wohnt in Pinneberg und kommt jedes Spiel nach Gladbach, weil er hier geboren ist und der Borussia seit Oberliga-Zeiten die Treue hält. Nun ist mein Kumpel nicht mehr der Jüngste, über 70 Jahre alt, und schafft die Strecke alleine nach dem Spiel mit’m Auto nur noch beschwerlich. Deshalb hat er sich Ende letzten Jahres ein Hotelzimmer für alle Spiele der Rückrunde gebucht und natürlich sofort in bar bezahlt. Jetzt kommt mein Freund nach dem Bayern-Spiel zu besagtem Hotel, sieht am Tresen feiernde Bayern-Fans und man hat KEIN Zimmer mehr für ihn?!?!?! Man schickt einen Mann von 73 Lenzen auf die Straße, obwohl er gebucht und bezahlt hat? Das sind beste Western-Methoden und eines Hotels unwürdig, vor dessen Eingang die Fahne mit der Raute weht.

Verärgerte Grüße

Euer Bumsi

 


 

RWE macht Immerath platt

 

2002 waren die Immerather Fohlen Deutscher Meister unserer internen Fanclub-Meisterschaft, der sogenannten DM. Gibt es die Immerather Fohlen noch? Eigentlich kann es sie gar nicht mehr geben, denn seit Dienstag ist es beschlossene Sache, dass es Immerath nicht mehr gibt.

 

RWE siegte - und ich meine nicht Rot-Weiß Essen. Vor dem Bundesverfassungsgericht verlor einer der letzten Einwohner Immeraths den Kampf gegen die Tagebaumonster. Das Gericht entschied, dass es kein Recht auf Heimat gebe, wenn das Gemeinwohl die Bodennutzung zur Energieversorgung erfordere. Da stehen die Immerather jetzt da - ohne Immerath, und mit ihnen alle anderen Einwohner der 14 Ortschaften, die die Bagger bis jetzt aufgefressen haben.

 

Geht uns das was an? Ja. Pläne, auch ganze Stadtteile von Mönchengladbach abzugraben, gab es in den 70ern und 80ern durchaus. Es spricht nur für die Stadt, dass eine Umsiedlung einfach logistisch zu komplex und damit zu teuer werden würde. Mit Glück ist der Ortsteil Wanlo noch von der Baggerschaufel gesprungen. Aber so ein paar Immerather, die müssen dran glauben…

 

Wer sich mal vor oder nach einem Heimspiel die Szenerie ansehen möchte, der sei gewarnt, denn es ist gruselig am Tagebau, gruseliger als der größte vorstellbare Grottenkick. Verlassene Häuser, vernagelte oder zerbrochene Fenster, zugewachsene Bürgersteige. Erst kommen die Plünderer, die Heizkörper, Türen und sonst was aus den verlassenen Häusern rauben, dann kommt die Abrissbirne. Wo mal ein Haus stand, erkennt man an den abgesenkten Bordsteinen.

 

Es gibt also kein Recht auf Heimat, wohl dem der eine hat, unter der keine Braunkohle liegt. Für die Immerather Fohlen und alle anderen Immerather hoffe ich, dass ihnen wenigstens unsere Borussia ein bisschen Heimat sein kann, dass die Kraft der Raute ausreicht, um ein wenig Trost zu spenden.

Nachdenkliche Grüße Euer Bumsi

 


 

Boris Becker

 

Obwohl uns auch kurz vor Weinachten noch jede Menge Themen rund um unsere Borussia beschäftigen, lässt eine Schlagzeile abseits des Fußballs heute Mittag aufhorchen: Boris Becker wird neuer Cheftrainer von Novak Djokovic, immerhin amtierende Nummer zwei der Tennis-Weltrangliste. Kurzer Blick auf den Kalender: es ist nicht der 1. April. Kein (schlechter) Scherz, die Meldung entspricht der Wahrheit … und einer Sensation.

Über Boris‘ Intimleben ist Deutschlands Öffentlichkeit ja seit Jahren bestens informiert … nicht zuletzt dank seiner jüngst veröffentlichten Memoiren. Regelmäßig erfreut er uns im Doppelpass mit kompetenten Einwürfen ;-), und obwohl der Wetteinsatz dank unseres ehemaligen Wimbledonsiegers sogar verdreifacht wird, ist man geneigt, bei der Frage, was denn nur aus Deutschlands Tennisidol geworden ist, verständnislos den Kopf zu schütteln. Armer Boris :-(.

Mit seiner Rückkehr wenn nicht auf doch wenigstens an den Rand des Tennisplatzes ist ihm nun aber erst einmal ein echter Coup gelungen. Angesichts schleppender Verkaufszahlen auch fürs Bankkonto sicher besser als die Überweisungen des Verlags. „Nowak und Boris“, dieses Duo wird weit über den Tellerrand des Tennissports für Aufsehen sorgen. Ähnlich wie manch anderer alternder Ex-Star, der seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärte und mit dem Comebackversuch zumeist kläglich scheiterte.

Boris steht aber nicht selber auf dem Platz, sondern höchstens daneben. Insofern ist es ja nur ein halbes Comeback oder gar ein völliger Neuanfang als Chefcoach. Wie auch immer, und auch wenn unser Bobbele längst nicht mehr so viel Glanz verstrahlt wie in seinen großen Jahren … irgendwie ist es ihm - nicht nur weil Weihnachten ist :-) - zu wünschen, dass die Sache mit Nowak Djokovic gut geht.

Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

Das hat mit Fußball nichts zu tun

 

Horst Heldt schien es endlich begriffen zu haben und in einem Interview nach Spielende sprach er sehr klug, als er vorwurfsvoll erkannte... “Das hat doch mit Fußball nichts mehr zu tun”. Enttäuscht musste man jedoch feststellen: “Thema verfehlt, setzen”. Er ereiferte sich darüber, dass Julian Korb beim Elfmeterverursachen nur die Gelbe und nicht die Rote Karte gesehen hatte. Das jedoch war regelkonform (ob sinnig oder nicht ist eine andere Frage) und damit müssen sich auch die Schalker Finanzjongleure arrangieren - oder aber eine Änderung herbeiführen/beantragen.

 

Stattdessen hätte er zur Äußerung "Das hat doch mit Fußball nichts mehr zu tun" über den Transfer von Dr. Wackelknie referieren können/"müssen". Das muss man sich 'mal auf der Zunge zergehen, bzw. durch die Gehirnsynapsen wabern lassen. Schalke erlaubt sich einfach 'mal für ca. 12 Millionen Euro Boateng aus Mailand loszueisen. Ungefähr diese Summe erwarten die Knappen aus der Champions League-Saison 2013/2014. Die UEFA schüttet diese Prämie aber "unverschämterweise" (!) erst im nächsten Sommer aus. Aber im Ruhrpott ist man ja nicht auf den Kopf gefallen, im Gegenteil... wenn schon nicht ein Meister auf dem Rasen, dann zumindest ein Weltmeister im Drehen, (Ver-)Schieben und "Schönen" von Zahlen im Finanzbereich. Und so werden kurzerhand Anleihen in Höhe eben dieser Summe 'rausgehauen, damit der Herr in den laufenden Wettbewerb eingreifen kann und mit Geldern finanziert wird, die den Schalkern noch gar nicht zustehen, bzw. erst sehr viel später ausgeschüttet werden. Wettbewerbsverzerrung? Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

 

Horst Heldt hat also absolut Recht, denn das hat mit Fußball (!) wirklich nichts mehr zu tun. Nachbar Bochum lässt grüßen. Die halten sich nämlich Jahr für Jahr an eng gesteckte DFB/DFL-Vorgaben... und krebsen - bestenfalls - im Mittelfeld der 2. Liga 'rum. Wie "unprofessionell", wenn man ehrlich wirtschaftet... (da fehlen einem weitere Worte).

 

Euer Bumsi


 

Kling, Glöckchen, klingelingeling...

 

ein vorweihnachtliches Hallo, liebe Borussinnen und Borussen!

 

Je jünger man ist, desto größer ist die Vorfreude auf Weihnachten. Erinnert euch mal an eure Kindheit zurück… und überhaupt war ja früher alles viel besser! Ok, manches. Einiges. Das ein oder andere. Wie auch immer. Jedenfalls wurde man gut auf die wirklich wichtigen Aufgaben des (Fan-)Lebens vorbereitet.

 

Medizinbälle stoßen im Sportunterricht, Turnen an Barren oder Reck bei den Bundesjugendspielen, Melden im Unterricht, Weitwurf, usw. Das alles hatte natürlich einen Grund und hat eines gemeinsam - alles trainiert die Arme für spätere Belastungen! Fan muss schließlich im Stadion in der Lage sein, die Arme sinnvoll und ausdauernd einzusetzen. Und zwar nicht in die kuschelig und mit warmen Taschenwärmern ausgestatteten Jackentaschen, sondern in den Support. Bei den ersten Akkorden von “You’ll neuer walk alone” riss sich Fan normalerweise intuitiv den Schal vom Hals und hielt ihn bis zum Verklingen des letzten Tons in die Luft. Dies war auch beim borusseninternen “Die Seele brennt” lange der Fall. Soviel zum Thema “Es war einmal …”. Jüngere Generationen scheinen auf diese Aufgabe nicht mehr vorbereitet zu werden (wobei diese trotzdem noch von allen am meisten bemüht sind!), bei allen anderen Generationen scheint entweder schon der Kräfteschwund eingesetzt zu haben oder die Bequemlichkeit siegt. Aber mal Hand aufs Borussenherz: So ein Fanschal - den so ungefähr JEDER Stadionbesucher dabei hat! - wiegt ein paar nicht erwähnenswerte Gramm. Der eine merkt zwar das Spannen in den Oberarmen schon nach fünf Sekunden, der andere erst kurz vor Ende des Liedes, aber wo ein Wille, da ein Weg. Entweder Arschbacken zusammenkneifen und durchhalten, die Schultern des Nebenmanns als Stütze missbrauchen oder dem linken und rechten Nebenmann jeweils ein Ende des Schals in die Hand drücken, alles eine Frage der Kreativität! Und der Preis den Fan für das Ergebnis zahlt, sollte für alle verschmerzbar sein. Also: Hausaufgabe für alle Fohlen-Anhänger - guckt euch noch mal alte Bilder von “Schalmeeren” aus der Kurve an und dreht dazu “Die Seele brennt” bis zur Schmerzgrenze auf. Und mit ein bisschen Übung bei den nächsten Stadionbesuchen wuppt der Schal bald wieder von ganz allein Richtung Himmel, wenn eure Seele brennt. Also packt alle mit an!

In diesem Sinne - you’ll neuer walk alone!

 

Euer Bumsi


 

Spitznamen

 

Micki, Lewy, Manni… Vielleicht auch Kehli, Weidenfelli und Aubameyangi? Sicher sind Spitznamen etwas Schönes und zeigen, dass man sich gut versteht, miteinander vertraut ist und bestimmt auch waaaaaahnsinnig viel Spaß hat. Trotzdem finde ich die Ausdrucksweise in professionellem Zusammenhang – Kloppi gibt nach dem Champions League Spiel der Nord-Lüdenscheider ein Interview – unpassend.

 

Das wirkt auf mich anbiedernd und löst einen Fremdschäm-Reflex aus. „Schaut alle her, bei uns haben sich alle lieb, und ich bin mittendrin.“ Das will ich doch gar nicht wissen! Wenn Nähe, Freundschaft, Vertrauen in den Medien öffentlichkeitswirksam instrumentalisiert werden, dann verlieren diese so wertvollen zwischenmenschlichen Werte für mich ihre Glaubwürdigkeit.

 

Ich bin froh, dass unser Trainer sachlich, vielleicht sogar ein wenig distanziert, ruhig und professionell bleibt. Wenn die Jungs untereinander Spaß haben und sich mit Spitznamen betiteln, ist das okay, aber ich möchte nichts von Marci, Wendti, Arangi oder Korbi hören, ich möchte einfach nur auf dem Platz sehen, dass die Mannschaft gut zusammenspielt. Ihre Intimsphäre mit ihren Neckereien sei ihnen gegönnt und Aufgabe unseres Trainers ist es, diese zu schützen, nicht einen Einblick zu gewähren.

 

Beste Grüße, Euer Bumsi


 

Schlechtes Benehmen am Busshuttle Nord 

 

An für sich war es ja an unseren Nürnberger Gästen sich am Samstag nach Schlußpfiff mächtig über das Drehbuch ihrer Niederlage zu ärgern. Leider blieb auch bei mir viel Verdruss, als nämlich der Ordner an meiner Shuttlebushaltestelle Beschimpfungen der übelsten Sorte über sich ergehen lassen musste. Der Anlass?

 

Während sich im Zaunparcours hinter uns lange Schlangen bildeten, füllten sich die Busse schnurstracks mit jenen, die in noch nicht erlebtem Umfang heuschreckenartig von der gegenüberliegenden Straßenseite den direkten Weg zum Bus nahmen. Erschreckenderweise findet diese Abreiseungepflogenheit nicht nur beim adoleszenten Publikum vermehrt seine unkultivierten Anhänger. Wir „ein einig Volk von Brüdern“?

 

Am Samstag entlud sich der Zorn der Wartenden in erster Linie am machtlosen Ordner. Umso mehr freute mich dessen souveräne Reaktion, der die Beleidigungen ignorierte und sachlich dazu aufforderte, auf die unzureichende Personalausstattung und zunehmend eskalierende Situation aufmerksam zu machen. Dies sei hiermit sehr gerne und in der Hoffnung auf Veränderungen geschehen. Apelle alleine werden in der Nordkurve verhallen.

 

Beste Grüße

Euer Bumsi


 

Handy weg!

 

Es war ein langes Wochenende in Hamburg und ich schwebe immer noch so ein bisschen auf Wolke sieben. Zwei Auswärtstore, ein guter Auftritt auf dem Rasen und ein ebenfalls guter Auftritt auf den Rängen. Ein Lob an alle meine Mit-Borussinnen und -Borussen, wir haben ein sehr ordentliches Bild abgegeben an der Elbe.

 

Ein Dank geht hier meinerseits auch an Sottocultura und Ascendente, die mit einer Auswärtschoreo für einen tollen Einstieg in den Support sorgten. Nach Berlin präsentierte sich nun auch der Hamburger Gästeblock in geschmackvollem Schwarz-weiß-grün.

 

Nicht so toll finde ich es allerdings, wenn dann die Hälfte des Blocks den Support einstellt und anfängt, an ihrem Handy zu fummeln. Nach dem Spiel gibt es in den einschlägigen Foren, bei Facebook oder sonstwo im Netz doch ohnehin garantiert bessere Bilder als die, die im Getümmel im Block gemacht werden. Also, einfach stecken lassen und lieber mitanfeuern. Wenn nachher alle nur noch filmen und fotografieren, bleibt ja keiner mehr für den Support unserer geliebten Borussia übrig, und das wäre doch auch irgendwie blöd.

 

Beste Grüße

Euer Bumsi


 

Bumsi liest

 

Ist euch auch aufgefallen, dass im Moment wieder vermehrt Bücher rund um unsere Borussia erscheinen? Das kann doch nicht nur sein, weil bald Weihnachten ist, oder doch?


Ich hab mir auch schon überlegt, ein Buch herauszubringen. Ich kann mich nur nicht entscheiden, was für eins. Fotos von Baustellenführungen im BORUSSIA-PARK? Berichte von Auswärtstouren? Ein Bildband von den zehn internationalen Spielen letzte Saison? Portraits über jeden Fanstein-Besitzer?


Nein, ich lass das lieber. Es gibt schon genug Bücher rund um unsere Borussia und auch ohne mich werden immer wieder neue hinzukommen. Und das ist auch gut so. Denn für mich ist das ein eindeutiges Zeichen, dass unsere Borussia sympathisch und erfolgreich ist. Jetzt habe ich Lust bekommen, "Meine launische Diva" noch mal zu lesen - das mache ich jetzt auch, das schaffe ich bis zum nächsten Spiel.
 
Belesene Grüße
Euer Bumsi


 

Phantomtore sind auch Tore

 

Wie viele andere Borussen wahrscheinlich auch habe ich mir am Freitagabend meine Sachen für die Sonderzugfahrt nach Berlin zusammen gesucht, um es mir anschließend beim Freitagspiel vor dem Fernseher noch ein wenig gemütlich zu machen, der nächste Tag würde schon anstrengend genug werden.

 

Bis zur 70. Minute war auch alles recht normal, Leverkusen führt in Hoffenheim 1:0, bis es Stefan Kießling gelang per Kopf aus ca. 11m ein Loch im Netz des Hoffenheimer Gehäuses zu treffen. Also so ein Netz hat natürlich mehr Löcher, nur durch die meisten passt kein Ball. Und ab sofort gingen die Diskussionen los: Hätte der Schiedsrichter nicht sehen müssen, dass der Ball am Pfosten vorbei ging? Hätte sich der Schütze beim Schiri melden sollen, oder wusste er es selber nicht genau? Und warum haben die Hoffenheimer kaum protestiert, war es wirklich schlecht zu sehen? Und weiß ein Torwart nicht, wann ein Ball am Pfosten vorbei geht? Und wo ist der Torlinienrichter, wenn man ihn mal braucht? Fragen über Fragen, doch dann kam noch ein Elfer in der 83. Minute. Dieser führte dann zur nächsten kuriosen Szene, da Firmino zuerst an Leno scheiterte und dann den Nachschuss an den rechten Pfosten setzte, ehe nur einen Wimpernschlag später Topraks Klärungsversuch ebenfalls ans Aluminium klatschte.

 

Seitdem vergeht keine Sportsendung, wo nicht über die Szene und die möglichen Folgen diskutiert wird. Ich habe da ja so meine eigene Theorie: Auch der Phantomschmerz wird vom Patienten als Schmerz in einer amputierten Gliedmaße empfunden, als kann ein Schiedsrichter auch ein Phantomtor anerkennen, oder?

 

Übrigens nicht das erste für Leverkusen, evtl. hätte sich Herr Kießling damit mal beschäftigen sollen: Beim Spielstand von 3:0 für Leverkusen traf deren Stürmer Arne Larsen Økland, die rechte Netzstange hinter dem Tor. Von dort prallte der Ball so ans Außennetz, dass Schiedsrichter Udo Horeis zunächst auf Tor erkannte. Dass der Ball nicht im Tor war, teilte Økland jedoch kurz vor dem folgenden Anstoß dem Unparteiischen mit, der seine Entscheidung daraufhin revidierte und das Spiel mit einem Abstoß für Bayern München fortsetzen ließ. Für seine Aktion erhielt der norwegische Stürmer später die Fair-Play-Plakette des Weltverbandes FIFA. (Quelle: Wikipedia)

 

Beste Grüße Euer Bumsi


 

„Schatz, ich bin dann mal eben zum Fußball…“

 

Dieser Satz entspricht wohl nicht immer der Wahrheit. Die Zeitung mit den großen Buchstaben (wobei anzumerken ist, das diese ja auch nicht unbedingt mit der Wahrheit per Du ist…) hat herausgefunden, dass angeblich der Stadionbesuch gerne mal als Ausrede benutzt wird, wenn der männliche Fußballfan eine weibliche Person seiner Wahl, allerdings eben genau nicht seine Ehefrau, aufsucht.
 
Die Rangliste der „Fremdgeh-Fans“ führt der HSV an. Verständlich, angesichts des Kontrastes zwischen Spiel- und Kneipenkultur der Stadt. Da kann auch der treueste Fan nicht nur seinem Verein mal abspenstig werden. Dass Vereine des Bildungsbürgertums wie Freiburg und Augsburg am Ende der Tabelle anzutreffen sind, wundert mich nicht, aber den Schalker Jungs hätte ich mehr zugetraut als Platz 14. Na ja, vielleicht knapp(e) bei Kasse.
 
Borussia ist immerhin Zwölfter. Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Selbst wenn Claudia Schiffer, Giselle Bündchen (geiler Name übrigens…), Candice Swanepoel, Lady Gaga oder gar Madonna sich vor mir nackelich machen, gehe ich doch lieber ins Stadion. Was soll es Schöneres geben als meine Borussia? Statt Giselles Popo sehe ich lieber Raffaels 2:0 gegen Doofmund, da kann ich mich gar nicht dran satt sehen.
 
Beste Grüße Euer Bumsi


Der Ball rollt wieder

 

... zumindest in den Ligen Zwei und Drei. Und mal ehrlich, soooo lange war die Sommerpause doch gar nicht.

Nachdem die Bayern endlich alle Endspiele gewonnen hatten, konnte man die Jungs mit dem Adler auf der Brust bei einer ganz wichtigen Länderspielreise beobachten, die U21-EM in Israel hatten die Kaderplaner wohl übersehen, kann ja mal passieren. Wahrscheinlich rechnete man sich gegen den Nachwuchs aus Spanien und Italien eh nix aus, da spielt man lieber gegen Ecuador und die USA.

Für den Confed-Cup war man ja auch nicht qualifiziert, immerhin konnte ich mit dem WM-Testturnier meinen Fernsehfußballentzug bis Ende Juni wirksam bekämpfen. Die U20-WM in der Türkei hätte ich dadurch beinahe verpasst, den Titel holten sich die jungen Franzosen im Elfmeterschießen gegen Uruguay. Zumal ja auch bereits die Frauen-Europameisterschaft begonnen hatte, bei der die deutschen Damen am Mittwoch, 24.07., um 20:30 Uhr auf Gastgeber Schweden treffen.

Jetzt läuft bereits wieder die zweite Liga, von der Tour de France oder der noch bis 04. August andauernden Schwimmweltmeisterschaft habe ich ja so gut wie gar nix mitbekommen. Und nach dem Saisoneröffnungsturnier geht es am Wochenende auf die Europapokalersatztour nach Glasgow, bevor dann unser erstes Pflichtspiel in Darmstadt steigt. Also, von wegen Sommerpause, Euer Bumsi war immer am Ball.

 

Beste Grüße Euer Bumsi


Sommerpause...

 

Lange war es nur eine Pause, jetzt ist auch endlich der Sommer da und man kann sie guten Gewissens wirklich Sommerpause nennen.

Sonnenschein und Temperaturen über 25 Grad - da kann man auch ohne ein anstehendes Fussballspiel mal das Haus verlassen. Man kann, man muss allerdings nicht, denn Borussia steckt ja bekanntlich schon mitten in der Saisonvorbereitung und bestreitet hier und da Testspiele, so dass man das schöne Wetter sogar im Fussballstadion geniessen kann. Was will das Fanherz mehr?

Und apropos heiss: viele sind bereits jetzt heiss auf die neue Saison. Die ersten Trikots sind gekauft, die ersten Tickets bestellt, die ersten Touren geplant, die ersten Busse und Hotelzimmer gebucht. Grade jetzt, wo die ersten Spieltage fest terminiert sind, könnte es wohl für die meisten von uns sofort schon los gehen. Aber so einfach ist das leider nicht, denn wir müssen wenigstens noch warten, bis alle Borussen aus ihren wohlverdienten Sommerurlauben zurück sind. Aber dann...

Sommerliche Grüße Euer Bumsi


 Mario Götze

 

In der "Causa Mario Götze“ ist Fußballdeutschland gespalten. Die Dortmunder können ihn nicht mehr leiden, wir Borussen und viele andere lachen sich ins Fäustchen, weil die Bayern den Dortmundern den Super-Mario abspenstig gemacht haben, wo die Dortmunder doch nun glauben, auch was richtig Großes zu sein, dem der Top-Mann nicht einfach so davon läuft … und schon gleich gar nicht zum Erzfeind.

 

Sportlich kann Mario Götze derzeit noch nicht mit Glanzleistungen aufwarten; ins Training steigt er verletzungsbedingt erst demnächst ein. Allen Fußballfans, die den allmächtigen Sponsoren gerne auch mal selber ans Bein pinkeln würden, hat er gestern jedoch ein unvergleichliches Kabinettstückchen geliefert, über das man herzlich zu schmunzeln geneigt ist.

 

Bekanntermaßen ist adidas bei den Bayern Anteilseigner und Sponsor zugleich … mit erheblichen Auswirkungen für die Bayernspieler, die privat Werbeverträge mit anderen Sportartikelherstellern haben. Bei öffentlichen Veranstaltungen der Münchener sind die Spieler verpflichtet, in neutraler Kleidung zu erscheinen.

Dies war dem Mario bei seiner gestrigen Präsentation in der Allianz-Arena wohl egal. Kackdreist ließ er sich beim Fototermin für sein neues (adidas)-Trikot im Nike-Shirt fotografieren … und bei den Bayern hat das niemand gemerkt, was in Fußballdeutschland für manchen Schenkelklopfer gesorgt haben dürfte.

Schön, wenn gerade bei den auf 100%ige Perfektion getrimmten Bayern auch mal so etwas passiert.

Ob der Mario das absichtlich oder versehentlich gemacht, ist nicht ganz klar. Das Foto von der PK ist in jedem Fall ein Highlight.

Amüsierte Grüße

Euer Bumsi


Über Darmstadt fahr'n wir nach...

Nun ist es also der SV Darmstadt 98 in der ersten Pokalrunde geworden. Sicherlich nicht uninteressant, obwohl die Lilien sportlich in der letzten Saison in die Regionalliga abgestiegen sind und nur durch einen Lizenzentzug in der 3. Liga bleiben dürfen, werden sie sicherlich eine schlagkräftige Truppe auf den Platz stellen. Das Zuschauerinteresse in Darmstadt dürfte auch recht hoch sein, und das wir unsere Auswärtstickets alle unters Volk bringen ist ja eh klar, das sollte eine tolle Kulisse werden am Böllenfalltor. Wenn denn alles so bleibt…

Viele werden wie auch ich am letzten Samstag die Auslosung in der Sportschau verfolgt haben, so eine amateurhafte Veranstaltung habe ich ja selten erlebt. Warum liegen alle Kugeln so nah nebeneinander in einem großen Glasgefäß, nur durch eine Scheibe getrennt? Hätte nicht jemand im Studio bemerken müssen, dass Nia Künzer eine Kugel durchgeflutscht ist vom Amateur- in den Profitopf? Und warum merken weder die Glücksfee noch der DFB-Präsident oder der Sportmoderator, dass der Verein aus Leipzig in dem Topf nichts zu suchen hat, erst als der DFB-Abteilungsleiter Spielbetrieb sich einschaltet. Und als Frau Künzer fleißig weiterzieht, Herr Antwerpes aber einen Bildbeitrag einbringen möchte, schlagen sie ihr vor die bereits gezogene Kugel wieder zurückzulegen, wieder musste der Markus Stenger einschreiten. Also die Paarungen für die DM in Hahnstätten wurden da sehr viel professioneller gezogen. Und das alles ohne Probeziehung…

Beste Grüße

Euer Bumsi


...und jährlich grüßt der DFB-Pokal

Pokal, endlich wieder Pokal, jippieh! Mir ist es egal, wohin die Reise geht. Hauptsache, es gibt im Fernsehen wieder irgendwas mit Fußball. Also mit Fußball rund um Borussia. Ich weiß schon genau, wie das wird… Es ist immer der gleiche Horror. Freu ich mich eigentlich wirklich? *streichejippieh*

Warum können wir nicht mal als Erster aus dem Lostopf gezogen werden? Gefühlt sind wir immer die Letzten. Und alle attraktiven Gegner, alle Amateure, alle interessanten Stadien und Städte, gegen die ich mir Chancen ausrechnete, sind schon längst vergeben an Leverkusen und Wolfsburg oder sonst irgendeinen Nono-Verein. Die fahren dann da mit drei Mann hin, das treibt mir die Tränen in die Augen. Von der sportlichen Perspektive mal ganz abgesehen…

Also, wenn alles so läuft wie immer, dann sind wir unter den letzten vier Kugeln, ich bin klatschnass geschwitzt, habe mir die Fingernägel bis zu den Schultern abgekaut, um mich rum Chips-Krümel und zwei leere Bierflaschen und wir fahren nach Osnabrück. Muuuhääääääää!

Beste Grüße

Euer Bumsi


Hallo liebe Freunde der Fußballtraditionen!

Die Presse der letzten Tage rund um unsere Borussia, gab mir einmal mehr Anlass darüber nachzudenken, was eigentlich für einen Fußballfan immer dazu gehört. Da wäre z.B. das Treffen von Gleichgesinnten, der wöchentliche Stadionbesuch oder der Besuch einer Stammkneipe zum gemeinsamen Anschauen der Spiele vor der Flimmerkiste, Schal + Trikot (unabghängig von den Temperaturen), die Fachsimpelei über den aktuellen Gegner oder Aufstellung, Umstellung oder Meinungen über Trainer und Spieler, die obligatorischen Bierchen, usw. So unterschiedlich aber alle Fans (vereinübergreifend) auch denken und handeln - eines bleibt doch Jahr für Jahr dassselbe und ist schon zu einer ... etwas umstrittenen Art von Tradition geworden. Und Schuld ist diese obligatorische, fast auch schon traditionelle, Phase, in der es der Verein XY nicht schafft, der angestrebten Leistung zu entsprechen. Und irgendwann macht es in einigen Fanköpfen dann "peng" und es wird gepfiffen was das Zeug hält. Gegen die Leistung der Mannschaft, gegen die Aufstellung des Trainers, gegen Ballverluste, gegen alles. Und auch wenn diese "Retro-Pfiffe" genau so wie das berühmte Murmeltier alljährlich wiederkehren, wird dem Ganzen unfassbar viel Bedeutung geschenkt, in der Presse breitgetratscht und die ganze Welle gerät bis zum anstehenden Spieltag unaufhörlich ins Rollen. Aber macht es Sinn Jahr für Jahr auf diesen immer wiederkehrenden Trend zu reagieren? Sieht man die ganze "Welle" als einen Teil der dazugehörenden Tradition, dann ja. Und wenn sogar schon die Ho$$enheimer in Bezug auf ihren Verein den Begriff Tradition in den Mund nehmen, dann liegt der Traditionsfaktor bzgl. Pfiffen im Stadion auf einer Skala von 1 - 10 mindestens bei 20! Trotzdem sollte ein jeder Fan (und diese Bitte geht aus eigenem Interesse vor allem an die Fans mit der einzig wahren Raute auf dem Trikot) sich noch einmal darüber im Klaren werden, ob wirklich JEDE Art von Tradition Sinn macht oder ob das ein oder andere nicht doch so langsam mal aussortiert werden sollte. Genau so wie Tradition nicht vor dem Abstieg schützt, schützt sie anscheinend auch leider nicht vor Dummheit und Fehlverhalten.

In traditionsreicher "In diesem Sinne"-Verabschiedung,

Euer Bumsi

 


 

Wie dämlich ist das denn??!!

Obwohl Manuel Neuer gestern gar nicht gegen Borussia Mönchengladbach gespielt hat, war wieder einmal einer seiner berühmten Fehler beim Herauslaufen zu beobachten, die er ansonsten bevorzugt in Spielen gegen uns praktiziert, und für die gerade wir ihn so „lieben“ ;-).

Nach seinem Patzer wurde er von den Nürnberger „Fans“ der Nationalmannschaft zuerst ausgepfiffen, später wurde jeder Ballbesitz unseres Nationalkeepers von höhnischem Raunen begleitet. Liebe Nürnberger! Auch wenn Ihr zum FC Bayern sicher Euer spezielles Verhältnis habt und auch wenn Ihr eine Fanfreundschaft mit Schalke 04 habt … den Torhüter der Nationalmannschaft auszupfeifen? Das geht ja gar nicht!! Da habt Ihr wohl das gestrige Länder- mit einem Ligaspiel verwechselt. Wenn Jogi’s Jungs auf dem Platz stehen, sind wir schließlich alle ein Team!

Vor ein paar Jahren gab es mal ein Länderspiel gegen Argentinien, das im Stadion unseres rheinischen Rivalen ausgetragen wurde. Dort waren die Leute ähnlich dämlich. Schon beim Warmwachen wurde da Marco Marin ausgepfiffen, obwohl er damals schon längst nicht mehr bei unserer Borussia, sondern bei Werder Bremen! unter Vertrag stand.

Lieber DFB! Wenn du mal wieder ein Heimspiel haben willst, in dem die Fans wie ein Mann hinter unseren Nationalspielern stehen, dann vergiss‘ dafür Nürnberg und K***. Stattdessen kannst du ruhig mal wieder ein Spiel nach Mönchengladbach vergeben ;-).

Ansonsten freue ich mich schon tierisch auf unser österliches Auswärtsspiel im Badischen, in dem wir die gegnerischen Spieler wieder ganz legal auspfeifen dürfen.

In diesem Sinne bestens gelaunte Grüße …

Euer Bumsi

 


Keine Sorgen machen

Ich muss einfach noch mal betonen, wie froh ich bin, dass unser Stadion BORUSSIA-PARK heißt und dass unsere alte Heimat BÖKELBERG hieß. Namen, die Bezug zum Verein und zur Lage haben. Die Fans anderer Vereine sind da nicht so zu beneiden. Wie soll man sich auch mit einem "Magen Solar Stadion" oder einer "Schauinsland-Reisen-Arena" identifizieren? Oder mit Arenen, die alle paar Jahre einen neuen Namen bekommen. Ja, ich weiß, früher oder später könnte leider auch in Gladbach ein Sponsor im Stadionnamen erwähnt werden. Aber NOCH geniessen wir den Luxus des BORUSSIA-PARK.

Ebenfalls bin ich froh, dass unser Stadion uns gehört und wir es finanzieren können. Wir brauchen nicht jedes Jahr zig Großveranstaltungen, die mit Fussball nichts zu tun haben, um den Laden am Laufen zu halten, wie man so schön sagt. Wir können dadurch zusätzlich Geld einnehmen, müssen aber nicht. Und das Geld fließt dann auch tatsächlich in Borussias Kassen. Da gibt es genug Gegenbeispiele.

Lustig ist übrigens auch, was grade bei unseren Nachbarn in Aachen abgeht. Da baut die Stadt dem Verein ein neues Stadion, Alemannia steigt ab, steht kurz vor der Insolvenz und kann es sich finanziell nicht mehr leisten, dort zu spielen. Da wird dann sogar überlegt, nach Kerkrade oder Jülich auszuweichen. Nur was passiert dann mit dem "neuen Tivoli"? Ich habe da einen Vorschlag: Den könnte man vielleicht in eine Reithalle umbauen. Im Gegensatz zu Fussball wird Pferdesport in Aachen immerhin gerne geschaut.

Aber lassen wir mal die Schadenfreude über das, was bei der Alemannia grade passiert, weg. Wir können und sollten einfach nur froh sein, dass unser Verein bisher nicht in dieser Situation war (auch wenn es schon mal knapp war) und die Daumen drücken, dass es auch nicht soweit kommt. Aber aktuell mache ich mir da zumindest für die nächsten Jahre keine Sorgen.

Entspannte Grüße
Euer Bumsi

 


Stuttgart ist nicht Mönchengladbach

Liebe Borussen, ich wollte Euch nur mal kurz meinen letztwöchigen Brief an Kabel1 zeigen, weil ich mich so furchtbar über die aufregen musste:

"Betr.: Stuttgart ist nicht Mönchengladbach!!! RICHTIG! Glückwunsch für Ihre tolle Werbung für Ihre Sendung "ran": "Stuttgart ist nicht Mönchengladbach!" Richtig: Gladbach hat zuhause 3:3 gespielt und Stuttgart 0:2!!!

Es ist ja auch wirklich total wichtig, es sich mit Millionen von Borussen zu verscherzen, um ein paar Hunderttausend Stuttgartern zu schmeicheln!!!
Chapeau!!!

Jetzt bin ich aber rasend gespannt, wie Ihr das Rückspiel in Rom bewerbt. Denn Stuttgart ist halt nicht Mönchengladbach. Wer soll sich denn das Spiel überhaupt noch angucken? Da müsst Ihr Euch schon einen fetzigen Slogan ausdenken…

Tut mir leid, aber dieser Brief musste einfach sein.

Immer noch auf 180, Euer Bumsi"

 


Traue nur der Statistik, die Du selbst fälschst!

So, oder nicht anders, muss SKY bei der aktuellen Traditionsdiskussion im dt. Fußball gedacht haben und kommt schnell mal mit einer Statistik um die Ecke, die hanebüchener nicht sein kann! Ach was, die Werks- und Retortenclubs haben nicht viel weniger Zuspruch als Traditionsclubs wie unsere Borussia?

Was für ein ausgemachter Mumpitz, der ungeprüft über die Rheinische Post (das war doch auch mal ne seriöse Zeitung, oder?) verbreitet werden darf.
Klar, man will ja keine Abonnenten verschrecken.

Aber klar ist doch auch, dass die bei den Fans ungeliebten Clubs eine relativ hohe Einschaltquote haben, weil sie doch regelmäßig auch gegen attraktivere Gegner, wie z.B. gegen „uns“ spielen. DA kann doch jeder eins und eins zusammenrechnen!

Wer fällt schon auf so was rein dachte ich zuerst, aber warum steht es dann überhaupt in der Wochenendausgabe der RP?

In der RP wird reißerisch per Überschrift gegen Borussia gewettert, man merkt der RP halt einfach an, dass sie ein Fortuna-Blatt ist, um dann im Text direkt zurückzurudern, „dass Sky einräumt, dass die Zahlen nicht besonders repräsentativ seien, und schon ein einziger Zuschauer die Hochrechnung verändern könnte…“ ! Vielen Dank für nichts Herr Costa!

Da „bilde ich mir doch lieber meine eigene Meinung“ und weiß einfach, dass nach den Bayern, dem BvB und dem S 04 nur die einzig wahre Borussia ein Zugpferd auf SKY ist!

Und wenn ich das nachweisen muss, dann mache ich einfach auch 'ne eigene Hochrechnung unter allen Borussenfans, mal gucken was da dann wohl rauskommt….

Euer Bumsi


Watzke und die Tradition

Ihr habt Euch hoffentlich keine Sorgen gemacht, aber auch ich war in Rom und daher nicht im Netz unterwegs. Daher habe ich auch leider die Sendung verpasst, in welcher der Geschäftsführer unseres letzten Gegners Herr Watzke sich über die Werksvereine ausgelassen hat. Nur beim Zappen bin ich bei einer Zusammenfassung hängen geblieben, da kann auch einiges aus dem Zusammenhang gerissen worden sein. Daher zitiere ich mal und gebe auch brav die Quelle www.sportal.de an:

"Wir können nicht noch drei Mannschaften gebrauchen, die vor 25.000 Zuschauern spielen und auswärts nur 500 Zuschauer mitbringen. Da kollabiert das System, da ist es vorbei mit der Roadshow im Ausland", sagte der 53-Jährige während der "SpoBIS"-Diskussionsrunde "Clash der Kulturen: Was Werksklubs und Traditionsvereine eint und was sie auseinanderbringt", an der auch Watzkes Kollegen Heribert Bruchhagen (Eintracht Frankfurt), Wolfgang Holzhäuser (Bayer Leverkusen) und Thomas Röttgermann (VfL Wolfsburg) beteiligt waren. Bruchhagen schlug sich dabei auf die Seite Watzkes: "Traditionsvereine wie der 1. FC Köln oder der 1. FC Kaiserslautern, die immer ausverkaufte Stadien haben, werden durch die Werksklubs um drei Plätze zurückgeschoben - bis in die zweite Liga." Beide waren sich auch darin einig, dass nicht noch mehr Vereine eine Sonderrolle wie Bayer Leverkusen oder der VfL Wolfsburg einnehmen dürften.

Das deckt sich ja weitestgehend mit der Meinung, die ich und auch die meisten Fans vertreten, aber das nicht erst seit 2013, sondern schon seitdem Leverkusen in der Bundesliga ist. Nachdenklich stimmt mich auch das provozierende Thema der Diskussionsrunde „Was Werksklubs und Traditionsvereine eint und was sie auseinanderbringt“, da überraschen solche Aussagen doch nicht mehr so sehr, da erwartet man sie fast geradezu, also nichts Revolutionäres. Und wenn ich die „Roadshow im Ausland“ mit der Aussage in Zusammenhang bringe, dass die kleine Borussia einen Umsatzrekord erwartet, dann weiß man doch, wie der Hase läuft: Herr Watzke setzt sich mitnichten für die Traditionsvereine und deren Fans ein, nee, es geht ihm auch mal wieder nur um den schnöden Mammon. Schade Herr Watzke, da haben sie eine Chance verpasst in Ihrem Ansehen bei mir zumindest die erste Sprosse zu erreichen. Aber habe ich das wirklich erwartet?

Fragt sich

Euer Bumsi

 


... und schon wieder Hannover

Da beweist ja selbst die Zeitung mit den vier Buchstaben mal Humor: nach dem Fauxpas der Hannoveraner, den Brasilianer França nur nach Videoanalysen, also quasi im Online-Shop gekauft zu haben, glänzen sie mit der Schlagzeile „Aus zuverlässiger Quelle ist zu hören, dass Jörg Schmadtke inzwischen eine Streckbank bestellt hat...“ Schenkelklopfer.

Zum Hintergrund: Der Spieler ist statt der erwarteten 1,90m „nur“ 1,81m groß, dabei soll er als Abräumer vor der Abwehr seine Qualitäten haben. Als das bekannt und landesweit geschmunzelt wurde, meldete sich prompt auch Herr Kind zu Wort und verbot weitere Videotransfers, nahm seinen Manager aber in Schutz: „Unsere vier Winter-Transfers waren eine unglaubliche Arbeitsbelastung. Da war ein Flug nach Südamerika nicht möglich.“

Also dass die 96er und Herr Kind für mich mal zum regelmäßigen Vorlagengeber werden, hätte ich mir auch nicht gedacht. Dass es in Hannover kein ordentliches Scouting geben soll, und niemand den Spieler mit dem schönen Namen „Welington Wildy Muniz dos Santos“ mal persönlich gesehen hat, verwundert mich schon ein wenig. Und dass ein solcher Spieler, der in seinem Heimatland eher unterklassig gespielt hat, 1,3 Mio. € kosten soll, macht mich fast schon sprachlos.

Der Fairness halber sei aber erwähnt, dass auch wir in der Vergangenheit einen Spieler im Homeshopping erworben haben: Damian Mori, der 1997 insgesamt sechsmal für unsere Borussia auf dem Platz gestanden hat, und das nie länger als eine Halbzeit. In Australien war er durchaus erfolgreich, und nach Aussagen von Borussiaverantwortlichen dauerte das Bewerbungsvideo mit seinen schönsten Toren „ länger als Ben Hur“. Und was lernen wir daraus? Wichtig iss aufm Platz!

Beste Grüße!

Euer Bumsi


Pyro-Aufschlag in Hannover

Es ist ja schon ein paar Tage her, dass ich von mir habe hören lasse, aber ich hab auch mal Ferien gemacht. Als ich dann jetzt die ganzen Zeitungsberichte studiert habe, musste ich folgendes lesen:

„Hannover erhöht Preise wegen Pyro-Strafe“. Zum Europa-League-Rückspiel gegen Machatschkala gibt es einen „Pyro-Aufschlag“ von 5,-€, aber nur für die ca. 1000 Plätze der Nordkurven-Fan-Blöcke. Das ist ja mal eine tolle Idee, bekommen die tausend Besucher jetzt für den Mehrbetrag Knaller und Bengalos in die Hand gedrückt? Vereinfacht ja auch die Einlasskontrollen, braucht ja niemand mehr was mit rein zu schmuggeln, liegt drinnen ja schon auf Deinem Platz aus. Gerüchteweise soll es bei evtl. weiteren EL-Spielen einen „Choreo-Aufschlag“ geben, das Geld muss ja auch wieder rein kommen. Oder glaubt man in Hannover mit dem Betrag jetzt direkt 1000 Aufpasser in der Kurve zu haben, die jetzt noch mehr darauf achten, dass keiner zündelt? Über Pyro haben wir uns schon lang und breit auch an dieser Stelle ausgelassen, bei der Gesamtstrafe von 70.000,-€ ist der Betrag wohl eher symbolisch gemeint, aber das Prinzip der kollektiven Bestrafung hat noch nie funktioniert, sondern immer nur für Unmut gesorgt, in der Schule, beim Bund und jetzt eben auch im Stadion. Toll Herr Kind, mal wieder nix aus den ganzen Diskussionen der letzten Monate gelernt, wenn das wirklich so stimmen sollte.

Beste Grüße!

Euer Bumsi

Bumsis Vorsätze für 2013

Erstmal ein frohes neues, schwarz-weiß-grünes Jahr für euch alle! Habt ihr auch zum neuen Jahr gute Vorsätze gefasst? Also ich für meinen Teil nehme mir vor, ein noch besserer Bumsi zu werden. Und das auch in der Kurve. Zum Beispiel will ich viel öfter den Mund aufmachen, wenn im Stadion blöde Sprüche gegen ausländische Spieler gemacht werden. Das, was Kevin-Prince Boateng am Donnerstag beim Freunschaftskick des AC Mailand gegen den Viertligisten Aurora Pro Patria in Busto Arsizio gemacht hat, war echt klasse.

>siehe hier<

Da hat er doch tatsächlich mitten in der Partie aus Protest gegen rassistische Beleidigungen den Platz verlassen und ein paar seiner Mit- und Gegenspieler gleich mit. Man, man, man. Richtig so - diesen Möchtegern-Fans muss man zeigen, dass man sich so ein Verhalten nicht gefallen lässt. Und das müssen nicht nur Spieler zeigen, sondern auch die richtigen Fans in der Kurve. Also Kameraden, passt genau auf, was ihr demnächst in Bumsis Gegenwart so von Euch gebt.

Aber das soll natürlich nicht der einzige Vorsatz bleiben. Mein Bumsi-Bierbauch ist durch die ganzen Europapokaltouren dieses Jahr noch mehr gewachsen. Das muss dringend besser werden. Vielleicht jogge ich ja demnächst zum Borussia-Park. Und ich hab mal gehört: Kein Bier vor vier. Das sollte ich mir vielleicht auch mal zu Herzen nehmen.

Aber mit einem Vorsatz kann ich mich noch nicht so ganz anfreunden: Keine Kölner mehr ärgern. Na ja, aber man weiß ja: Manche Vorsätze sind auch da, um gebrochen zu werden - das gilt auch für 2013.

Beste Grüße Euer Bumsi


 Bumsi unterm Weihnachtsbaum

Gezwungenermaßen habe ich auch Weihnachten gefeiert. Das ganze Jahr über lese ich ja Zeitungen, schaue fern und höre Radio, um mir zu den wichtigen und unwichtigen Geschichten der großen Fußballwelt so meine Gedanken zu machen.

Für mich als FUSSBALLmaskottchen ist das Blöde an der Jahresendzeit, dass einfach nichts los ist. Da kommt Langeweile auf, und na gut … dann hab' ich mich halt auch unter den Weihnachtsbaum gesetzt. Mein Krüllekopp steht aber auf Kriegsfuß mit den Nadeln unserer Tanne ;-).

Eine Sache gab’s aber doch, über die ich mich auch in der besinnlichen Zeit aufgeregt habe ... natürlich nicht darüber, dass Ex-Borusse Thomas Eichin jetzt Werderaner wird, nein es war etwas Anderes: eigentlich war mir der Dieter Hecking immer ganz sympathisch. Jedes Mal, wenn wir gegen seine Clubberer gespielt haben, hat er gesagt, dass er Gladbach-Fan ist. Als Kind hat er sogar in Gladbach-Bettwäsche geschlafen, wie er uns mal erzählt hat. So etwas kommt bei uns natürlich gut an.

Dieter Hecking ist nun Trainer in Wolfsburg. Damit ist auch er dem Ruf des großen Geldes erlegen gewesen. Auch wenn das, wie vieles Andere auch, wirtschaftlich nachvollziehbar ist, mag ich ihn jetzt nicht mehr. Er kam immer so bodenständig daher; so einer lässt doch „wegen des Geldes“ nicht seine Clubberer im Stich. Tat er doch. Die Wolfsburger Millionen klangen wohl zu verlockend. Natürlich lebt seine Familie in Niedersachsen, aber es waren auch „wirtschaftliche Gründe“, wie er selber zu Protokoll gab. Im Klartext heißt das: "Ja, ich bin wegen der Kohle dahin gegangen!".

Wie immer bei derartigen Geschehnissen in den Fußballabteilungen der Großkonzerne bleibt in Wolfsburg auch nun unklar, wo die Übergangsgelder für den alten und die Gehaltszahlungen für den neuen Trainer herkommen. Das treibt mir trotz Weihnachten die Zornesröte ins Gesicht.

Als Ersatz für Dieter Hecking hätte der Club sicher auch gerne einen „prominenten Namen“ präsentiert, hat allerdings - anders als in der Autostadt - keinen Großkonzern im Rücken, der die weihnachtliche Portokasse hätte plündern können. Also musste man in Nürnberg das tun, was die allermeisten Vereine, die sich unter gleichen Bedingungen messen, auch tun würden: nach einer „internen Lösung“ suchen. Mit Michael Wiesinger und Armin Reutershahn übernehmen der bisherige U23- bzw. der bisherige Co-Trainer das Zepter beim ehemaligen Rekordmeister. Gerade weil diese beiden oder eigentlich drei „Neuverpflichtungen“ unter so unterschiedlichen Voraussetzungen ablaufen - hier das Füllhorn Großkonzern, da der (richtigerweise) von DFL auferlegte Zwang zu wirtschaftlichem Handeln - mag man den beiden viel Erfolg wünschen. Dieter Hecking kann sich in der Liga meinetwegen gerne nach unten orientieren.

Jahresendzeitgrüße Euer Bumsi


Wo war der Bayern-Dusel?

Da bin ich am Freitag zum Saisonabschluss mit dem Sonderzug nach München gefahren, schön war es. Bis Frankfurt ging es recht zügig, dann musste sich leider jemand an der Notbremse zu schaffen machen, was den gesamten Tross etwas aufgehalten hat, dafür Danke. Auch wenn die kleinen Fässchen teilweise zur Neige gingen, verdurstet ist niemand. Aber wisst Ihr, wen ich gar nicht getroffen habe?... Den Bayern-Dusel!

In dieser Saison war der Bayern-Dusel eh noch nicht so häufig im Stadion, meistens kommt er auch erst zur zweiten Halbzeit, guckt sich die Sache ein wenig an, um dann spätestens in der 86. Minute zumindest bei Heimspielen die Roten jubeln zu lassen. Aber bereits bei unserem letzten Auftritt in München hat sich der Bayern-Dusel zum Glück nicht blicken lassen, muss ich mir so langsam Sorgen machen? Hat er Stadionverbot? Kann er sich die Karte nicht mehr leisten?

Nein, in diesem Jahr haben sie ihn einfach nicht mehr nötig, sehr souverän ziehen sie einsam ihre Kreise in der Liga, im Pokal in der nächsten Runde, in der CL Gruppensieger. Und gestern? Da hätten sie ihn gebrauchen können, wenn sie alle Punkte in München hätten behalten wollen. Aber soll ich ehrlich sein? In Halbzeit zwei hatte ich ihn zum Bierstand eingeladen, und so hat er es dann doch ganz und gar verpasst gegen Ende des Spiels noch einen Ball an MATS vorbeizulegen, und so habe auch ich wie tausende andere Fans meinen Teil dazu beigetragen, dass wir im letzten Saisonspiel noch einen Punkt mitgenommen haben.

Beste Grüße Euer Bumsi


Dopingkontrollen

Was habe ich da neulich beim Stöbern im Netz gefunden: UEFA legt Bayer-Profis an die kurze Leine. Ok, wenn ein Trainer seine Schützlinge kürzer halten möchte, kann ich das ja verstehen, aber die UEFA? Es geht dabei um eine Geldstrafe, die dem Verein auferlegt worden ist, weil Angaben zum Aufenthaltsort seiner Spieler in insgesamt drei Fällen zu spät übermittelt worden sind, und dies stellt einen Verletzung der Anti-Doping-Bestimmungen dar.

Soweit so gut, da dies aber bereits der dritte Vorfall dieser Art in Leverkusen ist, sind die Konsequenzen doch recht drastisch. Alle Spieler der Mannschaft werden in den Uefa-Testpool aufgenommen und müssen der UEFA Teilangaben zum individuellen Aufenthaltsort machen. Kann ein Spieler nicht trainieren, muss er dem Verband ein Zeitfenster melden (Fax, Mail, SMS), an dem er für eine Dopingkontrolle zur Verfügung steht. Die UEFA empfiehlt übrigens in ihrem "Leitfaden zur Meldepflicht", Infos wie Türcodes in Hotels oder Wegbeschreibungen für die Kontrolleure am besten gleich mitzuliefern, um die Kontrolle zu vereinfachen. Wer als Spieler im Pool registriert ist, muss vierteljährlich im Voraus die Adresse des Ortes melden, an dem er sich an jedem einzelnen Tag der nächsten drei Monate aufhalten wird und welcher Tätigkeit er wie lange wo nachgeht, Änderungen sind der UEFA zu melden.

Also ich finde das schon einen ziemlichen Eingriff in die Privatsphäre der Spieler, Doping ist kein Kavaliersdelikt und ordentliche Kontrollen sind zu begrüßen, aber geht diese Überwachung nicht ein wenig zu weit? Vielleicht stellt dies für viele aber kaum einen Einschnitt in ihr Privatleben da, zu Zeiten von Twitter und sozialen Netzwerken posten sehr viele doch gerade so unnützen Kram, dass sie gerade aufgestanden sind und jetzt erst mal einen Kaffee brauchen, da kann die UEFA doch gleich alle Spieler als Freunde anerkennen, Problem der Meldepflicht gelöst,

findet Euer Bumsi.

 


 Wir wollen kein rotes Trikot

Als frischer Sechzehntelfinalteilnehmer in der Euro League können wir den Blick mal ein wenig auf die Vergangenheit richten. Denken wir einmal an die erste Runde des DFB-Pokals in der Saison 2008/2009. Am 08. August 2008 traf unsere Borussia auf den VfB Fichte Bielefeld und gewann dort standesgemäß mit 8:1. Neben dem Gegentor war das einzige Ärgernis an diesem Tag Christopher Heimeroth. Oder besser gesagt das Trikot unserer damaligen Nummer 1 im Borussen-Tor. Dieses erstrahlte nämlich in einem leuchtenden ROT. Klar, dass das im Borussen-Auge für ein 90-minütiges Brennen sorgte. Nach dem Spiel skandierten dann alle mitgereisten Anhänger “Wir wollen kein rotes Trikot.” Unser “Heimi” tat das einzig richtige, kam zur Kurve und legte hier sein Trikot nieder. Für alle war das wohl eine sympathische und amüsante Geste. Die einzige Folge: viel Applaus von den Rängen und ein bleibender Eindruck. Hätten wir allerdings gewusst, in welche Gefahr wir uns alle und unseren Verein damit gebracht haben, hätten wir das rote Trikot wohl zähneknirschend auch NACH Abpfiff lieber weiter ertragen...

In Italien gab es jetzt nämlich nach der Trikot-Affäre des 22. April 2012 eine saftige Geldstrafe für den CFC Genua, eine Spielersperre sowie zwei Spiele vor leeren Rängen. Das Spiel zwischen dem AC Siena und CFC Genua wurde damals knapp 45 Minuten unterbrochen, da Fans von Genua den Platz stürmten und mit Feuerwerkskörpern den Spielabbruch herbei führen wollten. Von den Spielern forderten sie, die Trikots auszuziehen, da sie dieser nicht würdig seien (sie lagen bereits 4:0 zurück). Erinnert ein wenig an unsere Saison 2006/2007, als auch Borussen regelmäßig riefen “Unser Trikot habt ihr nicht verdient.” In Italien folgten die Spieler allerdings den Forderungen der aufgebrachten Ultras, zogen ihre Trikots aus und legten diese tatsächlich vor der Kurve nieder. Gegen die beteiligten Spieler wurde ein, mittlerweile wieder eingestelltes, Verfahren eingeleitet, der Verein musste eine Strafe von 30 000€ zahlen, zwei Spiele vor leeren Rängen austragen und der Spieler Guiseppe Sculli wurde für einen Monat gesperrt, da er als einziger sein Trikot nicht auszog und ihm gute Kontakte zur Ultras-Gruppe des CFC Genua nachgesagt wurden.

Fangesänge sollten also gut durchdacht werden, vor allem wenn sie Forderungen an Spieler, Trainer, o. ä. beinhalten. Ob ironisch gemeint oder nicht - am besten immer erst NACH dem Abpfiff diese oder ähnliche “Forderungen” äußern. Bei unserer “Kein-rotes-Trikot-für-Borussen”-Affäre ist es ja gerade nochmal gut gegangen! Also bitte, liebe Fans der Bundesligisten, am besten immer mal wieder nachdenken beim supporten und im Idealfall einfach ein gutes Verhältnis zu Spielern, Trainern und Verein pflegen! ;)

In diesem Sinne: harmonische Grüße!
Euer Bumsi

 


 Printen am Ende

Es ist noch nicht lange her, da wurde man auf den Ortseingangsschildern der Stadt Aachen mit „Willkommen in der Bundesligastadt“ begrüßt. Irgendein Mitarbeiter des hiesigen Straßenverkehrsamtes war wohl der Meinung, das Verschwenden von Steuergeldern mit einem längeren Verbleiben der Öcher im Oberhaus rechtfertigen zu können. Bekanntermaßen blieb es bei einer lediglich einjährigen Bundesligaepisode. Die Ortseingangsschilder mit Fußballbezug mussten wieder demontiert werden; nicht nur die nahe gelegene Fußballkonkurrenz amüsierte sich köstlich.

Als „dritte Kraft in Nordrhein-Westfalen“ wolle man sich etablieren, war damals aus Aachen zu hören. In dem auch für unseren rheinischen Rivalen typischen, teilweise erheblich übersteigerten Selbstwertgefühl wähnten die Kaiserstädter sich im Vergleich mit Vereinen wie unserer Borussia schon auf der Überholspur.
In diesen Zusammenhang fällt auch der neue Tivoli. Da war manch ein Vereinsoberer in Aachen wohl etwas zu optimistisch, als er einen mittelmäßigen Zweitligisten in der Lage wähnte, für einen dreistelligen Millionenbetrag ein neues Stadion zu bauen. Die aus dem neuen Tivoli resultierenden langfristigen Zahlungsverpflichtungen haben der der Alemannia jetzt wohl das Genick gebrochen.

Mag das Gebaren von Stadt und Verein für den nicht Alemannia-Affinen schon Grund genug sein, den Öchern allerhand Schlechtes zu wünschen, treibt der Gedanke an den baldigen Exfußballclub im Südwesten Mönchengladbachs gerade uns Borussen immer noch die Zornesröte ins Gesicht … was vor Allem mit einem einzigen Pokalspiel zu tun hat. Am 17.03.2004 übersah im damaligen Halbfinale des DFP-Pokals ein gewisser Edgar Steinborn in der Schlussminute ein klares Handspiel des Aacheners Mbwando im eigenen Strafraum. Direkt vor unserem Block konnten Tausende die Volleyballeinlage live beobachten, während Steinborn uns den Elfmeterpfiff verweigerte. Das Pokalfinale und der Europapokal waren futsch - sicher eine der bittersten Stunden in Borussias Vereinsgeschichte. Anstatt fair anzuerkennen, dass der Sieg damals mehr als glücklich war, überschütteten die Aachener uns mit Hohn und Spott. Alleine wegen dieses verweigerten Pfiffs, der bis heute nicht geheilte Wunden riss, verfolgen wir Borussen die jüngsten Nachrichten rund um die Pleite der Alemannia sicher mit großer, nachträglicher Genugtuung, und von mir aus kann dieser Angeberclub gerne für alle Ewigkeit aus Deutschlands Fußballlandkarte verschwinden.

Schelmische Grüße Euer Bumsi


EM in Europa?

Habt ihr auch schon von den Überlegungen gehört, eine Fußball-Europameisterschaft in Europa auszutragen? Auf den ersten Blick hört sich das vielleicht gar nicht mal so verkehrt an. Was sollen wir auch mit einer Europameisterschaft in Amerika?

Aber wenn man genauer hinsieht, soll diese EM im Jahre 2020 dann nicht wie bisher immer in einem oder in zwei Ländern in Europa stattfinden, sondern direkt in 13 Ländern. Diese Länder würden dann vermutlich anhand der FIFA-Rangliste ausgewählt.

Irgendwie schon eine verrückte Idee. Wobei man sich als reisefreudiger Fußballfan natürlich direkt fragt, wie man das denn dann alles zeitlich schaffen und finanzieren soll. Es wären dann ja schon einige längere Wege zurückzulegen zwischen den Spielen bzw. Austragungsorten. Eine Herausforderung wäre das auf jeden Fall. Sogar für die derzeitig wirklich sehr Europa-Reisen-erprobten Borussen.

Die europäische EM hätte aber auch Vorteile: Man sieht was von Europa. Und jedes Land (also zumindest die 13 Länder, die den Zuschlag bekommen) darf mal in den Geldtopf greifen. Und man könnte einfach die Fußballstadien benutzen, die eh schon stehen und müsste nicht schon wieder neue Stadien bauen, die nach dem Turnier eh keiner mehr nutzt.

Also vielleicht ist das ganze doch keine so schlechte Idee, wie sie auf den ersten Blick erscheint...

Europäische Grüße

Euer Bumsi

 


 Ja ja...die Schiedsrichter.

Sie sind mal wieder momentan in aller Munde, die Schiedsrichter. Sicherlich haben wir uns am vergangenen Samstag über den Unparteiischen geärgert wie auch teilweise beim Pokalspiel in Düsseldorf; Elfer ja, Strafstoß nein, Ecke statt Einwurf, ein Freistoß fürs Stolpern und einen Trainer auf der Tribüne, teilweise schon kurios. Doch jetzt mal ohne Vereinsbrille muss ich auch sagen, dass Spiel ist so schnell geworden, die Spieler teilweise so gewitzt, dass macht die Arbeit für den Referee nicht einfach. Auch wenn es doch eine Häufung von unglücklichen Entscheidungen bei immer wieder den gleichen Schiris gibt.

Aber es geht auch noch schlimmer: Beim Pokalspiel zwischen dem Karlsruher SC und dem MSV Duisburg (1:0) sollen sich Schiedsrichter und Assistent im Ton vergriffen haben und auch den obligatorischen Handschlag haben sie verweigert. Bereits vor dem Spiel trat er sehr arrogant auf, zeigte dann im Spielverlauf eine völlig überzogene Gelb-Rote Karte, und als nach dem 1:0 des KSC der Keeper denn Ball in Richtung Mittelkreis warf, wohin sich der Referee nun mal auch naturgemäß bewegte, da wertete er dies als Unsportlichkeit und zeigte dem Torwart die Rote Karte.

Da lobt man sich doch den Schiedsrichter Lee Probert: Eine Viertelstunde war gespielt im Duell zwischen Wigan und Fulham im September 2012, als er unverhofft bei einem Zweikampf zwischen zwei Spieler geriet -eine schmerzhafte Erfahrung. Doch der 40-Jährige nahm die Angelegenheit mit einer gehörigen Portion Humor. Während er von zwei Helfern gepflegt wurde, griff er in die Brusttasche und zeigte die Rote Karte. Die Verwirrung war für einen kurzen Moment perfekt. Doch der Unparteiische löste anschließend das Missverständnis auf - er hatte sich den roten Karton für seine Unachtsamkeit selbst gezeigt.

Es geht aber noch besser: Der englische Schiedsrichter Melvin Sylvester sorgte 1997 für ein Kuriosum, auch er zeigte sich selbst die rote Karte. Nachdem er in einem Spiel geschubst worden war, drehte er sich um und schlug den Übeltäter. Anschließend stellte er sich vom Platz und wurde gesperrt.

Soweit muss es ja nicht kommen, und vielleicht haben wir am Donnerstag in Marseille auf internationaler Ebene ja wieder etwas mehr Glück mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und seiner Assistenten.

Euer Bumsi

Felix weg vom Fenster

Lange haben wir uns gefragt, wie es wohl wäre, wenn der Sportdirektor Magath den Trainer Magath entlassen müsste. Fragen zu diesem Thema pflegte der Betroffene mit seinem bekannt süffisanten Lächeln zu beantworten. Jetzt war es soweit: Der „Quälix“, für den „Qualität von quälen“ kommt, ist gescheitert. Ob der „Mount Magath“, wohl bekanntestes Symbol der Magathschen Trainingsmethoden, einen neuen Namen bekommt oder vielleicht wieder eingestampft wird, war aus Wolfsburg bis jetzt noch nicht zu vernehmen.

Mit Felix Magath ist wenigstens fürs Erste aber auch das Wolfsburger Geschäftsmodell an sich gescheitert. Etwa 70 Millionen Euro investierte der Verein seit Juli 2011, Beginn von Magaths zweiter Amtszeit, in neues „Material“. Geld, das wohl nicht unbedingt dem laufenden Spielbetrieb, sondern kräftigen Finanzspritzen des VW-Konzerns zu verdanken ist. Etwa 80 verschiedene Spieler soll Magath in dieser Zeit getestet haben. Ob er die wohl immer mit Namen ansprechen konnte?

Und warum das Ganze? Da, wo andere Vereine Geld investieren, das sie zuvor selber erwirtschaften mussten, um der eigenen Jugend die Profikarriere zu ermöglichen, öffneten die Vereinseigner in Wolfsburg - einer gigantischen Wettbewerbsverzerrung gleichkommend - die Portokasse und investierten mal so eben einen höheren zweistelligen Millionenbetrag in angeblich „fertige“ Spieler. Und zwar mit nur einem einzigen Ziel: um jeden Preis den schnellen Erfolg, in dessen Dunstkreis wiederum die Marke VW werbeträchtig präsentiert werden kann.

Solcherlei Machenschaften treiben den Fans der Traditionsvereine regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht, weshalb wohl nicht wenige Felix‘ Abgang höhnisch grinsend zur Kenntnis genommen haben dürften. Geld allein gepaart mit einem Autokraten als Übungsleiter schießt eben in der Tat keine Tore. Und offensichtlich haben die Spieler zuletzt auch gegen ihren Ex-Trainer gespielt, weil sie keine Lust mehr hatten, sich quälen zu lassen. Das spricht nicht unbedingt für sie, zumindest aber gegen Magath.

Dem ungleich sympathischer daherkommenden Interimstrainer Köstner mag man Erfolg gönnen, ansonsten kann der VfL Wolfsburg gerne weiter auf den Abstiegsplätzen „versauern“ … und die TSG Ho$$enheim“ gleich mit.

Euer Bumsi


Fußballs Ehrentag

Heute haben alle Fußballfans Geburtstag. Ist das nicht schön?! :-). Und zwar sogar einen halbrunden, denn exakt vor 155 Jahren gründeten Nathaniel Creswick und William Prest den Sheffield Football Club, ältester noch heute existierender Fußballverein der Welt. Happy birthday Fußball(-fans) und Sheffield FC!

Während Fußball in verschiedenen Ausprägungen auch schon vor 1857 gespielt wurde, erdachten Creswick und Prest einheitliche Spielregeln, die größtenteils noch heute Gültigkeit haben, wie z.B. die Torlatte, Frei- und Eckstöße oder den Einwurf. Da die beiden darüber hinaus auch noch ganz wesentlich an der Gründung des heute ältesten Fußballverbands der Welt - der FA = Football Association - mitwirkten, gilt heute England als die „Mutter des Fußballs“, der der Fußball seinen weltweiten Siegeszug verdankt.

“A World United. Football crosses all continents and transcends all religious divides. In a very real sense it brings the world together.” - ist im Internet auf einer speziellen Geburtstagswebseite des Sheffield FC zu lesen. Dem ist wenig hinzuzufügen :-).

Was verdanken wir nicht alles dem Fußball? Europa-/Weltmeisterschaften mit Reisen quer über den Globus, die Bundesliga, den DFB-Pokal, Europapokalwettbewerbe mit Reisen quer über den Kontinent, unsere Borussia und Woche für Woche Emotionen, Leidenschaft, Jubel und Trauer, die aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. Ein Leben ohne Fußball wäre ein sinnloses Leben ;-) …

Dem Fußball verdanken wir natürlich auch den Kommerz und allerhand Halunken, die mit unserem Fußball nichts weiter wollen, als ihn zum Geldverdienen zu missbrauchen… Aber daran wollen wir an unserem Ehrentag mal nicht denken. Heute wird einfach nur gefeiert :-).

Der Sheffield FC ist übrigens nicht zu verwechseln mit den wesentlich bekannteren Vereinen Sheffield United und Sheffield Wednesday. Der Sheffield FC ist seit seiner Gründung dem Amateurstatus treu geblieben und spielt heute in der achthöchsten englischen Spielklasse. 2004 erhielt der Verein die „FIFA Order of Merit“, höchste Ehrung des Weltfußballverbands, die neben Sheffield bislang nur an Real Madrid als weltweit erfolgreichstem Fußballverein vergeben worden ist.

Auf seiner Internetseite würdigt der Verein seinen heutigen Geburtstag. Dort habt Ihr auch die Möglichkeit, einen Glückwunsch zu hinterlassen, was ich natürlich auch gemacht habe ;-) …

Beste Grüße

Euer Bumsi

 


Bumsi wäre nicht gesprungen

So, jetzt ist er endlich gesprungen, der Felix Baumgartner aus Österreich. Und die ganzen letzten Tage habe ich mir überlegt, was ich eigentlich davon halten soll. Also mal ganz abgesehen von der sicherlich zu würdigenden körperlichen Herausforderung, ist dies ein ähnlich wichtiges Ereignis gewesen wie die Erstbesteigung des Everest oder das Erreichen der Pole?

Kann man das Unternehmen als wissenschaftliches Experiment durchgehen lassen, kann man aus den Daten Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Luft- und Raumfahrt gewinnen? Oder ging es darum, Rekorde zu sammeln und einen festen Platz im Guinnessbuch inne zu haben und sich selber zu beweisen, zu welchen Leistungen der Mensch fähig ist?

Oder war das ganze eine, wenn auch sehr aufwändige, Werbeveranstaltung? Seit 1997 geht er seinem Hobby professionell nach, da er von einem Brausehersteller unterstützt wird, der auch in der Formel 1 und im Fußball zu den größeren Sponsoren zählt. Denn sogar ich bin ja jetzt in das Thema eingestiegen.

Ich will nicht immer nur das Schlechteste denken, aber erst dadurch, dass der Start immer wieder verschoben und abgebrochen wurde, wurde die mediale Beachtung größer und versucht eine gewisse Dramatik zu erzeugen, bis dann auch wirklich jeder von dem Ereignis wusste. Noch dramatischer wäre es gewesen, wenn ihm etwas zugestoßen wäre, was zum Glück nicht passiert ist. Und auf der nächsten Buchmesse in Frankfurt kann er dann seine Biographie anbieten, wenn ihm da der Klopp nicht zuvorkommt. Denn der ist bestimmt schon grün vor Neid, dass er jetzt mal zwei Tage nicht in den Schlagzeilen war und ihn niemand zu seiner Meinung zu dem Rekordsprung gefragt hat.

In diesem Sinne

Euer Bumsi

 


 Hallo liebe schwarz-weiß-grüne Borussenfreunde,

viele bzw. zu viele Negativschlagzeilen gibt es dieser Tage über unseren Trainergott Lucien Favre und sein Team zu lesen. Endlich wieder gefundenes Fressen für die Zeitung mit den vier Buchstaben und andere Vertreter dieser Branche. Aber etwas komplett Neues ist das für uns ja nicht und das jahrelange “Medienschlagzeilen-ignorieren” Programm gehört wieder zum Borussen-Alltag. Aber glücklicherweise sind wir nicht die einzigen, die ihren Verein in der Negativ-Kategorie wieder finden. Auch die VfL Wolfsburg Fußball GmbH hat einiges über sich zu lesen bekommen. Und da geht es natürlich weniger gezielt um das Fußballspielen an sich oder um aktuelle Kaderzusammen- und aufstellungen. Es geht um Paragraph 299, Strafgesetzbuch. Dieser besagt (für alle Nichtwissenden): Wer für sich oder einen Dritten Vorteile fordert oder verspricht, die mit dem eigenen Geschäft nichts zu tun haben, handelt kriminell. VW wird vorgeworfen, Sponsoren quasi gezwungen zu haben, Geld in den Fußballverein zu stecken. Also entweder weiteres Sponsoring für den Verein oder VW kündigt den Vertrag komplett (so soll es bei T-Systems gelaufen sein). Und nun munkelt man in diesem Zusammenhang auch, der Klassenerhalt 2011 sowie die Meisterschaft 2009 könnte eventuell nicht mit rechten Dingen zugegangen sein...

Ein Thema für sich. Aber eine mögliche Erklärung, wieso es dem Verein nicht schwer fällt, Millionen in neue Mannschaftsplanungen zu stecken - egal, wie mies es eben in Wolfsburg läuft. Mehrere Verantwortliche von T-Systems sowie von VW-Magath müssen sich nun vor Gericht dafür verantworten.
Womit wir also wieder was Positives bei unserer Borussia entdecken (auch wenn sich ein Vergleich mit dem Magath-Club eigentlich eh verbietet) - das ausgegebene Geld (auch z. B. die Summe, die für Luuk de Jong fällig war - was immer und immer wieder bei ausbleibendem Erfolg erwähnt wird!), kann der Verein sich durch eigenes Wirtschaften und ehrliche Verträge leisten! Na bitte. Genau so wie man immer ein Haar in der Suppe finden wird, lässt sich eben auch immer irgendwas Positives entdecken!

Wer das Team der Wölfe am vergangenen Wochenende auf der Autobahn entdecken konnte, traute vermutlich seinen Augen nicht. Können die sich ihren eigenen Mannschaftsbus nicht mehr leisten? Oder warum sonst fahren die Wolfsburger im Mannschaftsbus von Arminia Bielefeld zum Auswärtsspiel nach Gelsenkirchen? ;) Tja, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn kann man eben auch mit noch so vielen Millionen nicht kaufen! Auch nicht VW. Auch nicht Felix Magath. Hoffen wir, dass unserer Mannschaft zumindest dieses harte Schicksal erspart bleiben wird!

In diesem Sinne,
Euer Bumsi

O’zapft is!

Das Münchner Oktoberfest ist bereits in vollem Gange. Alle Hände voll zu tun für die Durstigen, allerdings auch immer mehr zu tun für die bayrischen Ordnungshüter. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten sind gegenüber dem Vorjahr bereits jetzt erneut angestiegen. Komisch nur, dass da keiner in der Politik nach entsprechenden Maßnahmen schreit. Ein drei-, fünf- oder gar lebenslanges „Wiesn-Verbot“ wäre doch denkbar. Oder vielleicht die Erstellung einer Datei „Gewalttäter Oktoberfest“.

Gerade die oft so rigide agierende bayrische Ordnungspolitik müsste längst auf die Bierbänke… äh, Barrikaden gestiegen sein, aber man hört nichts. So gilt denn bei den Trägern der Jodeltracht mit Dirndl und Krachlederner und den Trägern der Fantracht mit Trikot und Schal wohl doch zweierlei Maß.

Gutes Stichwort: Laut www.region-münchen.de „ist auch die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen aktuell auf 74 Fälle (2011: 53) angestiegen. Davon wurden 38 dieser Delikte mit dem „Tatwerkzeug“ Maßkrug (2011:26) begangen. “ Verbieten! Auf der Stelle verbieten! Oder den Krug-Pass einführen. Oder nur Plastikkrüge zulassen. Oder einfach mal ein Alkoholverbot einführen. Als Fußballfan kann ich allerhand Erfahrungen über sinnige und unsinnige Maßnahmen weitergeben. Ach? Will keiner hören? Na denn, Prost nach München.

Euer Bumsi
Fußball-Terrorismus

Selten hört man im Fußball von Sabotage. Da fällt einem der schändliche Beschallungsangriff der Ho$$enheimer auf die Dortmunder ein, aber sonst nicht viel. Aufhorchen lässt deshalb, was in diesen Tagen aus Spanien zu hören ist. Die für Sonntagabend angesetzte Partie in der Primera Division zwischen Rayo Vallecano und Real Madrid musste verschoben werden, da an der Flutlichtanlage des Gastgebers manipuliert worden war. Bislang unbekannte Täter hatten sämtliche 57 zur Flutlichtanlage des Stadions gehörenden Kabel durchtrennt - und dies sogar mit großem technischem KnowHow, also ohne sich dabei selber in Gefahr zu bringen.

Dem ebenfalls in Madrid angesiedelten Club brachte die Spielabsage einen Rekord ein: zur Pressekonferenz Rayos am gestrigen Montag erschienen mehr als 100 Journalisten und sage und schreibe 20 Fernsehanstalten. Das gab’s noch nie. Präsident Raúl Martín Presa verurteilte vor laufenden Kameras die Sabotage als „einen Akt von Fußball-Terrorismus“.

Ich frage mich derweil, wer denn wohl Interesse an der mit der Sabotage verbundenen Spielabsage hatte? Wurde etwa auf den Spielausfall gewettet - in England geht so was bestimmt - und auf diese Weise nachgeholfen? Oder waren es etwa Tierschützer, die eine Stierkampfarena mit einem Fußballstadion verwechselten und deshalb irrtümlicherweise davon ausgingen, an diesem Abend einem spanischen Bullen das Leben zu retten?

Fußballinteressierte indes - egal auf welcher Seite - dürften doch eigentlich kein Interesse an der Spielabsage gehabt haben. Mit Spannung bleibt daher abzuwarten, was in der Angelegenheit weiter aus Madrid zu hören sein wird. Kommissar Bumsi bleibt am Ball ;-).

Das Spiel wurde übrigens gleich am Montag, also nur einen Tag später, nachgeholt. Mit geflickten Kabeln siegte Real mit 2:0.

Beste Grüße Euer Bumsi


Bayern-TV

Nach der Rückkehr aus Kiew wollte ich am letzten Donnerstagabend noch ganz entspannt ein paar Nachbetrachtungen zu unserem Auftritt in Kiew genießen. Leider wurde mir da von Herrn Martinez ein Strich durch die Rechnung gemacht. Kann er den Weltfrieden herstellen oder den Hunger auf der Erde bekämpfen? Wir wissen ja noch nicht einmal, ob der besonders gut Fußball spielen kann!

Im Internet bin ich ja noch auf ein paar Artikel über das CL-Qualifikationsspiel des Vorabends gestoßen, aber als ich in der Sendung „Bundesliga aktuell“ darauf hoffte, noch ein paar bewegte Bilder aus der Ukraine sehen zu können, Fehlanazeige. Dann nennt den Sender doch einfach Bayern-TV, dann weiß ich auch, womit ich zu rechnen habe.

Es war einfach nicht mehr auszuhalten, mit welchen unnötigen Nebensächlichkeiten da der Zuschauer belästigt wurde. Was seine Frau gerne isst, welche Farbe bei Unterhosen er mag, keine Ahnung, es war einfach nicht zu ertragen. Und so kann es durchaus sein, dass irgendwann in der Sendung auch noch ein paar Sätze über unser Spiel vom Vorabend gefallen sind, irgendwann musste ich einfach umschalten.

Euer Bumsi

 


 Unglaublich, ein Sprichwort besagt ja eigentlich: „Wo der Verstand wächst, muss die Haare weichen.“, doch das was der leichtbewachsene Schweizer Sepp Blatter da so von sich gibt, lässt mir meine Locken glatt ziehen. Ich denke einfach mal, dass es daran liegt, dass der 76jährige einfach unter Altersdemenz leidet und so einen leicht getrübten Blick auf die Dinge hat.

Man kann Deutschland nicht mit Kolumbien vergleichen, das ist so wie mit den berühmten Äpfeln und Birnen. Punkt eins in diesem Vergleich der Länder hinkt nämlich schon bei der Wertschätzung der Nationalmannschaft, in Deutschland dürfen die Nationalspieler nach einem Eigentor weiterhin ein Nationaltrikot tragen und werden nicht einfach aus dem Leben gerissen. Punkt zwei seiner negativen Äußerungen bezieht sich bestimmt noch auf seinen nicht eingerichteten Mittellinien-Sitzplatz bei dem Frauen-WM-Finale in Frankfurt, och, der Arme musste 50 Zentimeter weiter links sitzen. Punkt drei seiner Träumereien sind einfache Retourkutschen gegen DFB und DFL, die dem werten Herrn in den letzten Monat regelmäßig an das berühmte Bein gemacht haben und seinen zeitigen Rücktritt gefordert haben. Also an dieser Stelle folgender Wunsch:

„Sehr geehrter Herr Blatter, bitte stellen Sie keine Vergleiche an, die in ihrem Zusammenhang nicht passen, denn auch in Ländern, in denen es nur Sitzplätze in den Stadien gibt, gibt es Auseinandersetzungen der verschiedenen Fanlager und das meistens außerhalb. Also bitte nehmen Sie Ihren Hut, der Ihr schüttes Kopfhaar bedeckt, und gehen in den wohlverdienten Ruhestand. Es ist noch nicht zu spät, und noch gibt es genug Porzellan, das Sie noch nicht zerschlagen haben, und noch haben Sie Fanszene in Deutschland nicht ganz gegen Sie aufgebracht.“

In diesem Sinne schönen Urlaub!!!

Euer Bumsi


 Wir haben gewonnen!

Und zwar nicht nur die Profis am Samstag gegen die Gäste aus Sinsheim. Mindestens genau so spannend war der Wettkampf am Sonntag, den mein Freund Jünter zu bestreiten hatte. Er war nämlich u.a. mit Berni, Emma, Fritzle, Erwin und Brian (the Lion) zu Gast im ZDF Fernsehgarten! Als einziges Zweitliga-Maskottchen durfte mein Kollege Betzi aus Kaiserslautern ebenfalls teilnehmen. Dies hatte er dem bekennenden Lautern-Fan Marcel Reif zu verdanken, der den Kommentatoren-Posten bei diesem Wettkampf übernahm. Zudem war auch Carmen Nebel als großer Marco Reus + bekennender “Fußball-im-Fernsehen-angucken”-Fan dabei (warum habe ich schon wieder vergessen).

Jedenfalls zeigte Jünter schon beim ersten Durchlauf, dass er anscheinend, wie auch die Mannschaft, von Lucien Favre (Trainergott!) trainiert wird. Er galoppierte allen anderen davon (obwohl HSV-Hermann einen Vorspung auf Grund seiner großen Füße erhielt), kämpfte sich über Hüpfburgen und Hürden, um schließlich mit großem Abstand als Erster die Ziellinie zu überqueren. Grandios! Unser neuer Kollege Hoffi wurde übrigens nicht nur Letzter, sondern lieferte einen Sturz nach dem anderen ab.

Wenn man bedenkt, dass Berni Zweiter wurde und Hermann der nötige Schwung fehlte, könnte man darüber nachdenken, ob die Maskottchen nicht vielleicht die Situation der Teams ein wenig widerspiegeln?! Von mir aus sehr gerne! Später absolvierte Jünter auch das Halbfinale und das Finale hervorragend, und erhielt als Preis das Goldene Mainzelmännchen! Preise, die die Welt nicht braucht, aber bis zur Meisterschale, dem DFB Pokal und der europäischen Vase dauert ‘s ja noch ein wenig. Man muss die Pokale eben nehmen, wie sie kommen … In diesem Sinne: Auf, auf, auf in die Champions/Europa League!!

Euer Bumsi

 

Die lustigen Zufälle

Manchmal gibt es sie auf der großen Fußballbühne, die lustigen Zufälle, über die wir Fans trefflich schmunzeln können: Der Brasilianer Raffael spielt bekanntermaßen ja in Kiew, also bei unserem PlayOff-Gegner für die Champions League. Davor war er bei der Hertha, dem selbst ernannten bzw. so genannten „Hauptstadtclub“. Richtig groß rausgekommen ist Raffael in Berlin unter unserem heutigen Trainer. Unter anderem verdankt die Hertha also Lucien Favre, der heute mit seinem ehemaligen Arbeitgeber auf Kriegsfuß steht, dass Dynamo Kiew im Falle der erfolgreichen Champions League-Qualifikation eine weitere Million an die Spree überweisen muss. So ist es in den Transfermodalitäten festgelegt. Andersherum ausgedrückt: wenn wir in die Gruppenphase einziehen, geht der ollen Tante die Million flöten. Ganz bestimmt wird Lucien Favre über diese Ausgangssituation nicht nur schmunzeln, sondern sie als zusätzliche Motivation für die beiden PlayOff-Spiele nutzen ;-).

Euer Bumsi


Olympia und so

Mein Wort der Woche ist ohne Zweifel das „Haar-Management-System“. So las ich aus aktuellem Anlass von einer neuen Generation (landläufig bisher als Badekappen denunzierter) Kopfbedeckungen, dank derer selbst verhinderte Olympioniken und üppig behaarte Landmaskottchen wie Euer Bumsi ein hydrodynamisches Profil gewinnen können.

Apropos Olympia. Wer in diesen Tagen die hinteren Programmplätze der Fernbedienung als Rückzugsraum wider die opulente Dauerberichterstattung aus London wähnt, endet in der Sonntagnacht bestenfalls noch in Fieberträumen, im schlimmsten Falle aber im Fegefeuer ehemaliger Weltklassefußballer und so bei „Personality-Doku“-Suppenkasper Loddar. Die Fallhöhe zu anderen Fußball-Größen könnte nicht schwindelerregender sein. Erst am Freitag zierte ein von David Beckham geradezu dekoriertes Schnellboot die Schaumkronen der Themse, um das olympische Feuer auf nautische Art und Weise seiner zweiwöchigen Bestimmung zu übergeben. „Becks“ nonchalanter Gesichtsausdruck fügte sich dabei nahtlos in die Inszenierung ein, trotzte er doch jovial seiner Nichtnominierung für das olympische Fußball-Turnier und schien gleichermaßen bereits den mühsamen Auftakt seiner Landsleute gegen Senegal zu kommentieren.

Warum kann man sich im Umkehrschluss unseren Loddar maximal am Steuer eines Bierbikes auf dem Weg zum Fassanstich der Münchner Wiesn vorstellen? Vermutlich weil er als fleischgewordene Übersprunghandlung an der Seite seines jüngsten Botox-Opfers seinen nicht minder inszenierten, aber in seiner Belanglosigkeit eine ungekannte Aufdringlichkeit erfahrenden Alltag weiter als begehbaren Kleiderschrank öffentlichen Interesses missdeutet. Respekt (womit wir fast wieder beim „very british“ der Eröffnungszeremonie wären) ringt einem zugegebenermaßen sein unverändert skrupelloser, aber entwaffnend argloser bis unüberlegter Umgang mit der englischen Sprache ab, der fraglos Schwung in manch zähen VHS-Sprachkurs dieser Republik bringen würde.

Höchste Zeit jedoch, dass Arndt Zeigler seine Sommerpause beendet und (aus neuen Räumlichkeiten) diese Sendezeit zum süffisanten Ausklang des Bundesliga-Spieltags zurückerobert. Auch in diesem Sinne – let the games begin…

Euer Bumsi

 


Das Sommerloch

Dieses Synonym für die Identitätskrise eines jeden Fußballfans, lässt dem gemeinen Supporter in diesem Jahr fürwahr graue Haare wachsen. 111 Tage währt diese fußballerisch sinnentleerte Zeit zwischen den Spielzeiten in 2012. Da kann man vor Entzugserscheinungen schon fast auf die Idee kommen, die Tapete anzuknabbern oder von einer Kaffeefiltertüte die Aromaporen zu zählen. Selbst dem Revolverblatt mit den vier großen Buchstaben fällt offensichtlich nichts mehr Besseres ein, als sich um das Liebesleben unseres Neuzugangs Luuk de Jong zu kümmern.

Leute, Leute, vielleicht solltet Ihr dann doch besser das Ergebnis publik machen, wie viele Aromaporen in der Filtertüte ihr so während Eurer Redaktionssitzung gezählt habt. Es wird echt Zeit, dass es wieder los geht. Immerhin ist in dieser Woche der Startschuss für das olympische Fußballturnier gefallen. Das ist zwar auch nicht gerade eine erfüllende Ersatzbefriedigung, aber zumindest aus Borussensicht gab es gestern das interessante Duell zwischen Spanien und Japan. Denn dort spielte zum einen auf der Seite der Iberer der offensichtlich etwas unmotivierte Domiguez und für die Jungs aus dem Land der aufgehenden Sonne Yuki Otsu. Hat mir gefallen, dass der Yuki das Siegtor für die Japaner gemacht hat. Vielleicht kann sich der gute Alvaro dann eher auf das Wesentliche, auf Borussia und die kommende Saison konzentrieren.

Na ja, und der Fahnen-Vauxpas von Glasgow war ja dann auch ganz amüsant. Obwohl… wie groß wäre wohl der Aufschrei hierzulande, wenn bei der Siegerehrung eines unserer Olympioniken beim Flagge hochziehen auf einmal Hammer und Zirkel im Banner auftauchen würden…? Ich weiß es nicht. Na ja, ich fahr auf jeden Fall morgen nach Bochum, um mir den Test unserer Borussia gegen unseren Relegationsgegner vom letzten Jahr anzuschauen. Die Älteren werden sich erinnern ;-) Ich bin nämlich allmählich wirklich wieder heiß wie Frittenfett.

Euer Bumsi

 

 

Danke Diddeleng, wie dieses Düdelingen oder Dudelange auf luxemburgisch heißt.

Du hast uns gezeigt, dass man immer noch mit Schweiß und Halbprofis dieses ekelhafte Zeug und deren Kunstprodukt um Mateschitz und Rangnick besiegen kann und hast Dir Dein Bier und den Schampus redlich verdient. Danke dir und danke der Auswärtstorregel. Denn nach einem Heimsieg von Düdelingen in Höhe von 1:0 reichte Salzburg auch ein 4:3-Heimerfolg im Rückspiel nicht mehr.

Alleine diese vereinheitlichten Homepage-Adressen der fiesen roten Bullen auf der ganzen Welt sind ein Witz und treiben einem wahren Fußballfan die Zornesröte ins Gesicht. Ich kann sowieso immer noch nicht verstehen, wie man als Fußballfan diese Zeug immer noch runter bekommt. Siehe RB Salzburg und RB Leipzig.

Was passiert eigentlich in drei Jahren, wenn RB Salzburg gegen RB Leipzig in der CL-Quali spielt? Sitzt dann dieser Mateschitz oben auf der Tribüne und würfelt das Ergebnis aus oder coacht der Rangnick dann beide Teams? Beim DFB-Pokal gab‘s diese komische Konstellation ja auch mal. Da spielte dann in der zweiten Runde der Saison 2000/01 VfB Stuttgart I (mit Trainer Ralf Rangnick) gegen VfB Stuttgart II (mit Kevin Kuranyi) im Robert-Schlienz-Stadion und gewann erstaunlicherweise 3:0. Dieser Schwachsinn wurde danach abgeschafft, und ich bin der Meinung, dass man auch diesen ganzen Schwachsinn samt der ganzen Vereine in New York, Ghana, Brasilien, Salzburg und Leipzig abschaffen sollte. Und zwar ganz schnell.


Euer Bumsi



Raus aus der FIFA


Kürzlich war in einer Zeitung zu lesen, Sepp Blatter sei „der korrupteste Mann der Welt“. In der Schweiz ist seit einigen Tagen nun auch gerichtlich aktenkundig, dass Blatter im Rahmen der Vergabe von Fernsehrechten für die WM 2006 von Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe an führende FIFA-Funktionäre wusste. Verschiedentlich wird seitdem Blatters Rücktritt gefordert, was den FIFA-Präsidenten jedoch in gewohnter Manier kalt lässt. Wo andernorts eine Führungskraft seines Kalibers längst ihren Stuhl geräumt hätte, prallen an dem Schweizer alle - nun auch juristisch erwiesenen Vorwürfe - in an Absurdität grenzender Weise ab.

Einfach nur widerlich, weshalb ich mir mal so meine Gedanken gemacht habe: Warum verlassen nicht einfach die z. B. acht weltweit größten Fußballnationen den korrupten Haufen FIFA und gründen ihren eigenen Weltverband. So etwas ist beim Boxen ja auch möglich. Ist zwar nicht die Ideallösung, aber alles ohne Blatter ist besser als ein Weiterwurschteln mit ihm. In den acht Ländern findet abwechselnd alle vier Jahre die WM statt. In welcher Reihenfolge, entscheidet vorher das Los, und die Fernseheinnahmen teilen sich die Länder brüderlich auf.

Wenn andere Länder mitmachen wollen, sind sie herzlich eingeladen, dem FIFA-Boss ebenso in den Allerwertesten zu treten. Wenn dann nur noch Sepp Blatter übrig ist, kann er sich ja mit den Millionen, die er sich über die Jahre zugeschustert haben dürfte, selber bestechen … und bei der ersten WM der Neuzeit würde ich meinem neuen Maskottchen-Kollegen natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen ;-). Blatter, go home!


Euer Bumsi



Über
die Finanzierung anderer Fanprojekte

Ich bin mal wieder froh, dass ich Gladbacher bin. Wirklich. Denn mit den meisten Dingen, die da in Berlin von den Großkopferten des Fußballs beschlossen wurde, haben wir hier sowieso nix zu tun. Beispielsweise mit der Finanzierungsreform der Fanprojekte. Mal abgesehen davon, dass sich das völlig konfus anhört.

Bisher zahlen bei „normalen“ Fanprojekten – also nicht bei uns! – Länder, Kommunen und Vereine je ein Drittel. Nun soll lt. DFB der Anteil der Vereine um 50% erhöht werden. Zahlten diese also bisher wie die anderen z. B. 10 Taler (Betrag nur wegen der einfacheren Rechnung beliebig gewählt…), was insgesamt 30 Taler ergäbe, so zahlen sie also jetzt 10 Taler plus 50%, also 5 Taler, macht 15 Taler. Insgesamt als 35 Taler für die Fanprojekte. Damit würden Länder und Kommunen entlastet und müssten nun nur noch ein Viertel zahlen. Nun sind aber 10 Taler nicht ein Viertel von 35 und wo soll da die Entlastung sein. Das sehe sogar ich als mathematische Null.

Link zum Thema: klick hier

Meinte der DFB also vielleicht – was er allerdings so nicht geschrieben hat – dass in Zukunft die Vereine 50% der Gesamtkosten, also 15 von 30 Talern, zahlt, die Länder und Kommunen nur noch 7,5 Taler? Wo ist denn dann da die Erhöhung des Gesamtbetrages, mit dem die Fanprojekte dann ach so tolle präventive Arbeit leisten sollen?

Sagen wir mal so: Der einladende Innenminister hat den Vereinen aufs Auge gedrückt, die Finanzierung zu Gunsten der öffentlichen Hand in größerem Anteil zu übernehmen, sonst könne man ja immer noch darüber nachdenken, Kosten für Polizeieinsätze umzulegen oder die Vereine sonst wie für die entstehenden Kosten heranzuziehen. Da haben die Vereine brav genickt – außer Borussia, denn wir haben ja ohnehin völlig eigenständig unseren Kooperationsvertrag – und der DFB hat auch genickt, hat aber nicht kapiert, worum es geht. Das wäre ja, wenn es um Fanbelange geht, nun nicht das erste Mal.

Euer Bumsi



In Erinnerungen schwelgend...

Das war ja mal richtig „old school“ am Samstag in Alstätte. Borussia in Hälfte zwei in Leibchen beim Testspiel, da Münster in grün und wir in grau spielten. Da kamen bei mir direkt Jugenderinnerung hoch. Damals aufm Gummiplatz hinter der Radrennbahn spielte ich als junger Bumsi immer mit meinen Kumpels auf kleine Tore. Leibchen hatten wir allerdings damals nicht, da hieß es dann: „T-Shirts“ gegen „nackte Oberkörper“. Das hätte der Damenwelt sicher am Samstag gut gefallen, wenn Mlapa, Xhaka und Co. mal ihre Bauchmuskeln gezeigt hätten... Noch viel witziger wäre es allerdings, wenn zudem auch die alten Bolzplatzregeln gegriffen hätten...

Drei Ecken, ein Elfer – letzter Mann ist Torwart – und selbstverständlich wäre der Ball erst im Aus gewesen, wenn er tatsächlich hinter der Linie aufgetippt wäre – In der Luft gerettet, hieß diese Regel (glaube ich J)…

In Jugenderinnerungen schwelgend...

Euer Bumsi

 

 

Bumsi mag Chips

Jetzt soll er also kommen, der Chip im Ball. Fußball und Chips passt ja beim Zugucken auf der Couch ganz gut zusammen, aber ob dieses lange diskutierte kleine technische Hilfsmittel den Sport revolutionieren wird, ich bin da skeptisch. Da ist es auch egal, ob es jetzt der Minicomputer im Sportgerät ist (was übrigens jedes Kleidungsstück im Fachgeschäft Deiner Wahl bereits besitzt, hast Du vergessen zu zahlen, dann piept es) oder die Torlinienkamera namens Hawk-Eye ist, welches der begeisterte Sportzuschauer bereits vom Tennis kennt, die Diskussionen werden weitergehen.
Ok, es gab jetzt bei der Europameisterschaft wieder einen aktuellen Fall, und auch bei der letzten WM haben unsere Freunde von der Insel ein Tor gegen unsere Nationalelf erzielt, welches der Schiri nicht gesehen hat. Aber was wäre die Fußballwelt ohne das Wembleytor?

Aber egal, probiert es doch einfach mal aus, warum wird da jahrelang rumdiskutiert? Oder wurden all die anderen „Revolutionen“ auch so lange zerredet? Bei vielen geht es doch eigentlich nur darum, dass mehr Tore fallen und der Beruf des Schiedsrichters und des Torwarts anspruchsvoller wird, Rückpassregel, gleiche Höhe ist kein Abseits, neue Spielsituation ist kein Abseits, der Torlinienrichter, der nur dumm rumsteht etc.
Und manches wurde auch ausprobiert und dann wieder abgeschafft, Golden Goal, Silver Goal, und mein Liebling ist die Nummer aus dem Spiel Grenada gegen Barbados, erklären kann man das nicht, nachlesen kann man es aber hier http://www.moonsault.de/forum/showthread/t-54352.html.

Bei allen Versuchen den Sport attraktiver zu machen sollte man aber auch immer bedenken, dass es sich um einen Volkssport handelt, den (zum Glück) Tausende von Kindern und Amateursportlern praktizieren, und bei dem es auch (zum Glück) immer wieder Freiwillige gibt, die als Unparteiische das Spiel leiten. Und viele von ihnen haben keinen Linienrichter, sind nie auf Ballhöhe, und wenn ich mit meinen Freunde im Park kicke, geht es auch ganz ohne Schiri, vielleicht sollten wir dass mal wieder ausprobieren.

Euer Bumsi

 

 

Jetzt habe ich mich also in aller Ruhe mit dem Spielplan ausführlich beschäftigt. Zum Schluss also wieder nach Mainz… Na ja, in dieser Hinsicht waren die Spieltagsplaner also nicht besonders originell. Zumindest haben wir reichlich Zeit, erneut eine lustige Tour nach Mainz zu planen, ob mit dem Floß oder mit der Hoovercraft oder gar der Queen Mary 2, egal, Hauptsache irgendwie rheinaufwärts.

Und am ersten Spieltag also gegen Hoffenheim. Nachdem ich eine spontane Gähnattacke überwunden hatte, kam mir der Gedanke: Vielleicht doch gar nicht so schlecht. Spielen wir mitten in der Saison – worst case unter der Woche – gegen die Kraichgauer, kommt keine Sau. Außer denen, die immer kommen natürlich, aber richtig voll wäre es dann nicht. Aber so? Erstes Saisonspiel?

Da kommen alle, und das wird richtig gut. Für unser Team und auch für uns Fans. Aus einem vorhersehbaren Langeweiler wird damit eines der Saisonhighlights, nämlich das erste Heimspiel, bei dem wir unserem neuen und alten Dreamteam zujubeln können. Ja, ich fang schon an, mich ein bisschen zu freuen… Wenn nur die Hoffenheimer nicht wären, aber ich denke mal, von denen kommen eh nicht allzu viele, wie immer…

Euer Bumsi

 


 

Lasst die Spiele beginnen

 

Man merkt, es geht bald wieder los. Die EM ist vorbei, und nach und nach nehmen die Bundesligisten ihr Training wieder auf, und es werden die neuen Trikots vorgestellt. Und ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich muss mich erst mal daran gewöhnen, Marco Reus in gelb und Dante in rot zu sehen. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich realisiere, dass genannte Spieler jetzt gegen uns spielen. Spieler, die unserer Borussia jahrelang weitergeholfen haben und etwas mit aufgebaut haben.

Aber so ist das im Fußball - Spieler kommen und gehen. Wer uns lt. Vertrag noch etwas erhalten bleibt, ist Lucien Favre. Und das ist auch gut so. Ich verstehe aber trotzdem immer noch nicht die ganzen Forderungen der letzten Monate, er möge doch bitte seinen Vertrag vorzeitig verlängern. Schließlich hatte er ja noch einen Vertrag - und sogar bei uns. Da haben die Medien mal wieder versucht, unnötige Unruhe reinzubringen, nur damit sie jetzt schreiben können, dass endlich wieder Ruhe herrscht – bis der nächste Unruheherd entfacht wird. Aber auch so ist das im modernen Fußball, und das kennen wir ja aus den weniger erfolgreichen letzten Jahren schon zu genüge. Nur schade, dass nicht mal Ruhe von außen einkehrt, wenn es im Verein gut bis ideal läuft.

Da fällt mir grade noch ein, dass ich mich in diesen Tagen sehr über das 30jährige „Betriebsjubiläum“ von Uwe Kamps gefreut habe. Erfreulich, dass es in der heutigen Zeit noch Gegenbeispiele für ein ständiges Kommen und Gehen von Spielern, Trainern und Funktionären gibt.

In diesem Sinne: Lasst die Spiele... äh... die Saison beginnen.

Euer Bumsi

 


 

Deutschland sucht den Super-Waldi.

So kündigte die Süddeutsche Zeitung vor einigen Jahren einen Beitrag zu einer Hundeaustellung in München an. "Wissen Sie, bei einer Tierausstellung geht es um Schönheit. Da müssen die Hunde gepflegt sein. Sonst gibt's Punktabzug". Ganz besonders schön ist auch unser aller König Fußball. Und natürlich die Menschen. Vor allem Fußballfans. Zumindest vermitteln uns das die Bilder der Euro 2012. Dort werden in regelmäßigen Abständen immer wieder, während der aufregenden Spiele, wunderschöne und glückliche Menschen gezeigt. Vornehmlich Frauen. Ach, wie schön ist doch der Fußball heutzutage...

Über Schönheit lässt sich ja bekanntlich streiten. Nicht ganz so schön ist im Gegensatz dazu ein anderer Waldi. Der im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Schauderhaft, das ist meiner Auffassung nach das richtige Wort für „Waldis EM Club“. Zweimal habe ich nun versucht, mir ein weitestgehend objektives Bild zu machen. Vergeblich! Die erste Sendung, die ich schaute, kam dem Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehen ziemlich nahe. Teilnehmer war unter anderem der englische Fußballfan und Sänger Campino. Die Episode erinnerte mich doch stark an einen überlangen Werbebeitrag für eine Musikgruppe. Und als dann der investigative Journalist Waldi auch noch sinngemäß sagte, „...damit das Ganze jetzt nicht komplett zu einer Werbeveranstaltung verkommt, sprechen wir mal über...“, hätte ich dem Waldi am liebsten die Hundeleine angelegt und ihn ins Tierheim gesteckt. Und überhaupt, bekommt die ARD eigentlich Geld von Facebook? So oft wie Waldi das Wort in den Mund nimmt? Man weiß es nicht...

Und als ob das noch nicht genug wäre, dachte ich dann gestern, ich wäre in Madame Tussauds Schreckenskabinett angekommen. Dschungelkönig Costa „Zombie“ Cordalis faselte da irgendwas von „...Merkel ist eine tolle Frau, man sollte sie küssen...“ und „...die Griechen spielen wie die Götter...“. Das gab mir dann wirklich den Rest. Danke Waldi, danke ARD! Auf Nimmerwiedersehen...

Euer Bumsi

 


 

Zu Besuch in Kopenhagen

Nee nee, war ich doch vor ein paar Wochen mit Freunden in den Niederlanden um schon einmal die Nähe zu einem europäischen Spielort zu suchen, so verschlug es mich in der letzten Woche Richtung Norden und da besonders nach Kopenhagen! Ob man es glauben möchte oder nicht, aber mein Telefon schellte bei meinem Besuch am PARKEN leider nicht.

Egal, es war ein toller Besuch in einer Stadt die durch ihre Offenheit und Freundlichkeit besticht, und für uns Fans gibt es genügend Pubs, es ist zwar nicht billig, aber lecker. Zurück auf meinem Fortbewegungsmittel, einem Kreuzfahrtschiff kamen mir dann noch einmal so richtig blöde Gedanken, wozu Freizeit doch fähig ist. Da hörte ich von dem Interesse Schalkes an Rafael van der Vaart und prompt musste ich an Erna Koslowski denken die sich mit ihren sportlich 121 Kilo auf 1,67 Meter in die sexy Unterwäsche der Spielerfrau zwängt, um ihrem neuen Idol so nah wie möglich zu sein.

Gut das mich kurz danach das Schiffshorn aus meinen Träumen riss und mir so wohl unangenehmeres erspart blieb. Mit einem Grinsen im Gesicht schaue ich noch mal kurz auf die Skyline Kopenhagens und hoffe auf ein Wiedersehen im August mit dem Wunsch das mein Telefon oft klingelt um...aber das sind noch Träume von morgen....!

Euer Bumsi

 

 

Bumsis Vorbereitung auf Europa

„...vielleicht nach Rotterdam, vielleicht nach Mailand, vielleicht nach Teneriffa eine Woche Sandstrand.“ Also von mir aus kann Europa nun kommen. Ich habe heute meinen Reisepass im Rathaus abgeholt, ganz chic mit Fingerabdruck und allem Drum und Dran. Bumsi ist jetzt international und für alle Reiseziele gewappnet *g* Obwohl, nein, das stimmt nicht ganz. Mein Fanclukollege erzählte mir zuletzt, dass wir für ein Spiel in Moskau sogar ein Visum benötigen würden...ojemine, damit kenne ich mich doch gar nicht aus... Wo beantrage ich das überhaupt? Geht das so kurzfristig? Oder macht das Fanprojekt das für mich? Uiuiui, Fragen über Fragen, die aber sicher demnächst an dieser Stelle beantwortet werden. Eine ganz neue Situation, wenn man auf einmal bei den Großen mitmischt...aber aufregend! Neben Moskau kommen ja noch Sporting Braga, Fenerbahce Istanbul, Panathinaikos Athen, Dynamo Kiew oder der FC Kopenhagen als Gegner in Frage...

Egal gegen wen, dafür benötige ich unbedingt ein paar Tage Urlaub – wenn man doch nur schon wüsste, wann das Hin- und das Rückspiel ist. Aber ich hab sicherheitshalber schon meine Kollegen bestochen, sämtlich freie Tage mit mir zu tauschen. Das wollen die sich schließlich selbst schon nicht antun, mich dermaßen mies gelaunt zu ertragen, wenn ich nicht zum ersten internationalen Auswärtsspiel seit Jahren fahren könnte. Und auch mit der Mitarbeiterin des Reisebüros hab ich schon ausgiebig geschäkert und meinen ganzen Bumsi-Charme rausgepackt. Die muss ich mir schließlich gut warmhalten, um nach der Auslosung direkt anzurufen und einen Flug zu buchen. Ich hab auch schon mein Sparschwein geschlachtet, in das ich jahrelang eingezahlt habe, nur für dieses große Ziel. Dass das nochmal wahr werden würde, das hätte ich mir in meinen kühnsten Bumsi-Träumen nicht gedacht. So, und bis es soweit ist und die Auslosung erfolgt, stimme ich mich mit unserer Nationalmannschaft schon mal auf Europa ein!

Euer Bumsi

Relegation mal anders

Mir tun die Düsseldorfer leid. Nicht alle, aber die, die die ganze Tortur über 15 Jahre lang mitgemacht haben, die in Meppen, in Velbert und zum Niederrheinpokal bei Adler Osterfeld waren, und die gestern um ihre Aufstiegsfeier gebracht wurden. Die tun mir leid. Weil ein paar übermotivierte Jünglinge, die sich noch mit dem Waschlappen rasieren, und zu doof sind, einen Schlusspfiff zu erkennen, den Platz stürmen, sind vermutlich Tausende Fortuna-Anhänger mit Gefühlen der Scham, der Enttäuschung und des Frusts nach Hause gegangen.

Hätte der für mich unverständlicherweise im Nachhinein noch gelobte Schiedsrichter seine Ankündigung „Beim nächsten Vorfall wird das Spiel abgebrochen.“ wahrgemacht, hätte nach dem Platzsturm das Spiel auf jeden Fall abgebrochen werden müssen. Wenn das kein Vorfall ist, was dann? Und wenn dann wieder angepfiffen wird, dann müssen auch die angekündigten Restminuten noch gespielt werden, was für eine Farce ist das denn?

Nicht dass man mich missversteht: Herthas Fans haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Wie blöd muss man sein? Hertha war doch „am Drücker“, unter Unterstützung meines Teams verstehe ich was anderes. Durch die Scheiß-Pyroschmeißerei ist die lange Nachspielzeit ja erst nötig geworden. Und nur mal by the way: Mit so einem Ordnungsdienst wird es im Rheinstadion ganz schwer in der Bundesliga...

Bleibt festzuhalten, dass der Verstand zahlreicher Düsseldorf-Anhänger sich maximal auf Oberliga-Niveau befindet, dass Fortuna immer noch nicht sicher aufgestiegen ist – das Sportgericht lässt grüßen – und dass es so oder so auf jeden Fall nächste Saison kein Derby geben wird. Auf dieses Niveau lass‘ ich mich nicht herab.

Euer Bumsi

 

 

Europa? Das klappt!

Eigentlich wäre ich ja dieses Wochenende in Berlin gewesen...eigentlich.Es kommt aber bekanntlich alles anders, und erst recht als man denkt.Also habe ich mich mit meinen Freunden des Fanprojekt auf den Weg Richtung Europa begeben und ein Wochenende Strandstrand genossen.Wir haben uns in Anlehnung an den derzeitigen Chartstürmer der hiesigen Fanszene in knapp 60km Entfernung an diesen Ort herangewagt, um vorab zu testen, wie standfest wir an den europäischen Theken sind... und ich muss schon sagen, der Test war mehr als erfolgreich und macht Lust auf Meer :-) ... aber bis es soweit ist, bleibt die Frage, wie wir die Sommerpause überstehen. Daher ein gut gemeinter Rat an alle, verteilt euch jetzt schon mal in Europa und übt, was das Zeug hält, denn es warten große Herausforderungen auf uns. Und jetzt alle *sing*... vielleicht nach Rotterdam...

Euer Bumsi

 

 

Es ist vollbracht. Unsere Borussia hat diese sensationell erfolgreiche und von vielen Highlights geprägte Saison am vergangenen Wochenende in Mainz beendet und geht nun in die wohlverdiente Sommerpause. Sommerpause? Na, zumindest vom Ende der Relegation bis zum Start der EM. Und das ist auch gut so. Ganz ohne Fußball ist ja auch irgendwie nix …

Wie jedes Jahr muss diese fußballfreie Zeit nun halbwegs sinnvoll überbrückt werden. Auf der Suche nach einer geistreichen Beschäftigungstherapie habe ich mit Schrecken feststellen müssen, dass in dem ganzen Bundesliga-Alltagstrubel und der “Europa-wir-kommen”-Feierei, ein Geburtstag komplett untergegangen ist. Und dabei geht es um etwas, dass wir Woche für Woche wahrnehmen (müssen). In verschiedensten Varianten. In den unmöglichsten Farbkombinationen. Laut Klaus Allofs gewinnt man damit sogar “die Herzen der Fans” und es gehört quasi “zur Familie”. Präsentation in einem “authentischen und emotionalen Umfeld”, wie weitere involvierte Menschen aufklären. Fußball liefere “die passenden Geschichten und die Gesichter dazu”. Spätestens jetzt müsste bei jedem Fußballfan der Groschen fallen und klar sein, welches wichtige Geburtstagsereignis die ganze Fußballwelt einfach unter den Tisch hat fallen lassen: Die offizielle Trikotwerbung wird 4o Jahre alt!! Na, wenn das mal kein Grund zum … ähem … Durchlesen eines diesbezüglichen Artikels aus der Süddeutschen Zeitung ist. Ich muss gestehen, auch ich gehörte zu den unwissenden Fans, die dachten, es ginge bei diesen Werbevertägen in erster Linie um finanzielle Einnahmen für die Vereine. Asche über mein Haupt. Zum “Marketingpaket” gehöre, laut Sportmarketingexperte Peter Ehm, neben einem Ticketvorverkaufsrecht auch, dass die Vereine die Möglichkeit haben, “Kunden oder Mitarbeiter zu Spielen einzuladen, sie als VIPs zu behandeln und zu bewirten“.

Na, das ist doch toll! Schöner hätte man den Sinn und Zweck von Trikotsponsoring wohl kaum beschreiben bzw. umschreiben können. Wollen wir hoffen, dass es allen VIP-lern in den Stadien also recht gut mundet und nur das Feinste vom Feinen hinter den Glasscheiben angeboten wird. Und in der Zeit guckt unsereins eben weiter auf die Trikots mit Balken von Banken oder Discountern, riesigste Schriftzüge von Automarken, Energiekonzernen oder Flugunternehmen, durch die dieser Luxus erst ermöglicht wird.

Gut, dass (bisher) nur 2oo Quadratzentimeter auf den Trikots erlaubt sind und die Vereinswappen nicht völlig übergepinselt werden. In diesem Sinne - eine schöne Sommerpause an alle glücklichen “Wieder-in-Europa-Borussen” und happy birthday, Trikotwerbung!!

Euer Bumsi

 


 

Dusel-Bayern im Finale

Es gibt ja sogenannte ungeschriebene Fußballgesetze, stimmt’s? Der Pokal zum Beispiel, der hat sowieso seine eigenen. Der Gefoulte soll nicht selber schießen, das ist auch so eines. Und Gary Lineker sagte: „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“ Auch so ein Gesetz.

Dieses letzte Gesetz hat man in den letzten Jahrzehnten auch immer gerne auf die Bundesliga übertragen, und zwar auf unsere Freunde vom FC Bayern aus München. Allerdings fasste man Linekers Satz dann in einem Wort zusammen, nämlich „Bayern-Dusel“. Kurz vor Schluss, durch Zufall, abgefälscht, vom Schiedsrichter falsch bewertet, oder wie auch immer in der Wahrnehmung des Rests der Liga, irgendwie gab es immer noch ein Tor und damit den Sieg für Bayern.

Gegen Real Madrid hat der Bayern-Dusel versagt. Es gab ihn nicht. Ich hätte es mir ja so gewünscht, dass es ihn gegeben hätte, dann hätte ich nachher wieder spotten können: „Klar, typisch Bayern…“, aber leider haben die Bayern es einfach so geschafft ins Champions League-Finale einzuziehen. Von Dusel keine Spur, grrrhhh. Na gut, dann bleibt mir nichts anderes, als zähneknirschende Glückwünsche nach München zu schicken…

Euer Bumsi

 



Tolerantes Mainz!?

 

Über Toleranz kann man ja eigentlich nicht streiten, dann wäre man ja schon nicht mehr tolerant. Oder? Ich denke schon, dass ich tolerant bin. Genau sowie die Mainzer Fans, die eine farbenfrohe Choreographie ihres schwul-lesbischen Fanclubs „Meenzelmänner“ (…und „-frauen“???) tatkräftig unterstützt haben. Eine prima Sache, Lob an die Organisatoren, ich hätte sowas vielleicht humorvoller gestaltet, aber gut.

Anlass war übrigens der fünfjährige Geburtstag des Fanclubs. Ja, schon wenn man fünf Jahre wird, darf man in Mainz eine Choreographie hinweg über die ganze Kurve beantragen. Wenn das bei uns Einzug hielte, müssten wir bei 830 Fanclubs wohl noch ein paar Spieltage erfinden. Warum finde ich das komisch? Nun ja, weil ich denke, dass der Anlass für die Choreographie weniger das Jubiläum, als vielmehr die allgemeine und besonders die sexuelle Orientierung des Fanclubs ist. Wenn es darum geht, dass man allgemein akzeptiert werden möchte, weil man ja genauso Fan ist wie alle anderen, dann sollte man nicht – was wohl kein anderer Fanclub täte – ein solches Brimbamborium um ein fünfjähriges Bestehen machen…

Und wie tolerant ist wohl die Mainzer Vereinsführung, wenn z. B. der Fanclub „Kommando Kahlschlag“ (Name frei erfunden!) sein Jubiläum zum fünfjährigen Bestehen mit einer Choreographie feiern möchte? Wer akzeptiert werden möchte, weil oder obwohl er so ist, wie er ist, der sollte auch einfach so sein, wie er ist, und sich keine Sonderstellung schaffen. Das ist meiner Erfahrung nach einer wirklichen Integration eher abträglich. Bei und gerade wegen aller Toleranz.

Euer Bumsi

 


 

Arme Alemannia

„Ich hatt‘ einen Kameraden“, so singt man mitunter noch heute, wenn es darum geht, jemanden zu Grabe zu tragen und die letzte Ehre zu erweisen. Offensichtlich hat man sich bei der Alemannia aus Aachen vorgenommen, beim Heimspiel am Montag gegen die Frankfurter Eintracht einen ganz eindrucksvollen Choral anzustimmen. So können die Mitglieder und Inhaber von Dauerkarten für das Heimspiel gegen den Fast-Aufsteiger vom Main nun Karten zum Preis von 5 Euro für Stehplätze, sowie 10 Euro für Sitzplätze erwerben. Ist das nun ein letztes Aufbäumen oder einfach nur peinlich?

Eigentlich verbietet es ja schon der Anstand, sich über das Schicksal der Kartoffelkäfer lustig zu machen. Aber ich erinnere mich noch ganz genau an das verbale Trommelfeuer aus der Kaiserstadt, als die Alemannia vor sechs Jahren den Weg zurück in die Bundesliga fand. Ich bin zu dieser Zeit sogar mal in einer Kneipe angesprochen worden, wie man denn noch zur BORUSSIA gehen kann? Alemannia sei doch aufgestiegen, und das sei doch soooo toll! Denselben Typen habe ich vor ein paar Wochen übrigens in derselben Kneipe mit einem Fortuna Düsseldorf-Schal wieder getroffen…

Oder wer erinnert sich nicht an die schwarz-gelbe Schelte (welch fiese Farbkombination), die uns BORUSSEN nach dem Volleyballsieg der Alemannia im DFB-Pokalhalbfinale 2004 entgegen gebracht wurde?

In Aachen selbst sollen ja auch schon Autos gesichtet worden sein, deren Alemannia Aufkleber in Nummernschildnähe wieder durch ein anderes Vereinswappen überklebt wurde. Nicht selten mit einer Raute.

Tja, wer hoch fliegt, kann tief fallen. Und wer Luftschlösser bzw. Briefkästen auf Sand und auf der Unterstützung von Opportunisten baut, der ganz besonders.

Euer Bumsi

 


 

Nun ist also wieder Derby-Time

Der ewige Rivale aus der Stadt am Rhein ist zu Gast. Also werden auch wieder allerhand Schmähgesänge durch den und rund um den BORUSSIA-PARK erklingen. Das muss man nicht schön finden, viele finden es mittlerweile wohl auch ein wenig langweilig, aber es gehört halt auch ein wenig dazu.

Die sportliche Situation erscheint eindeutig, aber auch dieses Spiel muss erst mal gespielt werden. Sollte es zu dem vielleicht allzu sicher erwarteten Sieg der Borussen kommen, dann ist es auf jeden Fall ein ganz schlechter Zeitpunkt für Häme. Mal abgesehen, dass diese Art von Spott eh nur niedrige Gelüste zu befriedigen mag. Und leider auch nur niedrige Gelüste auf der Gegenseite auslöst, also sicherlich nicht zu einem friedlichen Derby beiträgt.

Was erwartet uns im Falle eines Abstiegs oder einer Relegation der Klöner? Ich mag es mir gar nicht vorstellen, dass Klön gegen Dödeldorf in die Relegation muss, und wem soll man dann die Daumen drücken? Also angesichts der Wahl zwischen Pest und Cholera würde ich mich da tendenziell zu Gunsten einer vertrauten Landplage positionieren, da weiß man, was man hat… Da gibt es sicherlich viele Fans, die das anders sehen, aber welches Derby-Chaos uns gegen Düsseldorf erwartet, können sie auch nicht voraussehen…

Euer Bumsi

 


 

What a wonderful name

So langsam ist meine Enttäuschung über das bittere, dramatische Ausscheiden am Mittwoch dann doch verflogen, und die Leute, die Dante noch immer Absicht beim Verschießen seines Elfmeters unterstellen, sollten mal dringend bei sich selbst Fieber messen. Weitermachen, noch sind acht Partien in der Liga zu spielen, und wir sind auf dem besten Wege in die Champions League! Soll ich Euch mal sagen, dass man uns dort erwartet? Ja, ist so! In der Winterpause hab ich mal einen Abstecher nach London gemacht und mir das Wembleystadion ganz genau angeschaut. Der Platz, an dem 2013 das Endspiel der CL stattfindet. Da meint der Stadionguide doch nach einiger Zeit: „Hier arbeiten bei einem Endspiel um die 3.500 Leute. Und den besten Job hat der Graveur. Der muss direkt nach Abpfiff des Spiels den Namen des Siegers in den Pokal gravieren, und zwar den vollen Vereinsnamen. Dafür hat er exakt sechs Minuten Zeit. Der Bursche hat letztens mal auf die Tabelle der deutschen Bundesliga geschaut, und nun hat er mächtig Respekt vor dem Namen BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH!“ Na, da hat der gute Mann ja noch ein paar Monate Zeit zum üben, üben, üben… Exercise yourself in this wonderful name, Mr. Engraver.

Yours faithfully,

Bumsi

 



Bumsi pfeift drauf

 

Pfeifen ist ja was Wunderbares. Wenn ich gut gelaunt bin, dann flöte ich manch‘ lustiges Liedchen so vor mich hin, die Elf vom Niederrhein zum Beispiel.
Bisher gab es im Borussia-Park nur dann Pfiffe von den Rängen, wenn das Publikum mit einer Entscheidung des Schiris nicht so ganz einverstanden war, oder aber wenn ein Spieler des Gegners sich in unseren Augen etwas hat zu Schulden kommen lassen.

Am Samstag aber gab es auf einmal auch Proteste gegen die Spielweise unserer Jungs da unten auf dem Platz, und das kann ich ja mal so gar nicht nachvollziehen. Natürlich war es ärgerlich, dass nicht bei einer der Chancen der Ball den Weg ins Tor gefunden hat. Klar, die Tabelle würde noch besser aussehen, hätten wir gegen Hamburg, Nürnberg und Freiburg mehr Punkte geholt.

Aber die Chance, die wir in dieser Saison immer noch haben, ist doch schon fast als historisch zu bezeichnen. Die Leistung der gesamten Saison, ja der letzten zwölf Monate, bietet keinen Anlass zum Pfeifen, auch das Spiel am Samstag war in Ordnung. Wir sind Tabellendritter, im Halbfinale des Vereinspokals, haben die wenigsten Gegentore der Liga (und in Europa), sind in der Rückrunden- und Auswärtstabelle auf dem zweiten Platz, in der Heimtabelle Vierter und außer Hannover als einziges Team ohne Niederlage im eigenen Stadion.

Klar dürfen wir uns ärgern, hab ’auch ich mich am Samstag und nach dem Spiel ein leises „Mist“ in meinen Schal gemurmelt, aber nicht wegen der Leistung des Teams. Was sollen denn die Leute von uns denken, wenn wir jetzt das Team auspfeifen? Wie weit ist es denn dann her mit unserer Nibelungentreue zur Mannschaft, die so viel und laut besungen wird? Ich weiß, auf vergangenen Erfolgen darf man sich nicht ausruhen, aber vergesst bitte nicht, dass, nach dem der Klassenerhalt zusammen erreicht worden war, auch die Initiative erfolgreich in ihre Schranken gewiesen wurde.

Aber ich bin zuversichtlich, dass dies nur kurzzeitige Reaktionen waren und heute, nach ein paar Tagen Abstand, kann jeder bewerten, was Team, Trainer und Verein bisher geleistet haben. Also lasst uns mit der Fanszene nicht hinten anstehen, lasst nicht zu, dass uns Störfeuer in Form von „Belästigungen“ (ja, für diejenigen, die im Bus saßen, war es garantiert weit mehr als das, und sie haben mein volles Mitgefühl) und ein paar Spiele ohne Sieg von unserem Weg abbringen. Gemeinsam sind wir in der letzten Saison aus dieser schier ausweglose erscheinenden Situation rausgekommen, zusammen stehen wir jetzt auf dem dritten Platz in einer der besten Ligen der Welt.

Gruß Euer Bumsi


TräumeFrau Antje hat es vorgemacht, jetzt kommt der deutsche Michel hinterher. Gästefans sind in Holland eher unerwünscht, wenn nicht gar bei zahlreichen Spielen komplett verboten. Nun ist man Hamburg (Michel halt…) auch auf die Idee gekommen: Beim Spiel des FC St. Pauli gegen Hansa Rostock darf Pauli keine Tickets an Gästefans verkaufen. Ausschreitungen werden - vermutlich auch nicht ganz zu Unrecht - befürchtet.

Warum mich das interessiert? Ganz einfach, weil das mit Fußball nix zu tun hat. Hinter vorgeschobenen Sicherheitsargumenten verbirgt sich meiner Meinung nach nur ein einziger Grund: Personalkosten respektive deren Senkung. So ein paar Hundertschaften unserer Freunde in Grün kosten halt ein paar Euro. Würden die Einsätze wegfallen, wäre weniger Personal erforderlich, also Personalabbau? Na, dann hätte die Gewerkschaft der Polizei wenigstens direkt den nächsten Anlass, lauthals um Beachtung zu schreien, denn jetzt sind es ja die unzumutbaren Wochenendeinsätze und die Vernachlässigung der Polizistenfamilie etc. pp.

Auch wenn ich nicht alle Vereine und deren Fans leiden kann, finde ich doch den Gedanken an einen leeren Gästeblock im BORUSSIA-Park er- und abschreckend. Wie langweilig. Weniger langweilig finde ich die lustige Annahme, dass die Polizei tatsächlich glaubt, nur weil es keine Tickets gibt, würden die Rostocker tatsächlich zuhause bleiben. Was für eine putzige Vorstellung. Aber vermutlich ist dann eine andere Kostenstelle zuständig und schon rechnet sich das alles wieder…

Kopfschüttelnde Grüße Euer Bumsi


TräumeJa, ich gebe es zu, ich habe ein bisschen geträumt. Ein ganz kleines bisschen… mehr nicht, wirklich! Nach diesem Spieltag ist mir nach einer Phase des Frusts und der Verärgerung klar geworden, dass eigentlich gar nichts passiert ist. Ok, wir werden wohl nicht mehr Meister (Ja, ja, ja, ich weiß, aber wenn man nicht mal ein klitzekleines Bisschen träumen darf…), aber ansonsten hat sich eigentlich nichts verändert.

Ja, gut, wir hätten Bayern überholen können, aber das können wir auch noch – und das meine ich nur halb scherzhaft – ein anderes Mal. Alle anderen Clubs haben brav für uns gespielt, artig verloren oder zumindest nicht gewonnen. Und jetzt haben wir erst mal wieder ein Heimspiel, gegen erstarkte Freiburger, ja, sicher, aber deswegen muss ich jetzt doch nicht in Tränen ausbrechen, oder?

Nach den Niederlagen in Freiburg oder Hoffenheim ist verblüffender Weise auch nicht die Welt untergegangen, wir sind trotzdem noch Tabellendritter (!!!) und immer noch (!!!) im Pokal unterwegs, letzteres auch noch mit einem Heimspiel. Träumen ist erlaubt… oder?

Träumen ist schön, aber es ist gut, wenn die Träume nicht zu hochfliegend werden. Die Verringerung der Fallhöhe mildert den Aufprall in der Realität beträchtlich.

Beste Grüße, Euer Bumsi

 


 

Karneval

"Wir brauchen keinen Karneval, Borussen feiern überall" wird in diesen Tagen wohl vor allem von den Borussen gesungen, die nicht vom Niederrhein bzw. aus dem Rheinland kommen. Recht haben sie. Denn in Borussias Fanszene wurde - weiß (Fussball)Gott - in der Vergangenheit schon viel gefeiert - oft genau dann, wenn es eigentlich nichts zu feiern gab. Das wird sich vermutlich auch in Zukunft nicht ändern. Dennoch ist es einfach auch mal schön, Woche für Woche bzw. Spiel für Spiel mit gutem Grund zu feiern.

Und genau in diese Feierei fällt jetzt Karneval. Nicht jeder mag die 5. Jahreszeit. Vielen sind besonders die Leute ein Dorn im Auge, die nur an Karneval gut drauf und unterwegs sein können und den Rest des Jahres zum Lachen in den Keller gehen und diesen bzw. das Haus kaum verlassen. Außerdem stören sich viele an der aufgesetzten Fröhlichkeit. Da haben wir Borussen es ja in diesem Jahr leicht, aufgesetzt ist da rein gar nichts. Und auch das Unterwegssein ist unserer großen und reisefreudigen Fanszene nicht fremd.

Ich jedenfalls mag Karneval. Da falle ich als Maskottchen auch nicht so aus der Reihe. Im Alltag werde ich nämlich auf der Strasse hier und da schon mal komisch angeguckt. Natürlich nicht bei Spielen unserer Borussia, da kennt man mich ja. Und Karneval bin ich nur einer von vielen lustig aussehenden Leuten.

Zum Thema Karneval fällt mir übrigens noch eine andere Sichtweise ein: Es ist noch gar nicht so lange her, da brauchten wir Borussen die 5. Jahreszeit nicht, denn da haben wir uns auch in den anderen 4 Jahreszeiten oft genug zum Narren gemacht. Das ist seit etwa einem Jahr anders. Da warten wir sozusagen sehnsüchtig auf Karneval, um uns endlich mal wieder zum Narren machen zu können.

Also liebe Borussen, viel Spass beim Feiern und "zum Narren machen". Das Feiern geht hoffentlich nach Karneval noch weiter, das zum Narrenmachen hoffentlich erst wieder nächstes Jahr Karneval.

Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

MAtS

Am Samstag war ich sprachlos. Nicht wegen der Leistung unserer Jungs, sondern wegen unseres Bundestorwarttrainers, der im Sportstudio gastierte. Fünf „Disziplinen“ für Torhüter wurden Andi Köpke präsentiert; im Vergleich mit fünf anderen Torhütern aus der Bundesliga überall die Nummer eins: unser Marc-André. Dies läge daran, meinte der BTT, dass Manuel Neuer sich nicht so häufig auszeichnen könne, weil er bei den Bayern ja weniger Bälle aufs Tor bekäme.

Wie bitte, Herr Köpke!? Die Bayern haben 14 Gegentore, wir haben 12. Wer bekommt denn da wohl weniger Gelegenheiten für Glanzparaden? Dank unserer grandiosen Abwehrreihe hat MAtS fast nichts zu tun, aber wenn er gebraucht wird, ist er mit Bravour da … anders als Deutschlands etatmäßige Nummer eins in dieser Saison.

Und selbst wenn Andi Köpke bei Manuel Neuer Recht hätte ... was ist mit Wiese und Zieler? Sind die beiden etwa Nationalhüter, weil auch sie weniger zu tun bekommen als unser Mini-Titan? Wohl kaum bei den bisherigen Saisonleistungen ihrer Vorderleute in den Vereinen.

Also, Herr Bundestorwarttrainer, könnten Sie bitte mal Farbe bekennen! Wenn Sie ein Problem damit haben, dass der (zukünftige) Nationaltorwart aus Mönchengladbach kommt oder wenn Sie sich nicht trauen, einem der „Aktuellen“ einen Korb zu geben, dann können Sie das doch sagen. Kein Problem. Wir wüssten dann Bescheid. Das wäre jedenfalls besser, als unseren MAtS und uns mit einer derart unsinnigen Argumentation zu verscheißern ;-).

Außerdem: für uns ist MAtS eh längst die Nummer eins! Und seine Zeit in der Nationalmannschaft wird kommen …ob Sie wollen oder nicht Herr Köpke!

Beste Grüße Euer Bumsi

 


 

Danke Occean, danke Hopp. Olivier Occean danke ich für den entscheidenden 1:0-Treffer im Viertelfinale gegen Hoffenheim, welcher als Initialzündung für das nachfolgende Geschehen rund um die SAP-Arena gesehen werden kann. Und unserem Dietmar Hopp danke ich für die Entlassung der einzig sympathischen Person des „Traditionsklubs“ 1899.

Ganz Fußballdeutschland freut sich. Denn damit hat nun endlich das letzte Fünkchen Sympathie den Sinsheimer Vorzeigeklub verlassen. Eine Ehe, die von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Das ganze Theater kann man getrost als „business as usual“ abhaken. Vor dem besagten Spiel hieß es aus offiziellen Kreisen noch, dass der Ausgang des Pokal-Spiels keine Konsequenzen für den Coach haben werde. Und nach dem Spiel? Zack, weg war er! Holger Stanislawski ist ein Guter. Zweifelsohne zu gut für diesen Verein. Ich wünsche ihm für seine weitere Karriere auf jeden Fall viel Glück und einen Arbeitgeber, der zu ihm passt und vor allen Fans, über die sich der gute Holger nicht öffentlich beklagen muss.

Und wo wir schon mal in Sinsheim sind, es gibt da noch ein zweites Ereignis. Die Beschallungsaffäre ist vom DFB zu den Akten gelegt worden. Das unsportliche Verhalten des Mitarbeiters ist als geringfügig eingestuft worden. Des Weiteren hätten die Ermittlungen keine Hinweise darauf ergeben, dass Hoffenheimer Verantwortliche von der Aktion wussten bzw. in irgendeiner Form daran beteiligt gewesen seien... Ja ne, is klar, wusste keiner von. Der hat das Dingen morgens in seinem Privatauto angekarrt, war eigens für die Installation verantwortlich und kein Schwein wusste davon. Ich lach mich kaputt.

Ach ja, und zu guter Letzt gibt ja noch den neuen Trainer: Markus Babbel. § 7 seines Vertrages: Zur vollständigen Identifikation mit dem Verein sehen wir eine Tätowierung des SAP-Logos auf einer allseits sichtbaren Körperstelle als unabdingbar an!

Euer Bumsi

 


 

Parallele Welt

Boah, ist das kalt! Ich meine, gut, beim Stadionbesuch ist das lästig, aber wenn es die Mückenpopulation im nächsten Sommer drastisch minimieren kann – anderes Kroppzeug gerne mit eingeschlossen – soll es mir recht sein. Doch ich werde also Provinzfrieren mal gegen Hauptstadtfrieren tauschen und mich auf die Socken nach Berlin machen. Wollen natürlich. Also die Socken.

Dabei könnte ich auch eine weit weniger strapaziösere Reise nach Öln antreten und mir da Frostbeulen am Popo zu holen, aber leider müssen die Amateure auf mich verzichten, Pokal ist jetzt einfach wichtiger. Und genau damit rechnen dann auch wohl die Spieltagsmacher. Und legen immer artig alle interessanten Regionalligaspiele parallel zu den Profibegegnungen. Nicht dass ich unbedingt nach Öln will, im Gegenteil.

Aber an die gute alte Hafenstraße in Essen wäre ich schon mal gerne wieder zurückkehrt. Und zwar ganz einfach, weil das ein schönes traditionelles Stadion ist oder zumindest mal war. Von einem traditionellen Verein. Mit einer großen Fanszene, was auch auf Herz und Seele bei dem Verein schließen lässt, unabhängig davon, ob ich ihn mag oder nicht. Respekt hat er auf jeden Fall verdient. Spielen wir gegen Hamburg… Genauso gerne wäre ich mal wieder nach Wuppertal in die alte Radrennbahn gefahren. Geht auch nicht, spielen auch zeitgleich unsere Profis.

Wem habe ich das eigentlich zu verdanken? Polizei? DFL? DFB? Oder ein paar übermotivierten Anhängern der beiden gegeneinander spielenden Vereine? Ich finde es einfach nur schade, denn ich würde so gerne wieder Sig Malmquvist hören: „Als wir zwei uns gefunden...“

Beste Grüße! Euer Bumsi

 


 

Bumsi und die Finanzen

Die Bundesliga läuft wieder, und das ist auch gut so. Und die Fans sind so richtig heiß, auch wenn es draußen so knackig kalt ist. Etwas übers Ziel hinaus geschossen sind für meinen Geschmack aber die Anhänger des BVB: bei der Heimpartie gegen Hoffenheim wurde ein großes Blocktrikot hochgezogen, auf den ersten Blick identisch mit dem der TSG, allerdings statt des Sponsors stand dort „Kapital“, und das Emblem auf der Brust war durchgestrichen. Was wollen uns die Schwarz-Gelben damit sagen? Eine Reaktion auf Geräuschbeschallung im Hinspiel hätte ich ja verstanden, aber dass die Fans der Aktiengesellschaft, die doch eher zweifelhaft wirtschaftet, die Finanzspritzen eines Firmenbesitzers monieren, ist das Neid oder Sarkasmus?

Dann dürften wir ja gespannt sein, was den Anhängern aus dem Revier einfällt, sollten sie mal wieder gegen Unterhaching spielen. Eine Schlagzeile der Münchener Abendzeitung verkündete: "Ein Scheich für Unterhaching". Und das nicht als Spieler kurz vor Ende der Transferperiode im Winter, nein, als Investor. Und jetzt zitiere ich mal: "Al Muhairibi ist sehr angetan von Unterhaching: Der Klub hat eine große Tradition. Sie haben schon in der Bundesliga gespielt und unser langfristiges Ziel wird es sein, zu diesen glorreichen Tagen zurückzukehren."

Da fragt man sich doch, was beim monatlichen Scheich-Stammtisch so alles besprochen wird. Meine Häuser, meine Autos, meine Frauen, meine Fußballvereine? Lieber Herr Muhairibi, da wollen wir aber hoffen, dass Haus, Auto und Frau das wieder rausreißen.

Wir konnten damals leider nie gegen Haching antreten, aber sie hatten es, ähnlich wie Ulm, mehr mit sportlichen Mitteln geschafft. Und diese, sie mögen mir verzeihen, Exoten, tun einer Bundesliga auch gut, wie viele kleinere Vereine bei ihren Gastspielen in der ersten Liga. Saarbrücken, Mannheim Homburg, Wattenscheid oder Darmstadt sind allemal interessanter als die finanziell gedopten Werksclubs. Und es gibt auch jetzt schon genügend Vereine im Oberhaus, die vernünftig wirtschaftenden Clubs die Plätze wegnehmen oder es zumindest schwer machen, ganz nach oben zu kommen, da braucht’s nicht noch welche.

Aber vielleicht möchte Herr Muhairibi ja auch mehr in die Jugend investieren, aus Unterhaching einen Ausbildungsverein machen und vor allem die Bobabteilung ganz nach vorne bringen, denn die hat mehr Erfolge vorzuweisen: 5x Weltmeister im Zweier, 2x Weltmeister im Vierer, 5x Europameister im Zweier, 2x Europameister im Vierer, 3x Weltcupsieger im Zweier und 2x Weltcupsieger im Vierer. Und jetzt zitiere ich mal wieder die große Wissensbibliothek: Sportlich gesehen schaffte es das Bobgespann der Hachinger, bestehend aus Anton Schrobenhauser sen. und Fritz Liebhardt jedoch nicht, die SpVgg an der Spitze zu etablieren. Liebhardts Motto zur damaligen Zeit war stets: "Nie die schnellsten, aber immer die lustigsten!" Na, da können wir doch mithalten, oder?!

Beste Grüße Euer Bumsi


 

Mach's gut, Boba!

Es hat nicht sein sollen. Es hätte sein können oder zumindest werden können, aber irgendwie war doch der Wurm drin. Und jetzt geht Boba also zurück in die Schweiz, in das Land also, in dem er so erfolgreich Fußball spielte, dass man bei Borussia auf ihn aufmerksam wurde.

Doch der Erfolg stellte sich in Gladbach nicht so recht ein. Zwei sehr gute Spiele sahen wir von Bobadilla, gegen Bremen und gegen Köln, aber das reichte einfach nicht. Irgendwie hatte man zwischendurch auch das Gefühl, dass andere Dinge wichtiger wurden im Leben des Stürmers, und die Schlagzeilen, die er machte, erzählten nicht mehr von Treffern, sondern eher von Fehlpässen im Alltag.

Beschert hat uns Boba allerdings zwei unvergessliche Tattoos, Mama und Papa auf der Brust, das gab es noch nie in Gladbach. Als Alleinstellungsmerkmal hätten wir Fans uns allerdings eine fette Anzahl von Toren gewünscht, wie man sie ja von einem Stürmer Marke Bobadilla auch erwarten kann. Nun denn, Boba, vielleicht klappt’s bei den Young Boys Bern wieder besser. Wir drücken die Daumen, sicherlich genauso wie Mama und Papa…

Alles Gute!

Dein Bumsi

 


 

 

Bumsi freut sich auf die Rückrunde!

Nachdem ich die relativ kurze Winterpause auch mal für ein paar Auszeit genutzt habe, freue ich mich drauf, das es heute Abend wieder losgeht, Flutlichtspiel, ausverkauftes Stadion, die Bayern zu Gast, Fußballherz, was willst Du mehr.

Allerdings musste ich dann jetzt alle Informationen der letzten Tage in mich aufsaugen, um wieder auf dem Laufenden zu sein und mir nicht auf einmal verwundert die Augen zu reiben, welcher Spieler da auf einmal für einen ganz anderen Verein aufläuft. Bei uns fällt das nicht schwer, für das Spiel in Wolfsburg muss ich mir aber einen Spickzettel machen, da blickt doch keiner mehr durch. Acht neue Spieler hat Felix Magath verpflichtet, wenn ich mich nicht verzählt habe, und von wo sie nicht alles kommen: Schweiz, Mazedonien, Frankreich, Portugal, Tschechien, Serbien, Brasilien und von der Elfenbeinküste.

Mal abgesehen davon, dass die Autostädter 2/3 der gesamten Transfersumme des Winters alleine ausgegeben hat, der Magath muss ja ein wahnsinniges Multitalent sein. Und was der sich alles merken kann. Als Spieler nicht viel rumgekommen (Aschaffenburg, Saarbrücken, Hamburg) holt er das als Trainer jetzt nach, WOB ist seine 10. Station, allerdings da ist er ja bereits zum zweiten Mal, in der Branche noch nichts Ungewöhnliches. Dass er in den letzten Jahren aber gefühlt einmal den gesamten Kader aller Bundesligisten ausgetauscht hat, das hat schon was Besonderes. Ok, auch bei uns wurde vor Jahren vom Kaufhaus des Westens geschrieben, aber was Volkswagen da mit sich machen lässt hat schon einen merkwürdigen Beigeschmack, 50+1 kannst Du da glatt vergessen.

Noch beeindruckender finde ich allerdings, dass ja nicht nur wahrscheinlich sehr zahlreiche Scouts die ganzen Spieler sichten, auch der Felix muss sich von allen ein Bild machen, ich möchte nicht wissen, wie viele neben den acht Zugängen da noch beobachtet wurden. Und als letztes würde mich interessieren, welche Sprache wird denn da auf dem Platz der Vielnationenmannschaft gesprochen, Esperanto?

Beste Grüße! Euer Bumsi!

 


 

Bumsi amüsiert sich...

Folgende Zuschrift erreichte mich, die angesichts des sich drehenden Transferkarussells von einem wohl leidenden, aber immer noch zur Ironie fähigem Fan Verfasst wurde. Da ich mich amüsiert habe, hoffe ich, Ihr teilt mein Amüsement. Und jetzt zu Herberts Brief:

Liebe Führung von Borussia Mönchengladbach!

Ich bin nun ja mittlerweile etliche Jahre alt, so im mittleren zweistelligen Bereich, und muss mir im Klaren sein, dass ich nicht mehr viele Jahre als Profi-Fan haben werde. Das bedeutet, dass ich, wenn es noch was werden soll mit der Champions League, den Verein verlassen muss. Ich muss da auch mal an mich denken!

Um sicher zu gehen werde ich nicht wieder den Fehler machen, mich völlig einem Verein zu verschreiben, sondern ich werde Fan der Mannschaft sein, welche jeweils sonntags abends um 19.20 MEZ vorne liegt.

Das wird mir auch gesundheitlich gut tun und denjenigen, welche mich eine Schlampe nennen werden, rufe ich zu: „Ja, aber eine glückliche, erfolgreiche Schlampe, ihr Neider!“

Ich setze Ihr Verständnis voraus - man muss loslassen können.

Hochachtungsvoll
Borussia Bayern 04 – Herbert

Tja, so sind sie unsere Fans, immer für einen kuriosen Schabernack gut. Deswegen bin ich so stolz, einer davon zu sein.

Beste Grüße, Euer Bumsi

Und jährlich grüßt das Murmeltier ...

Zwischen dem Verputzen der letzten Weihnachtsplätzchen und den Feierlichkeiten um Silvester herum, verfolgt Fan alljährlich das heitere Treiben in der Gerüchteküche. Wird Lukas Podolski tatsächlich von seinem geliebten FC (erneut) weggehen? Und wenn ja, wohin? Zum AC Florenz? Oder überlegt Arsène Wenger sich doch nochmal, den deutschen Stürmer in sein Team einzubauen? Haben ihn unsere Freunde aus Liverpool nicht auch auf der Wunschliste stehen? Was werden die Schalker dazu sagen, die ja ebenfalls ein Auge auf ihn geworfen haben?! Und die wichtigste Frage überhaupt – hat es Sinn, sich Jahr für Jahr den Kopf zu zerbrechen und jedes Boulevardgerücht durch zu diskutieren? Wer zwischen Silvester und Trainingslager ein wenig Zeit hat, sollte sich einmal den Spaß machen und die Gerüchteküche auf der Homepage des Transfermarktes anschauen. Dort habe ich tatsächlich für jeden Verein eine Auflistung von möglichen Zu- und Abgängen gefunden. Mein persönliches Highlight ist die Liste beim VfL Wolfsburg. Man könnte den Eindruck bekommen, der Verein habe den Räumungsverkauf eingeläutet und löst sich anschließend ins Nichts auf (an dieser Stelle verzichte ich auf weitere Gedankengänge zu diesem Thema …). ;)

Tja, und dann gibt’s da natürlich noch den breiten Fächer von Vereinen, die unseren Marco abwerben wollen. Nachdem Bastian Schweinsteiger so freundlich und selbstlos war, ihm von einem Wechsel nach München abzuraten, stehen ja immerhin noch Vereine wie Dortmund, Turin, Inter Mailand, Liverpool, Arsenal und Manchester City auf der Bewerberliste. Wie gut, dass Marco uns für die Rückrunde auf jeden Fall erhalten bleibt und es in den nächsten winterpausenfreien Tagen zu 99,9% eh keine neuen Erkenntnisse geben wird. Es gab Winterpausen, da waren WIR das Wolfsburg von der diesjährigen Transfergerüchtekücheliste. Die paar „Gerüchtchen“ die aktuell um Dante, King, Wendt und Bobadilla herumgeistern, können wir für den Moment gemütlich zurückgelehnt aus dem warmen Wohnzimmer beobachten. Denn großartige Veränderungen hat unser sensationelles Team ja auch gar nicht nötig. Gott bzw. Lucien sei Dank!! Ich freue mich wie nie auf das bevorstehende Jahr – auch, wenn ich nicht glaube, dass es ruhiger wird als 2011. Denn wenn schon ein bestandener Relegationsplatz wie Meisterschaft + Champions League Sieg an einem Tag gefeiert wird, wie sieht es dann aus, wenn wir am Ende der Saison, und darauf lege ich mich hier und jetzt fest, oberhalb des 16. Tabellenplatzes stehen???

Also liebe Fohlinnen und Fohlen da draußen, ich gehe jetzt noch ein wenig von unseren Helden in schwarz-weiß-grün träumen. Macht‘s gut und lasst das neue Jahr ruhig angehen (wenigstens bis zum Beginn der Rückrunde).

Euer Bumsi


Erwiesene Unschuld

„Hoffenheimer „Schallaffäre“: Verfahren eingestellt“ ist heute u. a. in der Rhein-Neckar-Zeitung zu lesen. Ein Sachverständigengutachten habe ergeben, dass die „von verschiedenen Zuschauern berichteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht auf dem Einsatz der Lautsprecheranlage beruhen können.“

Das Thema dürfte die Öffentlichkeit wohl nicht weiter interessieren, jedem (echten) Fußballfan wird es die Zornesröte ins Gesicht treiben!
Ob ein normaler Fußballfan angesichts derart erdrückender Beweislast (bekanntermaßen existieren von der „Beschallung“ zahlreiche Video- und Fotoaufnahmen) wohl auch die Chance hätte, ähnlich ungeschoren davonzukommen wie jetzt die TSG Hoppenheim?

Dass Vereine wie das Projekt Ho$$enheim faktisch gegen die 50+1-Regel verstoßen, ist schon schlimm genug. Dass nun auch die ansonsten im Zusammenhang mit uns Fußballfans nicht gerade für besondere Milde bekannte Justiz ausgerechnet bei Herrn Ho$$ beide Augen zudrückt oder bewusst wegschaut… Das frustriert so kurz vor Weihnachten schon mächtig!

Und wehe, wenn sich mal ein Fan mal daneben benimmt, und sei es nur aus Frust, seinen Becher zu werfen: drei Jahre Stadionverbot sind ihm in Hoppenheim sicher! Oder wenn jemand seiner in Deutschland noch freien Meinung „Luft“ macht! RAUS DER KERL!“

Das Rechtsverständnis von Fußballfans wird hier mal wieder mit Füßen getreten!

Und der DFB? Immer schnell dabei, Strafen für "quersitzende Popel" an die Vereine zu verteilen! Und hier? NICHTS! Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Armes (Fußball)-deutschland!!!


Frustrierte Grüße

Euer Bumsi


Augsburg

Für viele von uns Borussen geht es am Wochenende nicht zum ersten Mal nach Augsburg. Manch einer hat auch unseren (letzten) Zweitligaausflug zum Anlass genommen, der Fugger-Stadt einen Besuch abzustatten. Obschon man also das Gefühl hat, am Wochenende alte Bekannte zu besuchen, steht uns mit dem Gastspiel in Augsburg eine Premiere bevor; schließlich treffen beide Vereine im Fußballoberhaus erstmals aufeinander.

Derartige Premieren verliefen in der Vergangenheit für unsere Borussia zumeist leider nicht wirklich erfolgreich. Mit Bundesliganeulingen hatten wir fast immer Probleme. Vier Niederlagen und einem Unentschieden stehen lediglich zwei Siege gegen Erstligadebütanten gegenüber. Nicht wirklich eine berauschende Bilanz.

Sollte uns das Angst machen? … insbesondere, weil der FCA beim letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (endlich) den ersten Dreier der laufenden Saison eingefahren hat? … NEIN! … Sch. … was auf die Vergangenheit. Anno 2011 ist die Elf vom Niederrhein Gott sei Dank richtig gut drauf, und das lässt uns ganz sicher selbstbewusst nach Augsburg reisen.

Optimistisch dürfen wir davon ausgehen, dass Lucien Favre unsere Jungs ordentlich auf den, Zitat Hans Meyer: „neuen psychologischen Test“ vorbereiten wird, damit die drei Punkte aus der „Puppenkiste“ entführt werden können. Wir bleiben dann weiter oben dran … und für die Bilanz gegen Liganeulinge hätten wir dann auch was getan …

Beste Grüße!

Euer Bumsi


 

Stadionverbote beim VfL Bochum

Neulich bin ich bei meiner morgendlichen Zeitungslektüre über eine Meldung unseres Relegationsgegners aus Bochum gestoßen: Stadionverbote - VfL Bochum geht neue Wege. „Auweia“ dachte ich, und das in Zeiten, wo gesamte Fanszenen und Vereine im Kollektiv bestraft werden, wo Dialoge (hoffentlich nur vorübergehend) unterbrochen wurden und sich die meisten Journalisten dazu berufen fühlen, sich als die Hüter von Recht und Ordnung in Fußballstadien aufzuschwingen.

Nicht unerfreulich fand ich daher die Meldung, dass in Bochum künftig nicht mehr der Verein, sondern eine unabhängige Kommission über mögliche Stadionverbote gegen Fans entscheiden soll. Dieses Gremium besteht aus einem Jugendrichter, einem Jugendamtsmitarbeiter und einem ehemaligen Polizisten, und sie sollen künftig von Fall zu Fall über mögliche Sanktionen gegen randalierende Fans entscheiden. Beschuldigte sollen zunächst persönlich vor der Kommission vorsprechen können; künftig könne es statt pauschaler Stadionverbote auch Sozialstunden als mögliche Strafen geben.
Jetzt bin ich auch mit der aktuellen Politik bei der Vergabe von Stadionverboten nicht so vertraut und es wäre auch interessant in einem Jahr mal von den Erfahrungen aus Bochum zu hören, aber grundsätzlich hört sich das nach einer besseren Methode an, als jedem, der auffällig wird, direkt den Besuch von Spielen zu verweigern. Wäre natürlich schön, wenn auch dort ein Fanvertreter mit in der Runde sitzen würde, aber ein Anfang scheint gemacht zu sein.

Allerdings ist es immer noch am besten, wenn man sich dieser Prozedur gar nicht erst stellen muss. Denn auch ohne das Ziehen von Notbremsen, Einschlagen von Scheiben oder Bewerfen von Fans anderer Vereine oder Ordnungshütern mit Flaschen oder Knallkörpern kann man durchaus Spaß am Fußball haben.

Beste Grüße. Euer Bumsi

 


 

Mitleid mit Öln

Wer hätte das gedacht, dass es einmal so weit kommt? Dass ich tatsächlich so etwas wie Mitleid empfinde für die Anhänger des Vereins aus der Stadt mit der großen, hässlichen Kirche, die irgendjemand von unten durch eine Betonplatte geschossen hat?

Mitleid nicht unbedingt angesichts des sportlichen Verlaufs für den Ölner Club, sondern angesichts des mangelnden Widerstands und Supports auf den Rängen des Müngerdorfer Stadions.

Problemlos konnte man bereits in der 60. Minute den Vereinsnamen aus den Sitzen des Oberranges Süd herauslesen. „Wo ist Euer Oberrang?“ fragte man verwundert aus dem Gästeblock. Es hatte wohl dem gesamten Ölner Stadion die Sprache verschlagen. Na ja, anschweigen kann man sich auch zu Hause, da ist es warm und das Bier ist billiger, also haben sie beschlossen zu gehen. Aber muss denn nicht eine Fanszene gerade in solchen Spielen sich zusammenreißen und sich dagegen stemmen? Ganz unabhängig davon, wie es auf dem Rasen läuft?

Ein entrolltes Transparent sorgte für allgemeinen Frohsinn beim Gladbacher Anhang. Wenn das die wirklich wichtigen Aussagen zum Derby sind… na denn… Nicht, dass ich hier für Beleidigungen plädiere, aber etwas mehr Kreativität kann man doch schon erwarten als Derby-Gast.

Nein, liebe Ölner, bei Euch ist nicht nur in den Führungsetagen der Wurm drin, es ist schade, dass Ihr Euch als Fanszene so aufgegeben habt, denn was Ihr uns auf den Rängen geboten habt, war einfach nicht derbyreif…

Beste Grüße! Euer Bumsi


"Wehret den Anfängen!"

 

Sagt der Kaiser. Nicht der von China, sondern unser aller Franz. Also der Beckenbauer aus Bayern. Gemeint ist der Einfluss von Fans respektive – natürlich der bösen – Ultras auf ihren Verein und den Fußball im Allgemeinen. So genau sagt er das dann wieder nicht, wie der Einfluss denn aussieht, aber er führt als Negativbeispiel Italien an. Aha.

Seine glorreiche Idee, um die Gewalt im Fußball zu bekämpfen, fährt zweigleisig: zum einen Abschaffung der Stehplätze, zum anderen alkoholfreies Bier. Na, immerhin soll es noch Bier geben, auch wenn diese Plörre den Namen nicht verdient hat… Und das Problem seien ja auch gar nicht die normalen Stehplatzfans, sondern die Drahtzieher im Hintergrund. Welche Drahtzieher? Ja, hängen denn in München die Fans alle an einer Strippe und sind ferngesteuert? Was für ein Unfug.

Schon nach wenigen Worten der Lektüre erkenne ich: Der Mann hat Ahnung, von vielen Dingen, ganz sicher. Aber hier scheinen mir doch das Bild der Situation ein wenig zu undifferenziert und die Konsequenzen ein wenig zu populistisch. Bevor eine Diskussion auf diesem Niveau geführt wird, kann man eigentlich nur sagen: „Wehret den Anfängen!“

Beste Grüße! Euer Bumsi


Bumsi macht sich Sorgen

 

Man möchte in diesen Tagen außer dem Sportteil ja kaum die Zeitung aufschlagen. Und in den Nachrichten gibt es bis auf die Wettervorhersage im Moment auch nicht wirklich viel Erfreuliches. Krisen, wohin das Auge sieht: Bankenkrise, Eurokrise, Finanzkrise. Bangkok droht im Regen zu versinken, Griechenland und Italien in Schulden, das macht doch alles keinen Spaß mehr.
Leider kann in mir auch niemand die Hoffnung wecken, dass die Politiker es noch im Griff haben. Die vertrauen auf ihre Berater, diese auf die Finanzexperten, aber eigentlich weiß keiner mehr genau, was abgeht.

Ähnlich stellt es sich für mich bei der teilweise hysterischen Berichterstattung rund um die jüngsten Ereignisse bei den Pokal- und Ligaspielen dar. Da erklären sich Verbandsverantwortliche, weil sie glauben, dass es von ihnen erwartet wird, ohne sich wirklich einen Gesamtüberblick verschafft zu haben. Die Schreiberlinge drucken alles auf Papier was eine tolle Schlagzeile verspricht. In der Bevölkerung entsteht ein völlig falsches Bild, und besorgte Mütter fragen sich, ob sie ihre Kinder mit Papa noch ins Stadion lassen dürfen.

Nicht zuletzt sind wahrscheinlich auch die Ordnungskräfte und die Polizei hypernervös und reagieren beim geringsten Anzeichen auf Unruhe vollkommen überzogen, wie wir gerade wieder in Berlin erleben durften. Nur gut, dass es da noch andere Projekte und Aktive gibt, die sich zu Wort melden und zum Glück auch vermehrt gehört werden.

Da tröstet es mich doch ungemein, dass es zumindest rund um Borussia größtenteils nur Positives zu berichten gibt. Der Klassenerhalt wurde doch noch geschafft, und auch die erfolgreichen Abstimmungen auf der MV im Sommer haben wir noch nicht vergessen. Und dass es aktuell einfach Spaß macht, zur Borussia zu gehen zeigen auch die geschätzten 8.000 Zuschauer in Berlin. Es gibt sie also doch noch, die erfreulichen Meldungen, die einem den Alltag verschönern können.

Beste Grüße Euer Bumsi


Bumsi bei facebook

Hallo meine lieben Bayern-Besieger-Besieger!

Ist das nicht schön, so ein freier Tag unter der Woche! Ich hab mich den ganzen Tag auf die Couch gelegt und wollte mit meinem Laptop auf meinem (Bier-)Bäuchlein einmal ganz gepflegt ein bisschen im Internet surfen und alles über unsere derzeitige Borussia lesen. Ich bin ja nicht so oft online unterwegs – aber ich musste wieder mal erfahren, dass ich wirklich so einiges verpasse. Neben unserer Vereinshomepage und der Fanprojektseite, wollte ich auch die Neuigkeiten bei Facebook durchgehen. Vor einiger Zeit hab ich mich dann auch mal dort angemeldet, ansonsten ist man heutzutage ja „out“. Seit meinem letzten Login hatte ich wieder 6 neue Freundschaftsanfragen. 4 davon von Leuten, die ich noch nie gesehen hab, die aber natürlich eine Raute auf ihrem Bild haben und die mich wahrscheinlich aus gefühlten 200 m einmal im Stadion gesehen haben – wir sind ja schließlich alle eine große Familie…! Weiter geht es dann mit 6 Einladungen zu Veranstaltungen – zu jedem einzelnen der nächsten Spiele, zum „Vortrinken“ hier und zum „Nachtrinken“ dort. Puh, ganz schön anstrengend so ein Facebook-Besuch…

Verlinkt bin ich außerdem auf 11 Fotos – auf einem peinlicher als auf dem nächsten. Damit auch die ganze Welt weiß, dass ich mich beim Fußball mal wieder daneben benommen habe. Sogar auf einem Video bin ich drauf, das man am letzten Spieltag von mir gedreht hat. Uiuiui, meine Kollegen werden sich das Maul zerreißen.

Ach du jemine, das darf ich ja auch nicht vergessen, 15 meiner „Freunde“ haben in der nächsten Woche Geburtstags. Wie das im Zeitalter von Facebook so ist, muss ich natürlich auch dem noch so entferntesten Bekannten eine Nachricht auf der Pinnwand hinterlassen – das macht man halt so…

Als letztes werfe ich einen Blick in das Ticketforum. Ich suche für meinen Nachbarn ja noch ein Ticket für das nächste Auswärtsspiel. Was muss ich da lesen. Hier wird man das ein oder andere Mal übers Ohr gehauen und bleibt auf den Kosten für die Tickets sitzen… Oje, das ist ja alles ganz nett hier bei Facebook, aber für den lieben kleinen Bumsi ist das eindeutig alles zu stressig – diese neue virtuelle Welt.

Fazit: Gefällt mir nicht!!! Ich gehe dann doch gleich lieber in eine „echte“ Kneipe und trinke mit meinen „echten“ Freunden ein „echtes Bierchen“ – ganz old-School.

Beste Grüße Euer Bumsi

 


Bumsi im Buchladen

Trotz wenig Zeit zwischen Bundesliga und DFB Pokal habe ich mir vorgenommen, mich literarisch mal wieder ein wenig weiter zu bilden. Dabei stieß ich auf das neue Buch von Arnd Zeigler “Taktik ist keine Pfefferminzsorte”. Um entscheiden zu können, ob sich der Kauf dieses Buches lohnt, oder ob das Geld nicht doch lieber sinnvoll in den Fanprojekt-Fanshop investiert werden sollte, las ich eine etwas ausführlichere Buchbeschreibung.

 

Es sollte wieder viele neue Fußball(er)- und Kommentatorenzitate geben. Z.B. Beispiel: “Wir stehen jetzt wieder mit leeren Punkten da”. Na da hat unser Freund Lukas “isch-bin-ein-kölsche-Jung” Podolski wohl damals doch nicht nur sprichwörtlich den “Sand in den Kopf” gesteckt…

Aber ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf dem momentan mit Erfolglosigkeit gesegneten Club meines Kollegen Hennes’ einprügeln. Denn schließlich wollte ich mich mit AMÜSANTEN Sprüchen, Zitaten und sonstigen Kuriositäten beschäftigen. Während ich also überlegte, ob das Buch eine sinnvolle Anschaffung sei, fiel mir der Herr Stadionsprecher aus Sinsheim ein. Wenn dieser bei unserem letzten Gastspiel ins Mikro brabbelte, überkam mich das Gefühl, dieser Mensch sei entweder in einem früheren Leben als Clown im Zirkus aufgetreten oder er fieberte einfach, merklich voller Vorfreude, seit einer Woche schon auf seinen lang einstudierten “Witz“ hin. Und endlich, gegen 15.12 Uhr und 37 Sekunden war es so weit: “… zunächst aber kommt jetzt die Mannschaftsaufstellung vom SV Werder Bremen!” Die Freude über das spontane Highlight seiner Moderation, brachte er nach einigen wenigen Sekunden zum Ausdruck und kringelte sich vor lauter Schmunzelei über sich selbst, durch die Stadionanlage.

Meine erste Vermutung war, dass er sich damit schon mal einen Platz im nächsten Buch von Arnd Zeigler sichern wollte … dass diese Rechnung aufgeht wage ich allerdings zu bezweifeln. Lieber Herr Diehl (so heißt der Spaßvogel aus dem Kraichgau), auf diesem oder ähnlichem Wege haben es schon ganz andere nicht geschafft! Wählen Sie für den nächsten Versuch doch bitte eine andere Taktik (vorher aber unbedingt das oben genannte Buch vom Zeigler lesen!), damit die Qualität des Programms in der Rhein-Neckar-Arena ein wenig steigt. Wie sagte Gerd Delling schon so schön: “Je mehr man sich verbessert, desto besser ist das.” In diesem Sinne… Ich mache mich jetzt auf den Weg zur Buchhandlung.

Beste Grüße

Euer Bumsi

Spiel vorverlegt

Letztens mußte ich mich mal wieder über unsere Freunde von der DFL aufregen. Eigentlich müsste ich es inzwischen besser wissen, denn es ist ja jetzt nicht das erste Mal passiert, dass ein terminiertes Spiel noch vorschoben wird. Nicht zum ersten Mal haben Fans sich auf die über lange Zeit ausgetüftelten und dann veröffentlichten festen Spieltermine verlassen, haben Schichten getauscht, Bahn- oder Flugtickets gekauft, Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt - und mussten dann letztendlich doch umplanen oder konnten gar nicht zum Spiel.

Wegen einer „länderübergreifenden Sicherheitslage“ wurde also das Spiel unserer Borussia beim 1. FC Köln von Sonntag, den 27. November, auf Freitag, den 25. November, vorverlegt. Aus dieser Erklärung werde ich ehrlich gesagt nicht ganz schlau, denn eigentlich wird beim Erstellen des Spielplans doch schon alles Mögliche berücksichtigt. Ich habe mal Jünter gefragt, der konnte mir aber leider auch nicht weiterhelfen.

Nach langem Suchen habe ich aber jetzt doch die Erklärung gefunden: Borussia und der 1. FC Köln trafen schon mal an einem 27. November aufeinander. Das Spiel in Gladbach im Jahre 1982 konnte der FC damals deutlich mit 4:1 gewinnen. Damit sich so etwas nicht wiederholt, hat man also das Spiel auf den 25. November verlegt. An diesem Tag im Jahre 1967 gewann nämlich unsere Borussia mit 5:2 in Köln. Das darf sich natürlich gerne wiederholen :-) Und dafür tauschen wir doch alle gerne Schichten und Bahntickets...

Beste Grüße

Euer Bumsi

Boninsegna

Manchmal gestehen Personen des öffentlichen Lebens ihre Untaten, wenn ihr schlechtes Gewissen sie über die Jahre geplagt hat. Politiker räumen ein, gelogen zu haben, Schauspieler gestehen Seitensprünge, und Sportler bitten die Öffentlichkeit reuevoll um Verzeihung, weil sie gedopt haben.

Von derartiger (Alters)-weisheit ist Roberto Boninsegna weit entfernt. Der Mann, dem wir die Annullierung eines der größten Spiele nicht nur unserer, sondern der Europokalgeschichte überhaupt verdanken, äußerte sich kürzlich in einem Interview mit dem WDR zwar erstmals zu den Geschehnissen rund um den Büchsenwurf 1971… von später Einsicht oder gar Reue allerdings keine Spur.

Obwohl Luggi Müller (Boninsegnas direkter Gegenspieler in den drei Spielen gegen Inter Mailand) damals sehen konnte, dass die Büchse die Schulter des Italieners getroffen hatte, obwohl der angebliche UEFA-Repräsentant, der eine Beule an Boninsegnas Kopf ausfindig gemacht haben soll, nach dem Spiel nicht mehr ausfindig zu machen war, obwohl der niederländische Schiedsrichter Dorpmans damals am Ort des Geschehens eine leere Colabüchse fand, die heute im Fußballmuseum von Vitesse Arnheim zu begutachten ist und obwohl der ursprünglich des Büchsenwurfs Verdächtige schnell freigesprochen wurde, beharrt Boninsegna auf seiner Version, von einer vollen Colabüchse am Kopf getroffen worden zu sein. Irgendwie - denkt man in diesen Tagen an einen italienischen Spitzenpolitiker ;-) - kommt einem dieses penetrante Beharren auf Lügen vom Apennin bekannt vor.

Da wir unseren Triumph gegen die Interisti wohl niemals zurückbekommen werden, die UEFA hat schließlich damals unwiderruflich „Recht“ gesprochen, bleibt uns nur der Trost, dass mit den modernen Techniken eine Heuchelei à la Boninsegna heutzutage wohl so gut wie ausgeschlossen ist. Potenzielle Schauspieler werden bei ihren Machenschaften fast immer von irgendeiner Kamera erwischt und - abgesehen vom ruinierten Ruf - werden sie danach gelegentlich sogar bestraft.

Schade fast, dass Roberto Boninsegna keine Strafe mehr fürchten muss. Umso bedauernswerter, dass er auch nach 40 Jahren immer noch nicht gewillt ist, die Wahrheit zu sagen…

WDR sport inside 10.10.2011

Beste Grüße

Euer Bumsi


Bumsi unterwegs

Samstage ohne Fußball gefallen mir ja überhaupt nicht. Ich bin deshalb heute der netten Einladung meines Nachbarn und Kollegen, dem Grotifanten, nachgekommen, und hab einen Ausflug in die Krefelder Grotenburg gemacht. KFC Uerdingen gegen Vikoria Köln stand auf dem Programm. Immerhin 5.400 Zuschauer hat die Partie angelockt. Respekt, Herr Grotifant.

Deine Videobotschaft von letzter Woche scheint gut angekommen zu sein. Aber dieser komische Vogel, Entschuldigung, Elefant natürlich, hätte mir ja mal sagen können, dass man in der altehrwürdigen Grotenburg Kampfbahn Wertmarken (!) benötigt, um an ein Bierchen und `ne Wurst zu kommen. Aufladbare Bezahlkarten bin ich ja inzwischen gewohnt, aber Wertmarken??? Könnt ihr euch sowas bei uns im BORUSSIA-PARK vorstellen? Ich nicht. Ich will das auch gar nicht erst.

Das Chaos wäre, glaub ich, vorprogrammiert. Na ja, der gute Grotifant ließ nach dem Spiel ganz schön den Rüssel hängen. Sein KFC hat nämlich 1:2 verloren. Vielleicht startet er demnächst ja mal einen Gegenbesuch. Dann kann er sich mal richtig schönen Fußball anschauen.

Beste Grüße

Euer Bumsi


Hamburg/Wuppertal

Hat’s das schon mal gegeben? Unsere Profis schießen den gegnerischen Trainer in Hamburg ab und unsere U23 schafft am selben Wochenende das gleiche gegen den Sportverein aus Wuppertal. Das ist ja quasi verkehrte Welt! Jahrelang sind wir doch immer der Aufbaugegner gewesen und der Trainerstuhl hat am ehesten bei uns gekippelt, aber das scheint endlich der Vergangenheit anzugehören… Muss ich mich erst mal dran gewöhnen.

Ich hatte da so meinen Späher im Grenzlandstadion und die wussten mir gar Lustiges zu berichten: Zum Beispiel, dass die gegnerischen Fans nach 15 Minuten und 0:2 Rückstand bereits wieder das Stadion verlassen haben?!?!? Wie oft wäre in den letzten Jahren unser Gästeblock auswärts dann bereits zur Halbzeit komplett verwaist gewesen? Außerdem war der WSV nicht so schlecht, dass diese Aktion unbedingt nötig gewesen wäre…

Schön auch folgende Schilderung meines Spähers: Knappmann von Wuppertal regt sich lautstark über eine vermeintliche Fehlentscheidung des Linienrichters auf, woraufhin der Schiedsrichter hinzu eilt und Knappmann folgendermaßen zurechtweist: „Sie können gerne etwas erzählen, aber nicht in dieser Lautstärke.“ Schön, wenn sich die Unparteiischen noch so gewählt ausdrücken.

Dann wollen wir mal weiterhin der großen und der kleinen Borussia die Daumen drücken, auf dass die Saison jeweils so weitergehe… (Also mit Siegen und vielen Punkten, Trainerentlassungen müssen nicht unbedingt sein.)

 

Beste Grüße

 

Euer Bumsi

 

Das Poesiealbum des Philipp L.

Jetzt hat die neue Saison so langsam Fahrt aufgenommen, schon ist auch schon wieder Länderspielpause, Zeit für einige Spieler erste Blessuren zu kurieren. Und auch Zeit für mich mal durchzuschnauben. Die Transferperiode geht dem Ende zu, da werden evtl. noch einige Scheine gegen Beine getauscht. Große Überraschungen gab es noch nicht so viel, wir sind ganz ordentlich gestartet sind und der HSV stinkt momentan ab. Das zählt alles noch nicht viel, auch wenn das Spiel der Borussia Hoffnungen auf eine ruhigere Saison wachsen läßt; mehr zittern als letztes Jahr geht ja kaum noch.

Größter Aufreger bisher war das Poesiealbum vom kleinen Philipp L., dabei hat wohl niemand bedacht, dass er am 11.11. Geburtstag hat, dass war doch alles nur ein Scherz, oder? Der FCK aus der Pfalz darf als einziger beleidigt sein, wurde ihr Heimspiel gegen die Bayern, gegen die sie früher auch mal Paroli laufen durften (Hrubesch), immer mehr zu einer Kritik des missverstandenen Schriftstellers. Und jetzt hat er es auch alles nicht so gemeint. Also im Paddelboot müsste er sich anders rum setzen, so wie er jetzt zurückrudert. Dabei heißt es in Artikel 5 des Grundgesetztes "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten.“ Außer beim DFB und der DFL.

Mir fehlte bisher die Zeit (und die Lust) sein Buch zu lesen, nach den Erfahrungen die ich mit Machwerken anderer Spieler so gemacht habe. Da halte ich es eher wie Franz Beckenbauer: „Geht's raus und spielt's Fußball“

Euer Bumsi

 


Das Mittelalter ist zurück!
 
Nein, ich meine nicht die Ritterspiele auf Schloss Rheydt, die sind ja vergleichsweise harmlos und eher was für Kinder oder für von Fantasyspielen verwirrte Erwachsene. Ansonsten ist mittelalterliches Denken, geprägt von Adel und Armut, Minnesang und Ritterurnier, Inquisition und Folter eigentlich etwas, was in den Mittelstufen der weiterführenden Schulen als heute unangemessen vermittelt wird.
Scheinbar nicht in Sinsheim. Denn dort greift man auf Foltermethoden zurück, um das einfache Volk, in diesem Falle die BvB-Fans, an Schmähgesängen zu hindern. Hochfrequente Töne sollen gegen Anti-Hopp-Gesänge eingesetzt worden sein. Der Fürst fühlte sich wohl gestört in seinem Lustschloss SAP-Arena. Also wird kurzerhand zu – wenn auch modernen – Folterinstrumenten gegriffen, um die so gar nicht den Minnesängern gleichenden Dortmunder mundtot zu machen.
Natürlich sind die Schmähgesänge niveau- und geschmacklos und mittlerweile auch ein wenig abgedroschen und langweilig. Aber eine solche Reaktion spricht wahrlich nicht für die Souveränität des Fürsten. Er scheint überhaupt nicht zu kapieren, dass er den meisten Fans völlig egal ist, dass es vielmehr um seine Idee von Sport „Mit Geld Erfolg kaufen und ihn sich nicht erarbeiten.“ geht.
Was wird uns wohl erwarten im Kraichgau? Die Streckbank? Werden wir aufs Rad geflochten? Geteert und gefedert? Wir sollten dem alle gelassen entgegen sehen, denn lächerlich macht sich damit nur Hoffenheim und Hopp, an denen das Zeitalter der Aufklärung und der daraus resultierenden Mündigkeit der Bürger scheinbar vorüber gegangen ist. Gehen wir mal davon aus, dass am Ende ihrer Zeit ein schöner symbolischer Scheiterhaufen auf sie wartet…
Beste Grüße. Euer Bumsi

Lauf Roman!
 
So so, 13km ist Roman Neustädter also gelaufen auf dem Rasen des Münchener U-Boots. Hm, das ist ganz schön viel. Das ist quasi einmal vom BORUSSIA-PARK zum Bökelberg und wieder zurück. Oder von Schloss Rheydt in die Altstadt und wieder zurück. Aber warum sollte jemand die Strecke laufen?
Na ja, die Statistik adelt also unseren jungen Mittelfeldspieler, dabei ist er mir gar nicht so richtig dolle positiv aufgefallen, als ich mir das Spiel angeschaut habe. Aber vielleicht war er ja als jetzt anerkannter Dauerläufer schon immer gerade wieder weg, also zumindest nicht mehr da, wo ich dann hingeschaut habe. Wäre aber blöd, weil ich ja meistens dahin gucke, wo der Ball ist.
Hm, also 13km… Sagen wir mal – der Einfachheit halber – das Spielfeld ist 100m lang, dann wäre er also 130 Mal hin- und hergelaufen, macht also ca. anderthalb Mal pro Minute… Ich bin mir langsam nicht mehr so sicher, ob diese Extremlauferei sinnvoll ist… Aber wenn’s hilft, dass Borussia gewinnt, soll mir alles recht sein.
In diesem Sinne: Go, Roman, go...

 
Die Liste der Selbstverständlichkeiten
Da war es dann also gestern so weit: ein Geisterspiel in Frankfurt. Na ja, seien wir mal ehrlich, da hätte es die Eintracht weitaus schlimmer treffen können. An einem Montagabend gegen St. Pauli war sowieso nicht mit ausverkauftem Haus zu rechnen...
Von Eintracht kann aber am Main nach wie vor keine Rede sein. Eine Umbenennung in Zwietracht würde da durchaus Sinn machen. Nach Jahren des „laissez-faire“ wollen nun die Vereinsoberen ihren gefürchteten und allseits unbeliebten Anhang an die Kandare nehmen. Eine „Liste der Selbstverständlichkeiten“ hat der Vorstand formuliert, und er macht gleichzeitig deutlich, dass es sich dabei nicht um ein „Gesprächsangebot“ handelt, sondern um ganze klare „Order von oben“.
Ja, die Selbstverständlichkeiten sind wirklich selbstverständlich, auch wenn die mitteleuropäische Zivilisation da in Frankfurt wohl einen kleinen Aussetzer gehabt hat. Wie schön, dass bei uns dafür die Entwicklung so weit fortgeschritten ist, dass wir im Borussen-Kodex diese Selbstverständlichkeiten schon seit geraumer Zeit als Fans für uns selbst formuliert haben.
Wir werden sehen, wie das funktioniert, Gewaltlosigkeit mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Ich bin da skeptisch… Wie schön, dass bei uns die Einsicht sehr viel weiter verbreitet ist als der Stumpfsinn. Aber dafür, dass das so bleibt, müssen wir als Fanszene weiter an uns arbeiten und immer wieder neu zusammenwachsen. Denn so selbstverständlich ist dann manche Selbstverständlichkeit doch nicht, dass man sich nicht immer mal wieder an sie erinnern müsste.
Es grüßt, euer Bumsi!
 

 
Bumsi und der Sicherheitswahn

Noch knappe drei Wochen, und die Terminierungen der Regionalliga West sind immer noch nicht da :-(. Eigentlich eine schöne Liga mit mehreren Traditionsvereinen, die auch richtig Fans mitbringen und so auch in der vierten Liga für Stimmung sorgen. Doch den Spieltagsgestaltern ist diese Liga scheinbar ein Gräuel.

Am ersten Spieltag, wenn unsere Profis gegen die Bazis kicken, geht es schon los. Wetten, dass unsere U23 am Sonntag, 07.08.2011, gegen die Zweite von K**n spielt? Welch merkwürdiger Zufall…

Auf die anderen Spiele gegen Zweitvertretungen kann ich ja auch verzichten, aber auf Rot-Weiss Essen, TuS Koblenz, Fortuna Köln, Eintracht Trier und den Wuppertaler SV freue ich mich ja schon ein bisschen. Aber ob ich die Gelegenheit haben werde, eines der Spiele zu sehen, wage ich zu bezweifeln. Sicherheit hin oder her, unter diesen Voraussetzungen macht das irgendwie alles keinen Spaß mehr.

Euer Bumsi

 

 


 

Bumsi guckt WM

Jetzt ist sie endlich da, die WM in Mönchengladbach. Gut, 2006 waren wir nur als Fans in anderen Stadien dabei, aber jetzt sind wir Gastgeber. Und selbst Spielerinnen aus unserer Stadt sind mit am Start, da darf man sich doch wohl freuen.

Etwas nachdenklich machen mich da die Leistungen auf dem Platz, besonders auch von den Unparteiischen, die sind doch teilweise mehr als unglücklich. Ich darf gestehen, ich bin ein Freund des Damenfußballs, kein Fan, ich würde dafür nicht nachts aufstehen. Aber das war ich von Henry Maske auch nicht, der hat technisch fein geboxt, aber das Ziel der Veranstaltung nicht verstanden, jemanden auch mal umzuhauen.

Aber zurück zum Ballsport, warum werden da immer diese Vergleiche gezogen? Beim Handball oder Volleyball gibt es die nicht, und ob Steffi Graf Boris Becker besiegt oder sie gemeinsam ein Kind in die Welt gesetzt hätten, wer weiß es schon?

Aber die Nummer mit dem Handspiel, die gibt mir schon zu denken? War es Mitleid? Unachtsamkeit?

Oder einfach so wie früher auf dem Bolzplatz „Der war nicht drin, gibt Abstoß“?
Dann muss man dafür auch ein ganz großes Lob an den Gegner für FairPlay aussprechen, denn protestiert wurde auch nicht, die Italiener hätten sich alle 11 fallen lassen.

Ich guck jetzt auch noch die letzten Spiele, bis dass die Saison wieder anfängt.

Euer Bumsi

 

 


 

Comeback des Rosenzüchters

Hach, watt is’ die Sommerpause schön: Immer noch jede Menge Freude über den tollen Endspurt und darüber, dass wir die „Initiative“ abgeledert haben. Viel Zuversicht für die kommende Saison, und nun ist auch noch Hans Meyer ganz offiziell wieder Borusse. Leute, ick freu’ mir… und wenn ich mir die Foren so anschaue, bin ich wohl nicht der Einzige.

Bei TORfabrik hieß es gestern: „Willkommen daheim…“, und im Borussen-Forum schrieb einer „Bester Neuzugang bis jetzt.“ So was über unsern (alten) Neuen im Präsidium zu lesen, ist doch richtig schön.

Aufgestiegen sind wir mit ihm, gerettet hat er uns. Unsere bescheidenen sportlichen Erfolge in den letzten Jahren stehen vielfach in direktem Zusammenhang mit seinem Namen. Ich hoffe natürlich auch, dass er sich zukünftig wieder öfter mal im Fernsehen blicken lässt… oder im Radio hören lässt… oder wenigstens ’ner Zeitung mal ein Interview gibt. Denn für seine Kommentare den Medienvertretern gegenüber mögen wir den Hans doch (auch) so sehr. Gestern ging’s damit gleich wieder los. Die Rheinische Post wollte von ihm wissen, was er denn in sein neues Amt einbringe. „Was meinen Sie denn, was ich mitbringe?“ war seine Antwort… äh Gegenfrage. Köstlich!

Einmal wurde er in seiner Berliner Zeit vor laufenden Fernsehkameras gefragt, ob er sich über eine soeben hingenommene Niederlage ärgern würde. Seine Antwort: „Nein, ich freue mich!“… Hans, gib’ uns mehr davon! ;-)

Euer Bumsi


 

Skela Wernze

Fragt ihr euch auch manchmal: Was macht eigentlich…? Seht ihr, ich auch. Was macht eigentlich Ervin Skela? (Ich gebe es zu, der Gedankengang begann mit meinem Unsympathen-Fußballer des Jahrhunderts, d. i. Fatrmir Vata, aber er endete bei Ervin Skela, vermutlich, weil er auch aus Versehen Albaner ist.

Ervin Skela war bei Germania Windeck. Der Name ist Programm, windig ist bzw. war da so einiges, vor allen Dingen der ach so vereinsverbundene Geldgeber, Franz-Josef Wernze. Nachtigall, ick hör dir trapsen. Was Wernze sich da geleistet hat, das sollte nicht nur Ervin Skela, sondern jedem im deutschen Fußball eine Lehre sein. Die Germania, die ursprünglich den wenig vermarktbaren Namen Dattenfeld trug, wurde Zweitplatzierter der NRW-Liga, aber aufgestiegen wird nicht. Warum?

Weil Herr Wernze keinen Bock mehr hatte, so einfach. Iss zu teuer, Regionalliga und so. Blockabtrennung, Pressebereich, Flutlicht, nö, da hat der langjährige Geldgeber dann keine Lust mehr auf sein Spielzeug. Ekelhaft, oder? Von der Kreisklasse bis zur Regionalliga, hört sich an wie „from a dishwasher to a millionaire“, aber in Windeck? In Dattenfeld??? Spielzeug gefällt nicht mehr? Wegschmeißen, neu kaufen.

Und jetzt freut sich Viktoria Köln (= neugekauftes Spielzeug). Denn dort will Aufsichtsrat Wernze jetzt den Aufstieg in die Regionalliga schaffen (Rahmenbedingungen gestalten das Projekt Regionalliga jetzt etwas billiger…). Der Verein heißt „1904“, gegr. 2010. Da weiß ich schon Bescheid. Der Kader soll verstärkt werden (Ah so…) mit Alex Voigt, Michael Bemben und… NB: Ervin Skela…

Ok, dass Ervin Skela nicht kapiert, worum es beim Fußball eigentlich geht, könnte ich verschmerzen, aber IHR müsstet es doch jetzt gerafft haben, oder? Ich könnte auf jeden Fall kotzen, wenn mir solche Wernze-Typen über den Weg laufen.

Euer Bumsi


 

Pokalauslosung

So, jetzt kann ich mich wirklich langsam entspannen nach dieser anstrengenden Saison, denn schließlich sind am Wochenende auch noch die Mädels der Borussia aufgestiegen. Wenn das kein versöhnlicher Saisonausklang ist… Aber so richtig zur Ruhe komme ich ja nicht ohne Fußball. Also, wollen wir doch mal sehen, was steht an?

 
Uih, es geht am Samstag schon wieder los, ich werde schon ganz kribbelig. Gegen wen wir da spielen? Na, erst mal gegen niemanden, aber da wird ausgelost, wohin es uns in der ersten Pokalrunde verschlägt. Und wenn ich die Namen der potentiellen Gegner lese und an die möglichen Touren zum Spielort denke, dann wünsche ich mir nix sehnlicher, als dass die Saison schon wieder angefangen hätte.

Also ich würde am liebsten nach Anker Wismar, das ist doch mal ein Vereinsname, oder? Hm, ist aber ein recht neuer Verein, von 1997. Na ja, Fußball scheint trotzdem eine gewisse Tradition zu haben in Wismar. Sandhausen wäre auch nicht schlecht. Oder Braunschweig? Ein Derby gegen Rot Weiß Essen? Kickers Emden? ZFC Meuselwitz? FC Oberneuland? SVN Zweibrücken? Verdammt noch mal, wie lange dauert es noch, bis endlich Samstag ist und es zumindest auf dem Papier wieder los geht…

Euer Bumsi


 

Endlich Sommerpause


So, jetzt ist sie endlich rum, die Saison 2010/11. Und ganz ehrlich, ich bin auch ziemlich geschafft. Gerade die letzten Wochen haben mir sehr zugesetzt, aber damit stehe ich wohl nicht alleine da.


Aber eben diese Tage haben mir auch wieder gezeigt, was die große
Borussenfamilie zu leisten im Stande ist. Es geht wohl nicht nur mir so, in den letzten Spielen konnte man förmlich spüren und sehen, wie sich die Stimmung auf dem Platz und auf den Rängen vermischt hat, wie selbst notorische Pfeifer in die Gesänge mit eingestiegen sind und bei den Spielen zu Hause und vor allem Auswärts die Borussenfamilie wieder zusammen geführt wurde.

Und damit haben wir einen entscheidenden Beitrag zum Klassenerhalt beigetragen, aber das wußten wir ja schon immer! Die gemeinsame Leidenschaft hat auch dazu beigetragen, dass bei der JHV die richtigen Entscheidungen getroffen wurden, mir ist da wirklich ein Stein vom Herzen gefallen.

Aber auch jeder, der den Spuren des Tigers gefolgt ist, hat sicherlich immer nur das beste des Vereins im Sinn gehabt, deswegen werden wir diese Saison auch immer noch mit einem positiven Resümee beschließen, die Seele brennt!

Eine schöne Sommerpause wünscht Bumsi


 

Relegation
Tja, was ist das nun, diese Relegation? Fluch oder Segen? Solange man nicht selbst davon betroffen ist, lässt sich natürlich klug über Vor- und Nachteile schwadronieren, aber jetzt? Bis vor drei Jahren wären wir auf dem aktuellen Tabellenplatz locker, flockig abgestiegen. Zwar nicht sang- und klanglos, aber weg wären wir trotzdem.

Tja, wenn man in 34 Spieltagen zuvor es nicht schafft, genügend Punkte zum Klassenerhalt zu erspielen, dann langt es eben einfach nicht. War ja wirklich lange genug Zeit. Dann ist es wohl doch eher ein Segen, denn ansonsten wären wir – und selbst die Euphorischsten unter uns werden das zugeben müssen – nicht ganz unverdient abgestiegen. Also, letzte Chance…

Hat so’n bisschen was von Nachprüfung. Um in die nächste Klasse versetzt zu werden, also die Bundesligasaison 2011/12, müssen wir noch mal ran. Im Gegensatz zum Sitzenbleiben in der Schule gibt es hier aber einen Konkurrenten, der unseren Platz in der Klasse einnehmen möchte. Da muss man sich dann noch mal besonders anstrengen.

Also, Jungs, haut rein. Ich habe nämlich keine Lust, euch die ganze nächste Saison zu verfluchen, ich möchte ganz einfach die Segnungen der 1. Liga erleben…

Euer Bumsi


 

Fix und fertig

Kinder, Kinder, meine Nerven. Was für ein Wochenende, was für ein Samstag, was für ein Spiel. Was für ein toller Auftritt unserer Fans bei der Demonstration zum Erhalt des Mythos Borussia, ich bin ja selber mitgelaufen, und ich war richtig stolz, ein Teil dieser Szene zu sein.

Wie gut, dass wir so eine lange Leidenstradition haben, da kann uns auch am 33. Spieltag auf Platz 16 nix mehr schocken. Hartgesotten und leidgeprüft, aber ich wäre dann jetzt doch auch mal dankbar für zwei, drei, vier ruhige Jahre in der Bundesliga hintereinander. Und erzähle mir bloß keiner was von Europa, das würde mir erst mal reichen.

 

Überall haben die Fans klare Worte gefunden, um sich von den aktuellen Zuständen im Verein und vor allem von den Bestrebungen der Initiative Borussia deutlich zu distanzieren. Mit viel Kreativität und Engagement haben sie Transparente, Schilder, Kostüme gebastelt und nach mancherlei unschönen Ereignissen in letzter Zeit gezeigt, dass unsere Fanszene durchaus imposant und dabei vollkommen friedlich auftreten kann.

 

Deutliche Worte habe ich die Fans auch singen hören, das hat mir gut gefallen und ich hoffe, dass in Hamburg alle miteinstimmen, denn dann könnte es ja doch noch wahr werden mit dem Klassenerhalt: „Werdet zur Legende, kämpfen bis zum Ende, für die erste Liga, VfL!“

 

Euer Bumsi

 


 

WZ = Express.

Warum muss ich mich eigentlich immer so über miese Berichterstattungen in den Medien aufregen? Ich weiß doch noch von meinem Erzeuger, dem Helmut Grashoff, dass man bei den Boulevardmedien immer locker bleiben muss!

Das da aber jetzt seit längerem auch die „Westdeutsche Zeitung“ zu gehört, hängt sicher nicht nur daran dass der gleiche Redakteur auch für das bekannte Kölner Revolverblatt schießt, ähm schreibt!

Die WZ meldet also ganz stolz, dass das FPMG von der derzeitigen Klubführung finanziell unterstützt wird!

Liebe WZ: Das ist auch gut so! Vor allem war es schon bei der vorherigen Klubführung so, und der davor und der davor und der davor….bis man wieder bei meinem Papa ankommt, der den ersten Kooperationsvertrag zwischen dem FPMG und Borussia geschlossen hat. In diesem und in allen weiteren kommt der VEREIN Borussia seinen Verpflichtungen der einzigen von ihm anerkannten Fanvertretung sowie der sozialen und gemeinnützig anerkannten Einrichtung des FPMG in Punkto Jugendhilfe und -förderung nach. Das hat mit der jeweiligen Klubführung wenig zu tun! Das hat was mit dem Klub zu tun! Genau aus diesem Grund arbeiten die beiden Vereine (!) seit über 20 Jahren so gut zusammen. Weil es Sinn macht sich um Fanbelange und -interessen zu kümmern und die Selbstregulierung im Sinne von „Stimmung ja, Randale nein!“ zu fördern. Leider haben das auf dem Rastplatz in Hamm am Samstag wieder ein paar Hirnlose im wahrsten Sinne mit Füßen getreten….

Wenn man in MG aber kein solches FPMG haben würde, müsste der Verein sogar noch mehr bezahlen für seinen Drittelanteil an der Finanzierung eines dann vom Land vorgeschriebenen sozialpädagogischen Fanprojekts. Ob das die WZ dann auch „melden“ würde? Wohl kaum. Es ist sicherlich immer viel einfacher den Leuten Sand in die Augen zu streuen, als ihnen die gleichen zu öffnen. Aber das ist ja dann auch mein Job, schon meinem Papa Helmut zu Liebe….

Euer Bumsi


Bumsi und die Schiris

Vielleicht spricht ja auch der Frust des drohenden Abstiegs aus mir, aber was sich die Männer an der Pfeife da Woche für Woche wieder leisten, da stehen mir doch die Haare zu Berge, so dass denn bei mir überhaupt noch geht.

Dass die Referees mit einem Pfiff (oder eben auch nicht) einem millionenschweren Unternehmen, aber vor allem auch einem tausendfachen leidenden Publikum für einen Schaden zufügen, scheint ihnen nicht wirklich bewußt zu sein. Denn anders sind wirklich dämliche Ausreden wie „Ich habe mich in meiner Gestik vertan.“ oder „In der Superzeitlupe habe ich gesehen, dass es ein Elfer war.“ nicht zu erklären. Ob Herrn Aytekin diese Sechs im Kicker sein Jahreszeugnis versaut, und die Versetzung gefährdet ist?

Auch der Elfmeterpfiff des Herrn Sippel am Samstag in Müngersdorf ist in keinster Weise nachvollziehbar; ganz ehrlich, immer häufiger drängt sich mir der Verdacht einer ganz großen Verschwörung auf.

Ja, das Spiel ist schnell, die Schiris stehen unter ständiger Beobachtung, Kameras decken jeden kleinsten Fehler auf, und die Profis wälzen sich teilweise sterbend auf dem Boden, aber wenn die Karte gezogen wurde, springen sie wieder rum wie junge Rehe (nicht war, Herr Polanski?). Aber was es da in letzter Zeit an Affären aus der Ecke der eigentlichen Unparteiischen gegeben hat, das sollte DFL, DFB, UEFA und FIFA mal zu Denken geben, ob in dieser Richtung nicht mal die ganz große Reform anzustreben ist, statt immer nur die schützende Hand darüber zu halten.

Aber aus dieser Ecke kommen dann immer mehr blöde Ideen, wie Silver- und Golden-Goal und Linienrichter auf der Torauslinie.

Vielleicht sollte man wie früher auf dem Bolzplatz ganz auf Schiris verzichten, evtl. würde das auch an die Fairness der Spieler appellieren. Und wer dann immer noch meint, sich auf dem Platz wälzen zu müssen, wird von 21 Spielern und dem ganzen Stadion verachtet.

Euer Bumsi



 
You walk alone oder ein teures Bier

Es ist wirklich nicht zu glauben, was sich immer wieder in deutschen Stadien abspielt bzw. zwischen den Ohren derjenigen, die deutsche Stadien besuchen. Ob sich da immer ein Gehirn befindet, das wage ich mal zu bezweifeln. Jetzt werden also auch im Gutmenschenclub St. Pauli Becher geworfen, aber wen wundert’s?

Das Ende der Sozialromantik hat St. Pauli schon lange erreicht, auch wenn es die „Fundis“ der Szene am Kiez nicht wahrhaben wollen. Stadionumbau, Kommerzialisierung, VIPs, das alles gehört zum Fußballalltag auf St. Pauli genauso wie anderswo. Da nutzt es auch nix, wenn ich den x-ten Arbeitskreis zur Förderung einer benachteiligten Randgruppe gründe, um meinem selbsterteilten gesellschaftspolitischen Auftrag gerecht zu werden. Statt sich um kleine Randgruppen zu kümmern, sollte man vielleicht mal die insgesamt anwachsende Fanklientel sorgsamer beobachten und betreuen.

Da hilft auch „You’ll never walk alone“ nicht, so einem Becherwurf-Idioten kann man nur sagen: You walk alone, und zwar für lange Zeit nur noch außen rum ums Stadion. Die individuellen finanziellen Folgen für den Täter werden verheerend, ob er sich nach diesem wohl teuersten Bier seines Lebens jemals ein weiteres leisten kann, bleibt offen.

Und wenn ich an unsere Bemühungen denke, Fans überall wie normale Menschen zu behandeln, die selbstverständlich auf ihren Plätzen im Stadion essen und trinken können, weil das einfach zum Fußball dazugehört, dann wird mir ganz anders. Was nutzt das alles, wenn irgendein einzelner es nicht kapiert?
Euer Bumsi



Wechsel machen das Leben spannend, Wechsel sorgen für Veränderung

Das wir (mal wieder) den Trainer getauscht haben, Schwamm drüber, die sogenannten Gesetze des Fußballs haben gegriffen, auch wenn Kontinuität was anderes ist. Aber was geht denn da ab in der Liga? Das ist ja wie das Unterhosentauschen bei der Bundeswehr, wie es Otto Waalkes einst bezeichnete.

Herr Magath verläßt Schalke, na ja, Pokalfinale und Viertelfinale in der CL sind ja auch Grund genug für eine Kündigung. Nun geht er zurück nach Wolfsburg, ist auch schöner da als in Gelsenkirchen, und außerdem quatscht keiner rein.

Dafür kommt Herr Rangnick nach S04, schon wieder. Solange er keine Ehrenrunde dreht, bleibt er wahrscheinlich länger als Mitte Mai im Ruhrgebiet, hoffen wir mal, dass Schalke gegen Duisburg das Pokalfinale verliert, sonst läuft er wieder im Kreis.

Und was macht mein Freund Jupp Heynckes? Wechselt zum dritten Mal nach München, auch wenn das Intermezzo 2009 nur für fünf Spiele war. Ist es die sportliche Verlockung, die Bayern zu trainieren, der finanzielle Reiz, oder die Chance evtl. noch mal die CL zu gewinnen?

Oder will es der alte Jupp den jungen Rumturnern wie Klopp und Tuchel noch mal zeigen? Ruf mich an, dabei bin ich auf Deiner Seite. Solange Du Hans Meyer nicht herausforderst, den der ist drei Jahre älter als Du, und gibt die geileren Interviews. Aber wenn Du das auch noch hinbekommst, dann freu ich mich auf den Grillabend im Sommer am FanHaus: Jünther, Jupp, Hans und Bumsi. Wann war noch mal die JHV?

Euer Bumsi

PS: Auch wenn ich Herrn Schaaf respektiere, wann kommt Otto Rehagel nach Bremen zurück?



Danke für die Aufklärung

Vor einigen Tagen klärte die Nürnberger Zeitung den geneigten Leser über „den am häufigsten gesprühten türkischen Vornamen der Graffiti-Szene“ auf.

„Acab“ sei dies, gerne auch mal mit Pünktchen hinter den einzelnen Buchstaben: A.C.A.B.

Klasse, dass ein kompetenter Journalist sich endlich mal dieses Themas angenommen hat!!! ;-)

Wer’s nicht glauben mag, hier der Originaltext:
 

Euer Bumsi


Lieber Berti,


Halt Pohl, Helau, Alaaf.

Katastrophale Niederlage gegen Stuttgart, stellenweise kein Bier mehr in der Nordkurve, Abstiegsangst... Als wären das nicht genug Horrormeldungen, steht uns jetzt auch noch die Hochphase der fünften Jahreszeit bevor. Am kommende Sonntag, einen Tag nach dem so wichtigen Auswärtsspiel gegen Pauli feiert unsere Borussia ihre obligatorische Karnevalsfeier im Roten Krokodil.

Und schon wieder zermartere ich mir den Kopf. Wie komme ich da bloß rein? Aber Bumsi wäre nicht Bumsi, wenn ihm das nicht irgendwie gelingen würde. Also hab ich erstmal bei meinen Freunden im Fanprojekt nachgefragt. Die sagten mir, ich solle mich an Borussia wenden. Gesagt, getan! Dummerweise sagte mir Borussia, dass es wohl nicht möglich sei, denn die Karten wären schon alle weg, Sponsoren, Ehrengäste ect. pp. Verdammt, das war doch vor ein paar Jahren noch nicht so schwierig. Doch dann – Geistesblitz! Telefon zur Hand und Kurzwahl 2 gedrückt. Ist ja quasi mein Nachfolger. Doch keiner nimmt ab. Wo ist der denn wieder, dachte ich mir, als ich gerade auflegen wollte. Da hörte ich am anderen Ende: Jünter hier, was gibt’s? Hey Jünter, Bumsi am Apparat, Alarmstufe Rot. Ich brauche ganz dringend eine Karte für die Karnevalsfeier unserer Borussia am Sonntag. Kannst du da was regeln? Heiliger Geißbock, das fällt dir aber früh ein. Ich rufe dich gleich zurück.

Alles klar, dachte ich, und verfiel sofort in Panik. Oh Gott, was ziehe ich denn bloß an? Ab zum Kleiderschrank. Mal sehen, was haben wir denn da? Auswärtsdeppen T-Shirt? Ne, sind wir ja nicht mehr. Da wäre noch die „Scheiß DSF“ Pappmasché? Heißt ja jetzt Sport1, also müsste ich das noch umpinseln und da habe ich keine Zeit für. Oder doch wieder der blaue Schlumpf, aber den habe ich schon oft genug getragen. Ah, die rote Laterne. Auf einmal klingelt das Telefon. Hey Bumsi, Jünter hier, ich habe noch eine Karte für dich und hole dich dann Sonntag ab. Super, danke Jünter. Wieder zurück zum Kleiderschrank. Also die Rote Laterne? Aber ich bin doch Optimist. Nix da, kein Abstieg. Zack, da ist es, das gute Stück. In Anlehnung an erfolgreiche Zeiten werde ich einfach das schwarze Trikot mit dem Diebels Schriftzug anziehen. Dann brauche ich mich nicht mal umzuziehen. Denn das werde ich morgen am Millerntor auch tragen. Vielleicht hilft es ja. Ihr wisst ja, die Hoffnung stirbt zuletzt...

Euer Bumsi


Kein Bier mehr im Oberrrang

Kennt Ihr eigentlich noch Paul Kuhn? Den Mann am Klavier? Klar kennt Ihr den noch. Vor gefühlten 143 Jahren gab er einst den Schlager „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ zum Besten. Irgendwie hab ich mich am Samstag im BORUSSIA-PARK ja ähnlich gefühlt, und wollte mit meinen Kumpels in Anlehnung an den alten Gassenhauer eigentlich schon „Es gibt kein Bier in der Nordkurve“ singen.

Was bitte war denn da los? Da sind bei diesem schicksalsweisenden Spiel gegen den Tabellennachbarn aus der Schwabenmetropole keine 40.000 Zuschauer im Stadion, dann bricht in der zweiten Halbzeit quasi Sodom und Gomorra über uns herein, und dann bekommt man an den Buden hinter der Kurve nicht mal mehr ein ordentliches Alt oder Pils, um den fürchterlichen Schock herunter zu spülen?

Ich muss doch mal mit Jünter sprechen, vielleicht hat er ja in der Halbzeitpause mit unseren Helden in Weiß ordentlich einen genommen. Das würde mir dann auch direkt gleich zwei Fragen auf einmal beantworten. Erstens, warum der Gerstensaft in der Nordkurve leer war, und zweitens warum wir das Spiel nach 2:0 Führung und toller erster Hälfte dann doch noch verloren haben.

Zum Glück ging das gute Nass nach dem Spiel im FanHaus nicht zur Neige. Bechern für den Klassenerhalt? Ich glaub noch dran!

Euer Bumsi


Bumsi findet Ba bah...

Ja, die einstigen Amateure aus Hoffenheim. Aber was heißt einstigen, erlebt die Liga nicht gerade eine Provinzposse nach der anderen aus der, na was wohl, Provinz?

Anfang Januar vermeldetet der Boulevard, die Verein und der Trainer trennen sich in beiderseitigem Einvernehmen, erstmal ohne Kommentar der beteiligten Personen. Der Mäzen, der in der Vergangenheit bereitwillig Geld für Spieler ausgab, scheint nun Spieler mit Gewinn verkaufen zu wollen. Herr Gustavo wechselt nach München, der Trainer wurde wohl etwas spät informiert. Würde ich mir auch nicht gefallen lassen, hätte er sich aber denken können, als er den Job übernahm.

Wird das Portemonnaie bei Herrn Hopp etwa eng? Oder wollte man Luiz G. keine Scheine, sorry, Steine in den Weg legen, sich zu verbessern? Egal, jetzt ist Herr Pezzaiuoli (normalerweise bekommt man dafür eine Knoblauchpizza) Nachfolger auf der Trainerbank. Aber damit sind die Winterpausenfüller des Dorfvereins noch nicht abgehandelt, es gibt noch Demba Bas Bäh.

Erst will er nicht mit in Trainingslager, dann wird der Wechsel auf die Insel vermeldet, um nur kurz darauf zu lesen, dass Stoke City vom Kauf zurücktritt, da Herr Ba durch den TÜV, äh, medizinischen Check gefallen ist. Oder möchten die Engländer nur den Preis senken? Mir egal!

Haben wir es nicht immer alle gewußt? Hoffenheim ist kein Fußballverein, das ist ein Unternehmen, eine Investitionsanlage. Ich hab jetzt kein Mitleid mit den Fans, eher vielleicht mit den Jugendspielern, die sich davon haben blenden lassen. Und wird es Euch allen da draußen jetzt endlich mal klar, das sind keine Wohltäter, das sind knallharte Geschäftsleute (warum fällt mir dabei die Initiative Borussia ein?)

Es wird vermeldet, dass der immer wieder angegriffene Herr Hopp ca. 235 Mio. in sein Projekt gesteckt hat? Warum? Weil er damit Gewinn erzielen will, denn er verschenkt nichts, wie es einst die Förderer wie Jean Löring für Fortuna Köln oder Klaus Steilmann für Wattenscheid getan haben. Und wenn dieser Lohn nicht bald zu verzeichnen sein wird, dann werden wir hoffentlich auch diese Verein los, die einen Platz in der Liga blockiert, der Traditionsvereinen mit einer ordentlichen Fanszene vorbehalten sein sollte.

Euer Bumsi


Ich hab’s doch gewusst…

Der Cichon war mir immer schon unsympathisch. Dieses verschmitzte Lächeln, die hinterlistigen Fouls, dieses fiese rote Trikot mit dem Ziegenbock drauf… Jetzt kommt auch noch seine Beteiligung am Wettskandal ans Tages- bzw. Abendlicht: Marijo C., Kumpel von Ante Sapina: „Cichon hat gesagt: Bei Abendspielen ist eine Manipulation leichter möglich, weil der damalige Torhüter Stefan Wessels dann Probleme mit den Augen hat.“

Nun, der Wessels hat eigentlich immer so gehalten, als wenn er was an den Augen hat, aber das ist ein anderes Thema.

EUR 100.000 wollte der Cichon für ein geschobenes Spiel haben. Ganz schön happig und nachdem er im Relegationsrückspiel 08/09 gegen Paderborn beim Stande von 0:0 (Hinspiel 0:1) einen Elfer verschoss, bekommt dieser Fehlschuss ein ganz schönes „Geschmäckle“… Nun pengt er mit seinen 34 Jahren noch ein wenig in Südafrika bei den „Moroka Swallows“, da kommen die Jungs mit den kurzgeschorenen Haaren und den mit Sand gefüllten Handschuhen wohl nicht so schnell hin…

Ganz erstaunt las ich nun, dass die Weisweiler-Elf einen Cichon mitspielen lassen, konnte mir aber nicht vorstellen, dass auch auf deren Spiele gegen „Gänseblümchen - Vorde-Wesel“ oder „GLÜCK-AUF-STERKRADE“ gewettet wird. Glücklicherweise handelt es sich aber nur um Adam Cichon (0 Spiele und 0 Tore für Borussia). Puh…

Euer Bumsi


Bumsi über den Wettskandal

Auch wenn die Winterpause nicht so lang ist wie früher, nach den Feiertagen wird einem schnell langweilig. Vier-Schanzen-Tournee hin oder her, Liverpool-Tour, Trainingslager oder Dart, die Wechselbörse in der Liga ist interessanter.

Und da macht auf einmal ein alter Bekannter auf sich aufmerksam: René Schnitzler. Alter Bekannter? Ja, denn René ist 1985 in Mönchengladbach geboren, hat in der Jugend beim Spö und bei Borussia gespielt, nach einem kurzen Ausflug zum Bayerkreuz hat er 14 Tore für unsere Amas erzielt und am letzten Spieltag der Saison 06/07 wurde er gegen Bochum in der Bundesliga eingewechselt. Anschließend wechselte er nach St. Pauli, um 2009 wieder an den Niederrhein nach Wegberg zu kommen.

Und jetzt stellt sich heraus, dass er während seiner Tätigkeit beim FC St. Pauli insgesamt 100.000 Euro von einem Mitglied der sogenannten „Fußballwettmafia“ erhalten haben soll. Er bestreitet jedoch, an Manipulationen von Spielen beteiligt gewesen zu sein.

Auch wenn seine „Karriere“ mit 25 Jahren jetzt einen dollen Knacks bekommen haben sollte, und die Geldannahme der Betrugsmafia verwerflich ist, wen hat er jetzt mehr beschissen: die DFL mitsamt den Spielern, Fans und Funktionären, oder die Kumpels um Ante S., die Geld bezahlt haben, ohne eine Gegenleistung dafür erhalten zu haben? Wenn ich etwas mehr Zeit habe, werde ich mir die betroffenen Spiele mal auf DVD angucken, denn es hat schon Spieler gegeben, die haben saudumme Eigentore geschossen, ohne dafür einen sechsstelligen Betrag erhalten zu haben. Und wenn er ein Guter ist, spendet er das Geld ja vielleicht auch. Also René, falls Du das liest, hau' die Kohle raus, es gibt genug Bedürftige.

Euer Bumsi

PS: Und wer jetzt glaubt, ich befürworte Bestechung, der soll die Bild lesen.


Bumsi erklärt die Torwartecke

"Das nehme ich auf meine Kappe. Ich dachte, der Ball fliegt in die andere Ecke", so äußerte sich unser Keeper Heimeroth zum ersten Gegentor gegen Pokalgegner Hoffenheim. Die Fähigkeit zur Selbstkritik ist durchaus begrüßenswert, aber da stimmt doch hinten und vorne was nicht, und das ist auch durch Selbstkritik nicht mehr auszubügeln.

Wenn ich als Torhüter die Mauer stelle, dann entscheide ich mich auch für eine Ecke des Tores als Torwartecke. Wenn der Ball dann in die andere Ecke fliegt, dann wäre es doch Aufgabe der Mauer, den Ball irgendwie aus der Gefahrenzone zu befördern, und nicht die des Torhüters. Dafür hat ER doch die Mauer da hingestellt, oder nicht? Wenn der Ball dann über die Mauer segelt und im Winkel landet, dann ist er eben unhaltbar.

Wenn ich aber als Torhüter die Mauer stelle, dann meine Torwartecke verlasse und einfach auf die andere Seite – die Mauerseite – des Tores latsche, dann wird auch ein absolut haltbarer Ball auf die Torwartecke unhaltbar, weil der ja gerade weggeht. Nee, Christopher, wenn du denkst, der Ball geht in die andere Ecke, dann latsch da nicht hin, sondern hör einfach auf zu denken.

Euer Bumsi


Bumsi sorgt sich um Aue

Sorgen kann man haben! Während sich die Sorgen der Borussia mal wieder auf den anhaltenden Misserfolg und den Klassenerhalt konzentrieren, sind es bei unserem Pokalgegner der ersten Runde Sorgen über den Erfolg des Teams und der damit verbundenen Verpflichtung, Prämien an die Spieler auszuschütten.

Da sieht man es mal wieder, wie verrückt der Fußball sein kann und wie völlig unkalkulierbar eine Saison laufen kann. Sowohl bei uns als auch bei den Erzgebirglern rechnete wohl kaum jemand mit dem derzeitigen Tabellenstand in der jeweiligen Liga, jeder auf seine Weise. Merkwürdigerweise herrscht trotz der völlig unterschiedlichen Vorzeichen in beiden Clubs Unruhe. Bei Borussia will eine neugegründete Initiative die Strukturen reformieren, bei Aue legten zwei Vorstandsmitglieder wegen mangelnder Teamfähigkeit des Restvorstands ihre Ämter nieder.

Führt das jetzt zum Erfolg? Zum Misserfolg? Da der Fußball so unkalkulierbar ist, bleibt nichts weiter, als auf die nächsten Spiele zu warten. Und seien wir ganz ehrlich, wenn jedes Ergebnis und jede Tabellensituation im Vorhinein planbar wäre, verlöre das Spiel seinen Reiz. Obwohl ich auch nicht auf Platz 18 stehen möchte und am liebsten in den letzten beiden Spielen zwei Siege einplanen würde.

Immerhin haben wir mit einem unserer raren Erfolgserlebnisse den prämiengebeutelten Auern vielleicht einen Gefallen getan. Man stelle sich vor, auch die Prämien für gewonnene Pokalspiele kämen noch dazu…

Euer Bumsi


Bumsi zur "Initiative Borussia"

„Wir sind alles Fans, denen das Herzblut überläuft und wollen etwas tun.“ sagen die Initiatoren der "Initiative Borussia". Norbert Kox, Dr. Friedhelm Plogmann und Martin Schmuck wollen eine zeitgemäße Alternative zum bisherigen Kurs der Borussia aufzeigen.

Aha. Dann wollen wir diese Herzblutfans mal googeln...

Dr. Friedhelm Plogmann war seit 2004 Vorstandsvorsitzender der Landesbank Rheinland-Pfalz. Er ist offiziell „auf eigenen Wunsch“ zum 30.07.2008 in den Ruhestand gewechselt. Hintergrund war wohl falsche Bilanzierung und „Irreführung der Öffentlichkeit“. Er hat für 2007 einen Gewinn von 140 Mio. Euro verkündet, allerdings musste nachher tatsächlich ein Verlust von 91 Mio. Euro verbucht werden. Er war auch zuständig für einen Kredit der Landesbank in Höhe von 2 Mio. Euro an die Pleite-Firma Maxfied von Franjo Pooth und bekam als einer der größten Gläubiger hiervon 8.000 Euro zurück. Er war Aufsichtsratsmitglied der größtenteils landeseigenen Nürburgring GmbH seit dem 15.07.2009 und ist dort bereits wieder Mitte 2010 ausgeschieden. Er ist als Zeuge im Nachgang zu der Pannenüberweisung der KfW an die Lehmann Brothers verwickelt und ist Mitglied des Beirats des SC 07 Bad Neuenahr e.V. (Frauenfußball-Bundesligist).

Norbert Kox war seit 1991 Vorstandsmitglied der heutigen TARGO Versicherungen. Dort ist er am 31.05.2010 in den Ruhestand getreten. Er war sieben Jahr lang bis zum 31.10.2010 Präsident des NRW-Ligisten Bergisch Gladbach 09. Dort ist er ausgeschieden, weil „seine persönlichen Lebensplanung und seine Auslandsmandate eine kontinuierliche Arbeit im und für den Verein nicht mehr zu lassen“.

Martin Schmuck war u.a. Leiter des ZDF-Landesstudios NRW in Düsseldorf und ist heute „Senior Advisor“. Zudem war er bis zur Bundestagswahl 2009 Sprecher und Medienberater von Peer Steinbrück. Jenem Peer Steinbrück dem die Raute so tief im Herzen sitzt, dass er sich als Aufsichtsratsmitglied beim BVB aufstellen lässt.

Überlaufendes Herzblut, liebe Wirtschaftsbosse und Führungskräfte, sieht wohl anders aus und wird wohl stets nur bei uns Fans zu finden sein. Ich bin sicher auch unzufrieden mit der aktuellen Situation und verstehe auch nicht alle Entscheidungen unseres Vereins aber eure "Initiative Borussia" ist der größte Mumpitz.

Euer Bumsi


Vor der eigenen Türe kehren…

Vier Spieltage vor Ende der Hinrunde liefert die Bundesligatabelle jede Menge Futter für satirische Texte, die für meine kleine Kolumne abzufassen wären. Wie schön könnte also Bumsis Leben kurz vor Weihnachten 2010 sein.

Ich könnte über die Bayern schreiben, die auch nach 13 Spieltagen nicht so richtig aus dem Quark kommen wollen. Einfach wunderbar, wie der Uli sich neulich vor laufenden Kameras über den Louis aufgeregt hatte, und wie sich beide danach ebenso öffentlich wie halbherzig versöhnt haben.

Der rheinische Rivale hat sogar schon den Trainer entlassen und als Derbyverlierer sowie durch die Geschehnisse rund um die Mitgliederversammlung ganz Fußballdeutschland zum Lachen gebracht.

Wer Werder Bremen nicht mag, wird in diesem Tagen amüsiert an die Weser blicken, wo angesichts von Grottenleistungen auf dem Platz ein Trainerdenkmal bedenklich wankt.

Selbst über die in unbekannten Tabellenregionen dümpelnden Stuttgarter (da ist ja auch schon ein neuer Trainer im Amt) oder Wolfsburger könnte man sich trefflich auslassen.

Man könnte, man könnte … denn leider verbietet es sich angesichts unserer eigenen (besch…) sportlichen Situation, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wir müssen in diesen Tagen vor der eigenen Türe kehren … und haben damit genug zu tun. Schlimmer noch: Für vergleichbare Kolumnen anderer Vereine liefern wir derzeit wohl selbst viel „Stoff“ …

Euer Bumsi


Hoffentlich kommen wir da bald wieder raus!

Und hoffentlich bemerken nun auch die Dortmunder, von denen sich nach meinem letzten Statement ganz viele bei mir gemeldet haben, dass „Bumsi“ Satire ist, und wir nicht nur andere sondern auch uns selber auf die Schippe nehmen.

Euer Bumsi


Wer im Glashaus sitzt…

Könnt Ihr Euch noch an den Aufstand erinnern, den die Dortmunder aufführten, als sie für das Top(gast)spiel auf Schalke für einen Stehplatz mächtig Kohle berappen mussten? Unter dem Motto „Kein Zwanni für ’nen Steher“ wurde sogar zum Boykott des Gästeblocks aufgerufen. Dem Protest gegen unverhältnismäßig steigende Eintrittspreise sollte symbolträchtig Ausdruck verliehen werden.

Auch wir Borussen schlossen uns damals dem Protest an („in der Not“ steht man halt auch Seit’ an Seit’ mit einem Erzfeind).

Wer dieser Tage seine Eintrittskarte zum bald bevorstehenden Auswärtsspiel in Dortmund in den Händen hält, wird sich verwundert die Augen reiben. Obwohl die Partie gegen uns (als der Verkauf der Tickets begann, waren wir Tabellenletzter!!!) sicher nicht als Topspiel deklariert wurde, müssen für einen Stehplatz immerhin 17,40 EUR auf den Tisch der Signal Iduna Arena gelegt werden. Nicht-Fanprojekt- bzw. Nicht-Borussiamitglieder landen inkl. der Vorverkaufsgebühren also bei über 20,- EUR für ’nen Steher.

Was war doch gleich die Parole der BVB-Protestaktion gegen die Schalker Eintrittpreise???

Man muss wohl kein Prophet sein, um sich auszumalen, dass Gästefans in Dortmund bei einem Topspiel auch ohne Gebühren für ’nen Steher über 20,- EUR bezahlen müssen.

Liebe Dortmunder! Wie wäre es mit ’ner Entschuldigungsaktion unter dem Motto „Bei uns werdet Ihr Gästefans genauso beschissen wie woanders“??!! Eure aus damaliger Sicht lobenswerte Aktion bekommt nun jedenfalls einen ganz faden Beigeschmack.

Ihr hättet Euch VOR dem Schalke-Boykottaufruf wohl mal besser über Eure eigenen Eintrittspreise informiert…

Euer Bumsi


Bumsi war auch in K*** beim Derby...

Jetzt aber ausnahmsweise mal auch ein Lob für die Einsatzkräfte vor Ort. Viele schimpfen oft über Ordner und Polizisten, also darf ich sie doch auch mal loben, oder?

Bis auf ein paar Ausnahmen waren die Einsatzkräfte wirklich diesmal relativ nett, und es sah auch nach einer guten Planung aus, ein ruhiges, besonnenes und sehr deeskalierendes Auftreten.
Ich habe selten ein Spiel erlebt, bei dem man so zufrieden mit den Ordnungskräften sein konnte, egal ob in Mönchengladbach, in der Bahn, in Ehrenfeld oder am Stadion.

Ob die sich schon beim Castor ausgetobt hatten und einfach bei dem Wetter ihre Ruhe haben wollten, oder ob die Fans auch einfach nur dem Regen entfliehen und schnell ins Stadion wollten, sei dahin gestellt. Wenn es Probleme mit dem weiteren Ablauf gab, wurde ständig informiert und alles blieb ruhig.

Ebenso waren die Ordner bei der Einlasskontrolle deutlich lockerer als erwartet. Es wurden Späßchen gemacht, als der Andrang zu groß wurde, ein zweites Tor geöffnet, ganz entspannt, ganz sachlich, ohne Provokation, warum erst jetzt?

Schämen müssen sich allerdings die eigens eingesetzten Pyrotechnik-Spürhunde, denn zu unserem Leidwesen wurde in unserem Gästebereich wieder gezündelt. Die zu erwartende Strafe darf direkt an die Hundestaffel weitergeleitet werden, da gibt es dann jetzt ein paar Wochen nur noch Trockenfutter.

Euer Bumsi


Ich habe Post gekriegt. Post von Rolf R. aus W.! Aber lest selbst:

"DAS ist das Drama. Rein rational ist da NICHTS mehr von dem, was diesen Namen früher gefüllt hat. Keine Fohlen, keine Torfabrik, kein Bökelberg (incl. Publikum), keine Kontinuität auf dem Trainerstuhl (Hä?, Anmerkung von Bumsi).

Es ist, als ob man ein leere Flasche, deren Inhalt einst ein edler Tropfen war, mit Aldifusel aufgefüllt hat. Und wir armen Wichte tun uns diesen Fusel wieder und wieder an, nur weil dieses vergilbte Etikett auf der Flasche klebt...
Warum ist das eigentlich so? Warum kann man den Verein nicht wechseln wie ein Hemd? Vielleicht, weil bei den meisten von uns die "Prägung" so früh in der Kindheit erfolgte - und nun laufen wir der ersten Ente (siehe Konrad Lorenz), die wir nach dem Schlüpfen gesehen haben, ein Leben lang hinterher....

Und so werden wir wieder und wieder Aldifusel saufen, weniger, weil wir noch hoffen, dass er sich einst in einen edlen Tropfen (zurück) verwandeln werde, sondern einfach nur wegen dieses vergilbten Etiketts, das uns immer noch am Herzen liegt, Erinnerungen wach ruft, an glückliche aber auch verzweifelte Momente unserer Kindheit.

Oh, wie es hasse, Borussia zu lieben."

Euer Bumsi


Die Scheiße am Hacken

Das Licht am Ende des Tunnels ist der Scheinwerfer eines entgegenkommenden Zuges. Was habe ich mich geärgert am Samstag. Unnötig, überflüssig, zweckfrei und entnehmbar, so kann man diesen Auftritt der Borussia in der Pfalz wohl bezeichnen. Also hieß es, sich auf die Pokalauslosung zu konzentrieren, vielleicht kann man ja da den Silberstreif am Horizont ausmachen, vielleicht geht ja da noch was. Irgendwas, auf das man seine Hoffnung richten kann…

Und was war? Nix war da mit Silberstreif, einfach nur Mist, einfach von allen möglichen das allerbeschissenste Los, das man sich denken konnte. Erstens auswärts, zweitens gegen diesen Unsympathenverein, dessen Existenz nur den Sieg des Geldes über den Sport belegt.

Da sind zehn Bundesligisten im Topf und sechs unterklassig spielende Vereine und völlig unvorhersehbar wird tatsächlich jeder dieser Zweit- oder Drittligisten einem Profiverein zugelost. Nur uns nicht. Die einzige andere reine Bundesliga-Begegnung im Pokal ist Stuttgart gegen Bayern. Ja, verdammt noch mal, wenn schon so ein Pech, als einer von vieren gegen einen Ligakonkurrenten spielen zu müssen, warum dann nicht zum 750sten Mal gegen Bayern, was eh keinen interessiert, aber zumindest dem Verein Fernsehgelder garantiert hätte? Nein, wir müssen gegen dieses widerwärtige Finanzprojekt antreten, das eh keiner, und wir schon mal gar nicht, leiden kann.

Es ist zum Heulen. Haste einmal einmal Scheiße am Hacken, dann wirst du sie einfach nicht mehr los.

Euer Bumsi


Ich habe keine Ahnung vom Fußball

Wirklich nicht, auch wenn man das meinen könnte bei meinem Outfit. Wenn ich Ahnung hätte, wäre ich ja wohl nicht immer noch Fan der Borussia, oder? Aber es geht ja auch gar nicht um Fußball bei meiner Borussia, es geht hier um meine große Liebe. Aber wenn sie natürlich auch noch Fußball spielen könnte, wäre das schon schön.

Kann sie ja, kann sie ja. Ich weiß. Ein bisschen Ironie wird doch wohl mal möglich sein. Ich bin ja auch kein Trainer, ich habe keine Taktik und erst recht kein Konzept an Spieltagen, wenn mal von der Grundidee „Vorspielbier, Spielbier, Nachspielbier“ absieht. Ich staune immer über 4-4-2, 4-2-4 und 4-3-3. Das hört sich für mich an wie die Lottozahlen.

Aber ich guck schon hin, wenn meine Borussia spielt, so ist das nicht. Auch wenn ich nicht alles kapiere, ich habe ja zwei gesunde Augen im Kopf. Und dann dachte ich mir neulich: Da ist aber viel Platz im Mittelfeld, wirklich viel Platz, also so richtig viel Platz. Da hätteste glatt noch ‘nen Möbellaster hinstellen können. Und auch wenn ich wirklich planlos und ahnungslos und unwissend bin, irgendwann habe ich gedacht: So ein offensiver Mittelfeldspieler, der wäre jetzt schon nicht schlecht, oder?

Euer Bumsi


Bumsi und der nächste Schritt

In den vergangenen Jahren haben immer wieder neue Begriffe Einzug in den Fußball-Sprachgebrauch genommen. Anfang der 90er wurde die Viererkette eingeführt, nun die Doppel-Sechs, die Raute im Mittelfeld, der mitspielende Torhüter (Was soll er auch sonst machen?), das Event-Publikum, das Hochsicherheitsspiel und das Neueste scheint nun „der nächste Schritt“ zu sein.

Für Mesut Özil steht der nächste Schritt bei Real Madrid an, für Michael Ballack der nächste Schritt zurück zu alter Fitness und Dennis Diekmeier machte den nächsten Schritt beim HSV. Und das sind nur wenige Beispiele. Angesichts der zahlreichen nächsten Schritte, die die Profis in Deutschland machen, hat man schon Sorge, dass sie sich irgendwann alle über den Haufen rennen.

Überall wird vom nächsten Schritt gesprochen. Jüngst bei der Verpflichtung von Andre Schürrle bei Bayer Leverkusen. „Ich bin Mainz 05 sehr dankbar, dass sie mir diesen nächsten Schritt ermöglichen“, sagt der neue Pillendreher. „Er hat den Wunsch geäußert, den nächsten Schritt machen zu wollen“, so der Ex-Autohändler Heidel bei Mainz 05.

„Wir freuen uns über seine Entscheidung für Bayer 04 und denken, dass er bei uns die nächste Stufe erreichen kann“, so Heynckes Jupp.
JUPP, das heißt Schritt, nicht Stufe! Mannomann …

Euer Bumsi


Romani ite domum…

… „Römer geht nach Hause“, diese Parole sollte Bestandteil einer Choreografie sein, die die Bayern ihren römischen Gästen zum heutigen Championsleague-Auftakt in allerbestem Latein zu präsentieren gedachten. In Anlehnung an den Film „Leben des Brian“ (in dem der Titelheld diese Parole zunächst grammatikalisch falsch an eine Wand geschmiert hatte, woraufhin er von einem römischen Soldaten aufgefordert wurde, sie zigfach korrekt an die Wand zu schreiben) hatten die Bayern sich diese durchaus witzige Aktion ausgedacht.

Dabei hatten sie die Rechnung allerdings ohne die hohen Herrschaften der UEFA gemacht. Diese untersagten kurz vor dem Spiel die Präsentation der Choreografie wegen angeblich „beleidigendem Inhalt gegenüber dem Gastverein“.

Dies ist übrigens nicht der erste derartige Vorfall. Beim Championsleague-Finale durfte der Fanclub Dachau-City die Clubfahne, auf der der Name der Stadt zu lesen ist, nicht aufhängen, da dies nach Meinung der UEFA aufgrund des gleichnamigen Konzentrationslagers ein Verstoß gegen die FairPlay-Regeln darstellen würde.

Von der Stadt Rom ist ja auch mal eine ganze Menge Gewalt ausgegangen, was dem „GRÖFAZ“ken später sogar als Vorbild dienen sollte. Ob die UEFA den Römern deshalb wohl kurzfristig noch den Vereinsnamen verbieten wird???

Ansonsten kann man sich nur (wütend) fragen, ob die hoch bezahlten Funktionäre nicht Besseres zu tun haben, als so einen Unsinn zu verzapfen.

Euer Bumsi

 

Damals, als es den Fanladen noch gab, saß ich jeden Tag am Fenster am Eickener Markt und schaute dem munteren Treiben des damaligen Stadtteils der Borussia zu. Was für die vielen Fans, die aus ganz Deutschland und an einigen Tagen sogar aus ganz Europa, am Spieltag vor dem steilen Aufstieg zum Bökelberg die „Partymeile“ schlechthin war, entpuppte sich unter der Woche als biederer Teil einer Stadt, deren spießige Bürger mehr Groll über die Vandalen vom Wochenende hegten, als dass sie mit ihrem Herz an unserer Borussia hingen.

Nachdem außer mir dann alle froh waren, dass Borussia endlich ins neue Stadion gezogen war, wurde es still und ungemütlich in Eicken. Nicht nur der Bökelberg und der Fanladen verschwanden, sondern in einer riesigen Baustelle wurde das gemütliche Fleckchen Erde zu einer wüsten Gegend. Nun hat man sich neu rausgeputzt und siehe da, keiner mehr da! Außer Gebetsbrüder aus einer anderen Welt. Mit einem schmucken Fest soll alles wieder so werden wie früher mit der Partymeile, so denken sich das die geschäftstüchtigen Gastronomen und laden zum Wochenende alle ein...

… nur mich nicht.

Ich finde das übrigens alles andere als traurig. Seit dem Umzug in den Borussia-Park und der FanHaus-Eröffnung gibt es eine neue Heimat in der Stadt, und Menschen, die sich freuen, dass wir kommen. Und das nicht nur für einen Tag. Daher freue ich mich auf euch am Samstag an gewohnter Stätte in unserer neuen Heimat.

Übrigens habe ich gestern Abend ganz heimlich am Brunnen des Eickener Marktes gebetet, dass bald wieder europäische Gäste in die Stadt kommen.

Beste Grüße Euer Bumsi


Schlau druff? Da war doch mal was?!?!

Was sagt denn da der Kind? „Schlaudraff wird nie mehr für Hannover spielen!“ ???

Ich erinnere mich noch an die vielen Mails und Beschimpfungen die ich geschickt bekam, als die Fans sich ausgerechnet bei mir über die „Unfähigen“ bei Borussia beschwerten, die „so ein Talent“ haben einfach gehen lassen. Bzw. noch besser, sie haben ihn ja nach Aachen „weggeekelt“ und für "nen Appel und nen Ei" verscherbelt! Und erst die liebe Presse. Einen Märtyrer haben sie aus dem „armen Jungen“ gemacht und jede Gelegenheit genutzt, bei Aufeinandertreffen in diese Wunde zu stoßen und den Verantwortlichen Borussias weh zu tun!

Und jetzt? Jetzt ist der „arme Junge“ sogar bei Hannover 96 rausgeflogen. Nicht nur bei den Öchern, oder als „Supertalent“ bei den Bayern! Nee, in Hannover! Nix gegen Hannover, aber „da weißte Bescheid!“ Eigentlich weiß man aber schon bescheid, wenn ein Spieler von den Bayern aussortiert wird weil es „menschlich nicht passt“…. Mehr hört man dann von den seriösen Bayern nie mehr…aber auch da „weißte dann bescheid“…..

Ich weiß nur, dass hier alle Mitarbeiter, die mit dem „armen Jungen“ zu tun hatten, drei Kreuze gemacht hatten, als er endlich weg war. Sicher, er hat den Fußball erfunden und er ist auch der beste Fußballer Deutschlands, und ließ das auch jeden wissen, nur; den Charakter dafür hat er scheinbar nun mal nicht, denn sonst wäre aus ihm bestimmt mehr geworden als ein ewiges Talent. Vielleicht wird er ja auch irgendwann mal wach und es macht „Klick“ im Oberstübchen, so dieses normal ausgestattet ist.

Pech für Hannover, Pech für Bayern und Pech für Aachen. Aber auch Pech für unsere Borussia, denn sie war ja lange genug selbst „Schuld“ daran, dass der „arme Junge“ vom Hof gejagt wurde….

Euer Bumsi


Giovanni Lorenzo?

Noch nie gehört? Nee, ich auch nicht. Aber als ich ihn dann im Gladbach-Trikot sah, dachte ich: „Huch, noch ein neuer Spieler, den ich gar nicht auf meinem Transferzettel hatte?“ Aber nein, weit gefehlt, Giovanni macht’s nicht mit den Füßen, sondern mit den Händen, er ist nämlich Boxer.

Und weil er seinen nächsten Kampf am Samstag gegen den Leverkusener Boxer Felix Sturm ausficht, hat er sich inspiriert durch Borussias Kantersieg am Sonntag für die Presse im Jersey der Gladbacher ablichten lassen. Wie die Borussia will er gegen Felix, der dann der Unglückliche sein soll, mit furioser Offensive seinen Sieg erringen.

Na gut, Giovanni, mach es, Boxen interessiert mich eh nicht. Ob Du jetzt gegen einen Sturm oder ein laues Lüftchen gewinnst, mir soll es egal sein. Hauptsache, es ist ein Leverkusener. Wenn man gegen die gewinnt, kann man eigentlich nix verkehrt machen. Aber mit dem Trikot meiner Borussia, mein Lieber, treibt man kein Schindluder. Auch wenn du mit fliegenden Fahnen untergehst und in der ersten Runde die Bretter küsst, will ich dich im VfL-Hemd sehen. Um unsere Sympathien musst Du Dir keine Sorgen machen, wir sind ja eigentlich Kummer gewohnt. Good luck!

Beste Grüße! Euer Bumsi


Bumsi mag keine Brause!

Waren das früher noch Zeiten, als Fußballvereine noch Vereine waren, und nicht ausgegliederte Gesellschaften. Dann kamen in den 70-gern die Betriebsmannschaften und die Sponsoren dazu, heute schenken die Ölscheichs ihren Söhnen einer Premierligisten zum 18. Geburtstag, die erschreckenden Auswüchse diese Gebarens lassen sich auf der Insel wunderbar beobachten.

Auch unsere Nachbarn, die Ösis, haben das Miteinbeziehen eines Sponsors für sich entdeckt, die Fans aus Innsbruck können ein trauriges Lied davon singen. Auch in Salzburg trägt man bereits seit 1973 immer den Hauptsponsor im Vereinsnamen, seit 2005 den eines Brauseimperiums. Und was muss ich lesen, nachdem der Einzug in die CL mal wieder verpaßt wurde? Mittelfristig soll Leipzig die Fußball-Ambitionen des Konzerns führend vertreten, Salzburg soll eine Mannschaft bekommen, die "national auch noch mitspielen kann", wie es der Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer formuliert.

Also wird der ehemalige Landesligist aus Markranstädt in fünf Jahren im Europapokal auftauchen, die erfolgsgewohnten Salzburger (drei Meisterschaften in den letzten vier Spielzeiten) im Mittelfeld der Liga tummeln. Klar, in Deutschland läßt sich eine viel größere Zielgruppe erreichen, der Osten ist Brachland, was den Erstligafußball betrifft, und ein weiterer Platz wird in der Bundesliga an einen Plastikclub vergeben sein. Herrn Hopp mag es ja sogar noch um den Sport gehen, aber den Herstellern dieser nach Gummibärchen stinkenden Plörre geht es doch nur um das bekanntmachen des Namens, wartet mal ab, bis die Cola-Fraktion da mit einsteigt. Und wenn sie dann genug haben, hinterlassen sie verbrannte Erde und spielt Leipzig wieder in der 3. Liga. Gegen Rot-Weiß Ahlen, da hat das mit dem Namenssponsoring auch nicht geklappt. Was bin ich froh, dass ich lieber Wasser und Bier trinke.

Grüße! Bumsi


„Kleine Gruppe“

Der FPMG Supporters Club hat in Mönchengladbach (und darüber hinaus) eine gewichtige Stimme. Die Fans von Schalke 04 und deren Vertretung - der Schalker Fan-Club Verband - können das mit Fug und Recht auch für sich in Anspruch nehmen.
Derzeit sind die Schalker natürlich nicht zu beneiden. Der allmächtige und -gegenwärtige „König Quälix“ hat vor ein paar Tagen dem Fanbeauftragten Rolf Rojek kurzerhand über’s Telefon mitteilen lassen, dass er sein Amt nicht mehr ausüben könne. Zusätzlich pikant ist natürlich, dass Rojek neben seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Fan-Club Verbands als Mitglied im Aufsichtsrat von Schalke 04 indirekt ja sogar „Chef“ des Trainers ist.

Obwohl schnell klar war, dass das telefonische Ausbooten ihres wichtigsten Vertreters bei den Schalker Fans zu massivem Widerstand führen würde, sprach Magath von einer „kleinen Gruppe“, die da protestieren würde.

Dass dies einer kolossalen Fehleinschätzung entspricht, war am Samstagabend in Hamburg zu erleben. Im Rahmen einer witzig-ironischen Aktion präsentierten die nach Hamburg mitgereisten Schalker auf 3.000 schnell beschafften T-Shirts den Schriftzug „Kleine Gruppe“. Dass die Gruppe also gar nicht so klein ist, dürfte dem mittlerweile als Diktator verschrienen Trainer spätestens in dem Moment aufgefallen sein, als sich noch auf dem Platz - angeführt von Manuel Neuer - auch einige Spieler das Shirt überstreiften und damit ihre Solidarität mit den Fans dokumentierten.

Liebe Schalker, Hut ab vor Eurer Aktion. Wir drücken Euch die Daumen, dass die Angelegenheit in Eurem Sinne geregelt wird. Lasst Euch nicht unterkriegen und bleibt weiter ein mächtiges Sprachrohr für die Durchsetzung Eurer berechtigten Interessen!!!

Beste Grüße!
Euer Bumsi


Kopfschütteln total

Den aktuellen Werbespot von LIGA total habt Ihr bestimmt alle gesehen. Unter Anderem tauchen da ein paar K***** Tussen auf, die etwas davon faseln, dass „Gladbach Ihnen nicht ins Haus kommt“. Ob unsere schon mehrfach kommunizierte kritische Haltung gegenüber den PayTV-Anstalten wohl dazu geführt hat, dass ausgerechnet wir auf diese Weise „unser Fett wegkriegen“ oder liegt es daran, dass die Werbeagentur in K*** sitzt? Jedenfalls dürfte schon nach dem Betrachten dieses Werbespots kein einziger Borusse LIGA total abonnieren.

Es kommt aber noch besser: Wer in diesen Tagen mit dem Auto durch Mönchengladbach und Umgebung fährt, bekommt es an Bushaltestellen und ähnlichen Plätzen erneut mit LIGA total zu tun. Auf großflächigen Werbeplakaten ist zu lesen: „Darauf hat Gladbach gewartet, Live-Konferenz ohne Köln“. Vor lauter Kopfschütteln beim erstmaligen Erspähen des Plakats hätte ich fast einen Unfall gebaut.

Die Manager von T-Home müssen entweder selber ziemlich dämlich sein oder uns für so dämlich halten, dass wir dieses doppelzüngige Spiel nicht entlarven. Wahrscheinlich ist Ersteres der Fall. Wie kann man einerseits im Fernsehspot mit eingekauften „Originalfans“ (kein echter Fan würde so einen Sch… mitmachen) uns Gladbacher „vergraulen“ und hintenherum mit dem Plakat wieder „kaufen“ wollen.

Liebe Werbestrategen von LIGA total, Fußballfans (und damit sind nicht die gemeint, die vor Euren Kameras herumlaufen) sind nicht völlig dämlich!

Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Borussen sich nicht auf diese Weise „einkaufen“ lassen … und in seltener Eintracht mit dem rheinischen Rivalen wünscht man sich das für die Fans rund um den K***** Dom auch!

Kopfschüttelnde Grüße!
Euer Bumsi


Borussen als Dichter

Bert Goldschweer vom BFC "Im Vollrausch zu Berge" aus Lingen/Ems hat die Sommerpause dazu genutzt, seiner Sehnsucht nach unserer Borussia in einem kleinen Gedicht Ausdruck zu verleihen. Diesen lyrischen Hochgenuss möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten:

Die Pfeife schrillt.
Bin nicht gewillt,
jetzt hinzusehen,
mir's anzutun.
Will einzig
In Rautenträumen ruh'n

Kissen über'n Kopf gezogen,
höre nicht der Kurve Wogen.
Doch Borussen-Stimme spricht:
"Saison verpassen kannst du nicht!"

So quäl' ich mich hoch.
Erheb' mich doch,
und dann im Nu ist es ganz klar:
Wir sind Borussia!
Der VfL er spielt, da will ich hin,
Denn bald ist schon Saisonbeginn.

Besten Dank an dich, mein lieber Bert.

Dein/Euer Bumsi


Bumsi in Bärlin

Also, ich habe in meinem Fandasein auf meinen zahlreichen Auswärtstouren ja schon viel erlebt, aber was mir dieses Wochenende in Berlin passiert ist, das war echt der Kracher. Dabei wollte ich nach dem Freundschaftskick gegen Union doch einfach nur mit meinen Freunden gemütlich ein, zwei Bierchen trinken gehn. In der ersten Kneipe hatten wir gerade mit etwa 20 Personen Platz genommen, da wurden wir von so einem arroganten „Ich-bin-wichtig“-Kellner doch tatsächlich zurechtgewiesen, wir mögen leise sein, damit die anderen Gäste ihr Essen genießen könnten… Okay, das lässt sich ein Bumsi ja nicht zweimal sagen. Da steh ich doch glatt auf und geh wieder – wer solch einen Rekord-Umsatz nicht will, bitteschön! Aber das war wohl ein Wink des Schicksals. Das führte uns nämlich in Kneipe 2, in der diesmal kein unfreundlicher Kellner war, sondern einfach gar keiner :-). Mutterseelenallein mit Theke, Klavier, Aquarium und Telefon machte es sich meine Reisegruppe gemütlich. Was für eine Gaudi. Nach ein paar Kaltgetränken und gefühlten 372 Lachanfällen später, nahmen wir die Bahn und fuhren weiter. Da ich ja auch ein begnadeter Sänger bin, gab ich u. a. meine beste Version des Falco-Hits „Jeanny“ zum Besten. Die Mitfahrer waren total begeistert und als ich noch an der Stange tanzte, wollten sie fast sogar Autogramme haben. Ich glaube ich fahre öfter in die Hauptstadt, wenn es immer so lustig wird :-)

Olé olé...euer Bumsi


... beim nächsten gleich Mal Haarsuppe bestellen!

Oh Mann, was für eine anstrengende Saisonvorbereitung für uns Fans. Drei harte Wochenenden vor Saisonbeginn, erst die DM, dann die Liverpooler, deren Trinkfestigkeit wohl kaum jemand in Zweifel zu ziehen wagt, und nächste Woche steht die Bootstour zu Union Berlin an, bei der sicherlich auch einige Getränke vernichtet werden.
Die DM gibt es jedes Jahr und was Bootstouren angeht, sind wir Borussen ja auch schon alte Hasen, wenn man mal an den jährlichen Trip nach Mainz denkt. Da nimmt das Liverpool-Wochenende mit dem ganzen Drumherum von Saisoneröffnung und Fußballturnier schon eine Ausnahmestellung ein.
Liverpool im Borussia-Park zu begrüßen, das war etwas ganz Besonderes, und live „You’ll never walk alone“ von good old Gerry war sensationell. Einfach ein Freundschaftsspiel zum Genießen und Zurücklehnen. Sicher, hätte die Synchronisation mit der Musik besser sein können, sicher hätte die Stimmung besser sein können, sicher hätte das Spiel spannender sein können.
Wer wollte, der fand das Haar in der Suppe. Aber damit man nicht so lange nach dem Haar suchen muss, bestellt doch beim nächsten Mal einfach direkt Haarsuppe.


Im Gedenken an Adalbert Jordan

 

Lieber Adalbert, ich hoffe, Du sitzt gemütlich auf einer Wolke und schaust manchmal mit absolut berechtigtem Stolz hinunter auf den Abschluss deines Lebenswerkes, unser wunderschönes Stadion im Borussia-Park. An dieser Stelle möchte ich Dir noch einmal für Deine Arbeit und Deine Hingabe für den Verein Borussia Mönchengladbach danken.
Leider danken Dir scheinbar nicht alle so wie ich, denn bei der gestrigen Premiere des Jubiläumsfilmes zum 110jährigen Bestehen der Borussia wartete ich vergeblich auf eine Würdigung Deiner Verdienste, obwohl dem neuen Stadion fast allzuviel Raum in dem cineastischen Opus eingeräumt wurde.
Eigentlich schon eine ganz eigene Kunst, ausführlich über den Borussia-Park zu berichten und dabei Deinen Namen nicht einmal zu nennen. Ich war ein wenig traurig, aber sei versichert, es gibt ganz viele Menschen und Borussen, die Dich und Deine Arbeit nicht vergessen haben. Mach’s gut, Adalbert, vielleicht hast Du ja beim 125jährigen eine Chance …


Bumsi macht sich so seine Gedanken

Da ist es doch noch so lange hin, dass man sich eigentlich noch gar keinen Kopp machen müsste. Erst Mitte November steht das Hinrundenderby gegen den Äffzeh an. Und nach den Bemühungen der Clubs und der Fanvertretungen in den letzten beiden Saisons, die Aggressivität aus dem Derby zu nehmen und wieder zurück zu einer gesunden sportlichen Rivalität zu kehren, wirkt das von Michael Meier deklamierte Saisonziel, auf jeden Fall vor Gladbach zu stehen, reichlich deplatziert.

Viel sinnvoller wäre es vielleicht gewesen, wenn Herr Meier sich bezüglich des Verhaltens der Domstadt-Fans im österreichischen Trainingslager kritisch positioniert hätte, denn auch das was von dort übermittelt wird, lässt einen nicht unbedingt mit Vorfreude auf das Spiel schauen. Scheint irgendwie, als würden dem Verein am Rhein in Bezug auf seine Fans die Zügel entgleiten, wenn man auch noch die etwas hilflosen Sätze der Fanbetreuung zum Verhalten der Fans liest und hört.

Noch besser würde es Herrn Meier zu Gesicht stehen, sich einfach darauf zu konzentrieren, seinen Verein vernünftig zu führen und zum Beispiel mal den Schuldenberg langsam abzubauen, der sich durch die Transfers inklusive Prinzessin Poldi aufgebaut hat. Sonst hat sich nämlich die Frage nach dem Derby irgendwann von selbst erledigt…
Ist ja noch ein bisschen Zeit. Vielleicht denkt man ja bald in Köln auch nicht mehr nur vom Dom bis Bahnhof, sondern ein bisschen weiter, und bedenkt jegliche Äußerung bezüglich des Derbys und schafft es vielleicht auch irgendwann, wieder mal Zugang zu seinen Fans zu finden. Hoffen wir’s.


Bumsi fährt zum wichtigsten Event des Jahres

Zahnbürste und Schlafsack, Portemonnaie und Regenjacke – mehr brauch ich nicht. Ich bin dann mal für drei Tage in der Eifel. Jetzt geht’s endlich wieder los! Endlich wieder nur Borussen um mich herum und keine Deutschland-Hühner (Das sind für mich diese knapp bekleideten Trullas mit Deutschland-Hawaii-Blumen um den Hals und Landesfahnen auf die Wange gemalt.) oder Bundestrainerbesserwisser.

Ich geb alles, vielleicht kriege ich ja endlich mal die Einzelkämpfer-Trophäe. Mal sehen, vielleicht kann ich ja auch irgendwo noch ‘ne Runde pengen, so einen Topspieler wie mich braucht eigentlich jede Mannschaft.
Und eins sag ich Euch: Es wird wieder schütten wie aus Eimern, nein, kein Bier, das wird auch geschüttet, aber ich meine den Regen. Ich gehe fest davon aus, dass auch dieses Jahr der Wettergott wieder die Zuverlässigkeit himself ist, und dafür sorgt, dass wir alle knöcheltief im Matsch stehen, und das nicht nur rund um den Toilettenwagen.

Ich freu mich so, was wäre schon ‘ne DM ohne Regen und Dreck und Chaos. Da könnte ich ja direkt bei den Deutschland-Hühnern und den Bundestrainerbesserwissern bleiben, von denen bewegt sich nämlich kein Arsch zum wichtigsten Fußballevent des Jahres… Bis gleich!


Bumsi hat den Sommerpausen-Blues

So, jetzt ist sie da, die Sommerpausenmüdigkeit. Hatte ich mich nach der Saison auf die WM gefreut und darauf, einmal borussiafrei zu haben, so kann ich es jetzt kaum erwarten, dass die Saison wieder losgeht.
Die WM hat meine Erwartungen nicht erfüllt, eher langweilige bis schlechte Spiele, Dauergetröte, Konsumfans im „Wer-trägt-den-bescheuertsten-Hut?-Wettbewerb“ und dann noch nicht mal ausverkaufte Stadien. Gut, dass Straucheln und Scheitern der Großen wie Frankreich, Italien und England hat mich amüsiert, aber ich bin nicht so der Typ für Häme – Ausnahme Holland, obwohl ich mich für die perfektionierte Langweile der Iberier auch nicht begeistern kann. Eigentlich hätte ich am liebsten einfach nur guten Fußball geguckt, egal von wem. Dass dann die Deutschbubis noch die Überraschungsbesten waren – auch ohne Endspiel - ist da nur ein Trostpflaster.
Heißt also: Richtig guten Fußball gibt es erst wieder, wenn meine Borussia spielt, vor allen Dingen deshalb, weil ich dann auch wieder von der letzten Lockenspitze bis zum Stollen an meinem Puma-Schuh voll dabei bin und wieder Gefühle für Fußball habe. Ob euphorische oder niedergeschlagene ist mir da im Moment sogar noch egal, Hauptsache wieder mitfiebern. Richtig gut ist Fußball nämlich nur, wenn er die Menschen im Stadion auch wirklich betrifft, und den Eindruck hatte ich bei der WM irgendwie nie…

Hat Hoffenheim keine Fans?

Ein gut gemeintes Vorhaben für die Fanszene rund um Bundesligist TSG Hoffenheim hat wegen einer Organisationspanne einen ausgesprochen holprigen Start hingelegt. Bei einem von der Landtagsabgeordneten Elke Brunnemer, zugleich sportpolitische Sprecherein der CDU-Fraktion, initiierten runden Tisch mit hochrangigen Vertretern von Verein, Stadt, dem zuständigen Stuttgarter Ministerium, Polizei und Sportjugend fehlten nämlich die Hauptpersonen: die Fußballfans. Das merkten die Beteiligten dann auch im Gesprächsverlauf. Die Konsequenz: Die zum abschließenden Pressegespräch ins Sinsheimer Rathaus gebetenen Medienvertreter wurden kurzerhand wieder ausgeladen. Jetzt will man einen neuen Anlauf nehmen - und zwar diesmal unter Beteiligung von Fangruppen. Was bei etablierten Fanszenen leider zum täglichen Brot gehört - runde Tische über Fanbelange ohne anwesende Fans - gibt es also auch in Hoffenheim, was allerdings auch daran liegen könnte, das es dort gar keine Fans gibt ...

Beste Grüße! Euer Bumsi

Fußball oder Hallenhalma?

Statt der erhofften Torflut beschert uns die südafrikanische WM eine Kartenflut. Die fußballerisch mageren Spiele, bei denen einem der zwischenzeitliche Gang zur Toilette oder zum Kühlschrank nicht schwerfällt – wirklich was verpassen wird man nicht – kriegen nur durch die Schiedsrichter Farbe, wenn auch ein wenig uni, quasi monoton gelb, wenn man von ein paar roten Tupfern mal absieht.

Gut, jeder sollte sich fair verhalten und niemand absichtlich gefährden geschweige denn tätlich angehen, aber Fußball ist nun halt mal ein Spiel, bei dem Männerkörper miteinander in Berührung kommen. Nicht jede Berührung ist ein Foul, und wenn es ein Foul ist, muss man nicht bei jedem Foul gelb zeigen. Da kann ich ja direkt zum Hallenhalma gehen.

Besonders schwachsinnig finde ich, dass jede Körperberührung beim Hochspringen zum Kopfball als Ellenbogencheck gewertet wird. Wie gesagt, von tätlichen Attacken spreche ich nicht, die sollten immer geahndet werden. Aber habt ihr mal versucht, mit angelegten Armen hochzuspringen? Ohne den Einsatz der Arme hüpfst du vielleicht drei Zentimeter über die Grasnarbe, da reicht es auch, sich auf die Zehenspitzen zu stellen. Das wäre dann Ballett, das gucke ich mir aber wirklich nicht gerne an, das ist für mich noch langweiliger als Hallenhalma…

Genervte Grüße! Euer Bumsi

Nerventötende Vuvuzelas

Etwas noch nervigeres als Vuvuzelas, gegen die nicht einmal so stimmgewaltige Fans, wie die aus England und Argentinien eine Chance haben, gibt es das? Ja, gibt es. Schon nach drei WM-Spielen vor der Glotze habe ich es herausgefunden: Reporter, die immer wieder auf die blöden Tröten zu sprechen kommen, und das immer gerade dann, wenn ich das Geräusch einfach als einen monotonen Geräuschteppich ins Unterbewusstsein verdrängt habe… Argh!

Und nicht nur, dass sie dann wieder von den Dingern quatschen, nein, sie quatschen auch noch pseudotoleranten Unfug von südafrikanischer Folklore und landesüblicher Partystimmung beim Fußball. Woher wisst ihr das eigentlich? Ich glaube, die Reporter, die in Südafrika ein Ligaspiel besucht haben, könnte ich an den Fingern einer Hand abzählen.

Sicherlich gibt es Vuvuzelas in Südafrika schon länger und ganz bestimmt machen sie damit auch schon längere Zeit Radau im Stadion. Aber die Inflation des Plastikschrotts, der da unter dem Namen Vuvuzuela daherkommt, den verdanken wir ganz sicher nicht nur den Südafrikanern, sondern mit viel größerer Wahrscheinlichkeit irgendwelchen stinkreichen Sponsorenfirmen, die Fastfoodgerichte oder koffeinhaltige Getränke oder sonst was produzieren, die den Mist vor dem Stadion jedem in die Flosse drücken, der die Hand nicht schnell genug zurückzieht. Mit Brauchtum und Folklore hat das so viel zu tun wie Hoffenheim mit Fußballtradition. Aber das mal anzusprechen, dazu hat wohl kein Journalist den Mut…

Beste Grüße! Euer Bumsi

PS: Ich gucke die WM-Spiele im FanHaus, da herrscht nämlich Vuvuzela-Verbot!

 

Saisonfinale in der Regionalliga West

Irgendwie dumm gelaufen, das Saisonfinale in der Regionalliga West. Die Folge war der bedauerliche Abstieg in die NRW-Liga, was vermutlich die meisten Fans der Borussia eher periphär tangiert, was allerdings für die Nachwuchsarbeit des Clubs schon von ziemlich großer Wichtigkeit ist, denn gute Talente kann man wohl besser für die vierte Liga statt für die Tingelei über die Dörfer in der NRW-Liga begeistern. Jetzt war sofern vorhanden die Aufregung um den Abstieg völlig überflüssig, denn durch die Insolvenzanträge von RW Essen und des Bonner SC bleiben die Gladbacher Amateure jetzt der Liga erhalten.
Kann ich mich darüber freuen? Nee, ich nicht, und Horst Wohlers vermutlich auch nicht. Die Klasse wurde jetzt zwar gehalten, aber der Preis für die Attraktivität der Liga – sofern sie jemals vorhanden war – ist hoch. Zwei der ohnehin schon wenigen „echten“ Vereine verschwinden von der Bildfläche, hinzukommen wird wohl dann nur noch ein Aufsteiger, aber wer wird den dann noch verbliebenen Platz einnehmen? FC Homburg? SC Wiedenbrück? Arminia Bielefeld II?
Sollten sich die Fußballfunktionäre für Arminia entscheiden – die allerdings genauso gut auch im Norden mitspielen könnten, gleiches gilt für Wiedenbrück, also zumindest geographisch… – dann wären in der Regionalliga West in der Saison 2010/2011 neun Zweitvertretungen von Bundes- bzw. Zweitligisten. Boah, ist das langweilig. Das heißt nämlich: null Gäste, null Stimmung, null interessante Auswärtstouren. Gähn! Und das soll interessant sein für junge Talente??? Komisch, statt gegen Lautern II, Mainz II und Bochum II hätte ich immer lieber gegen Schwarz-Weiß Essen, Sportfreunde Siegen und Fortuna Köln gespielt. Aber ich bin ja auch alt und sentimental. Ich glaube, ich gucke mir lieber in der NRW-Liga das ja jetzt ziemlich wahrscheinliche Duell von Rot-Weiß gegen Schwarz-Weiß in Essen an…

Nachdenkliche Grüße! Euer Bumsi

Christian Ziege bei den Ostwestfalen

Also ich hätte ihm was Besseres gewünscht. Also ich meine, ich hätte mir für Christian Ziege einen anderen Club für seine erste Cheftrainerposition gewünscht als Arminia Bielefeld. Es fallen mir nicht viele Vereine ein, die derartig chaotisch organisiert erscheinen wie die… ihr wisst schon… aus Ostwestfalen. Eigentlich wurde ich immer noch von der Hoffnung getragen, dass es Bielefeld vielleicht nicht gibt?

Alleine schon das Chaos in der sportlichen Führung. Man denke nur an die kurzfristige und völlig nutzlose Verpflichtung von Jörg Berger für das Relegationsspiel vor zwei Jahren. Und drei Trainer in der abgelaufenen Saison stehen auch nicht gerade für solide Vereinsführung. Das wirtschaftliche Tohuwabohu in dem Verein scheint allerdings das sportliche noch zu toppen. Wenn ein Club einen Kredit von einer städtischen Klinik in Höhe von 250.000 Euro erhält, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Normalerweise unterstützen doch Fußballvereine die caritativen und gemeinnützigen Einrichtungen wie Krankenhäuser etc., oder? Aber gut, wenn ‘s Bielefeld gar nicht gibt, ist das wo nix existiert, vielleicht alles anders…

Jetzt soll ein weiterer Kredit von der Stadt bewilligt werden – schlappe 4,85 Millionen Euro – um überhaupt die Lizenz zu erhalten. Wie man sich allerdings bei einem Stadionumbau um 6 Millionen Euro verkalkulieren kann – 18 statt 12 – wird auch immer das Geheimnis der Bielefelder bleiben. Wo kein Bielefeld ist, ist wohl auch keine vernünftige Finanzplanung, wie auch?

Vielleicht doch gar nicht so verkehrt von Ziege, es in Bielefeld zu versuchen. Wo nix ist, kann man auch nicht viel verkehrt machen. Und nachher kann man dann völlig berechtigt sagen: „Da(s) war nix.“ www.bielefeldverschwoerung.de

Beste Grüße! Euer Bumsi

Spreeborussen beim Pokalfinale

Im Rahmen der "Abendschau" wurde im rbb am letzten Samstag natürlich auch über das Drumherum des Pokalendspiels berichtet. Unter Anderem war ein mit schwarz-weiß-grünen Fahnen bestückter Sightseeing-Bus zu sehen. "Bremer Fans auf Stadtrundfahrt in Berlin" lautete hierzu der Kommentar.

Liebe Kollegen vom rbb: Bitte beim nächsten Mal genauer hinschauen! Es waren mitnichten Werderaner, die mit dem Bus unterwegs waren. Vielmehr hatte sich der Berliner Borussia-Fanclub "Spreeborussen'86" im Rahmen seiner Feierlichkeiten anlässlich des 24-jährigen Bestehens des Fanclubs mit einem mit Borussia-Fahnen ausgeschmückten Bus unter das Pokalendspielvolk gemischt und dabei offensichtlich reichlich Aufsehen erregt".

Beste Grüße! Euer Bumsi

Postbankbälle in Hannover

Letzte Woche bin ich ja mal wieder auswärts gefahren, nach Hannover, aber das wisst ihr ja sicherlich alle noch. Wer könnte so ein Spiel so schnell vergessen...

Ganz schön anstrengend so eine Wochenendticket-Tour auf meine alten Tage. Gefühlte tausendmal in Hektik und Stress umsteigen, übervolle Züge und warmes Bier. Dazu die Staatsmacht, welche einen noch nicht mal Zigaretten am Bahnhofskiosk holen lässt. Da lobe ich mir die 70er, da konntest Du noch ein gepflegtes Bierchen in der Bahnhofskneipe in Minden, Hamm oder Düsseldorf trinken, ohne dass jemand mit einem Knüppel hinter Dir stand.

Ganz neu ist jetzt auch, dass der Hauptsponsor des Gästevereins (oder heißt das jetzt Gäste-AG oder Gäste-GmbH & Co. KG?) direkt vor dem Hauptbahnhof des gastgebenden Vereins (oder der gastgebenden GmbH) Fußbälle verteilt. Eine Riesenidee! Ich freue mich schon, auf die roten REWE-Bälle oder kostenlose gelbe E.ON-Trikots vor dem Gladbacher Hauptbahnhof. Das wird ein Spaß.

Grüße! EuerBumsi

Projekt Red Bull Leipzig

„Red Bull Leipzig siegt zum 9. Mal in Folge“ wird auf der offiziellen Homepage des „Vereins“ verkündet.

Ingo Hertzsch, Sven Neuhaus, Thomas Kläsener, Lars Müller, Timo Rost, Nico Frommer und die ganzen anderen abgehalfterten Ex-Profis haben also ganze Arbeit geleistet und den Aufstieg dieses gesponserten Retortenvereins von der Oberliga NOFV-Süd in die Regionalliga Nord geschafft. Mögen den Bullen dort vom VfB Lübeck, dem 1.FC Magdeburg und anderen Traditionsvereinen ordentlich die Hütte vollgehauen werden.

Glückwünsche zum Aufstieg erspare ich mir, aber Ideen für den Slogan des Red Bull Leipzig Aufstiegs-T-Shirts habe ich reichlich.

Dietmar Beiersdorfer als Vorstandsvorsitzender des „Vereins“ und seine „PROJEKTassistentin“ Anja Weber werden demnächst von mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! “ einige Ideen zugemailt bekommen.

Grüße! Bumsi

Holland: Reclaim The Game!

Da ist in Holland wohl langsam die Spitze des Eisbergs erreicht, wenn ich so lese, was zum holländischen Pokalfinale geplant ist. Zwei Spiele statt eines Endspiels, jeweils einmal in Amster- und einmal in Rotterdam (Kann man das so schreiben? Egal…), jeweils unter Ausschluss der Gästefans.

Da macht Fußball so richtig Spaß, nicht wahr? Vor allem, wenn es dann auch noch so ist, dass zu dem ursprünglich anberaumten einen Endspiel in Rotterdam kaum jemand hingehen wollte aus Angst vor Krawallen. Kopfschüttelnd und ein wenig traurig nehme ich zur Kenntnis, dass unsere tendenziell eher liberalen, wenn auch von uns ungeliebten Nachbarn (Vielleicht gerade deshalb?) resigniert haben.

Diese Doppelansetzung ist jetzt wirklich ein Eingeständnis einer Niederlage gegenüber dem holländischen Hooliganismus, auch wenn es von sicherheitstechnischer Seite bestimmt zahlreiche Argumente – und vielleicht auch gute – dafür gibt. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Herrschaft über Regularien jetzt nicht mehr aus dem Spiel heraus entsteht, denn ein Pokalfinale ist eigentlich ein einziges Spiel. (Die ganze aufgeblähte Champions-Lüg-Maschinerie ist reiner Kommerz, machen wir uns nix vor.)

Über Spielansetzung, Modus, Spielort entscheidet nicht mehr der Fußball aus sich heraus, sondern eine aus Furcht vor Krawallen erstarrte Ordnungsmacht und der dazugehörige Fußballverband. Da kann man den Holländern über den Vaalser Berg nur zurufen: Reclaim the game, ihr habt es bitter nötig.

Euer Bumsi

"Pyrotechnik ist kein Verbrechen"

Über Pyrotechnik ist in den letzten Tagen und Wochen sehr viel geschrieben, gelesen und noch mehr geredet worden. Der wiederholte Einsatz von Feuerwerkskörpern besonders in den Gästekurven, dem Werfen von brennenden Bengalos in den Innenraum und die verletzten Personen in Bochum haben das Sportgericht des DFB auf den Plan gerufen. Geldbußen, darunter leider auch für unsere Borussia, aber auch Aussperrung der Gästeanhänger waren die Folge.

Ob die Praxis, dass wenn Einer Mist baut, immer noch die ganze Klasse bestraft wird, in unseren Schulen angewendet wird, weiß ich nicht, zumindest wird der Erfolg dieser Technik von Pädagogen doch arg angezweifelt. Ob die Praxis beim Bund üblich ist kann ich auch nicht sagen, ich wurde ausgemustert. Ob sie beim Fußballpublikum ankommt, ich werde es beobachten.

Gerade am letzten Wochenende konnten zwei dieser Maßnahmen in Berlin und Sinsheim beobachtet werden. In letzterem Stadion hatten sie aber nicht mit den cleveren Anhängern des FC gerechnet, schafften sie es doch statt Feuerwerkskörper zumindest eine Fahne mit der Aufschrift „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ in den Sitzplatzbereich zu schmuggeln, für den sie trotz Aussperrung dennoch Karten ergattern konnten. Und nach einem glorreichen 2:0 Sieg, der die treuesten der Treuen TSG-Fans, die seit Jahren ihrem Verein hinterher reisen, auf die Barrikaden brachte, schafften sie es sogar einem der größten Sympathieträger Lukas Podolski diese doch recht große Schwenkfahne in die Hand zu drücken, welch gewiefter Schachzug. Dass Prinz Poldi sich mit seinem bekannten verschmitzten Lächeln (andere nennen es auch treudoofem Blick) erklärte „Och, ich dachte, das wäre eine FC-Fahne“, wer mag es ihm übel nehmen.

Wollen wir nur hoffen, dass ihm bei der WM in Südafrika, zu der er ja trotz mangelhafter Torquote sehr wahrscheinlich reisen wird, die Zuschauer nur Fahnen in die Hand drücken, die auch „pc“ sind, Herr Löw sollte sicherheitshalber im Trainingslager ein Fahnenseminar einplanen.

Euer Bumsi

Gerechtigkeit...

...ist ein hohes Gut. Für alle soll das gleiche Recht gelten, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht und weiß der Kuckuck was noch für Kriterien. Das ist ein Grundsatz, den ich auch als Maskottchen vollkommen unterstütze.

Jetzt sieht es so aus, als würde auch der DFB endlich mal Gerechtigkeit walten lassen! All die unangenhmen Dinge im Fußballstadion, ob in Bochum, Berlin oder sonstwo, haben die Herren in den grauen Zweireihern nun dazu veranlasst, mit ihren Mitteln durchzugreifen. Für die Nürnberger heißt das: zwei Spiele ohne Auswärtsfans auf den Stehplätzen. Den Kölnern droht ein Geisterspiel ganz ohne Zuschauer. Ob allerdings nicht auch die Geister lieber zuhause bleiben beim FC?

Oder hat der DFB da was missverstanden, was in den diversen Kurven in Deutschland Spieltag für Spieltag auf Transparenten zum Thema Stadionverbot verlangt wird? Gerechtigkeit beim Thema Stadionverbot, lieber DFB; heißt nicht „Stadionverbot für alle!“ Oder sind diese jetzt festgelegten und noch ausstehenden Maßnahmen vielleicht doch kein Zeichen von Gerechtigkeit, sondern von Hilflosigkeit? Ich sag mal so, die pädagogische Wirkung – und die wollt ihr doch haben? – bei Pauschalstrafen ist zumindest sehr umstritten…

Euer Bumsi

„Hey, das geht ab, … wir holen die Meisterschaft!“

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, da träumte der selbst ernannte Hauptstadtclub vom Titel. Bis inkl. 25stem Spieltag stand die olle Tante in der Fußballbundesliga auf dem „Platz an der Sonne“. Nicht nur die „Atzen“ unter den Hertha-Fans intonierten voller Inbrunst „Hey, das geht ab, … wir holen die Meisterschaft!“

Bekanntermaßen wurde daraus nichts. Im Gegenteil: Hertha BSC qualifizierte sich am Saisonende nicht einmal für die Champions League. In beispielloser Weise steigerte sich der bereits in der letzten Saison beginnende Abwärtstrend in einen rasanten Absturz, in dessen Verlauf sich die Hertha nun schon seit längerer Zeit als ein Haufen von Individualisten präsentiert, der die rote Laterne partout nicht mehr abzugeben gedenkt.

Seit der Heimniederlage gegen den Mitkonkurrenten von der Noris sprechen angesichts des Restprogramms nun auch die Offiziellen ganz offen davon, dass der Gang ins Unterhaus wohl unvermeidlich ist. Nicht nur die „Atzen“ der anderen Bundesligavereine skandieren nun ihrerseits: „Hey, das geht ab, … die Hertha steigt endlich ab!“ Der sagenhafte Abgang des Hauptstadtclubs kommt auf diese Weise auch im neudeutschen Liedgut treffend zum Ausdruck.

Euer Bumsi

Ich glaub, es geht schon wieder los...

Gegen die DFL haben wir Ende letzten Jahres ja schon mal den Aufstand geübt, als die Spieltagsterminierung es allzu schlecht mit uns Borussen meinte. Danach schien alles halbwegs gut.

Jetzt gibt es wieder manche Kapriole zu vermelden. Erstaunlich viele Spiele mit Brisanz (z. B. Derbys) werden auf exponierte Sendeplätze vorwiegend in den Abendstunden terminiert. Das macht es aufgrund der Dunkelheit den Gewaltbereiten zwar besonders leicht, ihren Machenschaften nachzugehen, aber vielleicht ist es ja sogar genau das, was via PayTV in die Wohnzimmer übertragen werden soll. Wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht… Geisterspiele olé!

Gestern hat die DFL die Terminierung weiterer Spieltage vermeldet. Immerhin zwei. Der Run auf die (hoffentlich noch verfügbaren) günstigen Bahntickets kann nun also für sage und schreibe diese zwei Spiele los gehen. Wir haben dabei auch wieder einmal einen „privilegierten“ Sendeplatz zugeteilt bekommen: Gegen den HSV spielen wir Sonntag um 17.30 Uhr. Dabei sind aber eher die HSV-Fans die Gekniffenen.

Da die Norddeutschen auch noch europatechnisch aktiv sind, müssen die HSV-Fans ohnehin schon viele Sonntagsspiele in Kauf nehmen. Warum die Hamburger ausgerechnet bei uns nun auch noch sonntags (spät) ranmüssen, obwohl davor gar kein Euroleague-Spieltag ist, wird wohl ein gut gehütetes Geheimnis der DFL/Sky-Oberen bleiben… wobei sich ja ohnehin jeder denken kann, dass beide Vereine an einem entsprechenden Sendeplatz ordentlich „Quote“ bringen. Kopfschüttelnd fällt mir da nur der der alte Roland Kaiser Schlager ein: „Ich glaub’, es geht schon wieder los …!“

Euer Bumsi

Tabellenverhältnisse geklärt

Die Sonntagsspiele der Bundesliga gucke ich mir eigentlich nur dann an, wenn die Borussia antreten muss. Ansonsten habe ich zum Wochenausklang Besseres zu tun, als mich nach den kommerzorientierten Anstoßzeiten der DFL richten zu müssen.
Letzten Sonntag war das anders. Die Schalker hatten mit einem Heimsieg gegen unseren rheinischen Rivalen nicht nur die Chance, an Bayer und Bayern dran zu bleiben, nein sie konnten auch in unserem Sinne für wieder klare und eindeutige Tabellenverhältnisse sorgen. Und sie taten uns den Gefallen: Die K***** rissen sich erneut kein Bein aus und verloren verdient in der Arena. Damit endete nicht nur eine kleine Serie des ÄffZeh ohne Niederlage; während wir uns dank des Heimsiegs gegen den Club sogar vorsichtig nach oben orientieren können, müssen die K****** wieder ein wenig nach unten schauen, wenngleich es am Tabellenende genügend andere Teams gibt, die allem Anschein nach den Abstieg unter sich ausmachen werden. Das Derby aller Derbys wird wohl auch 2010/11 stattfinden.
Ein anderer Vergleich war am Sonntag auch hochinteressant: „Prinz Poldi“ bringt es auf gerade mal einen einzigen Saisontreffer; Kevin Kuranyi, sein Schalker Gegenpart als Topstürmer, auf deren elf. Wer müsste da eigentlich zur WM fahren, wenn – wie unser „Bundes-Jogi“ – immer wieder betont, nur die Leistung auf dem Platz zählt?

Euer Bumsi

Der ÄffCeh geht in Augsburg unter

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Der FC Augsburg ist einem irgendwie sympathisch. Vielleicht liegt es an Jos Luhukay, an einigen Ex-Borussen, die aktuell da kicken oder einfach daran, dass der erst seit 2006 wieder in der zweiten Liga kickende Bayernliga-Rekordmeister, sich derzeit ernsthaft anschickt, in die Bundesliga aufzusteigen, um dabei gleichzeitig manch einem der „Arivierten“, dem man einen längeren Verbleib im Unterhaus durchaus gönnen würde, einen Aufstiegsplatz wegzunehmen.

Nicht nur deshalb dürften die Sympathien von uns Borussen beim gestrigen Pokalspiel der Augsburger gegen unseren rheinischen Rivalen wohl klar verteilt gewesen sein.

Für das, was der ÄffCeh uns dann präsentierte, können wir uns zwar nichts kaufen, allerdings stellten die K***** nach besten Kräften unter Beweis, dass der Karneval sie offensichtlich schon voll im Griff hat. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen“, diktierte Trainer Soldo nach dem Spiel in die Mikrofone … und auch schlecht wieder heraus … und dazwischen lief es auch schlecht. Nichts wollte gelingen, und mit drei ausgesprochen dämlichen Platzverweisen dezimierte man sich derart, dass sogar Nando Rafael, der ansonsten den Eintrag in Torschützenlisten gerne verweigert, treffen durfte.

Rund um den Dom hatte man ja schon wieder vom Europapokal gesprochen. Stattdessen darf nun zu Wieverfastelovend das sang- und klanglose Ausscheiden aus dem DFB-Pokal bei einem Zweitligisten gefeiert werden.

Wollen wir hoffen, dass ab Samstag zwischen unserer Borussia und dem ÄffCeh auch die Tabellenverhältnisse in der Bundesliga wieder gerade gerückt sind. Bis dahin genießen wir aber noch ein bisschen die Schadenfreude.

Euer Bumsi

Bumsi will Bundestrainer werden

Tja, so was nennt man wohl Ärger im Paradies. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, dass es jemals um den Vertrag eines DFB-Trainers so einen Wirbel gegeben hat wie aktuell. Was ist passiert? Per Handschlag hatten sich Zwanziger und Löw ja bereits im letzten Jahr auf eine Verlängerung des Vertrages geeinigt, so wurde es zumindest von Zwanziger in die Öffentlichkeit getragen.

Dabei geht es nicht nur um die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer, sondern eben auch mit dem Assistenten Hans Flick sowie dem Torwarttrainer Andreas Köpke nebst weiteren Mitarbeitern im Trainerstab sowie natürlich Manager Oliver Bierhoff. Jetzt geht es aber wohl doch mal wieder um das liebe Geld, die sportliche Leitung fordert zusätzlich zu einer Gehaltsaufstockung eine Bonuszahlungen bei Vertragsunterschrift, in denglisch „signing fee“ genannt. Hat es die Spekulationen über Handgeld für Profis oder Antrittsprämie für Trainer schon länger gegeben, so sind sie für mich bei einer Vertragsverlängerung eines Auswahltrainers recht neu.

Oder wird damit belohnt, dass er seinen Namen schreiben kann? Darf ich denn jetzt, auch wenn ich an der Tankstelle meinen Beleg unterzeichne, „signing fee“ verlangen? Vielleicht sollte der Theo mich doch einfach fragen, ich wäre sicherlich günstiger, würde mich über die vielen Reisen und kostenlosen Stadionbesuche freuen und das Geschäft kenne ich schon länger als Herr Löw, ich hab den Olli Bierhoff ja quasi aufwachsen sehen am Bökelberg.

Aber wahrscheinlich würde ich zu viele Borussen in den Kader berufen und damit Weltmeister werden, und dann würde sich Herr Hoeneß bestimmt wieder aufregen. Wobei der immer noch genug Sorgen mit Arjen Robbens langen Unterhosen hat.

Robbens lange Unterhose

Der lange und strenge Winter bringt so manche Kapriole mit sich. Fast jede(r) dürfte wohl schon sein/ihr persönliches Erlebnis mit Kälte, Schnee und Eis gehabt haben.

Auch die Profifußballer der Bundesliga haben mit den Auswirkungen des Winters zu kämpfen. Obwohl die Herrschaften an Spieltagen 90 und ein paar mehr Minuten permanent in Bewegung sein sollen, scheinen ein paar von denen zu frieren. Allerlei Zusatzkleidung, wie Handschuhe, dicke Unterhemden und Ähnliches kommt dann zum Einsatz.

Die lange Unterhose von Bayerns Arjen Robben geriet dabei kürzlich ins Visier der DFB-Funktionäre. Der hatte sich, ohne sich Weiteres dabei zu denken, einfach in seinem Kleiderschrank bedient und in den letzten drei Spielen der Bayern seine kostbaren Beine mit einer graufarbenen langen Unterhose vor der Kälte geschützt. Mit dieser Kleiderwahl hat er allerdings die Regulierungsperfektion der deutschen Fußballoberen unterschätzt. In den Statuten des DFB ist nämlich tatsächlich nachzulesen, dass „Unterziehhosen“, farblich der kurzen Hose zu entsprechen haben. Unwillkürlich löst eine solche Situation wieder einmal die Frage danach aus, ob man über derartiges Regelwerk lachen oder weinen soll.

Oder soll das Ganze angesichts der bevorstehenden „tollen Tage“ etwa ein Karnevalsgrundkurs sein, den man dem Niederländer verpassen will? Schließlich entsprechen die Haupttrikotfarben der Bayern exakt den Hauptfarben vieler Karnevalshochburgen in diesem Lande. Zwingt man Robben nun zu langen Unterhosen in rot oder weiß, könnte es ja auch sein, dass man ihn zu einem echten Jecken inkl. passendem Outfit am Bein machen will.

Bleibt zu hoffen, dass die gelegentlich etwas dünnhäutig reagierenden Bayern das Ganze mit dem gebotenen karnevalistischen Humor nehmen werden...

Ein echter Spreeborusse

Es ist allgemein bekannt, dass unser Trainer ein modebewusster Typ ist. Michael Frontzeck ist stets in sportlich elegantem Outfit zu bestaunen. In den letzten Wochen jedoch zeigt er sich in der Öffentlichkeit – vorwiegend an Spieltagen – in einem besonders kleidsamen Wäschestück.

Vom BFC Spreeborussen ’86 hatte er anlässlich seines Weihnachtsbesuchs in Berlin als Gastgeschenk den aktuellen Fanclubsweater überreicht bekommen. Michael Frontzeck ließ sich nicht lange lumpen und versprach, das Kleidungsstück beim Auswärtsspiel in Berlin der Öffentlichkeit zu präsentieren. Gesagt, getan: Nach dem Schlusspfiff im Oly flog die dicke Winterjacke „in die Ecke“, und der Chefcoach zeigte sich mit der Spreeborussenjacke in der Gästekurve. Auf der Pressekonferenz konnte man sich dann ebenfalls einen optischen Eindruck dieses „echten Spreeborussen“ verschaffen.

Am letzten Samstag geschah nach dem Heimsieg gegen Werder Bremen Unerwartetes: Michael Frontzeck bekannte sich durch abermaliges Tragen der Jacke erneut zu den Spreeborussen. In diversen Interviews und auch wieder auf der Pressekonferenz konnte jedermann nachvollziehen, dass er offenbar dauerhaft Gefallen an seinem neuen Outfit gefunden hat.

Für diese besondere Art der „Fannähe“ hat er sicherlich nicht nur bei den Spreeborussen einen dicken Stein im Brett.

Kunden- oder Fanfreundlichkeit

Soso... Hoffenheim ist also bei der fünften „Fan“-Umfrage" der Sport-Bild zum kundenfreundlichsten Verein Deutschlands gewählt worden. Hmm hmm... Da fragt sich so eine kleingeistige Seele, wie ich schon mal, ob es im Fußball eigentlich auf Kundenfreundlichkeit oder auf Fanfreundlichkeit ankommt.

Kundenfreundlich ist es ja, das Spiel auch mal am Freitagabend auszutragen, damit die ständig burn-out-bedrohten Mitarbeiter der SAP, die 1.500 Bewohner Hoffenheims und wer sich sonst noch so für die Geschicke der Betriebssportgruppe Hopp interessiert, es sich schön nach Feierabend mit einer Pizza auf der Couch gemütlich machen kann und nicht in die derzeit herrschende garstige Kälte raus muss.

Fanfreundlich wäre, alle Spiele samstags um halb 4 auszutragen, damit die meisten, die nach Hoffenheim müssen, dies auch tun können, ohne Urlaub nehmen zu müssen. So bleiben nämlich nur ungeliebte Pflichten, wie der samstägliche Einkauf mit der Gattin auf der Strecke, und das ist nicht richtig schlimm..

In diesem Sinne
Euer Bumsi...

Die Öcher in Finanznöten

Es ist noch nicht lange her, da wurde man bei der Ortseinfahrt in Aachen mit „Willkommen in der Bundesligastadt“ begrüßt. Die aus dem kurzen Abstecher ins Oberhaus resultierende Euphorie inspirierte allerdings nicht nur die Straßenmeisterei, auch die Vereinsoberen der Alemannia ließen sich mitreißen und riskierten den finanziellen Kraftakt eines Stadionneubaus.

Inzwischen grüßt am Ortseingang wieder die "Universitätsstadt“ Aachen… als wäre es nie anders gewesen. Gleiches gilt für die sportliche Situation: Die Öcher dümpeln im Niemandsland der zweiten Liga… als wäre es nie anders gewesen. Zum Leidwesen der eingefleischten Fans hat nun wohl auch der eine oder andere temporäre „Alemannia-Sympathisant“ wieder sein schwarz-weiß-grünes Trikot heraus gekramt und fährt lieber in den BORUSSIA-Park… als wäre es nie anders gewesen. In den einschlägigen gelb-schwarzen Foren wird jedenfalls ein gewisser „Gladbach-Schwund“ beklagt.

Nur das neue Stadion, die daraus resultierenden Verpflichtungen und die Schulden sind noch da. Das alles lässt sich nicht so einfach abmontieren wie ein Ortseingangsschild… und schon ist die Alemannia in Finanznöten. 10 Mio. Euro sollen in der Vereinskasse für weitere Baumaßnahmen rund um das Stadion fehlen. Die Stadt Aachen ist auch schon um Hilfe gebeten worden.

„Die Alemannia steht nicht vor dem Konkurs“ ist von Vereinsseite zu hören. Die Spatzen pfeifen allerdings von den Dächern, dass kürzlich unter anderem Spielergehälter sowie die Miete für das Alemannia-Parkhaus nicht pünktlich gezahlt wurden. Dass die Alemannia trotz sportlicher Talfahrt in der Winterpause keine Neueinkäufe getätigt hat, dürfte ein weiteres Indiz für die klamme Lage des Vereins sein.

Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, und angesichts der großspurigen Töne, die aus Aachen während der kurzen Zeit, in der beide Vereine auf Augenhöhe waren, zu hören waren, will ich mir die Schadenfreude auch überhaupt nicht verkneifen.

Ailton isse verletzt

Na, da haben unsere rheinischen Nachbarn ja mal richtig einen rausgehauen. Neeeeiiiin, natürlich nicht die Kölner, die machen immer noch nix anderes, als auf Poldis Durchbruch zu warten; ich spreche von den Krefeldern, von dem in die totale Unterklassigkeit abgesackten KFC Uerdingen.

Ailton haben sie verpflichtet, unglaublich. Am Anfang musste ich dann doch dreimal lesen: Ailton? Ailton?? AILTON??? Ja, tatsächlich. Nun, ob es sportlich was bringt, muss der Kugelblitz in der Niederrheinliga erst noch beweisen, aber vermutlich wird er zunächst einmal für etwas besser gefüllte Ränge in der Grotenburg sorgen.

Und jetzt das: Ailton verletzt! Nein, nicht am Fuß, Bein, Knie oder sonstwas Fußballtypisches. An den Fingern! Er hat sich an Glas geschnitten, kann zwei Finger nicht mehr bewegen und jetzt hat sich die Wunde entzündet. Lieber Ailton, wenn Du das nächste Mal einen Flaschenöffner oder einen Korkenzieher brauchst, dann sag mir doch einfach Bescheid, ich helfe Dir gerne. Und die Sektpulle an der Tischkante aufschlagen, das machst Du dann bitte erst wieder, wenn der KFC in die NRW-Liga aufgestiegen ist…

Gute Besserung!
Dein Bumsi

Luca Toni verlässt die Bundesliga

Ich mag Italien. Wetter gut, Essen lecker, und die Menschen sind immer gut drauf. Das gilt natürlich auch für die vielen Italiener, die es in unsere Gefilde verschlagen hat. „Beim Italiener“ kann man nicht nur lecker Pizza und Pasta essen, man kann dort immer Spaß haben.

Ein Landsmann meiner vielen italienischen Bekannten verlässt in diesen Tagen die Bundesliga, um fortan sein Geld wieder jenseits des Brenners zu verdienen: Luca Toni hat beim AS Rom unterschrieben, und ich werde ihm garantiert keine Träne nachweinen. Ich mag ja Italiener, wie gesagt, aber Ausnahmen bestätigen die Regel…

Spätestens seit seinem letzten Auftritt bei uns im BORUSSIA-PARK ist der bei mir total unten durch. Das Spiel war ja toll. Nach 0:2 Rückstand konnten wir gegen die Bayern noch ausgleichen. Einzig Luca Toni passte nicht ins Bild. Der saß hauptsächlich auf dem Hosenboden und forderte wild gestikulierend den Schiedsrichter immer wieder auf, Foul zu pfeifen, obwohl nicht ein einziger Borusse in der Nähe war. Das ging einem richtig auf die Nerven und war ja wohl auch keine Ausnahme.

Ich wünsche dem Mann jetzt wirklich alles Gutes, denn bei „der Roma“ soll er sich bitte durchsetzen. Sonst bleibt es beim Leihgeschäft für ein halbes Jahr, und er müsste den Brenner wieder Richtung Norden überqueren… Das braucht in Deutschland wirklich kein Mensch.Lionel Messi ist Weltfußballer

Lionel Messi vom FC Barcelona ist Weltfußballer des Jahres 2009. Bis inklusive Platz fünf sind in der Rangliste der besten Fußballer ausschließlich Spieler zu finden, die ihr Geld in Spanien verdienen. Profis aus deutschen Vereinen sucht man auf den ersten 20 Plätzen vergeblich. Schon seit Jahren sind Bundesligakicker nur Zaungäste, wenn sich die Weltfußballelite zu ihrem „Contest“ trifft.

Muss uns das neidisch machen? Auf keinen Fall! Während hierzulande die allermeisten Clubs schwarze Zahlen schreiben, haben die europäischen Spitzenteams gigantische Schulden angehäuft. Die Ligen in Spanien, England und Italien dürften zusammen wohl locker mit 10 Mrd. EUR in der Kreide stehen. Spieler, wie Kaka oder Christiano Ronaldo wurden im Sommer bei Real Madrid ausschließlich mit Krediten finanziert, die deutschen Vereinen richtigerweise nicht so ohne Weiteres zur Verfügung stehen. Angesichts dieser frappierenden Wettbewerbsverzerrung kann ich auf einen Weltfußballer, der in der Bundesliga kickt, gerne verzichten.

Lionel Messi wird das nicht stören. Er kam als 14jähriger Bengel mit Wachstumsstörungen in den Beinen nach Spanien, bekam trotzdem sogleich einen Vertrag in Barcelona und ist nun mit 22 der beste Fußballer der Welt. Respekt vor dem kleinen Mann!

Dante und Reus werden Nationalspieler

Es ist mal wieder wie immer: Nach einer Serie von fünf ungeschlagenen Partien in Folge hat die Presse wieder Gefallen an der Borussia gefunden. Wo vorher noch vieles (angeblich) schlecht war, überbietet die Sportjournaille sich jetzt mit positivem Feedback auf die Leistungen der Borussia.
Auf einmal wird vom „Erfolgsfaktor Frontzeck“ geschrieben, und auch Manfred Orzessek’s Kommentar über Logan Bailly („Der beste Torhüter, den wir je geholt haben.“) schafft es in die Rheinische Post.
Natürlich spielen Passgeber und Vollstrecker zum spielentscheidenden Treffer vom Samstag die Hauptrollen: „Wuschelkopf spielt Weltklasse.“ ist über Dante zu lesen; die Schlagzeile vom „Turbo-Fohlen“ ist natürlich Marco Reus gewidmet ist. Und schon werden die beiden in die Nähe ihrer jeweiligen Nationalteams gebracht. „Dante wartet auf Dunga-Anruf“ heißt es über unseren Belgien-Brasilianer, während Matthias Sammer sich mit der Aussage „Reus im Visier des DFB“ zitieren lässt.

Hoffentlich können die beiden das Hochjubeln, das genauso schnell in einen Abgesang münden kann, richtig einordnen. Hoffentlich konzentrieren sie sich weiter auf das Sportliche, und hoffentlich wird das überschwängliche Presseecho nicht zum Klotz an den Beinen der beiden.

Spieler, die zu früh ans große Geld dachten und dann bei anderen Vereinen zu Bankdrückern wurden, hatten wir in den letzten Jahren genug. Wollen wir hoffen, dass unsere beiden aktuellen „Superstars“ den Rummel um ihre Person „nüchtern verarbeiten“ und unbeeindruckt weiter spielen wie Superstars. Zuzutrauen ist es ihnen …

Die Spezies „Becherwerfer“

Stellt Euch vor, jemand deckt sich in einem bekannten Schnellrestaurant mit Fastfood ein, geht vor das Haus, beißt einmal von den Burgern ab und bewirft damit dann andere Kunden des Schnellrestaurants. „So blöd ist doch kein Mensch, Bumsi!“ sagt Ihr jetzt? „Ist er doch!“ lautet meine Antwort.

Die Spezies Mensch, die ihre Mitmenschen mit Nahrungsmitteln bewirft, ist sogar mitten unter uns. Vorzugsweise bei Auswärtsspielen mischt sie sich unter‘s Borussenvolk, stellt sich am Bierstand in die lange Schlange, zahlt – wie jetzt in Frankfurt erlebt – 3,70 EUR für einen Becher Bier, nippt einmal dran und wirft dann das noch fast volle Trinkgefäß in seinen eigenen!!! Block.

Leute, Leute … was für ein Schwachsinn . Ich meine ja nicht die Dusche bei einem Tor. An die haben wir uns ja längst gewöhnt, und kaum einer wird wohl sauer sein, wenn er beim Torpogo was abbekommt. Nein, es geht hier um das „Bierchen zwischendurch“. Es gibt tatsächlich Leute, die offensichtlich Spaß daran haben, andere Fans der eigenen!!! Mannschaft mit Bier zu bewerfen. Falls einer der Werfer das hier liest: Warum stellt Ihr Euch in die Schlange, bezahlt einen zumeist unverschämt hohen Preis für‘s Bier und entsorgt es dann auf den Köpfen anderer Borussen???!!! Das ist doch dämlich.

Da ich als friedlebendes Maskottchen mir gar nicht vorstellen kann, dass irgend ein Borusse so etwas absichtlich macht, muss es wohl daran liegen, dass Euch das Bier nicht schmeckt, weil es alkoholfrei oder einfach nur schlecht ist … In diesem Fall könnt Ihr es doch auch Anderen geben. Es gibt jede Menge Leute, die vielleicht einen anderen Geschmack haben als Ihr oder die sogar alkoholfreies Bier trinken würden.

Oder Ihr kauft das Bier gar nicht erst. Ein Bier kostet meistens sogar mehr als ein ganzer Monatsbeitrag für die Mitgliedschaft im Fanprojekt, wo das Geld definitiv besser aufgehoben ist als auf dem Kopf oder auf der Jacke eines anderen Borussen. Oder Ihr kauft Euer Frau was Schönes von dem Geld; die freut sich dann noch mehr auf die Rückkehr ihres Liebsten, und Euer „Opfer“ muss sich zu Hause nicht für unverschuldeten Biergestank auf Körper und Kleidung rechtfertigen.

Vielleicht denkt Ihr Becherwerfer darüber mal nach … und lasst diesen Mist sein!!!

Absahnen mit der Schweinegrippe

Nicht nur der Fußball beschäftigt die Menschen hierzulande, daneben wird auch die Schweinegrippe immer häufiger diskutiert. Impfen lassen oder nicht? Für mich ist das natürlich alles besonders schwierig, ich muss warten, bis es eine Schluckimpfung gibt, denn so eine Spritze bekäme mir schlecht.

Und dann natürlich noch Atemschutzmasken, die haben jetzt bald Hochkonjunktur, wenn die Infektionsrate weiter so ansteigt. Clevere Geschäftemacher sind wohl schon an die Vereine herangetreten und haben Atemschutzmasken mit Vereinslogo angeboten. Tolle Kombination: Schütz Dich vor den Körperflüssigkeiten Deines Stadionanchbars und unterstütze gleichzeitig Dein Team. Tja, Geschmacklosigkeit kennt keine Grenzen, das ist ja nix Neues, vor allem, wenn man Geld verdienen will.

Wäre ich jetzt Sarkast, dann würde ich im Hinblick auf unserer nächstes Derby fragen: Was sagt unser deutsches Vermummungsverbot dazu? Aber Quatsch, hoffen wir lieber, dass alle Borussen und natürlich auch alle anderen gesund bleiben und dass es den Geschäftemachern der Pharmaindustrie und deren Trittbrettfahrern nicht gelint, aus einer Krankheit auch noch kommerziellen Gewinn zu schlagen.

„Unser Konzept ist aufgegangen...“

...jubelt die Polizei. Zum Abtransport der von der Polizei sichergestellten Flaschen hätten "ein paar Tragetaschen" ausgereicht. Da zitiere ich doch einfach mal wieder Dieter Nuhr und behaupte „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“

Welcher Idiot nimmt schon warmes Flaschenbier mit und lässt es sich dann auch noch von Staatsgewalt abnehmen? Und die Anzahl der sichergestellten Flaschen muss ja auch keineswegs deckungsgleich sein mit der Anzahl der geleerten Flaschen. Oder glaubt ihr im Ernst, dass alle Trinker Euch jetzt pflichtschuldigst ihr Leergut überlassen haben?

Die Familienväter und Hools trinken eh keinen Alkohol und die anderen Fans hatten es sich schön am Rande der Sperrzone bei frisch gezapften Bier gemütlich gemacht und sind auf den „letzten Drücker“ zum Stadion gefahren. Und dann konnten sie die brilliante Kompetenz der Ordnungshüter noch einmal erleben. Auf der Aachener Straßen hatten Fußgänger, Radfahrer und natürlich besonders Autofahrer reichlich Zeit, das sensationelle “Verkehrskonzepts“ der Polizei zu genießen.

Wahnsinn...Euer Bumsi

Alkoholverbot beim Derby

Tja, da hat die Stadt ja einen rausgehauen, was!?

Verbot des Konsums von Alkohol in weiten Teilen Mönchengladbachs am Derbytag steht im Sonderdruck des Amtsblatts 29. Einige Texthappen aus der Begründung:

„Infolge Alkoholkonsums wir die Hemmschwelle…Gruppendynamische Prozesse… Erfahrungen zeigen… Treffen der Hooligan-Szene mit erheblichem Alkoholkonsum… Erhöhte Eigengefährdung…

Am besten gefällt mir noch „bedrohte Schutzgüter“. Wisst Ihr, wer „bedrohte Schutzgüter“ sein sollen? Na? Jawohl: IHR SELBST!

Ihr müsst vor Euch selber geschützt werden und deshalb gibt’s keinen Alkohol. Wisst Ihr eigentlich wie aggressiv ich ohne Alkohol werde?

Es grüßt Euch
Bumsi

Neue Besen kehren gut …

…diesen Spruch kennen gerade wir Borussen ja bestens. Die Borsten an Friedhelm Funkels Besen in Berlin versagen derzeit noch ihren Dienst. Eine dämliche und eine verdiente Niederlage stehen bis jetzt für den neuen Hertha-Trainer zu Buche. Lucien Favre wird sich ins Fäustchen lachen. Null Punkte aus den letzten zwei Spielen; das hätte er auch hin gekriegt. Apropos Lucien Favre: Ein paar Tage nach seiner Entlassung hatte er ja der versammelten Journaille im vornehmen Hotel Adlon Einblick in sein Gefühlsleben gewährt. Dabei kam die olle Tante verständlicherweise nicht ganz so gut weg.

Anstatt souverän und gelassen zu reagieren, wurde Lucien Favre nun fristlos gekündigt … wegen vereinsschädigendem Verhalten. Ob der finanziell klamme Verein sich so wohl um die Abfindung für den Ex-Trainer drücken möchte? Wie dämlich, zu glauben, dass das mit einer Kündigung so einfach zu machen sei. Denn ganz sicher wird die Schlammschlacht nun bei Gericht fortgeführt. Dort wird der Verein wohl kaum sein Ziel erreichen, schließlich enden solche Verfahren erfahrungsgemäß in irgendeinem Vergleich … und den hätte man auch ohne fristlose Kündigung und langwierigen Rechtsstreit haben können.

Fragt sich also, wer hier eigentlich vereinsschädigend handelt? Michael Preetz muss da wohl noch Einiges lernen in seinem neuen Job. Von uns zum Beispiel: Wir haben nicht nur mehr Punkte auf dem Konto als die Hertha, wir haben auch viel mehr Erfahrung im Umgang mit zukünftigen Ex-Trainern. Wir haben das schon so oft gemacht, dass es derartige Possenspiele bei uns nicht gibt. Wenn wir einen Trainer nicht mehr wollen, geht der entweder aus freien Stücken oder im besten Einvernehmen mit den Cluboberen. Bravo! So wird das gemacht, Herr Preetz.

Auf Kunstrasen in Moskau

Heute steigt das wohl entscheidende WM-Qualispiel für Jogis Buben. Ich musste leider zu Hause bleiben, da ich keinen Wodka vertrage. 50 Borussen sind aber trotzdem da. Hoffentlich muss deren Schließmuskel nicht wieder ähnlich leiden wie vor ein paar Wochen bei der Reise nach Baku.

Gespielt wird ja auf Kunstrasen. Was wurde in den letzten Tagen darüber nicht alles geschrieben? Die Vorbereitung der Mannschaft fand in Mainz statt, wo es auch so einen Plastikplatz gibt. Dort wurde ein Vorbereitungsspiel gegen 05er Amateure gleich mal verloren. Trotzdem hatten sich unsere Jungs dabei so verausgabt, dass sie – anstatt das Training ordentlich fortzusetzen – erst einmal eine Pause einlegen und medizinisch versorgt werden mussten. Der Job des Nationalkickers ist aber auch so was von anstrengend!!

Über den Kunstrasen schimpfen sie alle. Warum das denn? Andere hatten es da schon wesentlich schwerer. Blättert man in den Annalen des DFB, kann man schnell herausfinden, dass es Quali-Spiele sogar schon mal auf Schlacke, Asche und sogar Kies gegeben hat. Das alles natürlich, bevor die FIFA Rasen einheitlich als Spieluntergrund befohlen hat ... Rasen? Es muss wohl besser „Grün“ heißen, denn auf echtem Rasen wird ja auch heute nicht gespielt. In manchem kleinen Dorfverein wäre man übrigens froh, wenn man sich einen Kunstrasenplatz leisten könnte oder die Gemeinde einen bezahlen würde … dann würden im Winter auch nicht so viele Spiele ausfallen. Tja, so ist es eben: Die Einen müssen auf Rasen spielen und wollen nicht, die Anderen würden gerne, können aber nicht … das Leben ist ungerecht!

Euer Bumsi

Zwischen Hoffen und Warten...

Die Wortakrobaten der Werbeagentur, die Borussia vermutlich damit beauftragt hat, pfiffige Titel für das Fohlenecho zu kreieren, haben sich Mühe gegeben. „Hoffen auf den dritten Heimsieg“. Fällt ja auf den ersten Blick gar nicht auf, dass wir gegen Hoffenheim spielten, oder? Und dann wie so oft vergeblich hofften…

Nun mag ja Hoffnung ein weites Feld für philosophische und theologische Debatten bieten, aber ob Hoffnung die richtige Einstellung ist, um in ein Fußballspiel zu gehen? Und zu gewinnen? Statt der Hoffnung zu gewinnen, erscheint mir der Wille zum Sieg irgendwie entscheidender. Aber Wollenheim heißen sie halt nun mal nicht.

Was für ein Glück, dass es keinen Bundesligisten – geschweige denn überhaupt eine deutsche Ansiedlung – namens Wartenheim gibt. Dann hätten die lustigen Werbefachleute oder Marketingexperten oder wer auch immer vielleicht „Warten auf den dritten Heimsieg“ getextet. Das könnte fast ein Selbstläufer für die weiteren Begegnungen im BORUSSIA-PARK werden. Kann man quasi jedes Heimspiel recyceln, wenn man „Glück“ hat. Wenn wir gegen das Wartenheim aus dem Ruhrgebiet spielen, gegen das Wartenheim mit der großen, hässlichen Kirche oder das Wartenheim aus dem Schwabenland.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, ich warte wirklich ungern.

Bumsi und RWE

Da überschlagen sich ja wieder einmal die Ereignisse bei einem der Traditionsvereine in unserer erweiterten Nachbarschaft. Erst wird Thomas Strunz bei den Rot-Weissen von der Hafenstraße entlassen, dann rollen die Abrissbagger auf der selbigen an, während der Finanzierung eines neuen Stadions gerade mal von der Bezirksregierung in Düsseldorf ein dicker Stein in den Weg gelegt wurde, mit dem auch die schon genannten Bagger nicht fertig werden.

Tolle Strategie: Weg mit dem alten Stadion, erst mal abreissen! Ob man noch Geld zum Wiederaufbauen hat, das wird sich dann schon zeigen. Das scheint ja die gleiche Harakiri-Taktik zu sein, die die Essener auch sportlich in eine mehr als missgünstige Lage gebracht hat.

Wenn jetzt der Vorstand davon spricht, dass man die Talfahrt stoppen muss, dann kann man eigentlich nur noch traurig den Kopf schütteln. Die Talfahrt der Rot-Weissen hat vor Jahren begonnen, also hätte man sie auch vor Jahren schon stoppen müssen. Das Georg-Melches-Stadion ist nun schon seit Jahrzehnten bar einer Westtribüne und auch die noch stehenden Tribünen sind in desolatem Zustand.

Und trotzdem bin ich traurig, wenn die Abrissbirne gegen die Nordtribüne knallen wird. Ein weiterer Old-school-Fußballtempel wird auf dem Altar einer hoffentlich finanzträchtigen und gesponsorten und von sportlichen Erfolgen gepflasterten Zukunft geopfert. Ach, was wäre es schön, wenn Siw Malmkwist doch mal irgendwann recht hätte: Seit wir zwei uns gefunden, oh RWE, kenn ich nur frohe Stunden, oh RWE… Nach frohen Stunden – weder sportlich noch finanziell – sieht es erstmal nicht aus, liebe Essener.

Bumsi fühlt sich sicher...

Ja, auch wir Maskottchen machen hin und wieder Urlaub... dieses Jahr hab ich mir vorgenommen den Schwarzwald unsicher zu machen. Schön ein bisschen Wandern, in den Pausen das leckere Rothaus Tannenzäpfle genießen, dazu ein wenig von dem feinen Schwarzwälder Schinken. Dann samstags Freiburg ansteuern, das Spiel schauen und anschließend mit der Bahn und den vielen Fans aus Mönchengladbach nach Hause.

Naja, nun hat mir die DFL ja eine kleine Urlaubsverlängerung gegönnt und ich und die vielen Fans, fahren erst am Sonntag heim... Freunde, die Umbucherei war kein Zuckerschlecken... und warum das alles? Weil Dortmund und Schalke sich nur samstags batteln dürfen, wegen der Sicherheit... apropos Sicherheit:

Mit Sicherheit hätte man da auch andere Spiele verlegen können... Wolfsburg – Hannover, das ist mit Sicherheit nicht so gefährlich... oder Frankfurt – Stuttgart oder Köln – Leverkusen, aber nö... man plant lieber 2 Derbys in NRW am Samstag... sicherheitstechnisch ist das bestimmt klasse... nur gut, dass ich im Schwarzwald bin.

Euer Bumsi

"Gesund, aber nicht reich"

Unser Geschäftsführer Herr Schippers wollte sich nicht über das Finanzgebahren anderer Clubs äußern. Na, dann mach ich das doch mal. Ist nämlich wirklich haarsträubend, was man da erfährt. Nicht, dass ich das bei meiner Frisur bräuchte, aber trotzdem…

Die Königsblauen sind da ganz groß im Kommen, was vorhersagbare Pleiten angeht. Und das trotz einschlägiger Erfahrungen. Wer es nicht glaubt, auch Schalke war nicht immer erstklassig, sondern dümpelte in den 80ern ganz nett in den unteren Ligen rum. Jetzt sind sie im Prinzip wieder blank, denn die Einnahmen aus Sponsoring und Stadionvermarktung, die eigentlich jährlich einfließen sollten, sind schon ausgezahlt und ausgegeben. Da kommt also nix mehr.

Tja, Ebbe in der Kasse, ganz ohne Sand, der ist höchstens im Getriebe zu finden. Was natürlich von der Clubführung inklusive Meister Magath bestritten wird. Wenn man das alles so liest, dann kommt mir schon der Gedanke, dass hier auch so ein bisschen die Seele des Vereins verkauft wurde. Dann doch lieber mit meiner Borussia bangen um den Klassenerhalt (Im Moment natürlich nicht, aber wer weiß…), im immer noch „nur“ BORUSSIA-PARK heißenden Stadion zittern, auf große Stars verzichten, dafür aber mit reinem Gewissen die Raute im Herzen tragen. Dafür meinethalben auch mal ein „Dankeschön“, Herr Schippers!

Euer Bumsi

Bayerische Adduktorenprobleme

Es geht ja rasant los in dieser Saison, ganz so wie die geifernden Massen und der durchtriebene Boulevard sich das wünschen. Trainerentlassungen, Überraschungssiege und Starrummel. Gut, wir haben noch nichts damit zu tun, unser Trainer ist noch da, ein wirklicher Überraschungssieg ist uns noch nicht gelungen und kann man Arango schon als Star bezeichnen? Na ja.

Mainz hat zwar auch keinen Star, aber sie haben schon den Trainer entlassen und überraschend gegen Bayern gewonnen und in dieser Partie stand dann doch auch ein Star im Mittelpunkt, obwohl er gar nicht mitspielte und erst recht nicht für Mainz: Franck Ribéry. Ohne den sind die Bayern nämlich aufgeschmissen, hilflos, ideenlos, verloren und wirklich ganz arm dran.

Deshalb haben sich jetzt Bayern-Fans im Internet in einem offenen Brief geäußert, in dem sie ihr Leid beklagen. Vor allen Dingen Basti Schweini und der holländische Aloysius kriegen da ihr Fett weg. Richtig ernst nehmen kann man das alles nicht, das ist Leiden auf so einem abstrakt hohen Niveau, dass man es schon wieder nur milde belächeln kann.

In einem Punkt haben sie allerdings recht: Man solle doch Ribéry ziehen lassen und sich nicht der Millionen schämen, die man damit einnehmen würde. Nö, sollte man nicht. Das ist allemals schlauer, als einen Spieler durch die Saison – mit astronomischem Gehalt versteht sich – mitzuschleppen, der dann immer wieder Adduktorenprobleme hat. „Adduktorenprobleme“ ist übrigens fußballerisch und heißt „Ich hab kein Bock.“

Da kann man unserem Maxi Sportdirektor ja nur gratulieren: Mit Marin alles richtig gemacht, sonst hätten uns nämlich hier auch Adduktorenprobleme am laufenden Band geblüht.

Zufriedene Grüße!
Euer Bumsi

„In Mönchengladbach sind wir nur Linie geflogen“

...titelt Welt-Online vor dem Spiel Bremen gegen unsere Borussia. Klar, Marko (von vielen Reportern liebevoll auch Markus genannt) ist die interessanteste Person vor dem Spiel, und dass Werder als Außenseiter in das Heimspiel gegen den Tabellen-Vierten geht, kommt nicht so leicht aus der Feder.

Bremen hat zwar doppelt so viele Einwohner wie Mönchengladbach, aber der Flughafen an der Weser ist auch keine Drehscheibe. Und das Marko mit den Stadtmusikanten bei seinem erstem Spiel auf europäischer Ebene gegen FC Aktobe nicht Linie fliegen kann, liegt gewiss auch daran, dass der letzte Direktflug zwischen Bremen und Kasachstan kurz nach der Atlantiküberquerung von Charles Lindberg wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde. Ich weiß, wovon ich rede, habe ich letzte Woche doch gerade die Stecke nach Aserbeidschan über Berlin und Moskau nach Baku erleben dürfen.

Wie es dann jemand geschafft hat, mich am gleichen Abend in Amsterdam beim Spiel Holland vs. Frankreich zu sehen, ist mir schleierhaft. Arnd Zeigler wird es mir erklären dürfen. Aber zurück zu unserem Ex-Kicker: Die Aussage „Ich bin in einem Verein gelandet, der in ganz Europa Ansehen genießt und der international spielt. Die Qualität ist hier höher, des Trainings und der Spieler.“ verärgert mich. Wir sollten doch mehr Sachkunde in die Ausbildung stecken, damit die Bubens überhaupt wissen, bei welchem Club sie tätig sind, denn der Name Borussia Mönchengladbach öffnet auch heute noch Türen, die manch Großgeglaubtem verschlossen bleiben, zählt einfach mal die Sterne auf der Brust. Aber wahrscheinlich hat das der Markus alles nie so gesagt.

Bis die Tage!
Euer Bumsi

Tolles Angebot von Sky

Neben meiner Zeit fressenden Tätigkeit als Maskottchen spiele ich natürlich auch selber Fußball. Nicht in einer der Topligen, eher im Breitensport, wie es so schön heißt. Spieltag: vorwiegend Sonntag, früher Nachmittag. Das 15.30 Uhr Sonntagsspiel in der Bundesliga ist für die breite Masse – um im Begriff zu bleiben – da verdammt ungünstig angesetzt. Selber spielen und Fan sein, wird einem fast unmöglich gemacht. Hoffentlich steigt die Borussia nie wieder in die zweite Liga ab; da sind die Leute ja noch ärmer dran.

Der PayTV-Sender Sky hat uns Amateurvereinen nun ein tolles Angebot gemacht: Für „lächerliche“ 49,- EUR monatlich bekommen wir von denen einen Decoder geschenkt und können dafür im Vereinsheim am Sonntag die Zweit- und Erstligaspiele schauen. Die anderen Spieltage werden nicht frei geschaltet. Hört sich doch toll, oder?

Für dieses „Superangebot“ müssen wir Sky alle Mitgliederadressen unseres Vereins für Mailings zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sind wir verpflichtet, bei unseren Mitgliedern zweimal pro Jahr eine Briefwerbeaktion für Sky zu machen.
Ihr denkt, dass das ein verspäteter Aprilscherz ist? Nein, alle dem DFB angeschlossenen Vereine haben dieses Angebot inkl. der „Rahmenbedingungen“ in den letzten Tagen von Sky schriftlich bekommen.

Mal im Ernst: Die kriegen von uns bestens selektierte Adressen, können damit machen, was sie wollen und wir sollen auch noch 49,- EUR monatlich bezahlen!!?? … für’n bisken Sonntagsfußball im PayTV. Die spinnen ja wohl! Bei mir im Dorfverein sind jedenfalls alle der Meinung, dass wir derartige Unverschämtheiten nicht unterstützen werden.
Mich würde mal interessieren, wie Ihr das bei Euch im Verein macht. Schreibt mir einfach: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Erst die Sache mit den Bezahlkarten und jetzt das … langsam reicht’s mit dem Kommerz!

Bumsi geht auf Reisen

Da sitze ich am Sonntagabend noch ganz aufgewühlt aufgrund des Spiels in Bochum in meinem Fernsehsessel, einen Schlummertrunk in der Hand, damit ich endlich ins Bett gehen kann, und gucke mir „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ an. Und was muss ich da sehe: „Bumsi auf großer Fahrt. Sein Auftrag: Urlaubsbegleitung für einsame Fußballfans.“

Mönsch Arnd, hättest doch mal was sagen können. Und schon klingelt auch das Telefon, die Borussen-Reisegruppe nach Aserbaidschan ist dran. „Los Bumsi, pack Zahnbürste und Schlüpper ein, Du kommst mit zum Länderspiel, der Zeigler zahlt alles für Dich.“

Also schnell ab, Reisepass gesucht, Tasche gepackt, nur das komische Stirnband finde ich nirgends. Brauche ich eigentlich ein Visum? Na ja, der Name Borussia Mönchengladbach wird mir schon die Grenzen öffnen.

Lieber Arnd, meine Reisespesen kannst Du mir bitte auf folgendes Konto überweise: FPMG Supporters Club, Deutsche Bank MG, BLZ 31070001, Ktnr. 603209800, Verwendungszweck „Bumsi auf großer Fahrt“

„Frauen zeigen Raute“

Das las ich kürzlich in einer heimischen Tageszeitung. Aha. Nun, das ist für mich jetzt eigentlich nix Neues, schließlich sind aus meiner Generation Steinwegs Mam oder Walli auch immer schon begeisterte Borussen-Fans gewesen und haben mit Stolz die Raute getragen. Vor allem im Herzen.

Hm, ach ja, da ist dann vielleicht doch ein Unterschied zu heute. Früher stand nämlich doch der Stolz im Vordergrund, beim Blättern im aktuellen Fanartikelkatalog habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass die Raute zum modischen Accessoire degradiert wird. Nur noch ein Markenzeichen halt…

Und wenn die Tops noch knapper werden, dann wird es langsam auch eng für die Raute, dann ist nämlich gar kein Platz mehr auf der minimalen Textilfläche. Da ist mir – ohne gegenüber knapper Bekleidung bei hübschen Damen grundsätzlich abgeneigt zu sein – doch lieber, man trägt die Raute da, wo sie hingehört, nämlich im Herzen. Egal, ob Männer oder Frauen.

Ohne Sensation

Jetzt ist sie gespielt, die erste Runde im DFB-Vereinspokal. Unsere Borussia hat sich ganz manierlich aus der Affäre gezogen und die ganz großen Überraschungen sind leider ausgeblieben.
Wo sind sie geblieben, die Mannschaften wie Vestenbergsgreuth, Eppingen, Weinheim oder Geislingen.

Einzig die Niederlagen von Hannover in Trier und dass der VfB Lübeck, in den letzten Jahren sportlich wie finanziell nicht wirklich auf der Sonnenseite, den Aufsteiger aus Mainz mit 2:1 n.V. aus dem Wettbewerb geworfen hat, darf mit Verblüffung zur Kenntnis genommen werden. Da wollten die Herren mit der Narrenkappe aber mal nicht hinten anstehen, und haben sich doch mal ganz schnell von Ihrem Cheftrainer getrennt, zwischen Aufstiegstrainer und Team soll es nicht mehr gestimmt haben.

Hat die Mannschaft gar in Lübeck gegen den Trainer gespielt? Na dann aber Hut ab, das war dann die wahrscheinlich effektivste Leistung einer Mannschaft im Pokal, welche die erste Runde zu bieten hatte.

Arme Bayern

Ich bin bestürtzt. Ich bin geradezu erschüttert, was meine armen alten Ohren so alles aus München hören müssen. Da ist es doch tatsächlich so, dass Real Madrid den armen Herrn Ribéry abwerben möchte, obwohl die von Herrn Hoeneß selbst gesetzte Frist schon abgelaufen ist. Das ist aber böse. Ach Mensch, wie gemein ist das doch, dass die Königlichen mit ihren Abwerbungsversuchen bei unserem Klassenprimus ständig Unruhe in die Vorbereitung bringen. Und das, obwohl uns Uli doch ausdrücklich gesagt hat wie’s gemacht werden muss.

Man stelle sich nur einmal vor, der FC Bayern würde das in der Bundesliga auch so machen und ständig bei seinen Mitkonkurrenten Abwerbungsversuche starten, Unruhe in die Reihen der sportlichen Kontrahenten bringen oder sich gar hinter dem Rücken der Verantwortlichen mit Spielern treffen. Man stelle sich nur einmal vor, was da in Deutschland los wäre, wenn unser sympathischer Klassenprimus solche Machenschaften an den Tag legen würde. Das würde doch dann irgendwann wieder auf den FC Bayern zurückfallen.

Wieso fällt mir eigentlich jetzt Miro Klose ein und sein geheimes Treffen mit den Bayernverantworlichen am Flughafen in Hannover, während er aber noch bei Werder unter Vertrag stand. Vielleicht sollte ich doch mal lieber über etwas anderes reden. Über lauwarme Milch vielleicht. Aber das mach ich dann das nächste Mal. Jetzt wünsche ich unserem Klassenprimus, unseren sympathischen Bayern, erst einmal einen schönen Restsommer, denn immerhin ist unser FC Bayern ja der beste FC Bayern rund um den gesamten Hasenberg und allen angrenzenden Universen.

DSF Sportquiz

Was bei den Banken das Kreditersatzgeschäft darstellte, soll beim DSF in Form des sog. „Sportquiz“ mit verstaubten Automarken und diversen voyeuristischen Zusatzangeboten für die notwendige Alimentierung des Ball- und Busensenders sorgen. Einer unsachgemäßen Fernsehbedienung geschuldet, konfrontierten mich die vorsätzlich untextilen Bildschirm-Marketenderinnen bereits wiederholt mit der Suche nach der Stadt „Grinsekelchen“.

Da auf Schalke mit Einzug von Felix Magath den Spielern erst jüngst auf den Stufen des alten Parkstadions das Grinsen reichlich vergangen ist, versuchte ich telefonisch die Fernsehgemeinde zu erlösen. Im Fußballjargon spräche man von einem Pfostentreffer – Leitung 10, statt der „geiles Geld“ verheißenden Leitung 11. Die wiederkehrende Fragestellung lässt angesichts simpler Buchstaben-Arithmetik allerdings wohl weniger auf eine grundsätzlich fehlende Trefferquote, als auf eher unsportliche Ratebedingungen schließen.

Schön, dass sich dank des wahren Konsonantenreigens mit unserer fußballerischen Heimat derlei Spielchen mehr oder weniger verbieten. Ohnehin bin ich davon überzeugt, dass es bei uns in der kommenden Saison mehr Grund zur Freude als beim zukünftigen Meister der Schmerzen geben wird. Dafür investiere ich auch mehr als 50 Cent…

T-Home-Cup

Am Wochenende fand auf Schalke der T-Home Cup statt. Der Fernsehsender SAT1 hatte sich die Senderechte gesichert. Auch wenn man in der Sommerpause das Geschehen bei unseren Konkurrenten nicht 100%ig verfolgen konnte/wollte, hat man doch das Gefühl, dass S04 und FCB für die kommende Saison deutlich mehr aufgerüstet haben als HSV und VfB.

Trotzdem bestritten die Letztgenannten das Finale, was über den sportlichen Wert derartiger Veranstaltungen mal wieder alles aussagt. Bei einem Event, wie dem T-Home Cup gibt es sicher jede Menge Interessen, dabei aber garantiert nicht der Sport.

Gut, dass es die DM gab; da musste man sich diesen Quatsch im Privatfernsehen nicht anschauen.

Bis neulich...euer Bumsi!

Traditionsduell!?

Seid Ihr auch beim Newsletter des DFB angemeldet? Auch wir Maskottchen müssen uns ja auf dem Laufenden halten, damit einem nix entgeht, und dann habe ich mir vor Freude gestern Abend fast Pippi in mein grünes Bumsi-Höschen gemacht:

Duell zweier Traditionsklubs zum Auftakt des dritten Spieltags der 3. Liga am Freitag, 07.08.09!

Jena gegen Aue, Osnabrück gegen Dresden oder gar Offenbach gegen Braunschweig?

Nix da: Bremen II gegen Dortmund II!

Wisst Ihr was, werte Herren des DFB? Euren Newsletter habe ich umgehend abbestellt, denn verarschen kann ich mich selbst!

Gruß Bumsi

Unwetter im BORUSSIA-PARK

Das Wetter ist mies, eher herbstlich als sommerlich, es regnet und stürmt. Brrrrhhh. Wenn ich also meinem Astralkörper in der Julisonne nicht die erwünschte Bräune verschaffen kann, dann informiere ich mich doch einfach mal im Rahmen meiner Möglichkeiten über unsere Neuzugänge.

Und schon bei Juan Arango, unserem venezolanischen Newcomer, stutze ich. Sein Spitzname sei nicht nur „Arangol“ aufgrund seiner Torgefahr, sondern auch „Der Hurrikan der Karibik“. Mal abgesehen davon, dass das auch ein Romantitel von Karl May sein könnte, sehe ich die heimischen Unwetter nun mit ganz anderen Augen.

Ein Hurrikan im BORUSSIA-PARK? Aus der Karibik? Ist mir ja im Prinzip sogar fast egal woher, sofern er dann in der Saison nur jede gegnerische Abwehr durcheinanderbläst und den Torwart wie ein Gewitterschauer nass macht. Je mehr Unwetter über Gladbach desto besser, da verzichte ich gerne auf meine Sommerbräune.

Van Gaals Methoden

So, bei uns ist ja schon alles in trockenen Tüchern. Der Kader steht, das Training hat begonnen und es ist, abgesehen von den Verletzungen Baillys, Friends, Callsen-Brackers und Albermans, angenehm ruhig um unsere geliebte Borussia. Da kann man doch mal schauen, was die anderen so bewegt.

Louis van Gaal, seines Zeichen neuer Bayern-Trainer, zum Beispiel. Den bewegt, wie er seine Spieler kontrollieren kann, um einen Überblick über abendliche Diskothekenbesuche zu haben. Tja, wie will er das machen? Er habe sich schon über das P1 informiert, wo die Bayern-Profis angeblich gerne abschotten oder chillen – je nach Charakter. Ah ja. Was hat er wohl gemacht? Ortsbegehung vorgenommen? Versteckte Kameras installiert? Geheimagenten im Partydress engagiert? Security bestochen?

Lieber Aloysius Paulus Maria, Disziplin ist eine Sache, Gängelei ist eine andere. Durch derartig unverblümt ausgesprochene Androhungen bringt man lediglich geifernde Boulevardjournalisten und minderbemittelte Paparazzi auf seine Seite. Ob man Bayern damit zum Champions-League-Sieger macht, das möchte ich doch mal bezweifeln.

Euer Bumsi

2010...ihr werdet es schon sehn!

So, nun ist es also so weit, die nächste Saison ist die Saison 2009/2010, die nächste Meisterschale wird am 08. Mai 2010 überreicht. An uns? Tja, so hätten wir uns das wohl alle gewünscht, als wir uns in den letzten Jahren nach der ein oder anderen Niederlage mit Hilfe des Textes „2010, ihr werdet es schon sehen, wir holen den DFB-Pokal und wir werden deutscher Meister!“ den Frust von der Seele sangen.

Und jetzt? Ich glaube nicht, dass wir dieses Lied in unseren Reihen noch einmal hören werden, zu ungewiss die Zukunft, zu drückend die Last der Enttäuschungen der Vergangenheit. Wohl kaum jemand, der an einen Erfolg glaubt, der über einen weiteren Klassenerhalt hinausgeht. Bin ich Pessimist? I wo, ich bin Optimist. Wir müssen einfach den Zeitrahmen erweitern und neue Lieder singen.

Bis 2020 oder 2030 kann sich soviel getan haben. Zehn, zwanzig, dreißig Jahre, das ist ein lange Zeit. 1979 hätte ich auch niemals geglaubt, dass mir mal zwei Abstiege bevorstehen. Man weiß also nie was kommt, selbst ich nicht mit meiner Erfahrung, warum sollte also nicht irgendwann in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren (wenn z. B. das Stadion abbezahlt ist…) der Erfolg in Form von Meisterschale oder Pokal wieder zurückkehren. Also, wenn das kein Optimismus ist.

Handyverbot in Glasgow?

Das Mobiltelefon ist sowohl Segen als auch Fluch. Lange habe ich mich dagegen gewehrt, denn früher hat es doch auch ohne geklappt, wenn wir zu den Auswärtsspielen gefahren sind. Da gab es kein Internet, keine Mails und vor allem kein Handy und die Fans haben sich trotzdem zur gemeinsamen Abfahrt und zum Bier vorm Spiel getroffen. Und wenn man mal seine Ruhe haben will und das Ding ausmacht, gibt’s direkt Mecker, dass man nicht immer erreichbar sei.
Aber ich muss auch gestehen, es ist doch schon hilfreich, wahrscheinlich konnte schon so manches Leben gerettet werden, weil ein Handy in der Nähe war. Und unterhaltsam kann es ja auch sein, wenn man lustige Nachrichten verschickt, Spielchen für die Zugfahrt drauf hat oder Musik hören möchte.

Für die Fans von Celtic Glasgow war es aber wohl nicht lustig, als sie in der 21. Minute am letzten Spieltag auf ihr Handy schauten: „Dundee have equalised“ war dort zu lesen. Somit hätte Celtic wieder Chancen auf die Meisterschaft gehabt, immerhin waren sie nur um 2 Punkte schlechter, dafür um 1 Tor besser. Leider war dies ein „Scherz“ der Rangers-Fans, die ihren Bekannten im Celtic Park diese Nachricht übermittelt hatten, denn Dundee hatte nicht getroffen, die Blauen gewannen 3:0 in Dundee, Celtic selber spielte aber auch nur Unentschieden, somit hätte der Ausgleich auch nix genutzt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Jungs ihre Rufnummernunterdrückung eingeschaltet hatten…

RasenBall Leipzig

Der Leipziger Fußball bekommt jetzt Flügel verliehen. Red Bull (Das ist dieses süße, klebrige Gummibärchengetränk, das es zu horrenden Preisen mittlerweile flächendeckend zu erwerben gibt) steigt als Sponsor in den deutschen Fußball ein. Vom SSV Markranstädt hat der Getränkehersteller das Startrecht in der Oberliga NOFV-Süd übernommen.

Der neu gegründete Verein nennt sich RasenBallsport – also RB – Leipzig. Was für ein Zufall. Ziel ist es, den Club im Profifußball zu etablieren. Wenn es mit den Millionen so läuft wie in Hoffenheim, ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis das Zentralstadion Bundesligaspielort wird. Na ja, dann ist da wenigstens auch mal was los.

„Wir wollen dabei helfen, dem Fußball in dieser Region wieder den Stellenwert zu geben, den er verdient.“ lässt die Geschäftsführung von Red Bull Soccer verlauten. Aha, welch nobles Ansinnen. Wer’s glaubt, wird selig. Vielmehr wird es doch letztendlich um eine Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke und damit um verbesserte Verkaufszahlen gehen. Und das mit einem Getränk, dessen Existenz gar nicht als überflüssig genug einstufen kann.

Die umstrittene Zulassung – es gab gesundheitliche Bedenken – des Getränks wurde zwar letztendlich erteilt, aber ob der Genuss des Getränks wirklich so leistungssteigernd ist und damit dem Sport dienlich? Sagen wir mal so, wenn man keine Zähne mehr hat – die werden von der süßen Plörre nämlich auf jeden Fall geschädigt – dann ist auch das Siegerlächeln nicht mehr schön anzusehen.

Der Leipziger Fußball bekommt jetzt Flügel verliehen. Red Bull (Das ist dieses süße, klebrige Gummibärchengetränk, das es zu horrenden Preisen mittlerweile flächendeckend zu erwerben gibt.) steigt als Sponsor in den deutschen Fußball ein. Vom SSV Markranstädt hat der Getränkehersteller das Startrecht in der Oberliga NOFV-Süd übernommen.

Der neu gegründete Verein nennt sich RasenBallsport – also RB – Leipzig. Was für ein Zufall. Ziel ist es, den Club im Profifußball zu etablieren. Wenn es mit den Millionen so läuft wie in Hoffenheim, ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis das Zentralstadion Bundesligaspielort wird. Na ja, dann ist da wenigstens auch mal was los.

„Wir wollen dabei helfen, dem Fußball in dieser Region wieder den Stellenwert zu geben, den er verdient.“ lässt die Geschäftsführung von Red Bull Soccer verlauten. Aha, welch nobles Ansinnen. Wer’s glaubt, wird selig. Vielmehr wird es doch letztendlich um eine Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke und damit um verbesserte Verkaufszahlen gehen. Und das mit einem Getränk, dessen Existenz gar nicht als überflüssig genug einstufen kann.

Die umstrittene Zulassung – es gab gesundheitliche Bedenken – des Getränks wurde zwar letztendlich erteilt, aber ob der Genuss des Getränks wirklich so leistungssteigernd ist und damit dem Sport dienlich? Sagen wir mal so, wenn man keine Zähne mehr hat – die werden von der süßen Plörre nämlich auf jeden Fall geschädigt – dann ist auch das Siegerlächeln nicht mehr schön anzusehen.

Freundliche Grüße
Euer Bumsi!

Confed-Cup

Da hab ich doch gestern den tollen Service angenommen und mir das Spiel USA vs. Brasilien angeguckt, weil da ja auch mit Michael Bradley ein Borusse mitmischen durfte. Leute, es war die Hölle: nicht nur, dass mir die ganzen Tröten nach wenigen Minuten ziemlich auf den Geist gingen, weil ich ständig dachte, dass der Angriff der Killerwespen bevorsteht, nein, auch der Reporter hat mich erst belustigt, dann aufgeregt und dann doch glatt zum ausschalten bewegt, ich konnte dieses dilettantische Gestottere einfach nicht mehr ertragen. Hier auf Details einzugehen erspare ich mir, weil es diese Berichterstattung einfach nicht verdient hat. Da wünsch ich mir doch glatt den Heribert zurück. Darf bei diesem Sender denn jeder ein Spiel kommentieren? Die sollten sich mal die letzten Minuten von unserem Spiel gegen S04 anhören. Und deswegen habe ich dann abends den historischen Sieg Ägyptens gegen Italien verpasst.

Euer Bumsi.

Bobadilla, Bobadilla…

Ich gebe zu, als ich den Namen gehört habe, habe ich direkt gedacht: Irgendwoher kenne ich den. Aber woher nur? War das nicht das spanische Brötchen, das mir so gut geschmeckt hat, als ich auf Maskottchensaisonabschlusstour auf Malle war? Ach nee, das war ja Bocadillo…

Aber dann irgendwann ist es mir doch eingefallen: Das ist doch dieser schweineleckere spanische Brandy, der mir am besten im Drink „Pina Barcelona“ mit Ananas, Kokos und Sahne schmeckt. Ach, und den gibt es auch als Stürmer? Also seine „Killerqualitäten“ sind mir bestens bekannt, der haut dich echt um. Ob das noch stimmt, wenn er den Vornamen Raúl trägt?

Wenn er die Rückennummer 103 verlangt: Meinen Segen hat er. In der Hoffnung, dass das für die Zahl der geschossenen Tore und nicht für die Zahl der erlittenen Verletzungen steht…

Unser Bobbele

Zum gefühlt mindestens fünften Male hat Boris Becker am Freitag geheiratet. Tatsächlich hat er mit Lilly allerdings erst seiner zweiten Geliebten auch das Jawort gegeben. Allen Anderen wollte er lieber keinen Trauring anstecken.
Ausgerechnet in St. Moritz im schönen Oberengadin sind die beiden vor den Altar getreten. Hermetisch abgeriegelt, wie zu hören war, damit ja keine unerwünschte Kamera das Geschehen vor die Linse bekam.

St. Moritz und hermetisch abgeriegelt? Ist das nicht ein kolossaler Widerspruch? Wie kann Boris denn nur so dumm sein zu glauben, dass er sich in einer der Promihochburgen Europas schlechthin beim Heiraten den Blicken der neugierigen Öffentlichkeit entziehen könnte. Das ist ja so, als wenn ein mit ÄffCeh-Trikot bekleideter K***** bei uns in der Nordkurve unerkannt bleiben will. Geht ja gar nicht!

Boris ist auch schon früher in so manches Fettnäpfchen getreten. Trotzdem werden ihm bei seinem nächsten Auftritt in „Wetten, Dass“ sicher alle wieder begeistert zujubeln. Er ist eben immer noch das Bobbele, das uns 1985 auf dem heiligen Rasen so sehr verzückte …

Ob es wohl Zufall ist, dass - ausgerechnet einen Tag vor dem großen Event in St. Moritz - Oliver Pocher und Boris’ Verflossene Sandy Meyer-Wölden ihre Liebe öffentlich bekannt gemacht haben? Oder wollten die beiden Boris und Lilly in die Hochzeitssuppe spucken? Schließlich hatte Boris die Liaison per SMS beendet, was Sandy bis heute wohl noch nicht so richtig verknusen konnte.

Sandy Meyer-Wölden ist übrigens die Frau, über die Oliver Pocher noch vor wenigen Wochen sagte, dass „Noah und Gabriel (Anm. von mir: das sind Boris’ Söhne) sich bestimmt über ihre neue Stiefschwester freuen“ und „zum Sterben zu jung, aber zu alt für Lothar Matthäus.“ Mit der ist er nun – offiziell verkündet – zusammen. Mit was man sich nicht alles belästigen lassen muss … in der Sommerpause!

Euer Bumsi!

Gelbes Geld

Ein neuer Hauptsponsor in Gelb? Dann auch noch eine Bank in Zeiten der Finanzkrise? Sogar noch mit einer Option zur Verlängerung. Ich bin geplättet. Das hätte ich nie erwartet. Ein großes, deutsches, börsennotiertes Finanzunternehmen, das ist nicht schlecht. Eine Kröte muss ich allerdings schlucken: Die Farben blau und gelb sind wenig borussenkompatibel.

Das wird schon ziemlich schräg aussehen, ein gelber Balken mit blauer Schrift auf unserem weißen Heimtrikot mit schwarzgrünen Längsstreifen. Und auf dem noch unbekannten Auswärtstrikot? Dunkelgrün mit gelbem Balken? Buhu, mich schaudert’s. Schwarz mit gelbem Balken? Wir sind doch hier nicht bei der kleinen Borussia aus Doofmund, oder?

Eine Herausforderung für die Trikotdesigner. Aber sei’s drum, da müssen wir aller Antikommerzromantik zum Trotz durch. So schlimm wie es vor Jahren in Bochum war mit dem Hauptsponsor Faber und bunt-gestreiften Trikots, so schlimm wird es hoffentlich nicht.

Bunte Grüße, euer Bumsi!

"Das schönste Land in Deutschlands Gauen, das ist das Badnerland"

Jetzt in der Sommerpause hat fan natürlich viel Zeit nachzudenken und sich auf die neue Saison vorzubereiten. Ich freu mich ja besonders darüber, dass Freiburg aufgestiegen ist und ich wieder in den Breisgau reisen darf. Ich finde, Freiburg ist immer eine Reise wert.

Am liebsten wäre mir natürlich, wenn Borussia zu Beginn der Hinrunde oder gegen Ende der Rückrunde dort spielen würde. Dann ist das Wetter dort einfach besser und man kann diesen tollen Ausblick aus dem Gästeblock so richtig genießen. Außerdem ist es schön, bei gutem Wetter durch die Straßen zu schlendern oder sich im Biergarten in der Nähe des Stadions niederzulassen.

Vielleicht treffe ich da ja Volker Finke und kann mit ihm über die guten alten Zeiten plaudern. Ach nee, der gute Mann ist ja jetzt in Japan bei Urawa Red Diamonds. Ob er da auch 16 Jahre lang bleibt? Na, zumindest ist es unwahrscheinlich, dass er da drei Mal absteigen kann, ohne sein Amt zu verlieren. Die haben da ja auch keinen schlechten Durchsatz an Trainern, fast wie bei uns. Ob „bei uns“ jetzt Borussia oder die Bundesliga ist, bleibt der Interpretation des Lesers überlassen…

Aber zurück nach Freiburg: Egal, zu welcher Jahreszeit und bei welchem Wetter unsere Borussia letztendlich dort spielt, fest steht, dass wir beim Aufsteiger gewinnen sollten. Dann wäre der Ausflug in den äußersten Südwesten Deutschlands erst richtig perfekt. Und dann wäre im Zweifel auch Dauerregen völlig egal; so wie bei unserem letzten Ausflug, an den ich mich noch gerne zurück erinnere – trotz des schlechten Wetters.

Über Moral und so

„Wahre, ewige Liebe“, so heißt ein B.O.-Song, und ich als Fan empfinde das auch aufrichtig für die Borussia. Niemals könnte ich wahrhaftig und für ewig (nicht mal für eine Sekunde) einen anderen Verein so lieben, wie meinen VfL.

Dass die Spieler heute das eine und morgen das nächste Emblem auf ihrem Trikot küssen, ist uns ja schon seit Langem bekannt. Wahrscheinlich haben sich deshalb auch die Reaktionen darauf verändert. L. Matthäus wurde damals lautstark als „Judas“ beschimpft, Sebastian Deisler wurde auch noch ausgepfiffen und bei Kette gab’s zwar Unmut, aber der wurde schon leiser artikuliert. Alexander Baumjohann haben wir nun sogar mit höflichem Applaus verabschiedet; nur beim Spiel gegen Boleslav gab’s im Winter ein paar vorsichtige Schmährufe.

Seit diesem Sommer nimmt nun auch eine andere Spezies für sich in Anspruch zu gehen, wenn’s gefällt: Die Trainer. Sie harren nun nicht mehr draußen auf ihrer Bank so lange aus, bis sie (endlich) gefeuert werden, nein, sie gehen jetzt selber in die Offensive und kehren ihren Brötchengebern vorzeitig den Rücken. Unmoralisch sei das, ist nun aus den Chefetagen der betroffenen Vereine zu hören. Ausgerechnet von da also, wo sonst die Trainerentlassungen ausgeheckt werden. Die Blöd, die durch mieseste Manipulation der öffentlichen Meinung manch einen Trainer ins Aus geschrieben hat, stößt ins gleiche Horn. Zum K. … diese Heuchlerei. Dass die Trainer heute von sich aus vor Vertragsende gehen, ist in einer Welt, in der das sowieso jeder macht, keineswegs unmoralisch. Die passen sich in einem schmutzigen Geschäft einfach nur an. Warum auch nicht?

Eine Bastion von ewig Treuen bleibt den Vereinen. Das sind wir. Ich kenne Niemanden, der der Borussia ernsthaft den Rücken kehrte und Fan eines anderen Vereins wurde. Andersherum kenne ich auch keinen einzigen heutigen Borussen, der früher einmal mit Stolz das Trikot eines anderen Vereins getragen hätte. „Wahre, ewige Liebe“, wir Fans verkörpern inbrünstig den letzten Rest von Moral, der in diesem gigantischen Business geblieben ist. Lasst uns stolz darauf sein.

Grüße! Bumsi!

Wann gehts wieder los?

Ich bin verzweifelt, denn jetzt beginnt die Sauregurkenzeit. Nach dem Ende der Bundesliga gab es ja noch diverse Fußballspiele am TV zu verfolgen, und jetzt spielt ein letztes Mal unsere U23 … und dann?, … ja und dann? Ich falle in ein tiefes, fußballleeres Loch. Das ist zwar in jedem Sommer, in dem es keine WM oder EM gibt, das Gleiche, aber irgendwie trifft es einen immer wieder wie aus heiterem Himmel.

Ratlosigkeit, später Lethargie mündend in permanentes Unruhegefühl und Nägelkauen machen sich breit. „Booh, is’ dat langweilig!“, sagte Hannilein mal. Was soll man nur mit der ganzen Zeit machen, die auf einmal zur Verfügung steht? Jetzt ist es zu allem Überfluss draußen auf einmal auch noch richtig ungemütlich, mit Grillen ist also auch nichts. Da ich immer für unsere Borussia unterwegs bin, habe ich das richtige Fernsehschauen wohl irgendwie verlernt. Jedenfalls bringt mein TV auch nicht die richtige Ablenkung vom „Ohne-Borussia-Leben“.

Viele haben sich ja auf die Sommerpause gefreut. Ich mich eigentlich auch; schließlich haben unsere Idole in den letzten Monaten reichlich viel Mist gebaut, und man musste sich permanent ärgern. Erholung täte da bestimmt gut. Gestern aber schrieb mir jemand in einer E-Mail, dass es ruhig am kommenden Samstag schon wieder losgehen könnte. Und wisst Ihr was, der Mann hat Recht. Ein Leben ohne Borussia ist halt kein richtiges Leben. Ich bin jedenfalls schon wieder richtig heiß auf’s FanHaus, den BORUSSIA-PARK und die Auswärtsfahrten. Ihr auch?

Beste Grüße!
Euer Bumsi!

Das Karussel dreht sich...

Schützenfeste allerorten, Kirmes, Zelt und Karussell. Wen wundert es in all der Bierseligkeit noch, dass nun auch das Trainerkarussell noch mal richtig an Fahrt aufgenommen hat. Wir suchen einen Trainer. Frankfurt sucht einen Trainer. Der HSV sucht auch und nun auch noch unsere Freunde vom Rhein. Kommt jetzt gar Christoph Daum??? In der Türkei weiß man nämlich angeblich nichts von seiner Rückkehr…

Wir brauchen schließlich auch noch ein paar neue Spieler. Nicht nur Perspektivspieler, sondern auch gestandene Profis. Ein Stürmer wäre z. B. nicht schlecht. Und na ja, ein guter Mittelfeldspieler, egal ob Marin bleibt oder nicht, ist auch nicht verkehrt. Rakitic, ein guter Junge, habe ich Eberl sagen hören. Ist er denn auch bereit für Borussia??? Spekulationen über Spekulationen.

Hoffen wir, dass wir mit Max Eberl den besten Karussellbremser haben, der uns den richtigen Mann herausfischt. Denn wer stellt sich nicht die bange Frage: Fängt in der neuen Saison das Ganze wieder von vorne an??? Ich hoffe nicht, aber ein bisschen weniger Aufregung nach dieser Saison täte meinem Herzen ganz gut. Aber wie heißt es so schön: Das Karussell, es dreht sich schnell...

Glückwunsch, Werder!

Ich bin nicht so ein Statistikfreak. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass in dieser Saison ganz schön viele Trainer dran glauben mussten oder vielleicht noch müssen. Jos Luhukay machte damals ja den Anfang. Fred Rutten und Jürgen Klinsmann sollten folgen. Felix Magath wollte selber gehen, obwohl er mit seinem Verein Meister geworden ist. Friedhelm Funkel wollte auch weg. Michael Frontzeck wurde sogar noch vor dem allerletzten! Spieltag entlassen. Jörg Berger musste nach dem gescheiterten „Experiment“ dann auch gleich wieder den Hut nehmen. Martin Jol zieht es jetzt auf einmal in seine Heimat. Mit Hans Meyer verlieren wir nun sogar schon den zweiten Trainer in einer einzigen Saison. Bojan Prasnikar wird mitten in der Relegationsphase gegangen ... und Bruno Labbadia’s Tage sind vielleicht auch gezählt, wie man so hört.

Immerhin elf Bundesligatrainer sind also betroffen (gewesen). Manch ein Kuriosum ließ und lässt sich dabei beobachten. Ein Mann allerdings hat – dem immer schneller drehenden Trainerkarussel zum Trotz – wieder einmal eine Spielzeit unbeschadet überstanden, obwohl auch sein Verein die Ziele in der Bundesliga bei Weitem nicht erreicht hat: Mit Platz 12 in der Abschlusstabelle blieb Werder Bremen schließlich weit hinter den (eigenen) Erwartungen zurück. Trotzdem konnte Thomas Schaaf unbehelligt weiter arbeiten. Seit Jahren kennen wir diese Kontinuität ja von der Weser. Freut mich, dass nun ausgerechnet ein solcher Trainer den DFB-Pokal gewonnen hat…

Arme Arminen

Ich bin ja froh, dass ich Borusse bin. Immer. Aber jetzt ist ja die Saison vorbei und nach unserem Erfolg (?) kann man ja jetzt auch mal einen Blick auf die anderen werfen. Wie fühlt man sich denn jetzt als Bayern-Fan? Traurig? Oder als Schalker? Wie immer enttäuscht?

Wie sich die Dortmunder fühlen… na ja… Auf jeden Fall schlechter als die Hamburger. Aber was geht jetzt in den Cottbussern vor? Nach der bitteren Niederlage gegen uns noch dieser Endspurt gegen Leverkusen. Dort herrscht vermutlich Euphorie über das Erreichen des Relegationsplatzes.

Es gibt wirklich nur eine Sorte Fan, in deren Haut ich auf gar keinen Fall stecken möchte und deren Gefühlslage ich mir auch nicht wirklich vorstellen kann, und das sind die Arminen aus Bielefeld. Da kann man als Fan – welcher Couleur auch immer – nur Mitleid haben. Wenn eine Vereinsführung so einen Quatsch veranlasst wie vor dem letzten Spieltag den Trainer zu wechseln, diesen dann nach dem Misserfolg auch direkt wieder zu chassen, dann kann man nur den Kopf schütteln. Aus der besten Ausgangslage für den Relegationsplatz nichts gemacht. Nein, liebe Arminia-Fans, die Idioten aus Ostwestfalen seid nicht ihr, die sitzen bei der Arminia an anderer Stelle.

Sprichwörter

Sprichwörter sind ja so etwas die Enzyklopädie der Lebensweisheiten für den kleinen Mann. Ich bin zwar nicht unbedingt ein Sprichwort-Fan – ich habe ja schon mit Borussia genug um die Ohren als Fan –, aber hin und wieder ist doch was Wahres dran an diesen schlauen Sätzen.

„Glück hat nur der Tüchtige.“ heißt es in einem Sprichwort. Ja, das kann man wohl sagen, wenn man unsere Ergebnisse gegen Schalke und Cottbus betrachtet. Zwar kein großartiger Fußball, aber eine gewisse Tüchtigkeit kann ich der Mannschaft nicht absprechen. Allerdings fehlte eben diese vollkommen im Kick gegen Leverkusen, entsprechend gab es keinen glücklichen 1:0-Sieg, sondern eine 5:0-Ohrfeige.

Jetzt hoffe ich auf ein anderes Sprichwort zum Thema Glück: „Das Glück ist ein dummer Esel und sucht sich seinesgleichen.“ Und da wünsche ich mir, das Borussia dann auf jeden Fall der dümmere Esel als Bielefeld ist. Sollte uns eigentlich nicht schwerfallen. Dumm anstellen können wir uns ja gut.

Bunte Bumsi-Welt

Die Welt ist bunt. Fast so bunt wie die Düsseldorfer LTU-Arena. Die ist eigentlich noch bunter. Die ist so bunt, dass einem schon wieder schwarz vor Augen wird. Normalerweise.

Die Farbigkeit der Sitzplätze begründete man beim Bau damit, dass die Olympiawerbung der Düsseldorfer unter dem Motto „So bunt wie die Welt“ stand. Also gab es Plastikschalensitze in den Farben der olympischen Ringe und zusätzlich in grün, was den Rasen symbolisieren sollte. Eigentlich wusste man aber schon beim Bau, dass das Stadion ohnehin nie voll wird, weil es ja auch eigentlich keiner brauchte, also planten die Architekten bunte Sitze, damit das Stadion bei Fernsehaufnahmen auch dann gut besucht aussieht, wenn mal wieder keiner da ist.

Und warum sollte da auch jemand hingehen? Selbst Fortuna würde lieber im Paul-Janes-Stadion spielen und Leverkusen zieht auch nicht wirklich die Wurst vom Brot. Aber wer das Stadion mal besucht sehen will, der geht einfach am Wochenende hin, wenn unsere Borussia da spielt. Dann ist Schluss mit bunt. Dann wird einem auch nicht schwarz vor Augen, sondern weiß. Wenn man nämlich genügend Fans hat, kann man sich solche Peinlichkeiten wie bunte Sitze sparen.

Grün ist die Hoffnung, blau die Kurve!

Grün ist nun also die Hoffnung. Das ist schon eine Herausforderung für viele,etwas Grünes mit Bezug zu Borussia aus dem Kleiderschrank zu kramen. Grün ist ja nicht die Farbe, die den reißendsten Absatz findet, wenn unser geliebter Verein Fanartikel auf den Markt wirft.

Immerhin könnte der ein oder andere das aktuelle oder eines der älteren Auswärtstrikots im Bestand haben. Auswärts laufen wir ja gerne in Grün auf, wenn auch leider viel zu selten mit Erfolg. Da wollen wir doch mal alle gemeinsam hoffen, dass das in Cottbus der Beginn einer langanhaltenden Serie von Auswärtssiegen ist.

Gott sei Dank ist bisher niemand auf die Idee gekommen, dass wir Fans alle in Blau erscheinen. Blau waren und sind ja schließlich unsere Ausweichtrikots. IN Blau, liebe Leute, gemeint ist die Farbe der Textilien, nicht der Zustand des Trägers derselbigen… Letzteres wäre vermutlich weniger das Problem, aber ob das der Mannschaft weiterhilft?

Münchner Sitten

Gerne hätte ich am Samstag in der Allianz-Arena einer Münchener Großbrauerei und einem bekannten bajuwarischen Wurstfabrikanten mehr Umsatz beschert. Das ging aber nicht, da vor allen Gästeblockeingängen zu lesen war, dass „die Mitnahme von Speisen und Getränken in den Tribünenbereich nicht gestattet!“ ist. Na, toll! Da musste das Ganze eben unter dem Trikot verschwinden

Es hatte eh vorher geregnet, und man war platschnass; da war das mit dem Bier kein Problem. Nur der Senf machte sich unter dem Trikot auf nackter Haut nicht so tolle. Die Security wusste zu erzählen, dass das Verbot nach einem Heimspiel gegen Cottbus nötig geworden war. Die Cottbusser hatten wohl die unten sitzenden Bayern-Fans mit Bier und Bratwurst getauft … Eigentlich schade um diese für einen Fußballfan so immens wichtigen Grundnahrungsmittel.

Mal sehen, wie das weiter geht. Ob wir Fans selber im nächsten Jahr überhaupt noch Zutritt haben werden? Schließlich könnten wir uns auch selbst nach unten stürzen und so eine Gefahr für die schutzbedürftigen Besucher im Parterre darstellen? Wäre ja nicht auszudenken, wenn ab Sommer auf den Schildern stehen würde: „Der Zutritt in den Tribünenbereich ist für Gästefans verboten!“.

Liebe Münchener, wird Euch jetzt auch endlich klar, dass Ihr eine suboptimale Stadionarchitektur habt??!! Dumm gelaufen, was? Außerdem, wer die Leute unter dem Gästeblock mit irgendetwas bewerfen will, der wird das auch trotz des Verbots machen. Hoffentlich begreift Ihr das bald und schraubt die Schilder wieder ab!!!

Zeitschleife

Hilfe, ich bin in einer Zeitschleife gefangen, das MUSS einfach ein Paralleluniversum mit einer Repetitivfunktion sein. Jupp Heynckes ist Trainer bei den Bayern?!?!? Wenn er also wieder quasi von Gladbach nach München wechselt, wird er dann auch wieder elf Jahre später Champions League-Sieger mit Real Madrid? Und ist dann 2024 wieder Trainer bei uns?

Wenn sich jetzt wirklich alles wiederholt, kommen sie dann alle wieder??? Also nicht nur bei Bayern, sondern auch bei uns in Gladbach? Lienen, Fach, gar Advocaat??? Meyer ist ja schon wieder da. Uuuaaahhh, da muss ich ja auf Knien dankbar sein, dass Horst Köppel gerade in Ingolstadt unterschrieben hat. (Aber gut, vielleicht brauchte er ja auch nur ein neues Auto.)

Und das Allerschlimmste ist: Wenn wirklich alles nach einer geheimen, sich wiederholenden Zeitleiste abläuft, dann heißt das auch, dass wir erst wieder 2025 – 30 Jahre haben wir ja auch beim ersten Mal gewartet – in München gewinnen. Aber dann ist ja eventuell Heynckes noch Trainer in Gladbach, wenn er 2024 wieder bei uns anfängt.

Eigentlich wäre ich froh, wenn es uns bis dahin überhaupt noch gibt...

Deutschland ist schön

Den Norden dieser unserer Republik finde ich persönlich zum Beispiel ganz charmant. Da gibt es Wattenmeer und Altes Land, Weserauen und Elbchausseen, immerhin.

Aber jetzt haben sie fußballtermintechnisch da oben im Norden ein ganz besonderes Problem. Hamburg gegen Bremen, Bremen gegen Hamburg, das dann auch noch insgesamt vier Mal in 19 Tagen, und zwar in drei verschiedenen Wettbewerben: DFB-Pokal, UEFA-Cup und Bundesliga; das nennt man wohl fantermintechnisch und polizeitaktisch eine Herausforderung. Wie sieht er nach diesen Begegnungen wohl aus, der Norden? Man stelle sich vier Mal Gladbach gegen Köln oder andersherum vor… Au weia! Also ich bin ganz froh, dass unserem Derby diese Frequenz erspart bleibt. Die Ordnungshüter sind sicher meiner Meinung, wenn ich sage: Da sind wir ja noch mal mit ’nem blauen Auge davon gekommen. Kein DFB-Pokal mehr, UEFA-Cup scheidet völlig aus und das Thema Bundesliga ist auch erledigt.

Und der Niederrhein, die Niersniederungen, die Kopfweiden und die Silberpappeln atmen auch hörbar auf. Deutschland ist schön.

2. Mannschaft

Als Traditionalist besuche ich ja auch häufiger die Spiele unserer „Zwoten“. Früher auf der Alm, dann eine kurze Zeit auf dem Bökelberg („Gott hab ihn selig.“) und nun im Grenzlandstadion. Den selbstgebackenen Kuchen vermisse ich ja schon ein bisschen, obwohl das „Schlemmermobil“ sein bestes gibt.

Die RP schickt auch gelegentlich mal den dritten oder vierten Mann des lokalen Sports zum Spiel und der darf dann montags einen Zehnzeiler schreiben oder (wie heute) mal den drohenden Abstieg unserer U23 dokumentieren, und da darf sich der Fachmann sogar ein Spielerfoto für seinen Bericht aussuchen. Leider ist aber nicht Tim Heubach, sondern Sören Seidel abgebildet. O.k. – beide blond, beide meist mit Stirnband unterwegs, allerdings liegen 15,5 Jahre Altersunterschied zwischen den beiden und das sollte man dann als Fachmann schon erkennen.

Beim zehnjährigen Schülermeister über 50m Rücken oder der Ü40-Kraulstaffel wäre das nicht passiert, da hat sich die RP ja Fachpersonal eingekauft.

Wenn man keine Ahnung hat...

Eindrucksvoll hat mein Lieblingsboulevardjournalist mal wieder bewiesen, dass er von Fußball keine Ahnung hat. Wundert mich das? Nö. Nicht im Mindesten. Aber es amüsiert mich doch.

Da hat also unsere Borussia beschlossen, in den wichtigen und vermutlich eher spärlich besuchten Heimspielen den Preishebel an der Südkurve anzusetzen (15€ Pro Ticket, normalerweise 25€; das ist nicht doppelt so teuer, aber wenn man keine Ahnung hat, kann man wohl auch nicht rechnen…), um mehr Leute zur Unterstützung der Borussia ins Stadion zu holen. Bei diesen Heimspielen handelt es sich um die Partien gegen Wolfsburg und Bielefeld.

Nun behauptet unser Nichtschwimmer, dass es sich um Dumping-Preise handele, und das, obwohl es gegen den Spitzenreiter gehe. Andere Clubs würden da Zuschläge erheben, aber Borussia sei ja so doof, da gäbe es gegen den Tabellenführer noch Ermäßigung.

Dabei weiß doch jeder Schlumpf, dass Wolfsburg den Weltpokal holen könnte, deswegen käme kein Mensch zusätzlich ins Stadion. Noch nicht mal ein Wolfsburger. Wolfsburg interessiert nämlich die Fußballwelt soviel wie der Sack Reis, der schon tausend Mal umgefallen ist. Und selbst der hat noch mehr Esprit und Charme. Aber wenn man keine Ahnung hat...

Skandal im Werbeblatt

Um mir trotz meiner mickrige Maskottchen-Rente noch die ein oder andere Auswärtsfahrt leisten zu können, spare ich jeden Cent und gucke am Wochenende immer in die Angebotsblättchen der örtlichen Lebensmittelhändler. Erstes Augenmerk wird natürlich auf das Grundnahrungsmittel Nummer 1 gelegt. Mittlerweile kann man auch viel besser vergleichen, da der Preis pro Liter angegeben werden muss und 88 Cent für einen Liter Hannen Alt ist wirklich preisgünstig.

Dann bin ich noch über die Riesen-Krakauer für 59 Cent je 100 g gestolpert und finde auf den hinteren Seiten des Prospektes „Bettwäsche“. Meine Borussia-Bettwäsche von 1977 müsste wirklich mal dringend erneuert werden, allerdings gibt es in diesem Laden IN MÖNCHENGLADBACH tatsächlichn nur Bettwäsche unseres Rivalen aus den 70ern, was mir Schauder über den Rücken treibt.

Zudem kann man noch Bettwäsche zweier Vereine aus dem Norden sowie zweier Ruhrpottvereine erwerben. Ich habe das Prospekt direkt verrissen und mich der Lektüre des aktuellen Fanartikelkatalog UNSERER Borussia gewidmet. Montag gibt es jetzt erstmal neue Bettwäsche! Muss ich halt mal zwei Wochen mit Wasser und Brot vorlieb nehmen. Ist ja eh Fastenzeit.

Bumsi nostalgisch

Gestern Nacht bin ich beim Zappen bei der Sendung „Tagesschau vor 20 Jahren“ hängen geblieben, Moderatorin war die unvergleichliche Dagmar Berghoff. Und auch vor 20 Jahren war natürlich der 01. April, in der Bundesliga lief der 24. Spieltag, der ärgste Verfolger des FC Bayern war ein gewisser 1. FC Köln, und die Borussia überholte durch einen 2:1 Heimerfolg gegen die Bayern den HSV und schob sich auf den 4. Platz.

Was mir aber Pippi in die Augen getrieben hat, waren die Bilder vom proppevollen Bökelberg, Sonnenschein, 34.500 Zuschauer und die Nordkurve ein buntes Meer aus Fahnen, Papierschnipseln und Fans. Unsere Borussia drehte eine 0:1 Rückstand durch Tore von Jörg Neun und Christian Hochstätter und der Jubel war grenzenlos.

Sehr amüsant waren noch weitere Ergebnisse des Spieltages, Waldhof Mannheim gewinnt mit 2:1 in Dortmund und die Stuttgarter Kickers siegen in Leverkusen mit 3:1, während Uerdingen in Stuttgart „nur“ zu einem 2:2 kommt.

Ja, so war das damals, als Fußball noch ein Männersport war und uns sich nicht die gesamte Medienlandschaft über einen Nebenkriegsschauplatz Ballack vs. Podolski aufgeregt hat.

 

Bumsi besinnt sich

So, Leute, Zeit zum Durchschnaufen. Borussia hat kein Pflichtspiel an diesem Wochenende, aber einige Borussen sind natürlich trotzdem sportlich in ihren Nationalmannschaften aktiv. Ob auch in der deutschen, das wird sich am Samstag und am Mittwoch zeigen.

Ich bin ganz froh, dass jetzt erst mal Ruhe einkehrt und man sich ein wenig auf das besinnen kann, um das es wirklich geht, nämlich um den Klassenerhalt meiner, unserer geliebten Borussia.

Und ich hoffe ganz ehrlich, dass auch die Becherwerfer, Feuerzeugschmeißer, Zündler und sonstige Nervensägen sowie die ewigen Nörgler und Besserwisser die Zeit zur Besinnung nutzen. Haben wir nicht alle ein Ziel? Dann schadet nicht unserer Borussia oder der Fanszene durch unbedachtes Handeln in und außerhalb des Stadions! Lasst uns nach einer kurzen Zeit des Nachdenkens im Spiel gegen Karlsruhe zeigen, dass wir alle das Ziel „Klassenerhalt“ gemeinsam verfolgen. Für Nebenkriegsschauplätze haben wir wirklich keine Zeit mehr...

Ich bin schuld.

Also, Leute, ich möchte mich auf das wichtige Spiel gegen Bochum konzentrieren, deswegen mache ich es zum Abschluss aller Diskusionen mal kurz: Ich bin schuld.

Ich bin schuld an der Finanzkrise, an der Erderwärmung, an der Verwahrlosung der guten Sitten, am Alkoholmissbrauch, an den Spritpreisen, an der Entlassung von Jos Luhukay, an sämtlichen allergieauslösenden Pflanzenblüten, am Streik der niedergelassenen Ärzte, an den Mängeln der Lehrerausbildung, an der Rechtschreibreform und an der Pleite von Märklin.

Und selbstverständlich bin ich schuld an allen negativen Ereignissen rund um das Köln-Spiel. Aus meiner Feder kam das Einsatzkonzept der Polizei, ich habe möglichst viele Leute, die sich nicht zu benehmen wissen, zusammengetrommelt und sie aufgefordert, die Schweigeminute zu stören, ich habe die Pyrotechnik ins Stadion geschleust, ich habe die Straßenbahnen mit Steinen beschmeißen lassen und ich habe die Warteschlange vor dem Eingang angegriffen.

So, können wir uns jetzt auf Freitag konzentrieren?

Derby hin, Derby her.

Ich kann es echt nicht mehr hören. Ich mache das jetzt seit Jahrzehnten mit und Spaß macht mir dieses ganze Buhei schon lange nicht mehr. Damit meine ich nicht natürlich nicht einen möglichen Auswärtssieg, der würde mir selbstverständlich Spaß machen.

Vielleicht ist Köln kein Gegner wie jeder andere, gut, die räumliche Nähe, die Rivalitäten in der Historie, aber allzuviel Aufhebens sollte man nun wirklich nicht darum machen. Und wisst Ihr auch warum? Ganz einfach, indem ich die Kölner zum Derbygegner, zum großen Rivalen, die Partie zum wichtigsten Spiel des Jahres erkläre, werte ich sie ohne Not auf. Haben sie das verdient? Nö. Völliges Ignorieren träfe sie viel härter.

Da können sie zig Mal Schals verkaufen, mit dem sie vehement ihren Hang zur Sodomie negieren (Dann muss ja eigentlich was dran sein, oder?), das macht sie nicht zu einem ebenbürtigen Gegner, im Gegenteil. Es zeigt nur, dass sie ihre Minderwertigkeitskomplexe „Große Stadt, großer Verein, trotzdem kein Erfolg“ immer noch nicht abgelegt haben und außerdem (?) die Poldi-Millionen irgendwie eintreiben müssen.

Der nächste Schwachsinn

Ja, auch wenn es nicht meine Generation ist und man zu meiner Zeit noch anderes Liedgut zum Besten gab, habe ich die Auflösung von B.O. bedauert. Aber verstehen kann ich die Jungs natürlich schon, es gibt leider zu wenig Neues rund um meine und auch B.O.s geliebte Borussia zu besingen und Tauermärsche lassen sich schlecht in Rockmusik umwandeln.

Jetzt hat auch die Boulevardpresse dieses Thema aufgegriffen, was vermuten lässt, dass sie unsere Homepage lesen. Prima, dann machen sie wenigstens einmal am Tag was Vernünftiges. Allerdings sind natürlich wieder Tatsachen verdreht, Zitate aus dem Zusammenhang gerissen worden, aber das ist ja nix Neues für mich, das kostet mich nur noch ein müdes Arschrunzeln.

Eine absolute Lüge ist es jedoch, Tower als Oberfan zu bezeichnen. Ja, Herrschaftszeiten, wie kann man denn nur auf so einen Schwachsinn kommen. Ich bin wirklich zutiefst erschüttert. Es kann schließlich nur einen Oberfan, nämlich MICH! Tower, pah, der war ja fast noch flüssig, als ich auf dem Bökelberg schon alles gegeben habe.

Da bin ich ja jetzt mal gespannt, ob unsere Homepage wieder so eifrig studiert wird, vielleicht führt das ja zu einer Richtigstellung in der nächsten oder übernächsten Ausgabe? Wohl nicht, Humorlosigkeit ist ja euer zweiter Vorname.

Erst denken, dann sprechen!

Da ist die Aufregung um meine Borussia mal wieder groß. Ein Grund zur Scham sei der Einspruch (Effenberg), ein Witz (Völler) sowie unsolidarisch (Beiersdorf). Hmpf, das ist starker Tobak. Merkwürdigerweise kann ich gar nicht erkennen, was der Verein jetzt genau verbrochen hat? Sind denn die Borussenspieler verspätet zum Kontrollpinkeln erschienen oder die Hoffenheimer?

Aus welchem Grund jetzt auch immer, darum geht es ja gar nicht. Es gibt für Millionen von Regelverstößen Millionen gute Gründe. Aber so gut der Grund auch sein mag, ändert er ja erst mal nichts am Regelverstoß. Und dann weiß man noch nicht mal, welche Folgen der Regelverstoß hat, weder für einen selbst, noch für jemand anders, das einzige, was man weiß, ist, dass binnen 48 Stunden Einspruch eingelegt werden muss, damit es überhaupt Folgen haben kann. Verwirrend? Ja, finde ich auch.

Noch verwirrender finde ich allerdings insgesamt die Äußerung von Dietmar Beiersdorf „Das hat mit Solidarität nichts zu tun. Da sollte man eine sportliche Lösung finden.“ Aha. Mit wem sollte sich denn Borussia solidarisch zeigen? Mit allen Zuspätkommern? Mit eventuellen Dopingsündern? Gar mit allen Hoffenheimern??? Also irgendwann ist ja auch mal Schluss mit Solidarität, oder? Und was für eine sportliche Lösung schwebt Herrn Beiersdorf vor? Ein neuer Kick, bei dem dann alle ganz solidarisch zu spät kommen oder alle ganz solidarisch eine Dopingprobe abgeben? Oder sollen die Jungs sich zum Minigolf, Tischtennis oder rhythmischer Sportgymnastik treffen?

Manchmal ist es aus Solidarität gegenüber seinen Mitmenschen gut, erst zu denken und dann zu sprechen.

Einfach nur dämlich

Eigentlich will ich ja meinem Kollegen Jünter keine Konkurrenz machen, deshalb überlasse ich ihm den Spott über Irrtümer und Verschreiber gegenüber den Journalisten, die gerne große Buchstaben benutzen. Aber nach der Lektüre des heutigen Verdummungsexkrements muss ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.

Mikael Forssell kehre mit den Auswärts-Deppen (kein Sieg!) aus Hannover nach Gladbach zurück. Mal abgesehen davon, dass die Klammerinhalte in diesen Artikeln nicht dööfer sein könnten – wenn sie ewig siegen würden, wären es ja keine Auswärts-Deppen – macht mich doch der Begriff Auswärts-Deppen stutzig. Kommt mir (Bumsi! ) irgendwie bekannt vor.

Waren wir (Fans aus MG!) das nicht? Kam nicht diese Bezeichnung aus unserer Fanszene? Waren wir nicht die Bösen (Pfui!), die diesen Begriff einführten? Komisch, wir waren damals die gemeinen Fans und jetzt darf Herr Stümpermann (männlich!) einfach so die Hannoveraner (Niedersachsen!) als Auswärts-Deppen bezeichnen? Und dann auch noch völlig überflüssigerweise mit Bindestrich (länglich, meist schwarz!). Oder will er damit vertuschen, dass mal wieder Ideenklau angesagt war? Da rettet auch ein Bindestrich keine Journalistenehre (Welche?), unoriginell, geklaut und tumb (dämlich!).

Und zu dem anderen Blättchen der gleichen Machart muss ich mich auch noch mal kurz äußern: Da beschwerte sich ein Fan, dass er nicht beim nicht-öffentlichen Training zugucken durfte. 150km sei er extra aus Hilden gekommen. Gut, der Mann ist alt, da kann man sich schon mal irren, aber selbst der blödeste Heimtkundeversager weiß, dass man quasi über den Nordpol fahren muss, um für die Strecke von Hilden nach Gladbach auf 150km zu kommen. Und wenn man als Journalist solche Aussagen einfach übernimmt, dann ist man (siehe oben) einfach nur dämlich.

Logan lässt Fanherzen höher schlagen

Also, wenn Männer als sexy gelten, dann interessiert mich das normalerweise überhaupt nicht. Wenn es dann um sexy Fußballer geht, dann denke ich eher an Hans-Günther Bruns und nicht an David Beckham, also an gute Penger mit Herz und nicht an irgendwelche popstarähnlichen Modepüppchen.

So, und mit diesem Gedankengut muss ich nun zur Kenntnis nehmen, dass unser neuer Keeper als der sexieste Fußballer von Belgien gewählt wurde. Gut, die Bilder, die ich so von ihm gesehen habe, da kann ich mir schon vorstellen, dass Frauenherzen höher schlagen, aber Fanherzen?

Seit letzten Samstag muss ich den belgischen Damen zu ihrer Wahl gratulieren. Ich fand es auch richtig sexy, was Logan da im Tor geleistet hat. Ob er sich eine Rose auf den Hintern hat tätowieren lassen, interessiert mich immer noch nicht, aber unser auf anzügliche Banalitäten spezialisierte Journaille wird es mir sicher zeitnah berichten. Mit Sex als Thema machen sie ja schließlich eine Menge Auflage.

Spaß ist, wenn man trotzdem lacht

Manchmal muss ich gar nicht nachdenken, um mir skurrile Alltagsanekdoten rund um meine Borussia auszudenken. Das trifft sich gut, denn mein Kopf ist wegen des ganzen Theaters zur Zeit ohnehin leer. Da freu ich mich, wenn sich andere mal so richtig über die von mir verachtete Boulevard-Presse lustig machen wie jetzt das Forum www.borussen.net. Dort fand ich folgende fiktive Schlagzeilen unseren Zauberzwerg und seine Nationalmannschaftskarriere betreffend:

/ Löw macht Marin kaputt! / Wegen Jogi: Marin hört mit Fußball auf!!! / Nach Marin-Schelte: Löw zurückgetreten!!! / Nach Löw-Rücktritt Marin neuer Bundestrainer! / Merkel ruft Notstand aus! Pressekonferenz auf n-tv! / Marin ab sofort neuer Bundeskanzler! / Marin wird 1,80 m! / Marin befreit den Nordpol vom Schnee! / Sondermeldung: Marin kriegt 20% auf Tiernahrung! / Enthüllung: Marin ist der Osterhase! / Wunder: Marin gewinnt Defensivzweikampf! / Marin ab sofort defensiver Mittelfeldspieler! / Marin bezeichnet Matthäus als besten Trainer der Welt! / Marin hat bis Unendlich gezählt!! 2 Mal!!! / Marin ist Baillys Vorbild! / Marin hat Chuck Norris verprügelt! / Marin ist Chuck Norris Sohn! / Marin ißt Chuck Norris Sohn! / Marin konzentriert sich nur auf Borussia! / Wegen Marin: Bundesliga stoppt Spielbetrieb! / Marko Marin neuer Dschungelkönig! / Marin greift Löw an: "Verstanden habe ich es nicht warum ich so lange auf der Bank sitzen musste. Na ja, vielleicht weiß der Trainer ja mehr und sagt es irgendwann. Ich würde gerne mal wieder einen Titel holen. Ich weiß nicht ob das mit dieser Mannschaft machbar ist." /

Wenn ich mir so unsere Situation angucke, dann kann ich nur sagen: Weiter so, liebe Borussen-Fans. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Bumsi erklärt die Bild

Also Leute... es ist ja eigentlich ganz einfach. Ich versuch es mal am Beispiel einer Familie zu erklären. Da wären Vater, Mutter, Kinder, hin und wieder trifft man sich an Weihnachten oder Ostern mit Tanten, Onkeln, Opas, Omas und Cousins und Cousinen... Während der Woche trifft man in der Regel nur Vater, Mutter und die Geschwister...

Und jetzt hat sich Euer großer Bruder verliebt. Du findest die Frau schrecklich. Sie kommt aber jeden Tag vorbei und geht Euch auf die Nerven... Es wäre ja nicht so schlimm, wenn sie nicht jeden Furz den Ihr von Euch gebt, direkt mit Hilfe ihres Blogs in die Welt pumpen würde... mit der Zeit erhält sie für ihren Blog über die Familie Borussia immer mehr Beachtung, da aber Eure Familie weitgehend ereignislos vor sich hinlebt, muss sie sich ab und zu etwas ausdenken.

Nach mehreren Monaten stellt sie fest, dass die erfundenen Geschichten besser ankommen, als die wahren... Und so in etwa verhält es sich auch mit dem Boulevardjournalismus. Jetzt kommt es halt drauf an, dass wir Kinder nicht alles glauben, was da steht und wir uns von dem Müll nicht beeinflussen lassen.

Euer Bumsi

Dämon Alkohol

Es ist absolut schrecklich, wenn ein Fußballfan im Stadion sein Leben verliert, und da ist es mir sogar egal, ob Kölner, Schalker oder Dortmunder. Der BvB-Fanfamilie deshalb an dieser Stelle mein Beileid.

Und der Schuldige ist natürlich auch schon gefunden, der Dämon Alkohol war es mal wieder. Dieser Bösewicht, der in allen Stadien sein Unwesen treibt, der aus vernünftigen Menschen lauthals grölenden Monster macht, der außerdem im Bechern serviert werden muss, die man ja auch wegschmeißen könnte. Eine Geißel der Fußballwelt.

Ohne Zweifel birgt der Genuss von Alkohol gewisse Gefahren, wer wüsste davon kein Lied zu singen. Aber ein Bier gehört nun mal zum Fußball dazu. Wenn sich jetzt jemand an einer Bratwurst verschluckt, wird dann auch deren Verbot erörtert?

Ach, machen wir uns doch nichts vor. In den VIP-Logen wird das kühle Helle, der Schampus oder die kernige Südlage nie verboten werden. Es geht nicht um die Gefahren, die der Alkohol mit sich bringt (Stürzen kann man ja schließlich auch im VIP-Bereich.), es geht einzig und alleine darum, das Bild eines klinisch reinen, gesellschaftlich makellosen und deshalb gut vermarktbaren Fußballs zu schaffen.

Auf den Schreck dieser Erkenntnis gehe ich jetzt erst mal ein Bier trinken. Prost.

Armer Roman

Ein Mann muss einem in diesen Tagen besonders leid tun: Roman Abramovitsch. Der Arme hat durch die globale Wirtschaftskrise mittlerweile so viel Geld verloren, dass ihm sein kleines Spielzeug in London zu kostspielig geworden ist. Er will es loswerden. Michael Ballack muss um sein täglich’ Brot aber trotzdem nicht fürchten, denn Hilfe ist bereits im Anmarsch: Scheich Mansour bin Zayed Al Nahya, der sich in der Premier League bereits an Manchester City belustigt, will sich nicht mehr mit Peanuts abgeben, wie z.B. dem geplatzten 125 Millionen Transfer von Kaka, sondern ließ verlauten, dass die Übernahme von Chelsea zwar „nicht billig“, aber machbar sei.

Könnte also gut sein, dass der Ölmulti vom persischen Golf bald zwei englische Clubs sein Eigen nennen wird. Da die Jungs in den weißen Gewändern kluge Kaufleute sind, wird er schnell feststellen, dass es kaum Sinn macht, zwei – auch noch konkurrierende – Unternehmen im selben Markt ... äh Vereine in derselben Liga zu unterhalten. Eine Fusion der beiden Clubs dürfte aufgrund der zu erwartenden Synergieeffekte – wie es immer so schön heißt – die logische Konsequenz sein.

Passenderweise werden beide Vereine „The Blues“ genannt. Da müssen die Fans gar nicht groß umdenken. Die blauen Trikots, in denen beide Vereine des Öfteren zu sehen sind, passen auch ganz gut zusammen. Selbst die Spieler würden profitieren; die müssten sich nämlich tatsächlich mal den Allerwertesten aufreißen, um in dem Verdrängungsspielchen zu überleben. Wer das schafft, ist dann ein wahrer Held … Wenn das alles nicht so traurig wäre, könnte ich glatt drüber lachen.

Als Maskottchen bin ich natürlich in großer Sorge um meine Kollegen dort drüben. Was wird nur aus dem Chelsea Stamford Mascot und aus Moonchester und Moonbeam??? Von denen wird ja dann auch nur noch einer gebraucht. Da hätte ich aber schon eine Idee: In unserer Nachbarschaft treibt ein unendlich hässlicher Ziegenbock sein Unwesen. Der muss dringend ersetzt werden …

Als Fußball noch ein Männersport war

Ach, nee, was war das für ein enttäuschendes Spiel gegen Dortmund. Ganz anders als früher, als Fußball noch ein Männersport war. Aber was soll ’s. wir müssen den Blick nach vorne richten, für langsam verbleichende Titel – die von früher – gibt es nicht die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt.

Früher, das war die Zeit als die Hosen knapp und die Trikots eng waren, als Männer noch Frisuren trugen und keine Haarbänder oder Haarreifen, als Schnauzbärte und Körperbehaarung im Allgemeinen nicht als unschön, sondern als normal galt, als sich noch Kalle und Berti Zweikämpfe lieferten und nicht Kevin-Prince und Jan-Ingwer.

Der Wandel der Geschichte ist an den Männern nicht spurlos vorüber gegangen, wie auch. Im Prinzip ist mir das auch wurscht, aber meine Borussia ist halt eine Dame, die auf jeden Fall Spieler verdient hat, die ihren Mann stehen, wenn es um den Klassenerhalt geht. Dann sehen wir vielleicht auch wieder richtigen Männersport in der Rückrunde.

Ohne Köpfchen

Männerbeine sind toll, Fußballerbeine besonders. Ich habe ja nur einen Fußballkopf, Beine habe ich im Prinzip gar nicht, vielleicht daher meine Begeisterung. Die Homepage-Macher bei Borussia teilen meine Leidenschaft, denn die „Dia-Show“ dort zeigt – wenn nicht unterschiedliche Perspektiven auf den Borussia-Park oder jubelnde Fans (Über was? Sind wohl Archivbilder.) – bevorzugt Beine, manchmal identifizierbare, manchmal unidentifizierbare. Es gibt auch andere Körperteile wie ausgestreckte Arme oder einen Brustkorb sowie einen Oberarm mit Kapitänsbinde zu bestaunen, aber Beine stehen eindeutig im Vordergrund.

Ein paar nicht mehr aktuelle Mannschaftsfotos aus dem Sommertrainingslager und vom Testspiel in Wegberg, da sind mal Menschen mit Köpfen drauf. Einzelaufnahmen von Köpfen gibt es nicht. Vielleicht, weil sie zu schnell rollen?

Dein Bumsi

Dante

So, jetzt sind sie also da, die Neuen. Nun, wir werden uns überraschen lassen müssen, was sie auf dem Rasen für uns tun können. Ich bin da mal zuversichtlich, dass Herr Meyer und Herr Eberl da eine gute Wahl getroffen haben. Ok, was bleibt mir sonst auch übrig…

Besonders angetan hat es mir nur so von den Fotos her unser neuer Innenverteidiger Dante. Nicht nur wegen seines literaturgeschichtlich so imposanten Namens – die göttliche Kömodie inklusive Gang durchs Fegefeuer soll er uns ja eigentlich ersparen – nein, wegen seiner Haartracht.

Ich bin begeistert. Ein Frisurgenosse. Ein echter Krüllekopp, genau wie ich! Selten heutzutage, wirklich. Vom Austerben bedroht wie Vokuhila. Und ich hätte direkt ’nen Tipp für Dante: Geh doch bei der Karnevalssitzung als Bumsi. Meinen Segen hast Du!

Wintersport

Das Leben kann so schön sein. Über die Feiertage konnte ich mal richtig abschalten. Vor Allem dank Eurer vielen Zuschriften … die haben mir sehr geholfen. Meine Lieben waren auch ganz nett zu mir, weil sie ja wussten, wie schlecht es mir angesichts unserer sportlichen Situation so ging. An Fußball habe ich in den letzten Tagen nur ganz kurz gedacht. Nur dann, wenn es etwas von unseren Freunden aus Liverpool zu vermelden gab. Klasse, dass die Tabellenführer sind … und zwar sogar von oben; nicht wie wir … Jetzt kann ich mich aber total entspannt auf den Wintersport konzentrieren. Und da gibt es ja einiges zu bestaunen: Bei der Biathlon World Team Challenge reichte es zwar erneut nicht zum Sieg für ein deutsches Team (muss wohl an der Location liegen), trotzdem werden wir Deutschen im Weltcup-Geschehen aber wohl wieder ganz vorne mitmischen. Den Prolog zur Tour de Ski konnten zwei deutsche Athleten sogar gewinnen. Axel Teichmann ist zuzutrauen, dass er die gesamte Tour „nach Hause fährt“.

Selbst unsere Adler haben sich wieder in der Weltspitze zurück gemeldet. Tot Gesagte leben eben länger. Martin Schmitt & Co. waren in Oberstdorf mit vier Mann unter den besten 15 vertreten. Schade, dass es bei der Vierschanzentournee keinen Teamwettbewerb gibt. Den Jungs hat ein neuer Trainer (ausgerechnet auch noch aus Österreich) zu neuem Selbstvertrauen verholfen.

Unser Trainer stammt ja auch aus einer Wintersportweltmacht. Angesichts derartiger Parallelen zu unseren Skispringern darf man ja guter Hoffnung sein, was die Rückrunde angeht. Ist zwar etwas weit hergeholt, aber an was soll man sich sonst klammern...

Diese Woche war noch mal Europapokal.

Vier Bundesligisten dürfen sich über den Verbleib im UEFA-Cup freuen: Wolfsburg, Stuttgart, Bremen und Hamburg. Ebenso wie die Bayern in Europas Eliteliga. Die Fans all dieser Vereine dürfen dem kommenden Jahr also optimistisch entgegen blicken. Unsere beiden Mitaufsteiger können ebenfalls zufrieden auf die erste Saisonhälfte zurück schauen. Die K***** haben doppelt so viele Punkte wie wir, und die Ho$$enheimer sind gar Herbstmeister. Vielerorts wird es nun zu recht richtig fröhliche Weihnachtsfeiertage geben.

Und bei uns? Anstatt den positiven Trend aus der letzten Saison in Richtung Mittelfeldplatz fortzusetzen, stecken wir im größtmöglichen Schlamassel. Wir haben gerade mal 11 Punkte und sind nach diversen peinlichen Niederlagen Tabellenletzter. Zumindest bei mir mag da so gar keine (vor-)weihnachtliche Freude aufkommen. Ich bin einfach nur traurig … und auch ein bisschen wütend. Statt uns über Weihnachten so richtig schön auf 2009 freuen zu können, werden wir in den nächsten Tagen wohl eher erfahren, wer das sinkende Schiff so alles verlassen wird. Ob richtig gestandene, neue Seefahrer hinzukommen, um unseren lahmenden Kahn wieder flott zu machen, bleibt abzuwarten. Ob unserem Käpt’n ausgerechnet in der spielfreien Winterpause etwas einfällt, das uns wieder auf den richtigen Kurs bringt, steht ebenfalls in den Sternen.

Die vielen Enttäuschungen der Hinrunde sitzen tief; da kann ich nicht einfach zur (Weihnachts)-Tagesordnung übergehen. Ich leide ganz schön. Weniger unter den hämischen Kommentaren von Freunden und Kollegen aus der Maskottchenszene; an die hat man sich in den letzten Jahren eh gewöhnt. Nein, es ist die Enttäuschung darüber, dass von all der Euphorie des Aufstiegs nur sechs Monate später einfach nichts mehr da ist … nichts mehr. Es ist zum Heulen.

Habt Ihr vielleicht einen Tipp, wie Weihnachten auch für mich noch zum „Fest der Freude“ werden kann? Wenn ja, dann schreibt mir einfach mal unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Bis dahin sitze ich hier jetzt einfach weiter rum und bin traurig...

Vergebene Liebesmühe

Kai Pflaume ist ja im Fernsehen für die großen Gefühle zuständig. In einer seiner Shows hat schon manch Einer tränenreich seiner Verflossenen gestanden, wie sehr er sie noch liebt und wie sehr er sich eine (wieder) gemeinsame Zukunft wünscht. Manchmal klappt das auch. Manchmal nicht; dann endet die ganze Liebesmüh’ – erneut tränenreich – ohne Happy End.

Die Herren Meier, Daum und Overath von unserem rheinischen Rivalen aus der Domstadt bemühen sich derzeit auch um einen Verflossenen – Prinz Poldi, der jetzt mit „König“ Uli verheiratet ist, wegen dem er sich einst vom ÄffZeh trennte, um in der bayrischen Weißwurstmetropole ein paar Hunderttausender mehr zu verdienen.

Wann immer in diesem Tagen eine Fernsehkamera in der Nähe ist, die drei fallen sofort auf die Knie und flehen um ihren Lukas. Das wirkt manchmal ganz schön lächerlich … und ist darüber hinaus auch noch gefährlich: das permanente Gebuhle treibt Poldis Preis nach oben, und wenn die Sache schief geht, sind sie die Deppen der Nation … so, wie manch Einer in „Nur die Liebe zählt“.

Und die Fans? Statt zu begreifen, dass auch der kürzlich begonnene Karneval die Gesetze im Fußball nicht außer Kraft setzen wird, halten sie Papptafeln in die Luft, auf denen lustige Sätze stehen, wie „Poldi, komm’ nach Hause!“

Der FCB hat Anderes im Kopf. Deshalb wird Poldis neues Zuhause eine schicke mediterrane Villa sein … oder ein schmuckes englisches Landhaus. Aus diesen Gefilden kommen höhere Ablösesummen. Da kann die selbsternannte Medienstadt südlich von Düsseldorf leider nicht mithalten. Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis die K***** das kapieren. Solange können wir das karnevalistische Treiben dort belustigt beobachten…

Italienische Fallsucht

Die Bayern haben ja einen Italiener in ihren Reihen. Gestern hat der sogar ein Tor gegen uns gemacht. Darüber hinaus war er bei Filip und Roel aber in besten Händen. Vermutlich fing er wegen dieser guten „Betreuung“ an, uns Borussen etwas ganz Besonderes vorzuführen, nämlich das „Ich setze mich jetzt mal auf den Boden und fordere vehement Foul“ - Spiel. Das hat Luca Toni richtig gut drauf. In fast jeder Szene, in der der Ball sich mal in seine Nähe traute, ging er zum Sitzstreik über und riss flehend die Arme in die Höhe. Die von der Schauspielkunst begeisterte Nordkurve feuerte ihn mit Worten, wie „Sch… Italiener“ an. Man hatte sich also richtig lieb.

Lieber Luca, das war ganz schlecht! So verdient Ihr Bayern es nicht, Herbstmeister zu werden, was ja erklärtes Ziel eures Trainers ist.

Ob er wohl bei Ottmar Hitzfeld das Schauspielen gelernt hat? Oder bei Jürgen Klinsmann? Oder etwa schon in seiner Heimat? Ich wollte es herausfinden und bin deshalb gestern noch mal kurz zu meiner Lieblingspizzeria. Von Pepe wollte ich wissen, ob junge Fußballer in Italien so etwas beigebracht bekommen. Pepe ist selber sauer, dass ein Landsmann von ihm sich auf diese Weise blamiert hat. Keinesfalls, so meinte er, würde man das in Italien den Spielern beibringen. Das hätte mich auch gewundert.

Ach ja, um die Herbstmeisterschaft werden nun wohl Vereine spielen, mit denen wir ja auch nicht so viel am Hut haben. Ist mir aber egal, ich freue mich mit Pepe jetzt erstmal weiter über unser tolles Spiel gegen die Bayern.

Alles richtig gemacht

Gestern durfte Armin Veh sein 1000tägiges Dienstjubiläum als Trainer beim VfB Stuttgart feiern. Passend dazu gab es von seiner Mannschaft ein 2:0 Geschenk im UEFA-Cup. Aus seiner Zeit als Spieler bei der Borussia kennt er derartige Kontinuität sicher noch bestens. In insgesamt fast sieben Jahren am Bökelberg lernte er mit Jupp Heynckes nur einen einzigen Trainer kennen. Ach, was waren das noch für Zeiten!!!

Unser VfL hatte in den letzten 1000 Tagen fünf Trainer. Ist das jetzt gut oder schlecht? Ich seh’s mal so: Wir sorgen dafür, das möglichst viele Trainer bei uns die Gelegenheit bekommen, Erst- und/oder Zweitligaerfahrung zu sammeln, die sie dann bei anderen Vereinen tatsächlich auch mal kontinuierlich einbringen können. Damit unterstützen wir die Trainerzunft nachhaltig und tun sogar etwas für unsere Konkurrenten. Da ist es doch richtig gemein, dass die Stuttgarter oder auch diese Bremer sich derart eigensinnig zeigen, dass sie niemals neues Trainerpersonal zum Zuge kommen lassen!

Wir produzieren quasi am Fließband hochflexible Fußballprofis, die sich in jeder Lebenslage auf immer wieder neue Übungsleiter und deren taktische Konzepte einstellen können. Wenn Mario Gomez im Sommer nächsten Jahres endlich zu einem europäischen Topclub wechselt, wird ihm diese Flexibilität fehlen – wie schade für ihn.

Durch viele neue Trainer wird auch die Motivation der Spieler auf hohem Niveau gehalten, da sie ihr Können ja immer wieder neu unter Beweis stellen müssen – sonst ist der unter dem alten Trainer noch sicher geglaubte Stammplatz bald futsch. Insofern haben wir in den letzten 1000 Tagen doch wieder einmal alles richtig gemacht. An Neckar und Weser läuft definitiv was falsch, und das wird man bestimmt auch bald in der Tabelle sehen können … oder etwa nicht???

Mensch Meyer

Von einem Wurm, der drin ist, kann keine Rede mehr sein. Myriaden von Würmern sind es, die sich da an meiner Borussia zu schaffen machen. Ich weiß gar nicht mehr, worüber ich nachdenken soll, über Angriff, Mittelfeld, Verteidigung oder über den Torwart?

Über Taktik, Stammformation, Mannschaftsstruktur, Konzept oder Aufstellung? Über Führungsspieler, Ergänzungsspieler, Neuzugänge, Talente oder altgediente Borussen? Über Flanken aus dem Mittelfeld, Fehlpässe, Abschlussschwäche, Zweikampfverhalten?

Mensch Meyer, es gibt viel zu tun. Bielefeld kann da nur ein gutes Omen sein, denn wenn wir mal auswärts gewonnen haben in schwierigen Zeiten, dann in Bielefeld. Und die Bayern sind auch der richtige Heimspielgegner zur richtigen Zeit, denn da kann man unbeschwert alles geben, die Erwartungen sind meist nicht allzu hoch, das kann beflügeln.

Also, Borussen, lasst uns weiter zusammenstehen, damit nach der Eintracht nicht die Zwietracht kommt.

Euer Bumsi

Turm auf e1

Turm auf e1. Sagt Euch das was? Nicht? Gut, mir auch nicht. Und trotzdem gilt das als der überraschende Zug, mit dem Wladimir Kramnik sich bei der Schachweltmeisterschaft die Chancen auf den Titel gewahrt hat. Und noch einige andere Tricks hatte der Herausforderer des Weltmeisters in petto: Er kam durch das Publikum an den Tisch, er trank Espresso statt Wasser, er trug Anzug und Krawatte statt Hose und Pullover.

Oha, das sind ja tolle Methoden. Aber wenn’s hilft. Dann könnten von mir aus auch meine Borussen von der Tribüne aus auf den Platz laufen und sich am Seitenrand eine Tasse Kaffee (Malzkaffee versteht sich – wegen der Dopinggefahr…) reichen lassen statt immer nur Wasserflaschen. Schöne Vorstellung: „Hier, Rob, Dein Kaffee.“ „Ist schon Milch drin?“ „Oh, nein, hier. Warte, ich rühr noch schnell um. Und pass auf den rechten Verteidiger auf.“ Das wären doch mal ganz neue Gespräche an der Seitenlinie…

Anzug und Krawatte lassen wir wohl besser weg, entspricht bestimmt nicht den Richtlinien. Aber vielleicht brauchen wir solche Tricks gar nicht. Vielleicht fällt unserem neuen Übungsleiter Herrn Meyer auch ohne viel Firlefanz etwas ein, mit dem wir gegen Wolfsburg und Frankfurt unsere Chancen auf Punkte wahren und eventuell gar sichern. Ich vertraue da mal auf seine Erfahrung.

Von englischen Verhältnissen

Jeder weiß, dass England das Mutterland des Fußballs ist. Die fürsorgende Mutter wurde allerdings jüngst einfach abgeschafft und durch Scheiche und Großindustrielle ersetzt. Die haben mit ihren Milliarden die große Fußballfamilie dort drüben ganz schön durcheinander gewirbelt. Die Fans leiden darunter am meisten. Stehplätze? Fehlanzeige.

Ein Arsenal-Fan muss für die billigste Dauerkarte 1.040 EUR berappen. Der Spielplan ist in fanunmögliche Anstoßzeiten zerstückelt, und das Familienerbe der 20 Premiere League Clubs wurde auf etwa 3,85 Mrd. EUR!!! Schulden „herabgewirtschaftet“. Und wehe, wenn diese Stiefväter auf Zeit irgendwann mit ihren Milliarden wieder von dannen ziehen…

Dafür darf nun jeder englische Fan „stolz“ auf die (rein sportlich) stärkste Liga der Welt sein. Will ich in meiner Familie so etwas erleben? Ein klares Nein!!! Wir haben Stehplätze mit fairen Eintrittspreisen und akzeptable Anstoßzeiten. Viele Fans in England beneiden uns mittlerweile darum. Drei deutsche Mannschaften im Champions-League Halbfinale muss ich nicht haben, wenn ich mir das Eintrittsgeld dann sowieso nicht leisten könnte.

Die 50+1-Regel bleibt bei uns erhalten. Wie schön für unsere Fußballfamilie. Zu verdanken haben wir das übrigens auch einer gut organisierten Fanszene, die sich lautstark dafür stark macht, dass der Fußball unser Fußball bleibt. Das FPMG hat dabei schon immer eine führende Rolle eingenommen. Klasse! Schließlich profitiert davon insbesondere auch unsere eigene Fußballfamilie. Ich jedenfalls bin schon lange Mitglied im Fanprojekt, das mit rund 4.000 Mitgliedern zu den größten Vereinen unserer Stadt gehört.

Rund um den jetzt schon 20. Geburtstag kann ich mir nur wünschen, dass viele, viele mehr mit ihrer Mitgliedschaft einen Beitrag dazu leisten, dass wir alle weiter so schön Fußball feiern dürfen, wie es bisher möglich ist. Happy Birthday FPMG.

"Hans, wir sagen Dankeschön"

Als ich noch ein ganz kleines Maskottchen war, da hatte ich so eine Schachtel. Wenn ich den Deckel aufmachte, kam ein Männlein hervorgelugt und rief „Kuckuck, da bin ich wieder!“ Und die Wiederverpflichtung von Hans Meyer erinnert mich irgendwie an meinen „Jack in the box“. Kuckuck, da bin ich wieder!

Als Retter in der Not mag ein Trainer wie Hans Meyer uns kurzfristig helfen, aber was ist mit dem Traum eines langfristigen Konzepts? Wohl kaum mit einem 65jährigen, aber vielleicht beweist uns Hans ja, dass mit 66 Jahren das Leben erst richtig anfängt.

„Hans, wir sagen Dankeschön!“ sangen wir beim ersten Aufstieg, doch viel von der Dankbarkeit ging verloren, denn entgegen zuvorigen Aussagen übernahm Herr Meyer nach der Borussia noch den Trainerposten in Berlin und in Nürnberg. Davon, in Ruhe Rotkäppchen-Sekt zu schlürfen und Rosen zu züchten war keine Rede mehr. Derlei widersprüchliches Verhalten sieht man in großen Teilen der Fanszene nicht gerne.

Aber sei’s drum, ob jetzt langfristiges Konzept oder kurzfristige Rettungstat: Entscheidend ist, dass wir am Ende der Saison den Klassenerhalt auf der Tabelle ablesen. Dann wird vielleicht auch wieder gesungen: „Hans, wir sagen Dankeschön!“

Paule, sach doch watt!

Dass das Maskottchenleben kein leichtes ist, das wissen wir alle, meine jungen Kollegen im deutschen Ligaalltag und auch ich als alter Hase. Aber wieviel es einem wirklich abverlangen kann, das wurde beim Länderspiel gegen Wales deutlich.

Aus dem ehrenwerten Bundesadler hat der DFB flugs einmal einen nahezu flügellosen Geier namens Paule gemacht. Und Paule sollte gestern Abend im etwas mundtoten Borussia-Park für Stimmung sorgen. Das ist ihm mehr schlecht als recht gelungen. Auf der Tribünenbalustrade herumhüpfend, mit den Stummelflügelchen wedelnd konnte Paule die zahlende Kundschaft nicht wirklich zu supportmäßigen Großtaten animieren.

Aber vielleicht haben sie auch gar nicht erkannt, wer das sein sollte? Vermuteten vielleicht den Werbeträger einer Legebatterie, eine Umweltschutzaktion zur Rettung der Zwergdommel oder sonstiges. Vielleicht wäre angesichts der vergeblichen Bemühungen von Freund Paule als deutsches Maskottchen einfach der deutsche Michel besser, im Nachthemd, mit Schlafmütze und Kerzenhalter im Stadion umherschleichend.

Also ich finde, das hätte was. Zumindestens besser als eine missratene unfreiwillige Verhohnepiepelung des Bundesadlers. Was habe ich für ein Glück, dass ich nur ein Fußball mit lustigen Haaren bin. Das ist schlicht und ergreifend und jeder weiß sofort, woran er ist.

Bumsi für Deutschland

So, am Mittwoch ist es also endlich soweit, das erste internationale Pflichtspiel wird im Borussia-Park ausgetragen. Gastfreundlich wie wir Borussen nun mal sind, habe ich Paule, das Maskottchen der Nationalelf, dazu auch eingeladen. Im Gegenzug durfte ich am Samstag im falschen Park der falschen Borussia das Länderspiel gegen Russland genießen. Mit auf den Platz durfte ich leider nicht, deswegen habe ich es mir in der Nordkurve gemütlich gemacht. Spieltagsfähnchen in den Farben unseres Landes lagen überall aus, wurden auch fleißig geschwenkt, leider musste ich wieder feststellen, Fahnen machen keinen Krach und kaum Stimmung, betrunkene Russen aber sehr wohl J!

In der größten Südkurve Dortmunds gab es eine Choreo, die ich von meinem Platz leider nicht erkennen konnte, sachdienliche Hinweise bitte per Mail, ich hab keine Ahnung, was das war, bei der Europameisterschaft war das deutlicher. Die ersten 30 Minuten waren ja noch ganz okay, beflügelt durch die Tore der Jogi-Elf, aber dem selbsternannten Fußballfachmann eine Reihe vor mir im orangefarbenen Pullunder musste ich erst mal ein gepflegtes "Orange trägt nur die Müllabfuhr" entgegen schleudern. Was hat der Typ genervt. Und als die ca. 55-jährige Zuschauerin zwei Plätze neben mir in der Halbzeit das Strickzeug rausgeholt hat, habe ich mich erstens gefragt, wie sie das ins Stadion bekommen hat, und zweitens, ob ich noch bei der richtigen Veranstaltung bin.

Aber dafür hat sich eine andere große Frage für mich durch einen Blick in das Spieltagsmagazin geklärt: Ich weiß endlich, wie die Trikots der Saarländischen Nationalmannschaft aussahen, und das ist ausnahmsweise mal mein voller Ernst.

Wir sehen uns im Park,

Euer Bumsi

Dortmund kaufen!

Und, habt ihr Aktien? Geht Euch die Muffe? Angst vor Verlusten? Ich selbst bin ja kein großer Sparer, was soll auch noch großartig übrig bleiben, wenn man der Borussia landauf landab auf Schritt und Tritt folgt. Nichts, zumindestens nicht viel. Aber die internationale Finanzkrise, die so viele in Trübsal versinken lässt, hat für die Freunde der einzig wahren Borussia auch etwas Positives.

Die andere Borussia hat nämlich seinerzeit Aktien ausgegeben, galt damit als fortschrittlicher Trendsetter, ein Zeichen für den Fußball der Zukunft. Davon ist jetzt nicht viel übrig geblieben, im wahrsten Sinne des Wortes. 94 Cent ist die Aktie der Nordlüdenscheider noch wert, ausgegeben wurden sie für 11,00€. Satte 91,45% Verlust, da hätte man sich vielleicht besser gestanden, sein Geld direkt zu verbrennen, die Abwärme wäre wohl ertragreicher gewesen.

Aber zurück zum Positiven: Wer macht mit? Wenn wir zusammenlegen, können wir vielleicht einen schönen Batzen BvB kaufen. Nicht, weil ich wirklich was davon haben möchte, aber wenn wir dann einen ordentlichen Anteil besitzen, können wir vielleicht auf der nächsten Hauptversammlung den Antrag auf Umbenennung stellen. Lässt sich vielleicht besser vermarkten, der neue Name. Damit kann man ja die gewinnsüchtigen Hauptaktionäre normalerweise immer überzeugen. Und Blau-Weiß Dortmund klingt doch toll. Und die einzig wahre Borussia wäre endlich auch die einzige...

Wenn der Name Programm ist

Streit will im Winter weg, so berichten die Medien. Ja, wer will denn auch schon Streit haben… Wir haben ja noch nicht mal mehr einen Trainer, aber zurück zum Streitthema. Albert Streit will mal wieder weg, so müsste es eigentlich heißen und zwar spätestens im Winter. Man könnte fast meinen, dass der gute Albert einen neuen Rekord im „Winterwechseln“ aufstellen will.

Bereits in den Wintern 2003 (von VW nach K**n) und 2007 (von Frankfurt nach Schalke) hielt es der liebe Albert bei seinen Arbeitgebern nicht mehr aus. Nun werden die Intervalle offensichtlich immer kürzer, und so mancher Fan beißt sich jetzt schon vor Erregung in die Fäuste bei dem Gedanken, dass der Sportdirektor seines Vereins kein Statistikfreak ist.

Lieber Christian, auch wenn Du vielleicht jetzt andere Sorgen hast, bitte verschone uns und lasse Albert dort versinken, wo es sich für einen solchen Arbeitnehmer gehört, nämlich in die Niederrungen des Amateurfußballs. In Erinnerung werden uns dann nur sein Geheule wegen seiner Nichtberücksichtigung in der Nationalelf und der sensationelle Doppelkopfstoß mit Norbert Meier bleiben. Und wir brauchen ja jetzt wirklich zuallerst mal einen neuen Trainer und ganz bestimmt keinen Streit.

Trauriger Bumsi

Tja, nun ist es also wieder so weit. Ich bin traurig, wirklich richtig zutiefst traurig. Es hat mal wieder nicht geklappt, es wird trotz aller Beschwörungen, dass man eine langjährige Zusammenarbeit anstrebt, kein Training und kein Spiel mehr mit Jos Luhukay geben. Es war mal wieder die schon so oft benötigte Notbremse, die gezogen werden musste.

Musste? Ach, wenn man das immer alles wüsste. Ja, vielleicht hätten wir in Bochum und dann gegen Karlsruhe mit Luhukay gewonnen, aber wer weiß das schon? Wenn es dann wieder zwei Niederlagen gesetzt hätte, wer will dann die Verantwortung dafür übernehmen, dass man den Trainer nicht schon früher entlassen hat?

Es ist mir völlig schleierhaft, was da mal wieder bei meiner Borussia passiert ist. Ich verstehe wie so viele andere auch nicht, warum nicht einfach erst mal die Aufstiegsmannschaft gespielt hat. Oder warum ständig die taktische Formation geändert wurde. Oder warum ehemalige Stammspieler auf der Bank saßen. Aber dass ich das nicht verstehe, muss nicht heißen, dass es nicht vielleicht notwendig war.

Eines ist auf jeden Fall sicher: Wir sind wieder da, wo wir in den letzten Jahren in der Bundesliga immer waren: in unteren Tabellenregionen, in einem bitteren Tief und in allen Medien mit nicht gerade positivem Image vertreten. Und das macht mich einfach nur traurig.

Euer Bumsi

Meine Meinung!

Ich bin hocherfreut, ja, beinahe ein bisschen stolz. Meine Meinung ist gefragt! Nach meinem letzten Kommentar habe ich einige Zusendungen von mehr oder weniger begeisterten Lesern erhalten. Und dazu möchte ich mich noch einmal kurz äußern.

Wie die Überschrift schon sagt, ist das meine Meinung. Die ist höchst subjektiv und deshalb keineswegs unangreifbar. Gerade über Geschmack lässt sich ja nun trefflich streiten, denn die Geschmäcker sind wie allseits bekannt verschieden. Meine Lieblingsfarben sind schwarz, weiß und grün, die anderer sind rot und weiß.

Nun möchte ich mich aber doch noch einmal zu dem imposanten Gebäude in der Innenstadt unseres nächsten Gegners äußern. Als gotische Kathedrale gehört es zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Die zahlreichen gotischen Türme, Verzierungen und Figuren ermöglichen es, dass man immer wieder neues entdeckt. Insbesondere hervorzuheben sind auch die Reliquien der Drei Heiligen Könige im Dreikönigsschrein im Inneren. Das Bauwerk ist eine architektonische Meisterleistung und sicher nicht zu Unrecht mittlerweile Weltkulturerbe.

So. Aber hässlich finde ich die Kirche trotzdem.

Euer Bumsi

Hallo? Es geht um Fußball!

Fußball, das ist doch diese Geschichte, bei der 22 farbig gekleidete Herren in kurzen Hosen auf einem Rasenrechteck mit weißen Linien einem Ball hinterherhechten und versuchen, diesen in ein Gestänge an der jeweils kurzen Seite des Rechtecks zu befördern. Oder? Und Fußballfans versuchen dabei, dieses Rasenrechteck umstehend oder umsitzend, die Jungs in ihren Farben zu unterstützen, anzufeuern, aufzumunter. Oder?

Dass Fußballvereine in Konkurrenz zueinander stehen, liegt im Wesen des Sports. Dass Fussballfans ebenfalls in Konkurrenz zueinander stehen, wenn es eben um Fußball geht, ist ebenfalls eine logische Konsequenz. Das verstehe ich, aber ich bin altmodisch. Deswegen verstehe ich nicht, dass Fans sich auch unabhängig vom Spiel bekämpfen, ja regelrecht bekriegen. Das hat mit Fußball nichts und mit Fansein schon mal gar nichts zu tun.

Vor unserem Spiel gegen den Verein aus der Stadt mit der hässlichen Kirche scheint bei einigen „Fans“ das wesentliche in den Hintergrund zu geraten. Da fahren angebliche Fans nach Köln und machen „Buh!“, da kommen angebliche Fans nach Mönchengladbach und versuchen noch lauter „Buh!“ zu machen, woraufhin natürlich wieder nach Köln gefahren wird usw. usf.

Gut, Kinder (was anderes seid ihr nämlich nicht), macht was ihr wollt, aber tut mir den Gefallen, lasst dabei erstens meine Borussia aus dem Spiel, denn diese Art von Unterstützung hilft ihr nicht. Und zweitens lasst bitte dabei alle anderen Fans aus dem Spiel, denen es wirklich um Fußball geht, und nicht darum spätpubertäre Machtphantasien auszuleben.

Mit was für einem Unsinn man sich heutzutage auseinandersetzen muss...

Armer Dietmar Hopp

Was waren das früher für goldene Zeiten im Fußball… Ja, sicher auch für unsere Borussia, nach dem Pokalspiel jetzt sind erneute goldene Zeiten Lichtjahre, ach, ganze Universen weit entfernt, aber das meine ich ausnahmsweise mal nicht. Ich denke vielmehr an unbeschwerte, da völlig harmlose, wenngleich vielleicht doch auch schon damals geschmacklose Pöbeleien von den Rängen. Unseren eigenen Sportdirektor haben wir früher mit „Ziege in den Zoo!“ verspottet, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Nun ist Schluss mit derlei schamlosen Treiben, zumindestens wenn es gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp geht. Ach, der arme Mann kann einem wirklich leid tun, die Fans wollen seine Bemühungen um den deutschen Fußball einfach nicht verstehen. Dabei ist es doch sein Heimatverein, seine große Liebe, sein schönstes Hobby. Das wollen sie uns zumindestens jetzt alle erzählen.

Dass vor nicht mal drei oder vier Jahren dieser angeblich so vereinstreue und heimatverbundene Geldautomat seinen Verein opfern wollte, um mit dem FC Astoria Walldorf und dem SV Sandhausen zum FC Heidelberg 06 zu fusionieren, dem er selbstverständlich dann ein Stadion geschenkt hätte, davon spricht heute kein Mensch mehr. Komisch. Dass in seiner Mannschaft nur zwei Spieler länger als zwei Jahre dabei sind und auch nur zwei aus der ach so gelobten Jugendarbeit hervorgegangen sind, fällt auch keinem auf. Komisch.

Jetzt wird der arme Mann vom DFB gegen weitere Beschimpfungen geschützt. Die DFB-Sportgerichtsbarkeit wird sich zu seinem Schutz aktiv einschalten und massive Pöbeleien und Bedrohungen gegen ihn unnachgiebig verfolgen, so liest man es auf dfb.de. Das nennt man wohl den Kniefall der Obrigkeit vor dem schnöden Mammon. Und der Rest von Fußballdeutschland soll dabei artig zusehen und sich freuen, dass in Hoffenheim so viel für die Jugend und den Frauenfußball getan wird.

Da wünsche ich mir Rainer Calmund zurück. Der hat auch nicht jedes Mal, wenn gesungen wurde „Rainer Calmund, wir sch***** auf dein Geld, wir machen aus dem Bayerwerk den größten P*** der Welt.“ geflennt wie eine Memme.

Fußball lebt von seinen Emotionen

Am frühen Sonntagnachmittag konnte ich in einer Sportsbar in Hannover das Match VFL Osnabrück vs. FSV Frankfurt verfolgen, und das hat mir dann doch fast einen Lederlappen aus meiner Haut gehauen. Die erste Hälfte war langweilig, doch mit einem Handelfer direkt vor der Pause, getreten von Cichon, ging Osna mehr als glücklich in Führung. Jener Cichon war es übrigens, der mit seinem 1:1 gegen Hertha einen der wenigen Rekorde des Clubs aus der Stadt mit der großen Kapelle beendete, 1034 Minuten ohne Tor.

Zurück zum eigentlichen, denn der Aufsteiger aus Hessen schaffte es bis zur 75. mit 2:1 in Führung zu gehen, musste aber dann mit zehn Mann weitermachen und Herr Cichon durfte seinen zweiten Elfer schießen. Links vorbei, der FSV in Führung, aber in Unterzahl. Dann wird hektisch gewechselt, Pele Wollitz bringt u. a. Sykora, der in der 87. das 2:2 macht. Und dann kommt Schiri Bandurksi aus Essen und gibt in der 92. Minute noch einen weiteren Elfer, aus meiner Sicht war jeder der drei Strafstöße zumindest fragwürdig. Und diesmal trifft Herr Cichon wieder.

Ganz ehrlich, Fußball lebt von seinen Emotionen (Ich zahl auch ins Phrasenschein.), aber jetzt werden wahrscheinlich Offizielle und Spieler wegen ihren Äußerungen drei Minuten nach dem Spiel bestraft und gesperrt. Da fällt es einem aber auch einfach schwer zu sagen "Der Unparteiische lag eventuell mit seinen ansonsten durchaus akzeptablen Entscheidungen in wenigstens einer Situation nicht mit mir auf einer Wellenlänge, aber wir werden das, nachdem wir unseren Namen getanzt haben, bei einem frischen Kräutertee wie Männer besprechen und auf der Homepage feststellen, dass der Schiri Recht hatte.“

Kopfschüttelnd, Euer Bumsi


Geliebte und ungeliebte Ex-Borussen

Das Wiedersehen mit alten Borussen ist doch immer etwas Besonderes. Auf einige ehemalige Spieler freuen wir uns. So wie etwa jetzt auf Mikael Forssell, der jetzt bei Hannover 96 kickt. Nun ja, die Wiedersehensfreude geht nicht so weit, dass wir uns wünschen, dass er so auftritt wie bei uns 2003 und den Hannoveranern den Klassenerhalt sichert, und ein Tor gegen die Borussia muss nun auch nicht sein. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass es auch aus dem Gästeblock in der AWD-Arena Mikael-Forssell-Rufe erschallen werden.
Einen solch freudigen Empfang wird ein anderer ehemaliger Borusse am nächsten Wochenende beim Heimspiel gegen die Hertha sicher nicht erleben. Kenner der Szene erinnern sich noch an diesen Kicker zu Zeiten, als er bei den Amateuren auf der Alm oben am Bökelberg gegen die Kugel trat und dabei von seinen lederbemantelten – fußlang versteht sich – Kumpels Alexander Grebenoschko und Alexander Netchiporouk bejubelt wurde.

Warum auch immer es dieser junge Mann aus unserer ehemaligen Russen-Connection geschafft haben mag – die anderen verschwanden in dem schwarzen Loch der hoffnungsvollen Talente in einem Paralleluniversum jenseits unserer Zeitleiste – er hat keinesfalls unsere Sympathien. Er wusste die Ehre, die es bedeutet, die Raute auf dem Herzen zu tragen, nicht zu schätzen. Er verhöhnte seine ehemaligen Fans als Spieler der Pillendreher. Er wechselte zwar zu Liverpool, aber dann wieder zu einem deutschen Verein, der nun eigentlich nicht würdig ist, die Hauptstadt dieses Landes zu vertreten.

„Lieber“ Andrej Voronin, sei gewiss, dein Empfang im Borussia-Park wird kein herzlicher sein. Man soll ja niemandem was schlechtes wünschen, aber es wäre für alle Beteiligten sicherlich besser, wenn du gar nicht erst im Kader wärst. Und falls doch, sagen wir jetzt schon mal: Auf Nimmerwiedersehen!

 

Länderspielwoche!

Da ist der internationale Fußball in aller Munde. Aber wir Borussen haben den internationalen Fußball ja quasi bei jedem Spiel vor Augen. O.k., wir sind (noch) nicht für den UEFA-Cup qualifiziert, aber unser Spieleraufgebot ist bei genauer Betrachtung an Internationalität kaum zu überbieten. Jetzt aktuell in aller Munde durch sein Beinah-Tor in München ist Sharbel Touma.

Ein libanesischer Schwede! Das ist ja sogar doppelt international und mit dieser doppelten Nationalität ist Sharbel bei weitem nicht der einzige. Außerdem spielen in unseren Reihen je ein Deutscher mit niederländischem, französischem, nigerianischem, polnischem und serbischem Pass, ein französischer Ivorer und gar ein italienischstämmiger argentinischer Isreali! Dagegen wirkt so ein Fußballexot wie Rob Friend als Kanadier schon recht unspektakulär.

Bis Borussia also wieder international auftritt, dauert es noch eine Saison (oder zwei…), aber am Länderspielwochenende sind wir gut vertreten mit unseren Spielern. Da drücken wir doch auch alle unseren Nationalspielern die Daumen. Mach ett, Olli!

Alt-Internationale

Ist es nicht merkwürdig still in letzter Zeit um unsere Alt-Internationalen? Man liest gar keine Meinungen, Kritiken oder Verbesserungen unserer wohlverdienten Ex-Kicker. Effe stellt sich nicht fürs Präsidentenamt zur Verfügung, Loddar erhebt keinen Anspruch auf den Trainerstuhl und Berti scheint durch die Übernahme des Kirchenvorstandes von Kleinenbroich endlich die Erfüllung gefunden zu haben.

Da stellt sich natürlich die Frage: Haben sie jetzt gar nichts zu sagen, wo es doch richtig gut läuft mit „ihrer“ Borussia oder werden sie einfach gar nicht gefragt? Oder aber rufen sie vielleicht permanent in den einschlägigen Verlagshäusern an, um Lobeshymnen auf Luhukay und Ziege zu singen, die aber bei der Journaille nicht auf Interesse stoßen und daher nicht den Weg zum geneigten Leser dieser Druckerzeugnisse finden?

Bei uns scheint das Sprichwort nicht zu stimmen: „Erfolg hat viele Väter, Misserfolg ist ein Waisenkind.“ Denn bei Misserfolg strömen die weisen, väterlich gemeinten Ratschläge ungefragt herbei, so dass sich sogar Horst Köppel zur taktischen Ausrichtung äußern darf. Ist denn Borussia nur bei Misserfolg sexy oder bietet sich nur dann eine Plattform in Sachen Selbstmarketing?

Alles, wovon wir derzeit verschont bleiben, spielt sich im Süden unseres Tabellenplatzes und im Süden von Mönchengladbach ab. Lautern-Fans fragen sich wie wir so oft zuvor: Alt-Internationale – Fluch oder Segen? Ich bleibe lieber im Norden.

Doppelsechs

Da begleite ich den Fußball nun schon über so viele Jahre, dass ich gelegentlich denke: ‚Nix kann dich mehr überraschen, Bumsi, du bist ein so alter Hase, du kennst alle Tricks, alle taktischen Varianten, alle Aufstellungen.’ Und wieder mal belehrt mich die Realität eines besseren.

Ein völlig neuer Begriff macht in der Fußballwelt die Runde, die so genannte Doppelsechs. Die Doppelsechs kannte ich nur vom Würfelspiel. Bietet natürlich auch in anderer Schreibweise ein bisschen Assoziationsspielraum für das älteste Gewerbe der Welt.Aber gut, wenn’s hilft, dann wird halt mit Doppelsechs gespielt.

Jetzt bin ich nur gespannt, was als nächstes kommt, der Zwischensturm oder das Mittelfeldhexagon, vielleicht auch die ballfreie Liniendeckung oder das Pfostenschusstraining. Ich lass mich mal überraschen.

Bumsi träumt von München

Um 23:22 Uhr fliegen in der Münchner Allianz Arena 2 Torwart-Handschuhe in den pechschwarzen Nachthimmel. Nachdem Rob Friend den entscheidenden 27. Elfmeter im Kasten hinter Michael Rensing versenkt hatte, entledigte sich der Bayern Keeper seiner Arbeitskleidung und rannte vor Wut schnaubend in die Kabine. Auf dem Weg dahin riss er alles ihm im Weg stehende mit sich. Uli Hoeneß wurde mit Blutstau oberhalb des Halses in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert.

Zuvor hatten 11 tapfere Borussen den ca. 12 Millionen Fernsehzuschauern ein atemberaubendes Fußballspiel geboten, jeden Angriff des FC Bayern in 120 Minuten abgewehrt und zudem 6 mal den Pfosten der Bayern-Kiste getroffen. Unterstützt von der frenetischen Anfeuerung der 7.000 Borussen auf den Rängen, die das Pfeifkonzert der Tribünenbazis locker überstimmten, hatte die Elf vom Niederrhein ein denkwürdiges Pokalspiel geliefert.

Kaiser Franz plädierte daraufhin vor laufenden Kameras bei Johannes Baptist, Kloppo und dem schweizer Flötenmann für eine Abschaffung des DFB-Pokals, denn es könne schließlich nicht angehen, dass die kleinen Vereine den FC Bayern aus dem Pokal werfen. Indes sprachen Theo Zwanziger und Kloppo von einer Weltklasseleistung der Borussia, woraufhin Bayern-Präsident Rummenigge der ZDF Live-Übertragung den Strom abstellte.

Theo Zwanziger gesellte sich daraufhin zu den feiernden Borussia-Fans, die im Stadtteil München Schwabing den Weizenbiervorräten den Kampf ansagten, und sangen: „In München weht ein kalter Wind, Menschen hasten tränenblind, weil sie so verzweifelt sind, Bayern hat verloren…“ Ein denkwürdiger Tag neigte sich so dem Ende.

Hach, wenn doch alle Träume so realistisch wären...

Ein Freund, ein guter Freund...

Namen sind halt doch mehr als Schall und Rauch. Denn mit dieser Torausbeute wird Rob Friend tatsächlich jedermanns Freund. Zugegebenermaßen erinnerte mich der Name Rob Friend zunächst eher an eine Kinder-Comic-Figur, irgendetwas in Richtung „Bob, der Baumeister“.

Aber andere Spieler haben und hatten ja auch merkwürdige Namen, die mir Spielraum für Assoziationen bieten und boten. Bei „Sixten Veit“ dachte ich immer an eine Rockband, so zwischen Grunge und Heavy Metal, mit einem langhaarigen Lead-Sänger, der sogar im Gesicht tätowiert ist.

„Wagner Love“ (Brasilien, spielt bei ZSKA Moskau) könnte eigentlich auch eine postmoderne und für den Normalbürger völlig unverständliche Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen sein und „Lua Lua“ (Demokratische Republik Kongo, z. Zt. bei Piräus aktiv) klingt wie ein Atoll im Pazifischen Ozean, erinnert an Pina Colada in der Hand, spärlich bekleidete Schönheiten der einheimischen Inselbewohner vor den Augen…

In der Politikszene ist mein aktueller Lieblingsname (Hat immerhin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger den Rang abgelaufen!) übrigens Roswitha Müller-Piepenkötter. Hoffen wir nur dass Frau Müller-Piepenkötter keinen fußballtalentierten Nachwuchs hat, denn Trikotbeflockung mit diesem Namen ist sicher eine Herausforderung und außerdem lässt sich der Name nun wirklich nicht gut skandieren. Da bleiben wir doch lieber bei Rob Friend und singen weiterhin: „Ein Freund, ein guter Freund…“

Was für ein Zirkus

Was ist denn das bloß für ein Zirkus am FanHaus? Da geht ja tierisch was ab! Nach so einem Derby sollte doch erst mal Ruhe einkehren, aber am FanHaus sind die Löwen los. Da will ich mal in Ruhe ein paar Bierchen trinken und mit Gleichgesinnten am Tresen in netter Gesellschaft noch mal das Spiel Revue passieren lassen, da trifft mich doch glatt der Schlag. Da steht der ganze Parkplatz voll, überhaupt kein freies Plätzchen mehr.

Als ich rausgehe, stehen sie da und glotzen mich an, diese Kamele! Da fragt man sich ja schon fast, ob es den Kölnern bei uns so gut gefallen hat, dass sie sich hier häuslich einrichten. Im Hintergrund die ganze Zeit dieses Ziegengeblöke, furchtbar.

Ich mach mich lieber auf den Weg gen Süden, mal sehen, wohin das Fürth.

Bumsi träumt

Geplatzte Träume sind was Schreckliches. Das weiß jeder, der schon mal eine solch bittere Erfahrung machen musste. Stellt euch mal vor, ihr hättet Großartiges vor und würdet dafür einen tollen Partner suchen. Nehmen wir mal an, ihr wärt ein Fußballverein und würdet einen einzigartigen Sponsor suchen und dann böte sich eine beliebte Mittelmeerinsel, sagen wir mal Zypern, als Sponsor an und verspricht euch über eine Beraterfirma das Blaue vom Himmel. Und dann stellt sich heraus, dass ein Fan eures Erzrivalen – als Berater – sich einen Scherz erlaubt hat und euch der Lächerlichkeit preisgibt. Bitter.

Oder – bleiben wir mal bei dem Verein – ihr träumt vom Sieg in einem wichtigen Spiel, am besten gegen den o. g. Erzrivalen, um den Durchbruch und womöglich den Aufstieg zu schaffen, und dann reicht es trotz Führung und einem Tor mit nur zehn Mann nicht zum Sieg. Bitter.

Ach, das Leben kann so grausam sein. Stellen wir uns mal vor, wir hätten als der besagte Verein endlich den Messias unter den Trainer auf der Bank („Pst: Fußballspiele gewinnt man nicht durch ‚feste dran glauben’, sondern durch guten Fußball:“), und es bringt gar nix außer einer peinlich-medienträchtigen Hochzeit im Mittelkreis. Und dann träumt man von dem anderen Heilsbringerprinz, der die Tore schießt, aber der wird, wie sich heute herausstellt, durch übermäßige Bezahlung im Feindesland festgehalten und nicht wieder freigelassen. Bitter.

Ach, was bin ich froh, dass ich nicht träumen muss. Mir reicht ein Blick in die Zeitung.

Bahnstreik

Ach herrje…dass man auch immer auf andere Leute angewiesen ist. Jetzt drehen mal wieder die Jungs von der GDL am Rad…ob die wohl mit denen von der DFL verwandt sind?? Am Wochenende soll also nicht gestreikt werden. Danke, wie gnädig! Dafür aber vielleicht am Montag wieder. Und das wird dann gar nicht lustig.

Ich mache mir ernsthaft Sorgen, was dann mit den tausenden von Fans passiert, die ihre Anreise zum Lokalderby mit dem Zug geplant haben! Kommen die dann alle mit dem Auto? Na prost Mahlzeit! Da werden selbst die 10.000 Parkplätze am BORUSSIA-PARK nicht ausreichen, zudem ist eine Spur auf der A61 gesperrt. Ein Verkehrschaos ist also vorprogrammiert. Ich werde wie immer schon so früh am Stadion sein, dass ich mit all dem Theater nichts an der Mütze habe. Trotzdem mein Aufruf:

Bitte, liebe GDL, wärt ihr so nett und würdet am Montag eure albernen Plastik-Ponchos ausziehen, euch in euere Führerhäuschen setzen und eurer Arbeit nachgehen!?!?! Dann gibt’s auch von mir ein GDL, ein Ganz Dickes Lob!!!

Euer Bumsi

Bumsis Boykott

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Lachen müsste ich, weil Borussia erfolgreich und sogar halbwegs ansehnlich Fußball spielt. Die Tränen kommen mir allerdings, wenn ich die Konsequenzen dieses Erfolges berücksichtige.

Natürlich stürzt sich die „Fußballberichterstattung“ auf die als Zugpferd für hohe Einschaltquoten trefflich geeignete Borussia wie eine Möwe auf eine fettige Fritte, und verkauft dies auch noch als Dienst am Fan. Weit gefehlt, nicht um uns Fans geht es, sondern um die möglichst lukrative und ertragreiche Präsentation von Werbung.

Statt schmollend vor dem Fernseher zu sitzen, schlage ich vor, keines der in Werbeunterbrechungen angebotenen Produkte zu kaufen, also kein beworbenes Bier trinken, den Kauf des Autos sowie der beworbenen Rasierklingen boykottieren. Revolutionsromantik? Schon, aber ein gutes Gewissen im Sinne aller Fans.

Trikotkauf

Seit längerem liebäugle ich mit dem Gedanken, mir nach Jahren mal wieder ein Trikot zu kaufen, schließlich sind wir im Aufwärtstrend, da kann man sich ruhig mal öffentlich durch sein Outfit zur Borussia bekennen.

Aber welcher Name kommt dann hinten auf das Trikot, welcher Spieler passt zu mir? Wenn ich so am Spieltag durch den BorussiaPark schlendere, fallen mir nämlich immer wieder groteske Mensch-Trikot-Kombinationen auf: Der 1,60m kleine, abgemagerte Opi im Rob-Friend-Dress oder der 2,10m lange, 150kg schwere Schrank mit Marin-Schriftzug auf dem Rücken. Ob das die Träger dieser Trikots nicht selbst komisch finden?

Na ja, im Prinzip geht es ja um die Mannschaft, um den Verein, um den Zusammenhalt, den es zu zeigen gilt. Also gehe ich in den Shop und bestell mir ein Trikot mit der Aufschrift „Bumsi“, schließlich gehöre ich ja auch dazu, und was würde besser zu mir passen als mein Name?

Beweise...

So ein Maskottchenleben unterscheidet sich gar nicht so sehr von eurem Fanleben, wirklich nicht. Ich habe einen geregelten Tagesablauf, denke die ganze Zeit an das nächste Spiel und wenn mir langweilig ist, höre ich Radio oder gucke Fernsehen.

Und da ist dann neulich – obwohl ich mich nun gar nicht für Politik interessiere – in einer Nachrichtensendung folgendes in meine Ohren gedrungen: „Der Staat ABC sei verpflichtet zu beweisen, dass er bestimmte XYZ-Waffen nicht baue.“ Gegen Waffen bin ich natürlich sowieso, außer gegen die unschlagbare Waffe des Vollspannschusses, aber trotzdem muss mein Bumsi-Hirnchen das erst mal verarbeiten.

Da soll also jemand beweisen, dass er etwas nicht tut. Das ist schon ziemlich grotesk. Wie soll man denn das Unterlassen einer Tätigkeit (im Nachhinein) beweisen? Wie sollte ich euch z. B. glaubhaft den Beweis erbringen, dass ich noch niemals im Kopfstand rückwärts die Elf vom Niederrhein gesungen habe? Irgendwie doch völlig unmöglich, oder?

Beweisen, dass man etwas nicht tut, kann man ja nur, indem man es nicht tut, aber wo ist dann der Beweis? Ich kapier das nicht, aber egal, Hauptsache, meine Borussia beweist, wie man Tore schießt, und zwar immer wieder, und für jeden nachvollziehbar.

Alles Gute, euer Bumsi!

"Derby ist am 22.10."

Ihr wisst, ich bin Traditionalist. Mir liegt viel daran, dass man seine Feindschaften und seine Freundschaften pflegt. Schließlich will man immer wissen, dass man sich auf seine Feinde und seine Freunde verlassen kann, und dass Feind Feind und Freund Freund bleibt.

Und dann gerate ich plötzlich und unvermittelt in einen Konflikt. Ich muss meinen Kölner Feinden recht geben! Ich freue mich über ihre Aktivitäten, fühle mich nachgerade geehrt!

Denn eins sollte vor dem Spiel gegen die Kartoffelkäfer aus der Printenstadt jedem klar sein: „Derby ist am 22.10.“ Danke, ihr eigentlich feindlichen Kölner. Mit diesem Spruchband bei Eurer Partie gegen Aachen habt ihr es auf den Punkt gebracht. Wir sind - was sicherlich sehr selten ist - einer Meinung. Aber meine Freunde seid ihr wohl leider trotzdem noch nicht…

Euer Bumsi

Hochmut kommt vor dem Fall

Mensch, was für ein Hochgefühl! Drei Siege in Folge und sogar die Amateure schießen noch mal vier Tore. Wer soll uns noch schlagen? Der Erfolg ist wieder unser Freund, liebe Fans der Borussia! Sieht das nicht nach einem Durchmarsch in die erste Liga, ach was, in die Champions League aus?

Mit einem ja sicherlich in greifbarer Nähe liegenden Sieg gegen die Bayern im Pokal lockt sogar das internationale Geschäft schon dieses Jahr! Bayern schießt ja gegen Karlsruhe auch nicht mehr als vier Tore, so viel besser können die also gar nicht sein. Sind das nicht tolle Aussichten?

Hah, und der nächste Auswärtssieg lacht mich schon aus Hamburg an, da ist doch was drin, oder? Schließlich haben wir da schon mal gewonnen, ich weiß es genau! Wie lange ist noch hin bis zum Spiel? Ich blättere in dem Abreißkalender, den mir Tante Gerda zu Weihnachten geschenkt hat – auf jedem Kalenderblatt steht ein weiser Spruch.

Was? Schon morgen? Und was steht da: Hochmut kommt vor dem Fall. Umpfh…

Borussiafreie Samstage

Sagt mal Kinder, geht es Euch auch so? Samstage ohne Borussia haben etwas für sich. Zum ersten Mal nach langer Zeit hat mein Garten mich wieder zu Gesicht bekommen. Ich wusste gar nicht, was sich da mittlerweile für schöne und weniger schöne Pflanzen angesiedelt haben. Ich habe direkt mein altes Bio-Schulbuch rausgekramt und mir die Namen zu den wunderschönen Pflanzen rausgesucht. Ich habe den „Acker-Rettich“, „Floh-Knöterich“ und die „stengelumfassende Taubnessel“ im Garten, toll was?

Auch mein Auto hat sich bei Borussia für den fußballfreien Samstag ohne langwierige und komplizierte Anreiserituale, welche schon früh morgens beginnen, bedankt. Ich habe es nach langer, langer Zeit mal wieder meinem Nachbar nachgeeifert. Samstags um Punkt 15.30 Uhr verteilt er den Inhalt des Wassereimers über das (eigentlich noch gar nicht so dreckige) Auto, dann wird mit einem Schwamm der Dreck entfernt und anschließend wird das gute Stück mit einem feinem Lappen trocken gerubbelt und poliert. Dazu gibt es stets drei gekühlte Flaschen eines alkohol- und kohlensäurehaltigen Getränks. Ich habe es tatsächlich geschafft, die originale Farbe meines Autos zum Vorschein zum Vorschein zu bringen.

Nur eins habe ich ihm nicht nachgemacht: Er hat „Sport und Musik“ gehört, und das kommt für mich auf keinen Fall in Frage. Mit dieser Liga will ich nichts zu tun haben! Denn die Liga ist da, wo Borussia spielt. Hoffentlich spielt Borussia bald wieder in Liga eins, denn Samstage ohne Borussia sind doch irgendwie doof.

Euer Bumsi

Kein Strom in Aue

Na toll, jetzt habe ich mich so sehr darauf gefreut, endlich mal wieder mit einem Sonderzug zum Auswärtsspiel zu fahren. Die Vorfreude auf Aue war riesig! Und jetzt? Jetzt habe ich erfahren, dass es gar keinen Sonderzug nach Aue gibt. Nun werde ich wohl mit dem Bus fahren müssen. Mir graut es allerdings vor dieser Tour – so ein Bus ist schon gewöhnungsbedürftig, aber lustig wird es bestimmt. Der Grund dafür, dass es keinen Sonderzug gibt, ist allerdings kurios.

Auf den letzten 30 Kilometern von Chemnitz nach Aue gibt es keine Oberleitung. Ach du jeh, wo fahren wir denn da hin. Ist das wirklich noch im selben Land?!? Na ja, der komische Esel hat mir nun erzählt, dass durch fehlende Oberleitung extra eine Diesellok zum Einsatz kommen müsse. Allerdings gibt es im ganzen Osten keine Diesellok, die einfach nur so rum steht. Deswegen müsse eine von Lübeck hoch im Norden nach Mönchengladbach fahren, vor den Zug gespannt werden und komplett nach Chemnitz mitfahren, um dann für die letzten 30 Kilometer gebraucht zu werden.

Sensationelle Kosten fielen da an. Das kann ja keiner bezahlen. Tja, und hinzu kommt ja noch, dass das Deutsche Sportfernsehen „Erzgebirge Aue gegen Borussia Mönchengladbach“ als Topspiel ansieht und wir demnach Montag spielen. Das mit den hohen Kosten wäre dann eher ein gewagtes Unterfangen. So fährt halt der harte Kern mit dem Bus gen Osten – ist doch auch schön.

Makottchentreffen

Vergangen Woche war mal wieder Maskottchentreffen angesagt, und da der alte Esel wegen anderer Verpflichtungen keine Zeit hatte, bin ich gefahren. Die meisten von denen kenn ich gar nicht, aber das ist ein Thema für eine andere Geschichte. Deswegen hab ich mich mit meinem alten Kumpel Dino zusammen an einen Biertisch gestellt, wir kennen uns ja schon seit den 70-igern. „Du sag mal, Bumsi“, sprach er mich an in unverfälschtem Hamburger Dialekt, „als Ihr letztes Jahr im November bei uns im alten Volkspark gespielt habt, das ging doch 1:1 aus, oder? War der 12. Spieltag und ihr hattet 3 Punkte mehr und wir waren auf Platz 15 hatten erst einen Sieg. Kannst Du mir dann mal versuchen zu erklären, warum wir jetzt trotzdem noch UEFA-Pokal spielen und Ihr in der 2. Liga?“

„Weißt Du Dino, wir haben jetzt beide einen holländischen Trainer, aber bei dem einen war direkt eine Verbesserung spürbar, der andere braucht eben noch Zeit. Und wir hatten beide einen Spielmacher, Eurer war verletzt, unserer nicht in Form. Van der Vaart wurde gesund, Insua kam nicht richtig in Form, der brauchte auch noch Zeit. Na ja, davon haben wir ja jetzt ganz viel, aber so klein können die Unterscheide vielleicht manchmal sein“.

Ich hab dann noch zwei Bier getrunken und bin dann doch etwas deprimiert nach Hause gefahren, das nächste Mal kann wieder der Esel fahren, der kennt es ja nicht anders.

Die M-I-S-T Humba

Heimspieltage, das sollten doch eigentlich Festtage sein, nicht wahr? Statt mich nun im Vorhinein schon mit allerlei bedrückendem Gedankengut zu belasten, stelle ich mir lieber vor, dass unsere gefürchtete Fankurve auf ein eventuell fallendes Tor der Lilaweißen nicht mit wortloser Erstarrung (Unterrang) oder mit kollektiver Abwanderung zum Bierstand (Oberrang) reagiert, sondern mit einem völlig neuen Fangesang.

 

Das ist eigentlich nicht meine Idee. In der Welt der nichtexistierenden Wesen habe ich einen guten Freund gefunden, der mit seiner grundsätzlich pessimistischen Lebensphilosophie – wie sollte es auch anders sein – natürlich Gladbach-Fan ist. Ihr kennt ihn vielleicht: Bernd, das Brot. Und Bernd hat mir halt hinter vorgehaltener Stummelhand anvertraut, dass er ja sowieso nicht klatschen kann, was er auch in Gladbach nicht braucht, dass er sich aber wünscht, dass sein Lieblingswort mal im Stadion ertönt.

 

Gut, dass ist sicherlich experimentell, doch ich mache hier mal in Bernds Namen folgenden Vorschlag: die Mist-Humba. Die Vorsänger schmettern nacheinander: Gebt mir ein „M“, ein „I“, ein „S“, ein „T“! und die ganze Kurve brüllt lautstark zurück: „MIST!“ Stelle ich mir sehr kultig vor.

 

Wenn schon auf dem Platz nicht besonders viel Neues zu sehen ist, dann könnten doch wenigstens wir Fans mal was Kreatives versuchen, oder?

Willkommen im Club!

„Was habe ich bloß verbrochen in meinem Leben, dass ich zum Anhänger dieses Vereins geworden bin?“ fragte ein ratloser Anhänger der Borussia in Mainz, der zufällig neben mir im Block stand. Tja, irgendwie dennoch ein selbstgewähltes Schicksal, denn andere Fußballvereine, die sich über Fans freuen würden, gibt es schließlich wie Sand am Meer.

Herr Luhukay und Herr Ziege, meine werten Kollegen im Zeichen Raute, Eure Leidenszeit beginnt diese Woche so richtig. Was bisher gewesen ist, war dagegen eine Schülerlotsenparty. Euer Rausschmiss wird gefordert werden, Eure Kompetenz hinterfragt werden, Eure bisherigen Entscheidungen an den Pranger gestellt werden. Mit anderen Worten, man lässt an Euch kein gutes Haar.

Da kann man nur sagen: Willkommen im Club!

Bumsi Frust nach Hoffenheim

So hatte ich mir den Montagmorgen nach dem ersten Zweitligaheimspiel nun wirklich nicht vorgestellt. Erst habe ich die ganze Nacht gegrübelt, warum unser Rasen nicht das gleiche Glück erfahren darf wie unsere Ersatzbank. Da muss man sich als Spielfeld doch veräppelt vorkommen, fünf Stürmer auf der Bank und keiner auf dem Grün, das ist wirklich ungerecht. „Was hat sie, das ich nicht habe?“ fragt sich da nicht nur der Platz.

Nach Aufstieg, nach klarem Offensivfußball, der doch vor der Saison noch in aller Munde war, nach absolutem Siegeswillen sah das nicht aus. Und ich fürchte, derartige Spiele werden in dieser Saison nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein. Inklusive des ach so spärlich anreisenden Anhangs. Und weil leider nicht immer Schulanfang ist, kann man ja nicht regelmäßig das Stadion „ausverschenken“. Vielleicht bietet sich Totensonntag dieses Jahr noch an, zu jedem Gesteck gibt’s zwei Tickets gegen Offenbach.

Soll ich ehrlich sein? Ich bin vom Frustniveau der letzen Saison gar nicht mehr so weit entfernt. Optimismus – wozu?

Hoffenheim - ein Verein mit Tradition

Endlich wieder eine Traditionsmannschaft im Borussia-Park! Kinder, was freu ich mich! Ich habe mich ausführlich informiert über die schon 108 (hui!) Jahre alte TSG Hoffenheim. Und die haben es echt drauf da im Badischen! Bis 1979 konnte die Schachabteilung große Erfolge verzeichnen berichtet die Homepage. Vermutlich im Schach, aber was jetzt genau die Erfolge waren, wird leider nicht erwähnt.

Und holla, weiterhin liest man: „Die TSG ist aber auch in anderen Sportarten erfolgreich vertreten: 1978 wird die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik gegründet, deren Leistungen von der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften gekrönt wurden.“ Na bitte, da müssen wir beschämt den Blick zu Boden senken, mit derlei können wir in unserer Vereinsgeschichte leider nicht aufwarten.

Und dann werde ich nachdenklich, als ich lese: „Dank der generösen Unterstützung von Dietmar Hopp, der seinem Heimatverein den sportlichen Aufschwung ermöglichte und der TSG sowie ihren Freunden das Dietmar-Hopp-Stadion quasi schenkte, konnte 1999 dieses Schmuckkästchen seiner Bestimmung übergeben werden.“ Ich will mich gar nicht echauffieren über kommerzorientierte Plastikclubs, die uns die Neuzeit vermehrt in die diversen Ligen spült, richtig Bauchschmerzen macht mir das Wörtchen „quasi“. Was heißt denn quasi geschenkt? Also eigentlich nicht geschenkt? Was mag der EDV-Mogul für Gegenleistungen erwarten? Und wie mag man sich als Verein fühlen, wenn man jemandem so auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist? Erniedrigend ist das, das ist wohl das richtige Wort. Regelrecht demütigend.

„Mit technisch hervorragendem Tempofußball eroberte die TSG in der Spielzeit 2000/2001 die Herzen vieler Fußball-Fans.“ Na ja, die Hoffenheimer Massen werden wir ja am Sonntag bestaunen können. Immerhin weist die Homepage unter dem Titel „Alle Fanclubs auf einen Blick“ neun (9) Fanclubs auf. Hoffenheimer, ich freu mich doch nicht mehr so wirklich. Ehrlich gesagt, selbst wenn ihr gewinnt, tut ihr mir leid. Was euch fehlt, kann man nicht durch 1000 Siege erreichen.

Kaiserslautern - muss das sein?

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber schon, wenn ich Kaiserslautern höre, überkommt mich eine spontane Müdigkeit und ich empfinde heftigen, ja gar körperlichen Unwillen, guckt nur mal, wie mir die Haare zu Berge stehen. Da möchte ich nicht tot überm Zaun hängen, selbst wenn mir ständig jemand ne Tüte Chips aufmacht. Vermutlich hat Kaiser Barbarossa sich damals total laut die Seele ausm Leib geschrien: „ICH WILL WEG HIER!“, daher der Name.

Kaiserslautern ist für mich überhaupt kein sympathischer Underdog, sondern ein Verein, der sich um die Jahrtausendwende selbst ohne Not durch übelste Klüngelei in Misskredit gebracht hat und auf völlig unberechtigte Weise durch die Politik in Person von Gottvater Beck wieder nach oben gepusht wurde. WM-Spielort ohne Autobahnanschluss – das sagt doch eigentlich alles, oder?

Nichts gegen die Fans, die sind zwar schon lange nicht mehr die „brennende Hölle“ auf dem „Betze“, sondern ein recht langweiliger Haufen im Mittelmaß bundesdeutscher Schlachtenbummler, die den Umbau ihres alten heißgeliebten Stadions missmutig erdulden mussten, aber für die Misswirtschaft ihres Vereins können sie wohl wirklich nix.

Das ist Pflichtprogramm, das kann man nur hinter sich bringen, vermutlich in der 92. Minute 2:1 verlieren, heim fahren und hoffen, dass eine erneute Reise dahin möglichst lange auf sich warten lässt. Aber vielleicht – ein Silberstreif am Horizont war ja schon der Sieg in Osnabrück – ist ja auch alles ganz anders diesmal in Lautern. Das Spiel dauert wirklich nur 90 Minuten, Olaf Marschall spielt nicht mehr mit und am Dienstag gehen wir alle wohl gelaunt zur Arbeit.

Bumsi und das Kicker-Sonderheft

Ich war diese Woche am Kiosk und habe im Rahmen der Saisonvorbereitung einem alten Ritual folgend das "Original"-Sonderheft erstanden. Vermag diese eher anachronistisch anmutende Publikation bei noch offener Transferskala und anhaltendem Stoffwechsel auch nur ein unscharfes Abbild der neuen Kräfteverhältnisse zeichnen, sie lässt sich mit Fohlenechos, Fanartikelkatalogen und mitsamt all ihren Vorgängern ganz hervorragend zu Hause stapeln und allein das Studium der neuen Leibchen bietet reichlich Gesprächsstoff.

Auch wenn es sich um die vermeintlich stärkste Zweite Liga aller Zeiten handelt, ich musste auf der Suche nach Gladbach-Schnipseln geradezu archäologische Qualitäten aufbringen. Erst einige Seiten hinter der "Super-Stecktabelle" (in der freien Wildbahn möchte ich neben dem ersten Leverkusenfan denjenigen treffen, der hier wöchentlich alle vier Ligen steckt – es handelt sich vermutlich um ein und dieselbe Person) findet sich endlich unsere Auswahl im neuen Grün. Auf Seite 191, geradezu verschämt weit hinten, darf sich darüber hinaus unser Trainer dem kurzen Frage- und Antwortspiel stellen. Bei der Titelzeile muss der noch traumatisierte Fußball-Ästhet, gefangen im Körper des unentwegten Gladbach-Fans, jedoch förmlich zusammenzucken: "Mein Ziel? Attraktiv und offensiv spielen lassen". Eine Aussage mit nicht zu unterschätzender, leidvoll erfahrener Fallhöhe. Lasen wir im gleichen Heft (wenn auch an ungleich prominenterer Stelle) doch vor erst knapp zwölf Monaten, unsere Elf "wolle auswärts mutigen, attraktiven Fußball spielen"?!

Möge uns nach einer Saison der unerwiderten Liebe und Leidenschaft nicht zuletzt das neue Personal eine spielerische Dividende und somit weiche Landung bescheren. Und wer weiß, vielleicht nutze ich die verbleibenden Tage und "trenne langsam die vorgestanzte" Raute und den Geißbock heraus und "öffne mit einem feinen Messer" die Steckschlitze von Platz 1 und Platz 18. Man wird ja noch träumen dürfen....

Bumsi und der Mythos

Ich traute meinen Augen nicht, als ich neulich beim Lustwandeln in Gladbachs schönen sommerlichen Straßenzügen ein Auto mit dem Aufkleber „Der Mythos kehrt zurück!“ auf der Heckscheibe sah. Liebe Borussen-Fans, es ist allerhöchste Zeit, diesen Aufkleber zu entfernen! Wohin kehrt denn der Mythos zurück? In die 2. Liga? Das ist ja wohl wahrlich kein Grund zur Freude.

Ich als bescheidener Bumsi halte ja ehrlich gesagt sowieso nichts von diesem Mythos-Gerede. Ich will einfach einen klasse Club als meinen Lieblingsverein haben, mit ansehnlichem Fußball, mit viel Ruhe und Beständigkeit im Verein und im Umfeld und mit tollen Fans. Außerdem muss ich bei „Mythos“ immer an ein griechisches Restaurant denken.

Ich kehre deshalb lieber meinen eigenen Hof und der ganzen Mythos-Hybris den Rücken zu.

Euer Bumsi

Bumsi existiert nicht

Kinder, bin ich froh, dass es mich nicht gibt. Also es gibt mich natürlich schon, ihr kennt mich ja alle, aber es gibt mich nicht in einer Plüschversion, als Maskottchenkostüm usw. Die räumliche Dimension hat man mir mehr oder weniger vorenthalten (Es gab mal Schlüsselanhänger und so ne Plastikfigur von mir!), und ich bin wirklich dankbar dafür.

Im Vertrauen hat mir der komische Esel erzählt, was für ein schreckliches Leben er führt. Vom Kindergeburtstag zum Firmenjubiläum, von der Sparkasseneinweihung zum Sportfest, immer der nette und freundliche Bespaßungsautomat, wie furchtbar. Und dann darf er kein Wort dabei reden!

Wie sollen das eigentlich mal später die Zwerge begreifen, dass Jünter einerseits nicht reden kann, aber andrerseits versucht, mir nachzueifern – was ich durchaus begrüße, weiter so, mein Eselfreund! – und auf der Homepage von Borussia durchaus amüsante Einwürfe verfasst?

Na ja, nicht mein Problem. Das Marketingkonzept, das hinter meiner Entwicklung stand, war derartig mager (Macht mal so nen lustigen Ball…), das es zu solchen Widersprüchen nicht kommen kann. Das arme Grautier hingegen ist mit Marketingideen schier überfrachtet, ziert Strampler, T-Shirts, Schnuller, Fahnen, ist erhältlich als Rucksack, Kuscheltier und Bademantel, wiederholt sich tausend Mal und mehr.

Da kann man ja bei meiner Nichtexistenz paradoxerweise quasi von der Leichtigkeit des Seins reden. Dank an die Borussia von damals, dass sie mich dieser Marketingmaschinerie nicht preisgegeben hat.

Bumsi freut sich auf Aue

So langsam habe ich mich nun an den Gedanken gewöhnt, in der zweiten Liga gelandet zu sein, also ist es jetzt an der Zeit, sich mit den kommenden Gegnern auseinanderzusetzen. Und dabei interessieren mich natürlich besonders die Vereine, gegen die wir noch gar kein Ligaspiel absolviert haben. Mal ganz im Ernst, wer will denn schon noch was über Lautern wissen? *gähn*

Aber Aue, Augsburg, Koblenz… Klar, begeistern kann man sich nicht dafür, doch immerhin gibt’s auswärts mal neue Stadien und neue Stammkneipen zu entdecken. Und wie informiert sich das Maskottchen von heute? Natürlich im Internet. Dabei gab es dann tatsächlich allerhand zu entdecken.

Augsburg verkündet stolz, bereits 3868 Dauerkarten verkauft zu haben. Hui, da wird mir ja angst und bange. Auf der Homepage von Wehen gibt es die preisverdächtig langweiligste Webcam aller Zeiten vom Stadionbau mit einem einsamen Bagger zu bestaunen. Aber dann die positive Überraschung auf der elektronischen Heimat des FC Erzgebirge Aue: In der – wenn auch ohne Punkte! – zu bestaunenden Tabelle nimmt die Borussia den zweiten Platz ein, direkt hinter Aue!

Verwirrt versuche ich, irgendeine Systematik in den Platzierungen zu entdecken, finde aber keine. Also beschließe ich, dass der alleinige Grund für diese Anordnungen ein heimlicher Gladbach-Fan in Reihen des Erzgebirgsclubs ist, der seine verborgene Leidenschaft auf diese Weise auslebt. Schließlich habe ich das ja jahrelang genau so gemacht mit meiner Kickerstecktabelle. Und schon freue ich mich fast ein wenig auf Aue….

Bumsi guckt mal weg

Es ist ja nicht so, als hätte ich jetzt den Glauben an das Gute im Menschen verloren. Nein, nein. Es gibt sicherlich viele gute Menschen. Darunter gibt es bestimmt auch etliche Fußballspieler. Vielleicht sogar Marcell Jansen, auch wenn er zu Bayern gewechselt ist. Vielleicht wird man ja doch kein schlechter Mensch, nur weil man im Trikot der Blauroten kickt. Vielleicht wird man nur etwas weniger guter Mensch.

Also auf jeden Fall ist es für mich keinerlei Motivation für einen Spielbesuch, unsere ehemalige Jugendhoffnung da spielen zu sehen. Im Gegenteil, für mich als überaus traditionsbewussten Fan ist das der pure Frust, zu sehen, was aus dem Jungen geworden ist. Erst der dicke Wecker am Arm, die lachhafte Tätowation des eigenen Sternzeichens (Könnte man das sonst vergessen? Selbst wenn man es vergisst, who the fuck glaubt denn noch an Sternzeichen???), dazu die ewigen Beteuerungen, natürlich im Herzen immer ein Gladbacher zu bleiben, und jetzt im Bayern-Fummel rumlaufen.

Nein, ich will das nicht sehen. Ich will lieber meinen Blick auf die nächsten Jugendhoffnungen richten und wieder an das Gute im Menschen, sogar im Fußballspieler, glauben. Auch wenn ich dann enttäuscht sein werde, wenn sich Marko Marin seine Telefonnummer auf die Stirn tätowiert, was ich dann vermutlich nicht mehr lange ertragen muss, weil er dann zu Chelsea wechselt.

Bumsi fährt zur DM

Also ich muss ja ganz ehrlich sagen: Vor ein paar Jahren war DM für mich ja noch die Abkürzung für unsere Währungseinheit oder der Name eines Drogeriemarktes. Aber heute weiß ich es ja viiiiel besser :-)! DM steht für sauviel Spaß mit meinen ganzen Kumpels, denn das ist das Kürzel für die Deutsche Meisterschaft der BMG-Fanclubs. Eigentlich logisch, oder?

So, und gerade bin ich dabei mal wieder mein Überlebensköfferchen zu packen. Das heißt:
1. Zelt (auch wenn ich eigentlich gar nicht schlafe)
2. Fußballschuhe (ich misch mich nämlich heimlich unter die Alles-Fahr-Ladies und zock bei denen mit) und
3. Sonnencreme (man, hab ich mir damals in Polch den Pelz verbrannt)

Für alles andere (also das Füllen meines Bumsi-Bäuchleins sowohl mit festen als auch flüssigen Leckereien) wird ja wie immer reichlich gesorgt sein. Samstag Abend mach ich wieder beim Party-König-Wettkampf mit. Da schnapp ich mir irgendeine nette Bumsiline und dann werden wir dem Zelt mal richtig einheizen *g*. Naja, und den Pokal zum Einzelkämpfer, den hol ich diesmal auch…und dann brauch ich erstmal ne Woche Urlaub :-)!

Also, wir sehen uns in Emmerich!

...goedemorgen, dag, hoe gaat het met jou?, tot ziens ...

Ja, Leute so ist das im Fussball. Kannte ich diese Geräusche bisher nur von meinen Kurzurlauben an der niederländischen Nordseeküste in Domburg und von Länderspielen, so gehören diese Worte seit kurzem zum täglichen Umgangston am und im Borussia-Park. Na gut, denke ich mir, was sich teilweise wie eine Halserkrankung anhört, muss ja keinen schlechten Einfluss auf die fussballerischen Fähigkeiten nehmen und dank unseres niederländischen Trainers bin ich da auch guter Dinge.

Ganz tatenlos wollte ich mich aber meinem Fanschicksal nicht ergeben und habe mich natürlich bei einem guten Freund informiert. Der arbeitet nämlich in Venlo und hat so immer ein Auge und Ohr an der niederländischen "Eredivisie". Seiner Meinung nach solle ich mir nicht so viele Gedanken machen und erst einmal abwarten. Na ja, so wirklich beruhigt hat mich das dann nicht, und so habe ich mich dann selbst ein wenig über unsere neuen Jungs informiert.

Da kamen dann so europäische Spitzenclubs raus wie Roda Kerkrade, Feyenoord Rotterdam oder der SC Heerenveen (Und ich dachte immer, die laufen da nur Schlittschuh!) oder ganz zu schweigen vom AFC Valenciennes aus der französischen Ligue1. Ich möchte jetzt nicht zu schnell über unsere neuen Jungs urteilen und warte daher erst einmal die nächsten Wochen ab. Solange lerne ich weiterhin fleißig mit meinem Freund Niederländisch, in der Hoffung, es in naher Zukunft bei einem europäischen Auswärtsspiel einsetzen zu können!

In diesem Sinne "Tot straks en veel Succes!" Euer Bumsi

Bumsi freut sich auf das Trainingslager

Nachdem ich mich so über die Spieler aufgeregt habe und oftmals geäußert habe, dass ich gerne mit ins Trainingslager fahren würde, hat der alte Esel Jünther mir tatsächlich eine Fahrt nach Bad Kleinkirchheim geschenkt. Ich bin so gerührt, da ich schon so lange kein Geschenk mehr bekommen habe.
Da ich ja ein Glückpilz bin habe ich auch vom 30.06.07 bis zum 07.07.07 Urlaub bekommen, aber ich denke das ich freiwillig was von mir aus Österreich hören lasse. Nachdem der Jünther mir das Geschenk übergeben hat, habe ich mich direkt an den PC gesetzt um erst mal zu gucken wo es überhaupt hin geht.
Auf den ersten Blick scheint Bad Kleinkirchheim nur aus Hotels, Pensionen und Gasthäuser zu bestehen. So, lern ich aber nie die Frau fürs Leben kenne. Ich kann doch nicht von Hotel zu Hotel oder von Hotel zu Pension oder von Pension zu Gasthof laufen und gucken ob da nette Frauen und Männer sind. Da der Jünther ja auch nicht kann bin ich auch allein unterwegs.
Das wird schwierig. Aber die Spieler und ein paar Fans sind ja auch da. Ich werde mich dann an denen orientieren. In die ein oder andere Tasche werde ich wohl passen und außerdem muss ich ja noch ein Hühnchen mit den alten Spielern rupfen und die neuen genau unter die Lupe nehmen – bevor die anderen das wieder vergessen.
Und die Therme habe ich auch ganz vergessen. Da lern ich bestimmt jemanden kennen. Das wird so super. Ich bin schon so aufgeregt und weiß gar nicht was ich alles einpacken soll. Ich glaube ich lasse einfach den Zeugwart packen, der wird schon was für mich dabei haben und außerdem ist es ja noch ein bisschen...

Bumsi beim Friseur

Ach, irgendwie bin ich ja schon seit Wochen unzufrieden! Mein Haar, also mal ehrlich, ich sehe doch aus als wäre ich vor ein paar Jahrzehnten schwer hängen geblieben! Diese gekräuselten Haarmatten trägt doch kein Mensch mehr.

Na ja, gestern bin ich dann endlich tätig geworden und hab mich in einen Friseursalon getraut. Das war zunächst gar nicht so einfach, denn der Laden in dem ich beim letzten Mal war, den gab es nicht mehr, wohl schon seit 20 Jahren, wie man mir mitteilte. Eine neue Besitzerin gab es, aber ich hatte kein gutes Gefühl mich dieser neumodigen Cindy anzuvertrauen. Ich ging weiter und stoß einige Straßen weiter auf Helene`s Haarstübchen. Die Friseurin mittleren Alters erschien mir schon seriöser und so ließ ich mich hier zunächst auf eine gründliche Beratung ein.

Helene machte zunächst ein Foto von mir, um dieses dann in so einen Personal Computer einzugeben. Das kam mir ja alles nicht so ganz geheuer vor. Was würde sie im Anschluss mit meinen Bildern machen? Vor allem als sie mir einige Ergebnisse präsentierte, wusste ich, dass ich hier auch nicht richtig war. Auf einem Bild sah ich aus wie dieser Pille, auf einem anderem wie David Beckham. Das wäre ja im Grunde nicht so schlimm, diese Frisur betonte aber meine hübschen Augen nicht.

Ich verließ den Laden wieder ohne neuen Haarschnitt, „Hier werde ich nicht glücklich“, sagte ich zu Helene. Jetzt seid ihr gefragt! Könnt ihr mir nicht helfen??

Das arme Kind

Ich habe soeben eine Geschichte gehört, die ist so entsetzlich, dass ich sie euch gleich erzählen. Aus beruflichen Gründen musste ich gerade mit meinem alten Arbeitskollegen, dem Kartoffelkäfer auch Aachen telefonieren. Das ist übrigens keine Beleidigung, er ist wirklich ein echter Kartoffelkäfer. Der hat auch nur Stress bei seinem Verein und ist nur am jammern, wie schlimm doch alles ist. Na ja, das ist mit eigentlich aber ziemlich egal, ich habe auch kein weiteres Interesse an seine Leidensgeschichten gezeigt. Mit Jünter, dem Esel, habe ich ja schon einen Pflegefall.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. Ich sage euch, die Geschichte ist so schrecklich, ich bin immer noch ziemlich durch den Wind. Das Ding hat mich umgehauen. Als der Käfer mich fragte, ob es jemanden gäbe, der seine Tochter „Borussia“ genannt hatte. Stimmte ich zu, fügte aber an, dass es sich hierbei um den zweiten Vornamen handele. Ganz stolz erzählte er mir dann, dass sie jetzt ihre erste „ Alemannia“ hätten. Im stillen dachte ich mit, dass es diesen Verein aber schon etwas länger gäbe. Aber nein, er meinte tatsächlich einen lebenden Menschen – ein Mädchen.

Ich konnte es nicht glauben, habe es mir deswegen drei mal bestätigen lassen. Sogar die Geburtsturkunde habe ich gesehen. Mir tut das Kind so leid, gestraft fürs Leben. Aber liebe Alemannia, solltest du einmal in dem Alter sein, in dem Du Dich lieber mit Deinem Zweitnamen „Alina“ rufen lassen möchtest, hiermit weißt du, dass ich auf Deiner Seite bin....

Bumsis Gedicht

Hallo Dichter und Poeten,

da nun ja endlich feststeht, wer in der nächsten Saison mit und gegen uns spielen wird, habe ich mir mal die Zeit genommen, ein Gedicht zu verfassen:

Ich bin ein freundlicher Ball,
Gladbachfans kennen mich überall.

In der "Zeitung" seh’ ich 2. Liga pur,
11.200km durch Deutschland – welch Tortur.

Köln und Aachen mag ich allerdings nicht sehen,
dann fahr ich doch lieber nach Hoffenheim und Wehen.

In Osnabrück und Aue
gibt es garantiert nur Haue.

In Augsburg fahr ich zur Puppenkiste
und geh mit Jim Knopf & Co. auf die Piste.

Von Kopfschmerzen dann geplagt,
geh ich in München auf Löwenjagd.

In Jena wird dann kräftig gefeiert,
in Paderborn hoffentlich nicht nur rumgeeiert.

Offenbach, Koblenz, Mainz werden ganz fein,
von Party zu Party wird gefahren an Main und Rhein.

Auf den Betzenberg rauf wird eine Qual,
bis dort oben wird mein Bier ja schal.

Montagsabends in den Breisgau,
das gibt auf der Autobahn einen Stau.

Und nach Fürth, das ist doch klar,
wird der ungeliebte Termin auch wahr.

Aber egal, ob Freitags oder Montags, wir fahrn
– natürlich wie jedes Jahr – auf die Reeperbahn.

Doch am schönsten ist, und das ist stark,
alle 14 Tage Heimspiel im Borussia-Park.

Bumsi hat frei

Uff, das waren harte Tage! Ich glaube ich habe gefühlte eine Millionen Trikots entflockt und bin dadurch echt erledigt! Aber wie der Zufall so will, steht ein freies Wochenende an. Und wenn ich frei sage, dann meine ich das auch genau so: kein Fußball, keine Party, kein gar nichts, alle mit der Raute im Herzen sind gezwungen, einfach mal nichts, bzw. die Dinge zu tun, die sie schon lange mal erledigen wollten.
Ich hab mir das Wochenende schon konkret verplant, damit ich auch an alles denke. Gleich morgens leg ich los und werde die Fenster putzen. Seit Monaten hab ich das Gefühl, dass das Wetter gar nicht so schlecht ist, wie es von meiner Stube aus aussieht. Danach werde ich mein Auto waschen. Schwarze Autos gefallen mir zwar gut, aber damals, als er noch rot war, gefiel mir mein Wagen auch…
Danach geht’s dann zur Oma, von der ich hoffe, dass sie sich noch an mich erinnern kann.
Abends wird dann der Grill angeschmissen. Wobei ich noch nicht einzuschätzen weiß, ob Grillen tatsächlich spaß macht, wenn kein Fußball in der Kiste läuft und gerade mal kein Fanclub ein Jubiläum feiert. Da ist ja auch wohl auch in der Planung irgendetwas schief gelaufen.
Aber dann kommt mein bester Programmpunkt. Ich werde mich auf mein Sofa legen und werde einfach nicht mehr aufstehen! Außer zum Pipi machen, einnässen ist meiner Meinung nach nicht sonderlich cool.
Ich hoffe ihr entspannt ähnlich schön, euer Bumsi

11 Freunde

Ui! Da bin ich ja völlig baff, ich scheine wichtig zu sein und mich mit meinem Ruf als Kenner des Umfelds rund um unser aller geliebte Borussia durchgesetzt zu haben. Vor kurzem stellte ich der geneigten Leserschaft doch die Frage, ob jemand wisse, wie und ob sich die Öffnungszeiten der Einzelhandelsunternehmen rund um den Borussia-Park an die veränderten Anstoßzeiten der gewechselten Liga anpassen oder nicht.

Und nun lese ich just diese meine Gedanken in einer bekannten Fußballzeitung. Das hellt mein kleines vom Abstiegsschmerz getrübtes Bumsi-Seelchen wieder ein wenig auf. Aber mal im Ernst, Herr Lessenich, fallen Ihnen keine eigenen lustigen Einwürfe für die Gladbach-Spalte in der besagten Zeitschrift ein? Wenn Sie oder Ihre elf Freunde nicht weiter wissen, Bumsi hat immer ein offenes Ohr für Sie und sprudelt auch geradezu über vor satirischen Einfällen und ironischen Geistesblitzen.

Fragen Sie mich einfach, dann müssen Sie nicht mehr abschreiben. Das ist doch was für Drittklässler, und wir sind ja erst in der zweiten.

Ihrer Anfragen harrend verbleibe ich als
Bumsi

Sie ist weg

Sie ist weg! Die Erste. Auf ein Neues! Wieder neu anfangen in der Zweiten! Mit wem? Oder mit wem nicht? Stelle ich mir die Frage nach Spielertypen, die uns zurück ins Oberhaus bringen sollen, welche meine Mannschaft braucht um wieder erstklassig zu sein, gelangen meine Gedanken unweigerlich in eine ferne Zeit.

Für mich einfach unvergessen Brunos Lauf durch das Münchner Olympiastadion. Er bekam am eigenen 16er den Ball an den Fuß und lief los. Meine Augen folgten ihm, und mit jedem Meter den Bruno in die Bayernhälfte vorstieß, wurden diese größer. Mir war so, als würden die Münchner voller Respekt unserem blonden Recken eine Gasse bilden. Was wird sich Jean-Marie Pfaff wohl in diesen Momenten gedacht haben, als er das weiße Trikot und die wehenden Haaren immer näher auf sich zu kommen sah? Bestimmt konnte er es nicht fassen, dass wir Borussen im Begriff sind, sein Stadion zu stürmen! Bruno schoss! Unten links! Pfaff war chancenlos! Tor? Nein! Der Ball knallte an den Innenpfosten! Jetzt aber Tor! Nein! Er rollte auf der Torlinie! Pfaff bereits geschlagen konnte diesem nur noch hinterher schauen! Wie er ins Tor rollt… Nein, unglaublich! Der Ball prallte an den zweiten Torpfosten und wie programmiert Jean-Marie Pfaff in die Arme!
Wir haben dort natürlich (noch) verloren, trotzdem hatte ich damals das Gefühl als Borusse mit erhobenem Haupte wieder gen Westen fahren zu können – nicht als Sieger oder als Tabellenführer. Nicht als erfolgreichster Verein. Nein! Jedoch im Herzen als bester Bundesligaverein – von der Vereinsführung bis zur Ballpumpe!!!

Ob wir dieses Gefühl bald wieder bekommen?

Hoffnungsvolle Grüße, Euer Bumsi

Bumsi räumt auf

Oje, oje… Koordiniertes Aufräumen mit Kopfschmerzen ist echt nicht schön. Da weiß man doch manchmal gar nicht, wo oben und unten ist. Uiuiui. Habe doch gestern bis in die Puppen im Fanhaus den Ligawechsel meiner geliebten Borussia runtergespült. Mein kleines Bumsi-Herz war ganz schön schwer und ich hab auch ein bisschen geweint, aber pssst!!!! Na ja, und jetzt, 10 Stunden später düse ich hier inmitten von den ganzen FPlern mit Kehrblech und Putzeimer rum. Beim Anblick des Fanhauses und des Parkplatzes fragt man sich doch manchmal echt: „Warum machen die Leute denn sooo viel Dreck???“. Die sollen ihr Bier doch trinken und nicht den Boden damit tränken. Wie soll das denn hier aussehen, wenn wir wieder aufsteigen??? Aber jetzt werd ich mich erstmal hier auf nen Hocker werfen und mir mal schön die Zweitligapartien anschauen, dabei immer noch ein bisschen ausnüchtern und mir den Wanst mit Grillgut voll schlagen *g*. Dann kann ich ja schon mal planen, wo es nächste Saison hingeht. Diesmal mit dem Planwagen nach Köln oder im Sonderzug nach Aue? Außerdem noch zwei Kaffeefahrten auf’m Dampfer nach Mainz und Wehen? Achja, das kann ja doch ganz lustig werden im nächsten Jahr. Aber nun geht’s erstmal in die Sommerpause. Viel Spaß in dieser Zeit wünscht euch Euer Bumsi!

Moshimoshi!

Die Tage habe ich ein ganz tolles Geschenk bekommen! Einen richtig tollen Drucker von Kyocera. Nur gab ’s da leider ein kleines Problem, die Anleitung war nur auf japanisch vorhanden. Nun gut, lern ich halt die Sprache, dachte ich mir, japanisch wird ja immer wichtiger, allerorten japanische Hersteller, sogar japanische Spieler und bei uns ein japanischer Sponsor, und hab gleich losgelegt.
Leider kenne ich keinen japanischen Mitbürger und einen ‚sakka-sénshu’ aus dem fernöstlichen Land haben wir auch nicht. Schade… Also bin ich mal in den China-Imbiss bei mir um die Ecke. Japanisch und chinesisch, das ist doch bestimmt wie Bayrisch und Deutsch!
Na ja, weit gefehlt! Die kleine hübsche Bedienung (Ich glaub, die stand auf mich!) musste mir leider eine Abfuhr erteilen und konnte mir nicht weiterhelfen. Japanisch könne ich nur bei einem ‚hojin’ erlernen, aber wer weiß schon, was das ist?
Also ging ich armer kleiner ‚témari’ ohne auch nur ein Wort japanisch gelernt zu haben nach Hause. Würde dieser Nakamuro doch für uns spielen… Ich versuchte mich ohne Anleitung an meinem Drucker, aber wer kann schon ahnen, dass man die Tinte nicht einfach so in das Teil hineinschüttet?
Völlig schwarz (auch vor Ärger) ging ich an diesem Abend in mein Bett. Ich träumte von einer japanischen Schönheit… Diese liebkoste mich jedoch nicht, sondern wies mich nüchtern darauf hin, doch einmal weiter hinten in der Anleitung zu schauen, da stände es auch auf deutsch!
Sayonára!

Da sind sie wieder

Ich habe es kommen sehen! Nachdem unsere Borussia am 22. Spieltag erstmals in dieser Saison den 18. Tabellenplatz einnahm, wusste ich es. Es wird nicht mehr lange dauern und dann kannst Du sie wieder sehen, sagte ich zu meiner Freundin.

Und tatsächlich, letzte Woche war es dann endlich so weit.

Ein ca. achtjähriger Junge kam gut gelaunt und fröhlich pfeifend auf seinem frisch polierten Mountainbike um die Ecke und bog auf meine Heimatstrasse ein. Schon von weitem konnte man es sehen. Ja, es schien fast so, als ob der Junge absichtlich langsam fahren würde, damit es jeder, aber auch wirklich jeder es sehen kann. Nicht, dass ich dem Jungen irgendwelche Vorwürfe machen würde. Nein, es ist sein Elternhaus, welchem ich gerne mal einen Besuch abstatten würde. Ich hätte auch nix dagegen, wenn der Junge ein Trikot von Teutonia Kleinenbroich, Grün-Weiß Holt, Thomasstadt Kempen oder dem STV Horst-Emscher Husaren getragen hätte. Aber muss es denn unbedingt ein Trikot dieser unsäglichen Königsblauen sein? Nach dem letzten Abstieg 1999 waren es Trikots der falschen Borussia, welche mir den Nerv raubten. Tatsächlich habe ich damals sogar an einer Bushaltestelle einen Jungen im gelben Leibchen und der geflockten 11 auf dem Rücken gesehen. Ich hoffe nur, dass es den Bremern oder Stuttgartern gelingt, die Königsblauen noch abzufangen und dann, mein lieber Junge, dann fahre ich mit meinem Borussia-Trikot an dem Haus Deiner Eltern vorbei.

Kahn hats verdient

Was lese ich da auf der Homepage des FC Bayern: „Ich habe mich entschlossen, dass Oliver Kahn zu Hause bleibt und Michael Rensing im Tor steht. Er hat es verdient“, sagte der FCB-Chefcoach.

Ja, wer hat denn nu was verdient? Hat Kahn verdient, dass er zu Hause bleiben darf, oder hat Rensing verdient, dass er im Tor steht? Also, wenn Kahn es sich verdient hat, zu Hause zu bleiben, dann muss das wohl für ’nen normalen Arbeitnehmer so etwas wie ein Überstundenausgleich sein oder so. Wollen die Bayern Herrn Kahn etwa keine Überstunden auszahlen?

Noch kurioser allerdings, dass Rensing es verdient hat, im Tor zu stehen. Eigentlich verdient der doch damit seinen Unterhalt, dass er im Tor steht, und jetzt hat er sich für besonders tolles Im-Tor-stehen verdient, im Tor zu stehen? Häh?

Und wovon soll sich der arme Kerl denn was zu essen kaufen, wenn sein Verdienst aus Im-Tor-stehen besteht? Er kann ja schlecht im Supermarkt an der Kasse sagen: „Ich kann so toll im Tor stehen. Ich stell mich mal für eine Stunde in euer Tor hinten an der Warenannahme, dafür kriege ich dann bitte das Brot und die Wurst, ja?“

Na ja, traurig eigentlich, dass die Bayern offensichtlich vorhaben, mit ihrer B-Elf gegen uns aufzulaufen. Aber wahrscheinlich haben sich unsere Jungs aufm Platz das auch durch besonders gelungenes Auf-dem-Platz stehen verdient. Ich habe es nicht verdient, weder den Abstieg noch eine zweitklassige Bayern-Mannschaft, aber mich fragt ja keiner.

Macht ALDI montags zu?

Es ist soweit, meine geliebte Borussia ist abgestiegen. Nachdem ich die ein oder andere Träne verdrückt und den Spott meiner Maskottchenkollegen schmerzhaft verdaut habe, ist es nun an der Zeit, sich wieder den praktischen Dingen des Lebens zu widmen. Also, Bälle aufpumpen, Schuhe fetten, Trikots waschen, einkaufen…

Apropos einkaufen: Da muss ich jetzt einen ganz neuen Rhythmus finden, oder? In Erstligazeiten habe ich ja am Montagabend meine Einkäufe erledigt, denn samstags war es ja zeitlich immer so knapp, da der ALDI am Borussia-Park um 12:00 Uhr – also dreieinhalb Stunden vor Anpfiff – schloss, um wildes Parken auf dem Parkplatz vor dem Discounter zu verhindern.

Und jetzt? Macht ALDI jetzt montags auch um 16:30 Uhr zu? Und freitags um 14:30 Uhr? Herrgott, wie verwirrend ist das denn? Da wird ja möglicherweise durch diesen ohnehin überflüssigen Abstieg noch die ganze Einzelhandelswirtschaft der Stadt in Mitleidenschaft gezogen.

Ich will mich gar nicht weiter aufregen, aber wissen möchte ich jetzt schon gerne: Macht ALDI montags zu?

Charakter zeigen

Ja, jetzt ist aber mal wirklich Zeit, um Charakter zu zeigen, genau, Jungs. Ein toller Titel fürs Fohlenecho, wirklich. Der Zeitpunkt für dieses Motto ist optimal gewählt. Fast bin ich schon versucht, innerlich den Handball-Hit "Wenn nicht jetzt, wann dann" anzustimmen. Als hätte man nicht vorher schon dreißig Spiele Zeit gehabt hätte, Charakter zu zeigen.
Aber Quatsch, man hat ja einen Charakter gezeigt, zwar nicht den, den ich mir gewünscht hätte, sondern einen, der letztendlich dazu führt, dass man absteigt. Schon komisch, dass man erst kurz vorm Abstieg stehen muss, bevor man von Vereinsseite bemerkt: "O. k., die Spieler müssen nicht nur halbwegs geradeaus laufen können, sondern auch noch charakterlich zum Verein passen, sie müssen Willen, Einsatz, Kampfgeist und eben Identifikation mit dem Verein zeigen."
Vielleicht sollte sich der Verein mal ein Beispiel an meinem Charakter als Fan nehmen: Ich stehe immer 100%-ig zu meiner Borussia, ich bin ehrlich, ich nehme für Borussia alles auf mich, stelle alles andere in meinem Maskottchen-Leben zurück und bin extrem leidensfähig. Und mich muss man nicht erst dazu auffordern, Charakter zu zeigen, ich habe Charakter.

Traurige Grüße, Euer Bumsi

Bargeld lacht

Tja, viel Positives kann man vom Spiel in Hannover nicht berichten, leider. Ach ja… Aber trotz der Niederlage meiner geliebten Borussia gab es doch eine Wende zum Besseren in Hannover. Gut, wir werden in den nächsten Jahren nichts davon haben, aber vielleicht ist ja Hannover hier Trendsetter (Eigentlich zwei Wörter, die sich gegenseitig ausschließen, Hannover, Trendsetter…) und von Hannover aus verbreitet sich wieder die Barzahlung in deutschen Stadien. Ja, richtig, die Barzahlung.

Den Getränkekonsum prinzipiell verweigernd, wenn ich mir erst für teuer Geld so eine überflüssige Aufladekarte „leihen“ muss, hatte ich mich trotz der nach Flüssigkeitszufuhr verlangenden Temperaturen auf ein getränkefreies Spiel vorbereitet. Doch dann, Barzahlung war möglich, überhaupt kein Problem.

Ob es vielleicht daran liegen mag, dass es bei „Kartenzahlung“ diverse Trinkverweigerer in anderen Spielen gegeben hat, was im Getränkeverkauf zu desaströsen Umsatzeinbußen führte? Hat man vielleicht erkannt, dass je schikanöser der Zugang zum Bier gestaltet wird, desto weniger auch konsumiert ergo bezahlt – mit welchem Zahlungsmittel auch immer – wird?

Schön, dass man auch in Hannover zu der Erkenntnis gekommen ist: Bargeld lacht. Dann schmeckt auch wieder das Bier.

Prost meint dazu euer Bumsi.

Auswärtsüberraschung

Mensch Leute, braucht Ihr eigentlich auch immer so lange um Euch von den Spieltagen zu erholen. Ich knabbere immer noch an dem vorletzten Wochenende. Da gewinnt doch der VfL Bochum 4-1 in Leverkusen. Ich habe gedacht: „Bumsi, Du guckst nicht richtig!“. Da werde ich doch nachdenklich. Vor allem frage ich mich: „Mensch, wann haben wir eigentlich das letzte Mal auswärts so eine richtig dicke Überraschung gelandet?“ Bei einem Top 8 Club der Bundesliga einen Auswärtssieg gelandet? So ein Spiel wo man vorher ohne große Hoffnung hinfährt, wie in Schalke oder in Leverkusen, Stuttgart, Bayern, Bremen. Dortmund und Hamburg kann man hier zumindest in der letzten Saison auch aufführen. Also ich muss schon lange, lange zurückblicken. Und glaubt nicht, nur weil mein guter Freund Jünter mich als offizielles Maskottchen der Borussia abgelöst hat, würde ich den Weg meiner heißgeliebten Borussia nicht mehr verfolgen. Nein, nach wie vor bin ich bei jedem Spiel. Meistens treffe ich die alten Leute, die mich noch kennen am Bierstand.

In Stuttgart hat es voriges Jahr fasst geklappt, dann hat in der letzten Minute unser Jeff kurz den Überblick verloren. Mit gutem Willen kann man Anfang 02/03 das 2-1 bei Hertha in diese Kategorie geben aber so richtig, zählt das auch nicht. Beim Nachschlagen habe ich jetzt ein Spiel entdeckt 97/98, 2-1 in Doofmund, Torschützen Pflipsen und Pettersson, 10 Jahre her. Uff.

Halt, da fällt mir doch ein Spiel ein. In Leverkusen hätten wir 02/03 fast gewonnen, hätte Bierofka sich in der Schlussminute nicht den Ball mit der Hand zum Tor vorgelegt. Also, doch alles nur die Schiris schuld.
Naja, es nutzt ja nix. Ich werde weiter jedes Spiel fahren. Vielleicht geht ja am Samstag… Ach lassen wir das, passiert eh nicht!

Tschüss. Euer Bumsi

Bumsis Fahnenpass

Also Fahnen waren ja immer schon mein Traum, toll, wenn alles so prächtig in unseren geliebten Farben schwarz und weiß und grün erstrahlt. Ja, Kinder, früher, damals, lang ist’s her, da war die Fahne das Fanutensil überhaupt, der Traum jedes Acht- bis Zwölfjährigen. Da war jeder Spieltag Fahnentag, logisch!

Und jetzt weiß ich in der Zeit der modernen Fanartikel wie per Fremd- oder Eigenspeichel aufklebbarer Tattoos etc. gar nicht, ob alle noch eine Fahne haben, die sie mitbringen könnten. Selbst ich müsste ja schon lange suchen, bis ich mein altes Fähnlein fände. Was aber, wenn das der ein oder andere falsch versteht und sich vor dem Spiel unter Zuhilfenahme diverser Getränke seines frischen Atems zu entledigen versucht, um sich mit einer Fahne der ganz besonderen Art zu schmücken? Ach, ich glaube, ich weiß schon: Das sind bestimmt genau die, die dann bei den Fanbeauftragten den Fahnenpass beantragen müssen, um unbehelligt ins Stadion zu kommen. Ich glaube, ich nehme zwar auch meine Fahne mit, aber geh lieber vorm Spiel noch auf eine Erfrischung ins FanHaus und beantrage hiermit schon mal sicherheitshalber Bumsis Fahnenpass. Vielleicht bringt ja die „doppelte Fahne“ Glück...

Euer Bumsi!

 

Am frühen Sonntagnachmittag konnte ich in einer Sportsbar in Hannover das Match VFL Osnabrück vs. FSV Frankfurt verfolgen, und das hat mir dann doch fast einen Lederlappen aus meiner Haut gehauen. Die erste Hälfte war langweilig, doch mit einem Handelfer direkt vor der Pause, getreten von Cichon, ging Osna mehr als glücklich in Führung. Jener Cichon war es übrigens, der mit seinem 1:1 gegen Hertha einen der wenigen Rekorde des Clubs aus der Stadt mit der großen Kapelle beendete, 1034 Minuten ohne Tor.

Zurück zum eigentlichen, denn der Aufsteiger aus Hessen schaffte es bis zur 75. mit 2:1 in Führung zu gehen, musste aber dann mit zehn Mann weitermachen und Herr Cichon durfte seinen zweiten Elfer schießen. Links vorbei, der FSV in Führung, aber in Unterzahl. Dann wird hektisch gewechselt, Pele Wollitz bringt u. a. Sykora, der in der 87. das 2:2 macht. Und dann kommt Schiri Bandurksi aus Essen und gibt in der 92. Minute noch einen weiteren Elfer, aus meiner Sicht war jeder der drei Strafstöße zumindest fragwürdig. Und diesmal trifft Herr Cichon wieder.

Ganz ehrlich, Fußball lebt von seinen Emotionen (Ich zahl auch ins Phrasenschein.), aber jetzt werden wahrscheinlich Offizielle und Spieler wegen ihren Äußerungen drei Minuten nach dem Spiel bestraft und gesperrt. Da fällt es einem aber auch einfach schwer zu sagen "Der Unparteiische lag eventuell mit seinen ansonsten durchaus akzeptablen Entscheidungen in wenigstens einer Situation nicht mit mir auf einer Wellenlänge, aber wir werden das, nachdem wir unseren Namen getanzt haben, bei einem frischen Kräutertee wie Männer besprechen und auf der Homepage feststellen, dass der Schiri Recht hatte.“

Kopfschüttelnd, Euer Bumsi

 

Geliebte und ungeliebte Ex-Borussen

Das Wiedersehen mit alten Borussen ist doch immer etwas Besonderes. Auf einige ehemalige Spieler freuen wir uns. So wie etwa jetzt auf Mikael Forssell, der jetzt bei Hannover 96 kickt. Nun ja, die Wiedersehensfreude geht nicht so weit, dass wir uns wünschen, dass er so auftritt wie bei uns 2003 und den Hannoveranern den Klassenerhalt sichert, und ein Tor gegen die Borussia muss nun auch nicht sein. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass es auch aus dem Gästeblock in der AWD-Arena Mikael-Forssell-Rufe erschallen werden.

Einen solch freudigen Empfang wird ein anderer ehemaliger Borusse am nächsten Wochenende beim Heimspiel gegen die Hertha sicher nicht erleben. Kenner der Szene erinnern sich noch an diesen Kicker zu Zeiten, als er bei den Amateuren auf der Alm oben am Bökelberg gegen die Kugel trat und dabei von seinen lederbemantelten – fußlang versteht sich – Kumpels Alexander Grebenoschko und Alexander Netchiporouk bejubelt wurde.

Warum auch immer es dieser junge Mann aus unserer ehemaligen Russen-Connection geschafft haben mag – die anderen verschwanden in dem schwarzen Loch der hoffnungsvollen Talente in einem Paralleluniversum jenseits unserer Zeitleiste – er hat keinesfalls unsere Sympathien. Er wusste die Ehre, die es bedeutet, die Raute auf dem Herzen zu tragen, nicht zu schätzen. Er verhöhnte seine ehemaligen Fans als Spieler der Pillendreher. Er wechselte zwar zu Liverpool, aber dann wieder zu einem deutschen Verein, der nun eigentlich nicht würdig ist, die Hauptstadt dieses Landes zu vertreten.

„Lieber“ Andrej Voronin, sei gewiss, dein Empfang im Borussia-Park wird kein herzlicher sein. Man soll ja niemandem was schlechtes wünschen, aber es wäre für alle Beteiligten sicherlich besser, wenn du gar nicht erst im Kader wärst. Und falls doch, sagen wir jetzt schon mal: Auf Nimmerwiedersehen!

Das 1000. Schaf hieß Harald...

Langfristig denken …
… so heißt es doch immer. Unternehmen machen Langfristplanungen, Politiker wollen langfristig die Energieversorgung sichern oder Global Warming verhindern und Forscher führen Langzeitstudien an Mensch oder Tier durch. Fußballvereine denken ähnlich. Unsere Borussia will mittelfristig in die obere Tabellenhälfte und langfristig sogar ins internationale Geschäft. Bravo! Fußballprofis sind schlau, denn auch sie befleißigen sich des langfristigen Denkens. Sie sind immer ganz begeistert, wenn sie bei einem Verein „mit Perspektive“ beschäftigt sind. Oft gefällt Ihnen diese Perspektive sogar so gut, dass sie bei diesen Vereinen langfristige Verträge unterschreiben.
Marcell Jansen gefiel vor einem Jahr die Perspektive in München; deshalb ging er – mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet – dorthin. Nach nur einem Jahr zieht es ihn jetzt in den hohen Norden, wo er wieder einen langfristigen Vertrag bekommen hat. Hier hat er jetzt eine ganz andere Perspektive: keine nah gelegenen Berge, dafür ganz viel flaches Land und Seeluft. Was mag ihn nur zu diesem Perspektivwechsel bewogen haben? Bis auf die Buddhas war in München auch schon vor einem Jahr alles so, wie es jetzt ist: Ein riesengroßer Kader mit viel Konkurrenz; und speziell „sein“ Konkurrent, dieser Philip Lahm, war ja auch schon letzten Sommer da.
Hätte er mal mich gefragt, was ihn in München erwarten würde! Da hätte er sich ein Jahr Misserfolg ersparen können. Zu allem Überfluss ist nun auch noch sein Marktwert um ein paar Millionen gefallen, wie man so hört. Was das alles mit langfristig intelligentem Denken und Handeln zu tun haben soll? Keine Ahnung! Naja, ich muss es ja auch nicht begreifen. Unsere Borussia hat vor einem Jahr ein ganz gutes Geschäft gemacht und jetzt verdienen wir ja auch wieder mit ... das ist langfristig intelligent.

Wieder kein Heimspiel

Auslosungen im DFB-Pokal habe ich früher voll Vorfreude erwartet. Das hat sich grundlegend geändert. Heutzutage sitze ich mit schlotternden Knien vor dem Fernseher. Das Schlottern resultiert weniger aus Angst vor den möglichen Gegnern, sondern vielmehr aus der immer wieder enttäuschten Hoffnung, endlich mal ein Pokal-Heimspiel im Borussia-Park erleben zu dürfen.

Gestern war es dann wieder soweit. Natürlich ein Auswärtsspiel. Und dann nicht irgendeins, sondern quasi „worst case“, nach Cottbus, und das mitten in der Woche. Es ist doch wirklich zum Mäusemelken. Nicht nur unsere Partie, die ganze Ziehung war eine einzige Enttäuschung. Dass Poschi dann versucht, dem FC Oberneuland Wolfsburg als großartigen, attraktiven Gegner schmackhaft zu machen war genauso misslungen, wie Aue gegen Bremen als überaus interessante Begegnung zu bezeichnen.

Selten war eine DFB-Pokalauslosung langweiliger. Auch Bayern gegen Nürnberg wäre nur interessant gewesen, wenn das Spiel in Nürnberg stattgefunden hätte, aber den Bayern war mal wieder der sprichwörtliche Dusel hold. Wir warten auf den Tag, an dem das Losglück zu uns zurückkehrt. Wenn wir Cottbus schlagen, können wir weiter auf ein Heimspiel hoffen.

Schlechte Idee, Leverkusen...

Freudige Ereignisse und Erfolge feiert man gerne mit seinen Freunden. Freunde kann man sich ja im Gegensatz zu Verwandten aussuchen, deshalb macht das Feiern dann auch meist unbeschwert Spaß. Leider rufen freudige Ereignisse und Erfolge immer auch Leute auf den Plan, die gerne mit einem befreundet wären, die aber in Wirklichkeit keiner leiden kann.
Sicher, das sind im Grunde genommen bemitleidenswerte Kreaturen, aber oft ist es ja so, dass sie sich ihre Unbeliebtheit selbst zuzuschreiben haben. Meist handelt es sich um Angeber, Besserwisser, Lautsprecher oder Feiglinge. Oder um Bayer Leverkusen. Dieser Club versucht nun, durch eine Anzeige im Mönchengladbacher Lokalteil der führenden Tageszeitung und im aktuellen FohlenEcho mit Glückwünschen zum Aufstieg sein dauerhaft schlechtes und unsympathisches Image als – neben Wolfsburg – ungeliebtestes Kind des Profifußballs abzulegen.

Liebe Leverkusener, schlechte Idee, das weckt keinerlei Sympathien, sondern manövriert Euch nur noch weiter in die Ecke der Kinder, mit denen keiner spielen will. Seid gewiss, solltet Ihr – hoffentlich bald – absteigen, werden wir auch inserieren: „Lebt wohl, um zu verschwinden. Für immer, Leverkusen! Die Fohlenelf gratuliert Bayer Leverkusen zum Abstieg und hofft auf das Versinken im Nirwana der bedeutungslosen Clubs.“

Große Ziele...

Nun, so langsam kann man sich ja Gedanken machen, wie die nächste Saison für Borussia laufen wird. Innerlich bereite ich mich schon mal wieder auf die ein oder andere Auswärtsschlappe vor, auf den Klassenerhalt im Sommer 2009 hoffe ich natürlich schon. Wer nicht…

Die letzten Jahre meiner geliebten Borussia haben mich bescheiden werden lassen. Tradition hin oder her, alte Erfolge sind kein Garant dafür, dass man ein Abo auf die Bundesliga oder das internationale Geschäft hat, und die Vereinspolitik der letzten Jahre hat gezeigt, dass wir uns lieber wieder darauf besinnen, Stars hervorzubringen und sie nicht zu kaufen

„Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser geht es ohne ihr.“ Das ist wohl eher das Motto unserer Freunde aus der Stadt mit der großen Kirche, die selbige mal wieder nicht im Dorf lassen. Denn mit dem Ziel Klassenerhalt könne man keine Kräfte freisetzen. Aha. Ein Mittelfeldplatz wird angestrebt.
Jetzt muss man allerdings sagen, dafür dass sie in Köln ja den Fußball erfunden haben, die Stadt der Mittelpunkt der Welt ist und es sich natürlich um den beliebtesten Klub des Universums handelt, nimmt sich auch ein Ziel wie „Mittelfeldplatz“ relativ bescheiden aus. Wahrscheinlich war der „Startrainer“ mal gerade nicht medikamentös benebelt, sonst wäre ganz klar der Gewinn der Champions League ausgelobt worden...

Perspektive Hoffenheim

Fohlenelf! Das war in den 70ern der klangvolle Name unserer Borussia und Zeichen dafür, dass wir mit jungen hungrigen Spielern frischen, begeisternden Fußball gespielt haben. Und man mag es nach der fragwürdigen Personalpolitik der letzten Jahre kaum glauben, aber es sieht so aus, als wären wir wieder auf dem Wege zurück dahin.
Richtig tolle Talente haben wir in unserem Club, das bekannteste von allen ist wohl unser Wirbelwind Marko Marin. Da haben unsere Jugendscouts richtig gute Arbeit geleistet. Aber natürlich sind auch die Scouts anderer Clubs unterwegs und suchen nach jungen Talenten.
Selbstverständlich auch in Hoffenheim. Entgegen allen Beteuerungen des Club-Mäzens Dietmar Hopp kann ich allerdings nicht glauben, dass die jungen Spieler aus Begeisterung für den Verein TSG 1899 Hoffenheim oder wegen der grandiosen sportlichen Perspektive dorthin wechseln. "Es stimmt nicht, dass wir in jedem Fall mehr zahlen.“ verkündet Herr Hopp.
Rechtfertigung misslungen, lieber Didi, „nicht in jedem Fall“ heißt, dass ihr halt meistens doch mehr zahlt als andere und ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass ihr nichts anderes seid als ein neureiches Krebsgeschwür des Fußballkommerzzeitalters.

Ein Herz für Fußballfans

Im Fußball wird heutzutage richtig Geld bewegt, wer wüsste das nicht? Die wenigsten Vereine können es sich leisten, auf finanzstarke Sponsoren zu verzichten. Eigentlich nur der FC Barcelona, dessen Brust nicht Name und Logo eines internationalen Wirtschaftsunternehmens zieren, sondern der stattdessen für einen guten Zweck, für Unicef, Werbung läuft.

Vielleicht hat sich der VfL Wolfsburg ja die Katalanen zum Vorbild genommen, als man entschied, eine Halbsaison mit „Ein Herz für Kinder“ auf dem Leibchen aufzulaufen. Nette Idee, könnte man meinen… Nur, dass in Wolfsburg zu Gunsten der Aktion quasi auf nichts verzichtet wird. Denn trotzdem bekommt der Werksclub 15 Mio. von VW. Also eigentlich 30 Mio., wenn man das auf die Saison hochrechnet? Komisch, dabei interessiert die Brust eines Wolfsburger Spielers nicht wirklich jemanden in der deutschen Fußballwelt, weil halt Wolfsburg schon an und für sich niemanden interessiert.
15 Mio., damit ist Wolfsburg nach den unvermeidlichen Bayern an zweiter Stelle, was das Trikot-Sponsoring angeht. Wenn ein Verein derartig künstlich von einem Konzern nach oben gepuscht wird, kann man ja nur hoffen, dass der Fußballgott ein Erbarmen hat und den VW-Verein in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lässt, in die er gehört. Vielleicht zeigt der Plastik-Club ja mal „Ein Herz für Fußballfans“...

Fußball im Free-TV

Fußball im Fernsehen, das ist ein Thema, welches mich seit Jahren bewegt. Klar, in meinem Alter kann man nicht mehr zu jedem Auswärtsspiel reisen, da bin ich glücklich, wenn ich in meinem alten schwarzweißen Loewe Opta wenigstens in der Sportschau ein paar Bilder der Borussia genießen kann.

Jetzt streiten sich also die DFL, das Kartellamt und die Vereinsfunktionäre um die beste Vermarktung der Bundesliga im TV. Die einen – DFL und Vereinsfunktionäre – wollen mehr Geld verdienen, die anderen – Kartellamt und Verbraucherschützer – wollen möglichst viel Fußball frei zugänglich auf die Flimmerkiste bringen. Hört sich kompliziert an, muss es aber nicht sein.

Heribert Bruchhagen von den Frankfurtern kommentierte die Entscheidung gegen die weitere einnahmenträchtige Vermarktung mit: „Wenn wir weniger Einnahmen haben, geben wir weniger aus.“ Schön, dass es im Profigeschäft noch Entscheidungsträger gibt, die auf diesem Niveau argumentieren, so à la: „Wenn es regnet, warten wir auf den Sonnenschein.“ Oder: „Wenn Schokoladeneis aus ist, nehme ich Vanille.“

Hoffentlich denken unsere Funktionäre bei Borussia in etwas komplexeren Zusammenhängen. Und ansonsten freue ich mich auf die Sportschau und fiebere einer – hoffentlich! – Wiederbelebung des Fußballballetts entgegen.

Schönes Wochenende!
Euer Bumsi!

Tour de Farce

Was hatte ich mich auf diesem Sommer gefreut. Nach dem Finale in der Bundesliga die Euro gucken, anschließend in Wimbledon mitfiebern, und vor den Olympischen Spielen die Etappen der Tour de France verfolgen.

Aber nee Kinder, auf diese Spritztour hat ja mittlerweile niemand mehr Lust. Und wohl nicht nur ich. Radfahren ist bei uns so was wie der Volkssport Nr. 1, ein Fahrrad hat so ziemlich jeder vor der Tür stehen, aber dabei zugucken mag mittlerweile kaum noch jemand. Man weiß ja nie, ob der Fahrer in Gelb morgen noch dabei ist oder bei seinem Hausarzt Fuentes einen Termin wahrnehmen muss. Und ob der Erste auch wirklich der Sieger ist oder 2 Tage später der allerletzte. Und was habe ich vor ein paar Jahren noch mit Jan Ullrich und Erik Zabel mitgefiebert und mich über die Erfolge des Teams in Magenta gefreut. Aber heute? Nee, da trete ich doch lieber selber in die Pedale und dope mich mit einem Radler und warte auf die Spiele in Peking.

Sommerloch

Habe ich was verpasst? Ist doch Sommerpause, oder? Zumindest steht in der Zeitung noch keine Bundesligatabelle, also muss doch Sommerpause sein, oder? Aber – ich Idiot! – es kann ja gar keine Sommerpause sein, denn es ist ja auch gar kein Sommer. Da gebt ihr mir doch wohl recht.

15° Grad, Regen, nasskalt und windig, das ist kein Sommer, egal was der Kalender sagt. Juli soll das sein??? Igittigittigitt.

Da bekommt das Wort Sommerpause eine ganz neue Bedeutung, mit Fußball hat das gar nix zu tun! Es heißt, dass der Sommer eine Pause macht. Na, dann hoffe ich mal, dass er seine Stullen bald aufgegessen hat. Derweil setze ich mich ins Volksbad auf die Wiese und gucke zu, wie die Regentropfen Kringel auf dem Wasser machen.

Dauerkarten

So, nun gibt es also einen neuen Rekord bei Borussia zu vermelden: 26.000 Dauerkarten sind verkauft worden. 26.000 Fußballinteressierte sind also eine freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen, die Borussia zu Hause durch diese sicher nicht ganz so einfache Saison zu begleiten.

In der zweiten Liga waren es in der letzten Saison immerhin auch über 18.000 Fans, die ein Saisonticket erworben haben, in der letzten Bundesligasaison 25.200. Da stelle ich mir schon ein bisschen die Frage, wo das noch hinführen soll.

Warum? Tja, die geschäftsfördernde Kraft eines Abstiegs darf man nicht unterschätzen. Wenn wir immer wieder erst absteigen und dann direkt wieder auf und in der Bundesligasaison nach dem Abstieg jeweils 800 Dauerkarten mehr verkaufen, dann brauchen wir noch 35 Abstiege bis der Borussia-Park mit Dauerkarten ausverkauft ist. Ich werde das in 70 Jahren, also in der Saison 2078/79, noch mal überprüfen.

Doppel-Bindestrich

Es ist ja nun mittlerweile wohl jedem klar, dass unter Christian Zieges sportlicher Leitung die Zeit der Elbers und Insuas vorbei ist. So wundert man sich kaum über die Verpflichtung unbekannter Fußballer, vielmehr vertraut man auf Herrn Zieges Gespür und deren fußballerisches Können.

Nun also Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Ein zweifacher Doppelname, das ist doch mal was neues und ist auch eine schöne Herausforderung für den Beflockungsservice. Dass Jan-Ingwer ein Bindestrichfetischist ist, kann man auch an seinem ersten Verein erkennen, am TSV Bollingstedt-Gammellund. Hoffen wir mal, dass es für ihn dann bei uns nicht Borussia-Mönchengladbach heißt…

Die fußballerischen Highlights in Jan-Currys… äh… Ingwers Karriere lassen trotz Champions League mit den Pillendrehern noch durchaus Spielraum nach oben. Wenn Jan-Ingwer als absolutes Highlight ein mäßig interessantes Bundesligaspiel gegen den Hauptstadtclub ansieht, dann wollen wir ihm in Gladbach doch zeigen, dass der Fußball an und für sich mehr zu bieten hat, als Bangen um UEFA-Cup-Teilnahme vor 25 mitgereisten Leverkusenern…

Willkommen, Jan-Ingwer, am Niederrhein, bei Borussia, da wo Fußball nicht nur gespielt, sondern gelebt wird.

Tickets

Morgen wird wieder so ein Tag sein. So ein Tag, an dem man weiß: Hier geht heute nix. Damit meine ich nicht das Sportliche. Wenn Jogis Mannen auf die Türken treffen, können wir schon hoffen, dass sportlich einiges geht. Aber für die Fans, die in Scharen vor dem Basler Stadion um Tickets kämpfen werden, wird absolut nix gehen.

Wohlgemerkt, ich spreche hier von echten Fans, egal ob nun türkischer oder deutscher Nationalität. Natürlich wird es vor dem Stadion freundliche Mitmenschen geben, die einem noch den Erwerb einer Einlassberechtigung ermöglichen würden, aber zu welchem Preis? Und das ist genau das Problem: Die Preise werden für Fans völlig inakzeptabel sein, aber es werden massenhaft sensationshungrige Eventbesucher – natürlich auch im frisch gekauftem Trikot und Schal – anwesend sein, die einfach jeden Preis bezahlen.

Und dabei wären die echten Fans im Stadion wesentlich besser aufgehoben. Vielleicht sollte ich bei der UEFA mal anregen, dass die Eventfans doch vielleicht alternativ am Wettbewerb für bescheuerte Kopfbedeckungen teilnehmen können. Von bescheuerten Hüten haben sie nämlich meist mehr Ahnung als von lautstarker Unterstützung.

Große Rhetoriker

Nun sind ein paar EM-Spiele ins Land gegangen, und ich habe sie mir – Borussia spielt ja zur Zeit nicht – vor dem Fernseher alle angeschaut. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die Spiele lösten nicht wirklich eine Fußballeuphorie bei mir aus.

Wesentlich dazu beigetragen haben auch die Kommentatoren des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Neulich bereits echauffierte ich mich ein wenig über die Verkümmerung der deutschen Sprache, aber das ich dies nun auch von unseren Fernsehkommentatoren hören muss… Wolf-Dieter Poschmann sprach bei der Partie Schweiz vs. Tschechien von „einer Situation wie Bierhoff“, Béla Réthy im Deutschlandspiel von „einer Ecke wie Schweinsteiger.“ Für Steffen Simon spielt Cristiano Ronaldo auf links wie in Chelsea(?) und Beckenbauer unterhält sich auf der Tribüne mit Michael(?) Platini.

Da kann man nur empfehlen: Wenn das Spiel in Klagenfurt stattfindet, könnte man ja vorher noch im Wörthersee fischen gehen (*kalauer*). Und wenn man an einem anderen Spielort ist, empfiehlt sich vielleicht mal der Genuss einer Buchstabensuppe…

 

EM

Nu is se also rum, die Vorrunde der Euro 2008. Auf Einladung meiner beiden Maskottchenkollegen Trix & Flix war ich auch ein paar Tage vor Ort, deswegen habt Ihr auch so lange nix mehr von mir gehört.
Und wer hat es alles geschafft bzw. nicht geschafft? Trix & Flix waren schon sehr traurig, dass ihre Teams bereits in der Vorrunde ausgeschieden sind, das hatten sie sich anders vorgestellt.
Die türkischen Fans haben mich bis jetzt schon zweimal mit Ihren Hupkonzerten vom Schlaf abgehalten, die Kroaten genauso, und eins der beiden Fanlager wird am Freitag wieder mit dem Autocorso durch die Stadt fahren. Gegen die Portugiesen sind wir ja dran, vielleicht schafft es unser Olli ja wieder, kurz vor Schluss das Spiel zu entscheiden, gegen Österreich war er ja schon knapp davor.
Etwas unglücklich rausgeflogen sind die Tschechen, bis zur 75. Minute sahen sie noch wie der klare Sieger aus. Und wenn Mutu in der 81. gegen Italien den Elfer verwandelt hätte, wäre neben dem Vizeweltmeister auch der Weltmeister raus gewesen. Oder die Holländer hätten Rumänien gewinnen lassen können, haben sie aber nicht. Wenn sie jetzt im Halbfinale gegen Italien verlieren, sind sie selber Schuld.
Und der Europameister? Ohne Punkte und mit nur einem Tor sind die Griechen rausgeflogen, tja, da wird aus Rehakles wieder Torhagel.

Und wer wird nun Europameister? Ja, die Portugiesen spielen stark, eindrucksvoll auch die Holländer und Spanier, trottzdem tippe ich auf ein Endspiel Deutschland vs. Italien, weil es halt oft so kommt, wenn sie die Vorrunde überstehen. Und dann kommt die Revanche für 2006…

Neuzugänge

Was ist das schönste an der Sommerpause? Die Spekulationen über Neuzugänge für die neue Saison natürlich, was sonst? Ich studiere regelmäßig die Tageszeitungen, die einschlägigen Fachmagazine und die entsprechenden Internetseiten.

Und ich muss zugeben: Unsere sportliche Leitung bei Borussia hat mich – wieder mal – überrascht. Keinen der bisher vermeldeten Neuzugänge hatte ich auf dem Zettel, geschweige denn, dass ich von ihnen – mal abgesehen von Matmour – überhaupt schon mal gehört hatte.

Jaures, ein französischer Verteidiger, Alberman, ein israelischer Mittelfeldspieler? Da fragt man sich schon, wie Borussia solche Leute aus dem Hut zaubert und woher die Überzeugung resultiert, dass sie uns helfen könnten. Da möchte ich ja die Reisekostenabrechnungen unserer Scoutingabteilung gerne mal inspizieren. Kommt noch ein mongolischer Angreifer? Ein equadorianischer Torwart? Ein vietnamesiches Ausnahmetalent?

Egal, seit Rob Friend – ein kanadischer Mittelstürmer??? – habe ich Vertrauen in jede noch so absurd erscheinende Verpflichtungen. Allemal besser als ein Insua, ein Elber oder ein Delura.

Bad Lipp....waaas?

Die Wanderschuhe waren eingefettet, der Rucksack fest verschnürt und die Vorfreude auf Kaiserschmarrn, Puntigamer und Germknödel war groß, als überraschend das Trainingslager in Kärnten abgesagt wurde, Nun gut, kurzerhand habe ich meine Englischkenntnisse aufgefrischt, mir noch ein paar alte Aufzeichnungen von „Dallas“ und „Denver“ angeschaut, um mich mit der texanischen Lebensart vertraut zu machen, und dann?

Wieder waren die Vorbereitungen umsonst, und ich bin ehrlich gesagt langsam ein bisschen sickig geworden. Und jetzt verblüfft Borussia mit der Meldung: „Trainingslager in Bad Lippspringe!“ Nichts gegen Bad Lippspringe, das ist ein heilklimatischer Luftkurort mit Planetenweg und Themengottesdiensten, aber soll ich mich auf einen Trainingslagerbesuch dort freuen? Von Abenteuer, Urlaub, Spannung keine Spur mehr.

Von mir aus hätten wir dann auch direkt in Hückelhoven, Hochneukirch oder Holzheim trainieren können. Na ja, ist ja auch egal, wenn es dem Klassenerhalt in der Bundesliga dient, bitte schön. Aber enttäuscht bin ich trotzdem.

Bundesverband

Nun ist ja derzeit der Milchboykott und der Bundesverband der Milchviehhalter in aller Munde. Mich schreckt dabei nicht der Gedanke an leere Kühlregale (Milch gehört eh nicht zu den von mir favorisierten Getränken…), aber mich fasziniert, dass es einen Bundesverband der Milchviehhalter gibt.

Flugs gab ich mal „Bundesverband“ in meine bevorzugte Suchmaschine ein und 4.330.000 Treffer dokumentieren, dass es im Prinzip für fast alles einen Bundesverband geben muss. So gibt es z. B. den Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, den Bundesverband Rettungshunde, den Bundesverband Psychatrie-Erfahrener und natürlich auch den Bundesverband Porenbetonindustrie.

Nach einer gewissen Zeit langweilte mich das Lesen absurder Bezeichnungen für Bundesverbände und ich hätte das alles schon längst wieder vergessen, wäre nicht just heute der absurdeste aller Bundesverbände durch die Zeitungslektüre in mein Leben getreten. Zu den durch das Unwetter beschädigten Autos äußerte sich nämlich der Vorsitzende des „Bundesverbands für Dellenentfernung ohne Lackieren“.

Also wenn man wirklich einfach für alles einen Bundesverband gründen kann, dann gründe ich jetzt den Bundesverband der ausrangierten Maskottchen von Fußballvereinen. Den gibt es nämlich tatsächlich noch nicht…

"Ich geh' Borussia"

Früher fand ich umgangssprachliche Kuriositäten amüsant. Es erschien mir damals nicht so, als ob der Verfall der deutschen Sprache damit einherging, im Gegenteil. Grammatikalische, orthographische und phonetische Ausrutscher waren liebenswerte Ausnahmen, nicht die Regel.

Gerne erinnere mich an eine Begebenheit vor gut 20 Jahren, als ich auf der Rolltreppe im Mönchengladbacher Kaufhof gen Untergeschoss – in dem sich damals noch die Lebensmittelabteilung befand – fuhr, vor mir zwei füllig beleibte Damen in damals modernen kleingeblümten Kleidern. Am Fuße der Rolltreppe sprach die eine Dame zur anderen: „Waat enns hä op misch, isch geh ma eben am Fleisch.“

Jetzt wurde ich beim Einkaufen wieder Zeuge einer sprachlichen Entgleisung, die mich allerdings nicht nur amüsierte, sondern auch nachdenklich machte. In der Obst- und Gemüseabteilung des Supermarktes meines Vertrauens fragte der eine jugendliche Mitarbeiter seine ebenfalls jugendliche Kollegin: „Warst du schon Pause?“ Aber wenn man sich so umhört, ist diese Reduktion, das Auslassen von Artikeln und Präpositionen, leider nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.

Da sagt Bumsi nur: „Kommst du mit Fußball? Ich gehe immer Borussia.“

Olli

Nu isser fott, der Olli… Nein, nicht unser Olli, der ist zwar auch fott und zwar zur EM, aber er kommt ja wieder. Und zwar hoffentlich unverletzt und in Topform. Nein, ich meine den anderen Olli, den aus München. Olli und Otti sind nun beide Geschichte und werden in die Annalen der Bayern eingehen.

Und nicht nur in die Annalen des Schickeria-Clubs an der Isar, auch in unserer Borussengeschichte hat Olli seinen festen Platz, nämlich als Opfer des Kastanienwurfes beim Pokalspiel gegen den KSC 1993. Man munkelt, die Kastanie soll eine eigene Vitrine in Borussias geplantem Museum bekommen…

Der Kastanie folgten im Laufe der Jahre zahlreiche Bananen, die Olli gelegentlich zurückwarf (Kein Hunger?!?). Man merkt schon, er hat sich nicht in die Herzen aller Fußballfans, geschweige denn aller Borussenfans, gespielt und nicht wenige werden über Ollis Abgang erleichtert sein. Ich fürchte nur, die Erleichterung wird von kurzer Dauer sein, denn ich ahne schon, wer neuer Fußballexperte auf diversen Sendern sein wird. Olli ist tot, es lebe der Olli!

Paderborn

Wenn ich an Paderborn denke, dann fällt mir der Kölner Dom ein. „Warum?“ fragt ihr euch sicherlich. Also für den Bau des Kölner Doms hat man 632 Jahre gebraucht (..waren ja auch Kölner…), für den Bau eines neuen Fußballstadions braucht man in Paderborn nun immerhin schon drei Jahre.

Der Münsterländer im allgemeinen und der Paderborner im besonderen ist nämlich stur. Ein neues Stadion vor meinem Jägerzaun? Da protestierten die Anlieger der neuen Arena mal fix und schon war Baustopp. Dann ging’s weiter, aber es ging das Geld aus. Dann gab’s Geld, jetzt geht’s erst mal weiter…

Was will aber der SC Paderborn in der 3. Liga mit diesem Stadion, wenn es denn endlich mal fertig wird und auch benutzt werden darf? Vermutlich sind sie bis zur Fertigstellung in die Verbandsliga abgestiegen. Und spätestens dann wird auch der letzte Paderborn-Fan seufzen: „Ach, wären wir doch der TuS Schloss Neuhaus geblieben…“

 

Aufstieg

So, nun sind wir also wieder aufgestiegen, Gott sei Dank! Es hat sich ja dann doch noch ein bisschen gezogen, oder war ich einfach ein bisschen ungeduldig? Jetzt haben wir noch zwei Spiele vor der Brust, bei denen unbeschwert gefeiert werden kann.

Doch bei allem Jubel über den Aufstieg kann ich nicht vergessen, was der Preis dafür war: ein völlig unnötiger Abstieg ein Jahr zuvor. Ich bin eigentlich nicht nachtragend, aber das gehört zu den Ereignissen, die ich nicht so einfach vergessen kann. Ein verdammt teuer erkaufter Jubel…

Und bei allem Optimismus: So wird es nicht weiter gehen. In der ersten Liga werden wir nicht Favorit für die oberen, sondern für die unteren Tabellenrängen sein. Es wird also wieder eine Zittersaison werden, nicht zittern für den Aufstieg, sondern zittern für den Klassenerhalt. Ich glaube, ich genieße erst mal die Matches gegen Freiburg und Paderborn, Zeit sich zu grämen werden wir noch genug haben.

Frankfurter Rückblick

So, jetzt habe ich den 7:1-Erfolg verdaut und muss doch noch mal an meine letzten Gedanken zu den Stadionnamen anschließen. Auf dem Weg nach Offenbach kam ich nämlich durch Frankfurt und weil ich mich ja nun mal für Fußball interessiere, habe ich mich auch noch mal über die Stadien dort informiert.

Mit dem Bieberer Berg kann keines von beiden mithalten, weder von der Atmosphäre noch vom Namen. Aber die Namen der beiden größten Stadien sind so symptomatisch, dass ich da doch noch kurz was zu sagen muss. Der FSV Frankfurt – kurz vor dem Aufstieg in die zweite Liga stehend – spielt im „Volksbankstadion“, die Eintracht in der „Commerzbank-Arena“.

Lassen wir doch mal spielerisch jeweils das Wörtchen „Bank“ im Namen weg. Dann ergibt sich ein Stadion fürs Volk und eine Arena für den Kommerz. Kein Grund in der zweiten Liga zu bleiben, aber welches Stadion mich eigentlich mehr reizt, brauch ich wohl keinem zu erklären.

Ich will zurück nach Müngersdorf

Ja Leute, und das aus meinem Mund. Aber seien wir doch mal ehrlich, in Kaiserslautern steht der Betzen, in Hamburg das Volksparkstadion, und das Ruhrstadion ist in Bochum (und in Deutschland eines der schönsten! Stadien, nicht Städte). Aber seitdem ich damals auf dem Weg nach Rostock auf der Autobahn erfahren habe, dass es in Hamburg nun die AOL-Arena gibt und ich einen Beinahezusammenstoß noch eben so vermeiden konnte, ist doch schon einiges passiert. Ich möchte die Namen nicht aufzählen, sonst hätten die Werbestrategen ihr Ziel ja erreicht.

Die Idee, dass es neben den vielen Arenen einen BORUSSIA-PARK gibt (in Anlehnung an Goodison- oder Ibrox-Park), kommt übrigens aus der Fan-Ecke des VFL. Dass die Kleinen Gelb-Schwarzen aber auch direkt drauf springen und dabei ihre Farben vergessen, das haben wir nicht gewollt. Signal ist Zahncreme, was ist aber Iduna???

Und so musste ich diese Woche lesen "Proteste gibt es nicht mehr", in Nürnberg hat man hingenommen, dass das es jetzt nicht mehr Frankenstadion heißt. Okay, es ging nicht nur um Nürnberg, in Franken liegt nicht die Mitte der Erde, aber gibt es außer auf St. Pauli und bei der TAZ niemanden mehr, der sich noch wehrt? Da blutet das Bumsi-Revoluzzer-Herz, und außerdem verliere ich immer im Stadion-ABC, weil das Giuseppe-Meazza-Stadion für mich immer noch das San Siro ist, und deswegen steht in Kölle immer noch das Müngersdorfer Stadion. Das Lied von Zeltinger würde sich auch doof anhören…

Erwähnen muss ich aber auch, in unserer Heimatstadt auf der JHV werden manchmal Stimmen laut "Wann bekommen wir den endlich die 50 Mio. für die Punica-Arena?" Wirklich große Vereine haben das nicht nötig, ich kenne das Maskottchen von Barcelona zwar nicht so gut, aber auch ohne kompletten Ausverkauf kann man eine ordentliche Fußballtruppe auf den Rasen stellen, mit Leidenschaft, mit Tradition und mit Erfolg.

Euer Bumsi

Schummelei und Pfuscherei

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich gab es immer schon Vereine im deutschen Fußball, die mir sympathisch waren, solche die mir ausgesprochen unsympathisch waren und natürlich solche, die mir völlig egal sind. Zu den Vereinen, die ich seit Jahren in die Kategorie „unsympathisch“ einstufe, gehört der traditionsreiche FCK aus der Pfalz.

Ich möchte betonen, dass das nix mit den Fans zu tun hat, überhaupt nicht. Im Gegenteil, die ehemals gefürchtete Atmosphäre am „Betze“ ist ganz klar ein Verdienst der Fans und hat meine und unsere volle Anerkennung verdient. Trotzdem hat es hier ein Verein mit Tradition, die ich ja sonst so liebe, geschafft, jegliche Sympathien zu verspielen.

Die Hybris, mit der der FCK sich in den letzten Jahren präsentiert hat, ist einfach ekelhaft. Statt „Fußballverein, bleib bei denen Wurzeln!“ hat man hier mit Geld und politischem Einfluss versucht, Erfolg zu kaufen und das ging – sehr zum Leidwesen der Fans – völlig in die Hose. Jegliches Ansehen, was der Verein verdient hatte, hat er durch sein inkompetentes Auftreten in der Führungsriege, in der sportlichen Leitung und im Stadionumbau verspielt. Jetzt heißt es: „Hochmut kommt vor dem Abstieg.“

Oder? Denn plötzlich profitiert der FCK vom Punktabzug für Koblenz, welch merkwürdiger Zufall! Denn zufällig liegt Koblenz geographisch am nächsten, zufällig diente der jetzige Lauterer Trainer zuvor den Koblenzern, zufällig wurde ein ähnliches Vergehen der Lauterer vor einigen Jahren völlig anders und weit milder geahndet.

Man könnte den Eindruck haben, statt großer Fußballtradition setzt der FCK seine neue Tradition der Schummelei und Pfuscherei fort. Leidtragende sind – wie so oft – die Fans: Die Fans vom FCK voller Scham über die sportliche Leistung und die Tatsache, auf solche politischen Entscheidungen angewiesen zu sein, und die Fans von Koblenz voller Wut, möglicherweise zu Unrecht dem Abstiegskampf ausgeliefert zu werden. Wem soll man da mehr Mitgefühl zeigen?

"Ich bin ein Fan von Israel"

Puh, da haben wir ja noch mal Schwein gehabt! Mein armes kleines Bumsi-Herz hat ganz schön laut gepocht, als Lothar seiner Fanseele freie Luft gemacht hat. Auf seiner Homepage hat sich unser Elfmeter-Verschießer als Fan von Israel geoutet. Er habe viele Freunde in Israel und deswegen sei der Wechsel nach Netanya auch privat eine gute Sache für ihn.

Na, da bin ich ja froh, dass seine privaten Kontakte in unsere schöne Heimatstadt wohl mittlerweile gänzlich eingeschlafen sind und zu dem Streit auf Kindergartenniveau mit seinem Ex-Trainer Vogts aus dem wunderschönen Kleinenbroich möchte ich auch nicht näher eingehen.

Ich habe mal meinen Kumpel Roberto gefragt, ob Israel nicht schon genug Probleme hat und sich wirklich noch Loddar ans Bein binden will. Ich konnte Roberto aber dann beruhigen und habe auf Loddars Fluktuation im privaten Lebensbereich verwiesen. Israel hat allerdings den Nachteil, dass es nicht viele jüngere Staaten auf der Welt gibt.

Zunächst muss sich Loddar allerdings auf den, nach eigenen Worten, sehr anstrengenden Kurzlehrgang zum Fußballlehrer konzentrieren. Da würde ich Loddar liebend gerne mal eine Woche zum Phosphat-Abbau auf Nauru schicken. Dann weiß er was wirklich anstrengend ist.

Es grüßt ein erschöpfter Bumsi.

Sorgen um Nauru

Es ist ja allgemein bekannt, dass ich immer gerne mit den „Kleinen“ dieser Welt halte. Schließlich ist die Borussia ja auch, als der „kleine aber feine Club vom Niederrhein“ bekannt geworden.

Mit Entsetzen habe ich in den letzten Tagen festgestellt, dass die kleinste Republik der Welt in argen Nöten ist und meine Bumsi Augen mal in die Südsee gerichtet. In Nauru wurde der Notstand ausgerufen und Staatspräsident Marcus Stephen – ein ehemaliger Weltklassegewichtheber – hat für den kommenden Samstag Neuwahlen ausgerufen. Stephen ist dort der Volksheld schlechthin, schließlich hat er mehrere Medaillen in seinem Sport (u.a. bei Weltmeisterschaften) für sein Land gewonnen.

Grund für den Notstand waren stetige Machtkämpfe zwischen der Regierung und Oppositionsführer David Adeag. Die folgenden Unruhen unter den nur knapp 12.000 Einwohnern des Staates gipfelten darin, das einzelne Gangs die Polizeiwache verwüsteten. Zeit haben die ja bei knapp 90% Arbeitslosen. Nauru war mal aufgrund von – man glaubt es kaum – VOGELSCHEISSE eines der reichsten Länder der Welt. Mit Hilfe der Witterung wurde über die Jahre aus Vogelscheisse Phosphat. Dieses ist nun abgetragen, die Insel gleicht einer Mondlandschaft, die Milliardenerträge aus der Gewinnung wurden von korrupten Politikern verprasst und die Einwohner versinken nicht nur irgendwann im Meer, sondern auch im Chaos.

Ich wünsche Präsident Stephen jedenfalls viel Glück beim Heben seiner wahrscheinlich schwersten Last und seinem Gewichtheber Nachfolger Yukio Peter viel Glück in Peking gegen die Chinesen in der 77 kg-Klasse.

 

NAURU EKO DOGIN!  

Bruno wird Sportdirektor

Immer, wenn ich denke, ich habe im Fußball alles erlebt in meinen langen Jahren als Maskottchen, dann kommt doch auf einmal wieder eine Meldung auf den Tisch geflattert, von der ich dann glaube: „Das gibt ’s doch gar nicht!“ Diesmal überraschte mich unser ehemaliger Lieblingsspieler Hans-Günter Bruns und Rot-Weiß Oberhausen mit einer unerwarteten Mitteilung.

Mit den Worten „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“ hat „Bruno“ mitgeteilt, dass er in der kommenden Saison nicht mehr länger Trainer ist, sondern lieber Sportdirektor werden möchte, weil man dann auch nicht immer „bei Regen, Schnee und brütender Hitze“ auf dem Platz stehe. Bruno als Sesselpupser? Na, an der entsprechenden Körperstatur hat er ja schon gearbeitet. An seiner Stelle wird nun kurioserweise der ehemalige Sportdirektor Jürgen Luginger zum Trainer.

Nicht dass dieses Beispiel Schule macht! Lieber Jos, bitte hör nicht auf, nur weil es gerade am schönsten ist! Lieber Christian, nichts gegen Dich, aber bleib doch bitte Sportdirektor! Und wenn ich zurückdenke und mir dabei diesen Tausch vorstelle, wird mir ganz übel: Pander als Trainer??? Heynckes als Sportdirektor??? (Außer Heimeroth waren seine „Talente“ ja nicht wirklich überzeugend…). Oh je…

Was immer Dich antreibt, lieber Bruno, erwarte nicht, dass ich das verstehe...

Sonntagsfahrer

Früher war das Leben so einfach. Alles war übersichtlich, erklärbar und verständlich. Heute bin ich immer häufiger verwirrt, muss ich gestehen. Diese modernen Zeiten überfordern mich einfach. Vielleicht bin ich einfach nur geschafft, denn die Heimfahrt von Jena war anstrengend. Ich fahre nämlich nicht mehr gerne Auto, wirklich nicht. Früher… ja, früher machte Autofahren noch Spaß. Da hat man sich gefreut, wenn es mal einen Lkw zum Überholen gab, heute freut man sich, wenn man mal eine Lücke zwischen zwei Lkw findet, wenn man mal gerade nicht überholen will.

Und erst die Pkw und ihre Fahrer… Früher gab es verlässliche Indikatoren für die Pkw, die man am besten zügig überholte oder weiträumig umfuhr. Das waren lindgrüne Mercedes 200 D (gefühlte 25 PS), umhäkelte Klopapierrolle auf der Hutablage, die goldene ADAC-Plakette auf dem Kofferraum neben dem „Ein-Herz-für-Kinder“-Aufkleber und ein Fahrer mit Hut. Man nannte sie unabhängig von dem Wochentag, an dem man ihnen begegnete, „Sonntagsfahrer“.

Jetzt bin ich eben hinter einem schwarzen, sportlich wirkenden Mittelklassewagen fast ausgerastet. Mit 82km/h fuhr der mit Baseball-Cap bemützte Fahrer an einer Lkw-Kolonne sondergleichen vorbei und ich fluchte vor mich hin: „…telefoniert wahrscheinlich… sucht ne CD ausm Handschuhfach… oder streitet der mit seiner Freundin…die Jugend von heute…“ Als ich endlich überholen konnte, war der Fahrer ca. 85, seine Beifahrerin kaum jünger. Ich bin für eine Altersbegrenzung bei Baseballkappen… Wie um alles in der Welt soll man noch die Sonntagsfahrer erkennen können?

Getafe Mönchengladbach

Wie viele suche auch ich abends die Zerstreuung vor dem Fernseher, und da bei mir die Fernsehproduktionen von Uta Danella Romanen im ZDF zu einer fingierten Bulimie führen, gucke ich eben Fußball, wenn mir der Jünter schon ein Premiere-Abo geschenkt hat.

Also habe ich am Dienstag das Spiel der Reds gegen Arsenal verfolgt (dabei muss ich immer noch an unseren Sieg in Highbury denken, seufz), nach 1:1 im Hinspiel und Rückstand in der 1. Hälfte, die 2:1 Führung, Ausgleich 84., Elfmeter 85., dann der endgültige 4:2 Siegtreffer in der 92. Minute, da hatte ich das Derby doch glatt wieder vergessen. Die Anhänger des Vereins aus der Stadt mit der großen Kirche glauben übrigens heute noch, dass sie eine Fanfreundschaft mit Liverpool hätten. Lass Dir gesagt sein Hennes, in Europa kennt Dich kein Maskottchen.

Dabei fällt mir ein, wenn 3 der 4 Clubs im Halbfinale der CL aus England kommen, wieso sind die dann nicht bei der EM dabei?

Aber zum eigentlichen: Vor ein paar Jahren hat eine Tageszeitung mit der Schlagzeile „Getafe Mönchengladbach“ einen Artikel über die Spielweise des Clubs aus der Nähe von Madrid betitelt. Gemeint war natürlich die offensive Spielweise, mit der man lieber 5:5 spielt, als ein 1:0 über die Zeit zu retten. Aber die Journalisten haben sicher nicht geahnt, wie sehr sie damit die Zukunft dieses Clubs beeinflussen würden. Spätestens seit dem 3:3 gegen die Bayern von gestern ist klar, dass der Verein, der laut Wikipedia 1983 aus einem Fanclub von Real Madrid hervorgegangen ist, ab 2010 mindesten 5 x spanischer Meister wird und 2 x den UEFA-Pokal gewinnen wird, wahrscheinlich holen sie 2013 auch den spanischen Pokal. Trotz Unterzahl die Führung verteidigt, Ausgleich erst in der 89., dann mit 3:1 in Front, nur noch 5 Minuten zu spielen, und am Ende trotzdem ausgeschieden, dass sind Heimsuchungen, wie ich sie bislang nur bei Borussia miterlebt habe. Vielleicht sollten die Verantwortlichen wirklich über eine Umbenennung in Borussia Getafe nachdenken, dann wäre auch das hässliche FC im Vereinsnamen weg.

Diebe, Lügner und Feiglinge

So, nun sind einige Tage vergangen und die erste Aufregung hat sich gelegt, das Derby ist vorbei. Lassen wir mal das Ergebnis beiseite, obwohl es schon eine Unverschämtheit ist, dass der 2. FC auf seiner Homepage behauptet, es habe sich um einen berechtigten Elfmeter gehandelt. Auch hier zeigen sie keine Größe, sondern leider ihr wahres Gesicht, nämlich die hässliche Fratze des Lügners. Jeder Inhaber von Augen konnte zumindest in den Fernsehaufzeichnungen sehen, dass das Foul – wenn es überhaupt eins war – vor dem Sechzehnmeterraum war.

Nun hatte sich unser Fanprojekt zuvor mit dem Fanprojekt und den Fanbeauftragten des 2. FC ganz gut verstanden, wie man so hört. Jetzt wird sich das Blatt wohl wenden, denn verarschen lässt sich auch unser Fanprojekt nicht, zu Recht! „Was können die denn dafür? Was haben die denn Schlimmes gemacht?“ mag sich der geneigte Leser fragen. Nun, gemacht haben sie eben nichts. Sie haben nicht auf ihre „Fans“ eingewirkt, Provokationen zu unterlassen, sie haben nicht verhindert, dass das Banner der Ultras ins Stadion gelangte, sie haben nicht das Ordnungspersonal angewiesen, dass Entfalten des Banners zu verhindern.

Leider macht man sich aber durch Unterlassung genauso schuldig wie durch Handeln. Etwas bewusst zu unterlassen heißt auch, die Folgen dieser Unterlassung billigend in Kauf zu nehmen, und das kann man dem Kölner Fanprojekt und der Fanbetreuung durchaus zum Vorwurf machen. Fast könnte man meinen, auch sie hätten nur auf die Aktion gewartet und auf Spielabbruch spekuliert, um feige auf eine positive Wertung des Spiels für Köln am grünen Tisch zu hoffen.

Fazit dieses Derbys sind also drei neue Erkenntnisse über den Äffzeh und seine „Fans“: Es handelt sich um Diebe, Lügner und Feiglinge. Schlimm, dass so was im Profifußball Platz hat.

Kein Platz

Man muss mit der Zeit gehen, sage ich immer, und deshalb nutze ich ausgiebig das weltweite Netz. Und bin immer wieder verblüfft, was man da so alles findet, wirklich. Nicht nur Informationen, Meinungen, Kommentare, sondern richtige Kuriositäten.

Mit skeptischem Interesse verfolge ich seit Saisonbeginn das Fanleben der „Emporkömmlingsvereine“ Hoffenheim und Wehen. Und da stieß ich doch auf der Homepage eines Wehen-Fanclubs auf einen sehr erstaunlichen Aufruf. Die „Eppstein Fighter“ wünschen sich nämlich für ihre Nordwand, also ihren Fanbereich: Hier ist kein Platz um den SVWW zu unterstützen.

Gut, wer schlau ist, hätte auch so gewusst, dass eigentlich nirgendwo auf der Welt der geeignete Platz ist, um so einen Verein zu unterstützen, aber schön, dass sogar Fanclubs dazu aufrufen. Wer wirklich schlau ist, hätte auch nicht den Borussenkodex so sagenhaft schlecht kopiert und dabei noch die deutsche Sprache orthographisch geradezu vergewaltigt. Wenn es nicht so kurios bekloppt wäre, wäre es eigentlich nur traurig, was sich solche „Fans“ anmaßen.

Ganz gewaltig

Statt über den Kampf ums runde Leder zu berichten, schreiben die Zeitungen – insbesondere die mit den großen, bunten Buchstaben – immer häufiger über Kämpfe abseits des Platzes. Von Gewalt im Stadion, von einer neuen Hooliganwelle, gar einer gesellschaftlichen Bedrohung ist die Rede (mal ganz abgesehen davon, dass eine Differenzierung zwischen ganz normalen Fans, ultraorientierten Anhängern und wirklichen Hooligans überhaupt nicht stattfindet, weil sie halt auch nicht interessiert).

Leute, ich als alter Hase sage Euch: Das ist einfach Quatsch. Denn es misst einem Randphänomen eine Bedeutung bei, die es nicht verdient hat. Warum das aber für die Journaille so interessant ist? Weil der Fußball so langweilig ist, in erster und zweiter Liga kristallisieren sich Meister und nachfolgende Plätze mehr als deutlich heraus, spannend ist nur noch der Abstiegskampf und der euphorisiert halt leider die Massen nicht so sehr, dass er sie zu übermäßigem Zeitungskauf animieren würde. Dann muss halt Gewalt im Stadion her.

Nicht dass man mich missversteht: Gewalt auch in geringstem Maße am und im Stadion ist Mist (Gewalt ist übrigens meiner Meinung nach immer Mist, denn sie löst keine Probleme, sondern schafft welche). Aber durch die intensive Berichterstattung wird Gewalt für die potentiellen Gewalttäter erst attraktiv, die Idioten wollen ja Bilder und Berichte ihrer Aktivitäten veröffentlicht sehen.

Bumsis Tipp: Gepflegtes Desinteresse gegenüber Gewalttätern in den Medien, aber couragiertes Bekämpfen von Gewalt vor Ort. Und den Ball immer schön flach halten…

Ehre, wem Ehre gebührt…

Tja, wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung, oder wie war das? Ehrlich gesagt, tun sie mir leid, unsere Ex-Ultras. O.K., ich bin als Bumsi natürlich auch so ein Old-School-Fan und mir hat nicht alles gefallen, was die jungen Leute so gemacht haben, aber ich muss wirklich anerkennen, dass die Ultras mir auch ganz wunderbare Momente beschert haben.

Ich denke dabei an die sehr aufwändigen Choreographien, an nicht enden wollenden Dauersupport und an ihr ehrgeiziges Bemühen, die Stimmung in der Kurve insgesamt zu verbessern. Und ich denke, dass auch viele andere Skeptiker gegenüber dieser Fanbewegung das insgeheim anerkennen müssen.

Es ist schade, dass durch einen feigen Diebstahl, den Ultras das Herz herausgerissen wurde, was sie dazu veranlasst hat, sich aufzulösen. Auch wenn diese Auflösung vielfach auf Unverständnis stößt, akzeptiere ich das. Wenn man einmal gesagt hat, dass das ein wichtiges Statut für die Gruppe ist, dann sollte man auch dazu stehen. Das zeugt auf jeden Fall von sehr viel mehr Stil, Konsequenz und Ehrgefühl als der heimliche Fahnenklau.

Von daher rät Bumsi: Kopf hoch, nach vorne gucken, und bedenken: Es geht um Borussia und vor der Raute sind alle Menschen gleich, ob Ultra, Ex-Ultra oder vielleicht bald Mitglied einer neuen Fanbewegung.

Pokalgedanken

Bayern im Pokalfinale, das ist ja nun nicht wirklich überraschend. Nicht dass mich das ernsthaft interessieren würde – Borussia ja spielt ja leider nicht mehr mit. Trotzdem birgt diese Meldung für mich als Fußballfreund einen negativen und eine positiven Aspekt.

Beginnen wir – psychologisch wertvoll – mit dem positiven Aspekt: Dem VfL Wolfsburg wird es nicht gelingen, seine Bedeutungslosigkeit durch einen Titelgewinn zu schmälern. Nicht auszudenken, wenn so ein Plastikclub mit Sponsorenmillionen sich auch noch mit einem Titel schmücken könnte. Ganzseitige Werbeanzeigen von Volkswagen „Das Auto der ‚Pokalsieger“ in allen deutschen Tageszeitungen wären vorprogrammiert gewesen.

Nun zum negativen Aspekt: Ohne wirkliche Qualifizierung wird es die kleine Borussia aus Lüdenscheid-Nord nun ins internationale Geschäft katapultieren. Als einzigen ernstzunehmenden Gegner haben sie Bremen besiegt, ansonsten war der Weg ins Finale für die Doofmunder ein Spaziergang. Bin ich neidisch? Ja, bin ich. Wie gerne würde ich nämlich meine wirklich wahrhaftige einzige Borussia da sehen. Immerhin können wir für uns verbuchen, am vermuteten Pokalsieger Bayern überaus ehrenhaft gescheitert zu sein…

Mysterium Rafati

Wunschtraum eines jeden kleinen Jungen ist es natürlich, ein europäischer Top-Torjäger zu werden, umjubelt in Mailand, Madrid, Barcelona, London usw. Nun gut, das klappt in den seltensten Fällen. Die, die nicht so gut sind, aber clever, wenden sich im Alter von 15 Jahren dann entweder dem weiblichen Geschlecht, dem Alkohol oder dem Schützenzug zu (was letztlich nur die Kombination aus den beiden ersten Punkten ist…) zu. Die weniger Cleveren werden Amateurfunker, Hobbyornithologen oder Schiedsrichter… So nach dem Motto: Mittendrin, doch nur dabei.

Bei den weniger Cleveren trennt sich dann wieder die Spreu vom Weizen: Entweder ist man mit 60 noch schmerbäuchig Schiedsrichter in der Kreisliga C oder aber man dient sich beamtenmäßig hoch und bringt es dann zum Bundesligaschiedsrichter. Dafür braucht man eine gewisse Kompetenz, eine souveräne Ausstrahlung, Entscheidungssicherheit und einen positiven Leumund, wenn man denn schon nicht pengen kann.

Nun zum Mysterium Rafati: Nichts von dem zuvor Geforderten kann man ihm bescheinigen, trotzdem hat er es nicht nur zum Bundesligaschiedsrichter, sondern sogar zum FIFA-Schiedsrichter gebracht. Wie hat er das nur gemacht? Es wird wohl ein Rätsel bleiben. Genauso ein Rätsel ist ja auch die Entscheidung, Rob Friends Tor der ersten Halbzeit nicht gelten zu lassen. Da wir bei Borussia aber nicht Rätsel raten wollen, sondern aufsteigen, hoffen wir mal, dass Rafati sein Unwesen lieber demnächst in Mailand oder Madrid treibt und uns im Borussia-Park verschont.

Bumsi und Babak

Also zum letzten Bundesliga-Wochenende muss ich jetzt doch mal was sagen. Und zwar zu meinem Lieblingsschiedsrichter Babak Raffnixi. Dieser Unparteiische hat auch uns im Borussia-Park schon heitere Partien geliefert, und nun hat er bei dem Spiel Dortmund gegen Hertha – was mich nicht im mindesten interessiert – seiner Liste spektakulären Unfugs eine weitere Anekdote hinzugefügt.

Laut Aussagen in den Medien habe der vierte Offizielle gesagt: „Der muss runter!“, und weil Marco Pantelic gerade am auffälligsten rumzappelte, hat Raffnixi ihm die rote Karte gezeigt. Das Zappeln von Pantelic wollte gar kein Ende mehr nehmen vor Überraschung, währenddessen der vierte Mann wahrscheinlich innerlich zusammenbrach und sich wohl fragte, wie blöd man eigentlich werden muss, um – wenn man denn schon keine Ahnung hat – nicht nachzufragen, sondern einfach jemandem auf dem Platz rot zu zeigen.

Also beorderte er Raffnixi wieder zur Seitenlinie, um ihm angeblich mitzuteilen, „der“ sei der Trainer Berlins, nicht ohne im Geiste vermutlich ein herzhaftes „Idiot!“ hinzuzudenken. Man kann eigentlich nur auf Knien dankbar sein, dass es Raffnixi nur zum Schiedsrichter gebracht hat und nicht zum General in Kriegszeiten (Ach so, das Land sollte ich gar nicht kaputtbombadieren?) oder zum Henker (Huch, der war freigesprochen? Äh, sorry, zu spät...).

Bumsis Sportjahr

Also Wintersport ist nicht ganz so meine Welt. Aber jetzt hat er nun also wieder angefangen, der Fußball, außer in der Regionalliga Süd, aber die interessiert ja nun mal wirklich kaum jemanden. Bin mal gespannt, wie nach einer Saison 3. Liga die Verteilung der Nord- und Südvereine aussieht, im Moment habe ich doch starke Zweifel, dass beide Staffeln gleich stark sind. Und Zuschauermagneten sind mal gleich gar nicht dabei, ob da die Vermarktungsstrategie der ach so weisen Herren aufgeht? Wenn der SV Elversberg bei Dynamo Dresden spielt?

Ende Mai weiß man erst, wer in die 2. Liga aufsteigt, sich für Liga 3 qualifiziert oder die darunter liegenden Staffeln muss. Und eine Woche später kann ich mir dann schon das Eröffnungsspiel der Euro 2008 angucken, vielleicht steht bei Schweiz vs. Tschechien ja der ein oder andere Ex-Borusse auf dem Platz. Bis zum Finale Ende Juni hab ich bestimmt mehrer Stunden TV-Fußball intus, ich werde mir mal den Jünter einladen, da lässt sich immer so schön fachsimpeln. Und wenn wir den Spielausgang tippen, verliert er meistens, aber wir wetten natürlich nicht um Geld.

Erst am 09. August geht es dann wieder mit dem DFB-Pokal los, einen Tag vorher beginnen die Olympischen Spiele in Peking. Hätten man die Spiele nicht zwischen EM und Saisonbeginn legen können? Was mach ich den im Juli? Aber bestimmt macht Borussia wieder ein Trainingslager in Kärnten, dann komm ich wenigstens auch mal wieder an die Luft und tanke ein wenig Sonne und Kraft, denn danach geht es ohne Pause weiter bis Weihnachten. Wir sehen uns im BORUSSIA-PARK!

Abreißen...sofort!

Nun liegt die Wiedervereinigung Deutschlands schon fast 20 Jahre zurück. Ja ja, wie die Zeit vergeht. Sollte man gar nicht denken. Damit man manchmal doch noch denkt, gibt es Denkmäler, die einen an die Vergangenheit erinnern sollen.

Das hat mit den meisten Denkmälern im ehemaligen Osten dieser unserer Republik nicht so gut geklappt. Die meisten Denkmäler hat man nämlich klammheimlich demontiert, als einem klar wurde, dass das eine Vergangenheit ist, an die man lieber mal nicht mehr denkt.

Auch bei Borussia gab es ein Denkmal aus dem Osten, aber das musste man nicht demontieren, das hat sich selbst demontiert. Seinen Status als Kulttrainer hat Hans Meyer lange verspielt. Seine Worte waren nicht von längerer Glaubwürdigkeit als die Parteiparolen aus dem Osten, seine Treuebekenntnisse hohl, seine Versprechungen (Rosen züchten bla bla bla…) leer.

Nürnberger, ihr hab auch Erfahrung im Niederreißen von Denkmälern. Falls ihr Hans Meyer schon eins gebaut habt: Die Abrissarbeiten können beginnen!

Auf Diät

Oh Freunde, war das eine Völlerei in den letzten Wochen und Monaten. Zuerst die Weihnachtsmärkte mit Schlemmerstand und Glühwein. Obwohl, den trinkt fast niemand mehr, bald gibt es heißen Prosecco mit Eierlikör, bäh. Dann der Weihnachtsbraten, Kuchen, Plätzchen, anschließend Silvesterparty im FanHaus, mit leckerem Buffet. Im Trainingslager habe ich dann auch nicht wirklich auf meine Figur geachtet beim Abfeiern im Molly Mallone's, auf der Karnevalssitzung habe ich mir mit Jünter ein kleines Wettfuttern geliefert (ratet mal, wer gewonnen hat J), und dann ging es auch schon los in den Straßenkarneval, mit allem was dazu gehört.

Nur im BORUSSIA-PARK, da gab es erstmal Magerkost, leider. Aber dieses Pfeifen zur Halbzeit werde ich nie verstehen. Liebe(r) Pfeife(n)r, versucht das mal in einem englischen Stadion. Und wie fühlt Ihr euch, wenn der Chef in der Mittagspause so richtig schön rummotzt, da läuft es am Nachmittag umso besser?

Bei mir ist jetzt erstmal Fasten angesagt, sonst sehe ich bald aus wie ein Maskottchen beim Basketball oder der Medizinball einer Gymnastikgruppe. Und wenn unsere Mannschaft genau die gleichen Ergebnisse wie in der Hinrunde erzielt, auch wenn das ein 1:4 gegen Mainz bedeutet, dann weiß ich, wo ich im Mai wieder viel zu viel essen und trinken werde.

Alles richtig gemacht, Herr Grashoff

Die ruhmreiche Vergangenheit unserer Borussia hat uns zahlreiche namhafte Spieler beschert, auf deren erfolgreiche Karrieren am Niederrhein, in der Nationalmannschaft und vielleicht auch noch anderswo wir gerne zurückblicken. Bei den meisten zumindest. Es gibt auch so den ein oder anderen, der es zwar zu Ruhm und Ansehen gebracht hat, bei dem ich mich allerdings mit dem Stolz ein wenig schwer tue.

Da ist zum einen unser Berti, dessen Trainerexistenz in Nigeria gerade noch mal die Kurve gekriegt hat, und der uns neben einem Europameistertitel und vielen unnütz ausgesprochenen, dahingestolperten Sätzen auch so ein sprachliches Juwel wie "Gas! Es riecht nach Gas!" beschert hat.

Bei weitem weniger gerne im Zusammenhang mit Borussia höre ich den Namen "Ich bin so doof, ich brauch Einzelunterricht."- Matthäus... Hier kann ich uns im Nachhinein nur gratulieren, dass wir ihn 84 an die Bayern abgegeben haben, denn nun wird er mehr mit Bayern als mit uns in Verbindung gebracht. Herr Grashoff, alles richtig gemacht...

Düsseldorfer, spielt Eishockey

Stellt euch das mal vor, da trägt man mir aus berufener Quelle zu, in Düsseldorf spreche man bezüglich des Testspiels am Wochenende von einem Derby. Wie bitte? Ein Derby gegen Düsseldorf? Also das würde den Fortunen wahrlich mehr Bedeutung zusprechen, als bei allem guten Willen angemessen. Was Fortuna angeht, empfinde ich ein gelangweiltes Desinteresse, und ihr?

Sicher, die Fortunen mögen das mit anderen Augen sehen, aber – mit Verlaub – sie haben ja auch einen völlig anderen Blickwinkel, immer noch am Rande der sportlichen Versenkung, ungeliebt und kaum beachtet in der eigenen Stadt und – last not least – auf der völlig falschen Rheinseite.

Wenn also dann wie beim letzten Regionalligaspiel gegen unsere U23 eifrig selbst bemalte Tapetenstreifen mit geistreichen Bemerkungen präsentiert werden, dann nehme ich das in der Gewissheit zur Kenntnis, dass die spätpubertierenden Jünglinge auf der anderen Seite vermutlich noch nie ein Bundesliga-Spiel ihres Teams gesehen haben und dass die einzigen internationalen Begegnungen von nennenswerter Bedeutung in einem Düsseldorfer Stadion immer die Spiele meiner Borussia waren.

Düsseldorfer, spielt Eishockey.

Euphorie am Niederrhein

Es war einmal ein mächtiges Rauschen im Blätterwald. Nur weil Bayern einen neuen Trainer verpflichtet hat, konnte man sich gar nicht mehr einkriegen vor lauter Klinsmann-Hype, Erfolgsspekulationen für die Lederhosenträger und Sommermärchen-Tätärätä.

Und dabei weiß doch wirklich jeder, der halbwegs was von Fußball versteht, dass das wahre Sommermärchen in diesem Jahr nicht in München stattfindet, sondern selbstverständlich am Niederrhein. Wenn nämlich meine geliebte Borussia aufsteigt, wird ganz Gladbach im Freudentaumel versinken und sich kollektive Euphorie von Hardterbroich bis Merreter, von Bettrath bis Güdderath ausbreiten.

Und wenn Jos und die Kumpels in den gestreiften Leibchen ganz feste arbeiten, dann bleibt es vielleicht nicht beim Märchen, sondern dann wird der Aufstieg Realität. Und dann leben wir alle glücklich und zufrieden bis an das Ende unserer Tage.

Schön so, ohne Wintertheater

Das war ja vielleicht ein komisches Gefühl bei dem Freundschaftsspiel gegen Westerlo. Es gab gar keine neuen Spieler, die man kritisch begutachten konnte! Keine Kommentare wie: „Hilft DER uns wirklich weiter?“, „DEN hätte ich nicht geholt, wir brauchen doch ganz klar noch einen für die Abwehr (wahlweise zu ersetzen durch Tor, Mittelfeld, Angriff).“ „Kommt denn jetzt NOCH einer?“

Und, liebe Freunde, seien wir ehrlich: War es nicht auch irgendwie schön? Was haben uns die letzten die letzten Jahre doch für Überraschungen in der Winterpause geboten! Erst letztes Jahr, der Dänenbomber Thygesen, den wir Aachen knapp weggeschnappt haben. Umpf. Oder 2005 die sensationelle Verpflichtung von Giovane Elber. Ähem. Im übrigen neben den Granaten Böhme, Thijs, Sonck und Moore. Gut, auch Keller und Daems waren noch dabei. Insgesamt sieben Verpflichtungen! Das ist doch Wintertheater vom Feinsten!

Die letzte gute Verpflichtung in der Winterpause hieß Mikael Forssell und das ist mittlerweile fünf Jahre her. Was zeigt uns das? Mir zumindest zeigt es, dass Neuverpflichtungen im Winter nicht wirklich helfen. Und wenn es Borussia nicht hilft, dann verzichte ich auch auf das Wintertheater.

Prosit Neujahr

So, jetzt heißt es: Aufwachen aus der Weihnachts- und Neujahrspause. Auch die Presse bietet nun wieder Lektüre über Borussia, wunderbar. Da schmeckt der morgendliche Kaffee doch direkt viel besser. Sascha Rösler kämpft mit Gewichtsproblemen (Kohlsuppe, Sascha, das bringt ’s. Bläht zwar ein bisschen, aber egal.), Marvin Compper wechselt nach Hoffenheim (Pfui bäh, Marvin, trotzdem alles Gute.), und Eugen Polanski will in der Rückrunde noch einmal um einen Platz in der Startelf kämpfen (Auf gutes Gelingen, Eugen, mein Tipp: nicht quatschen, sondern kicken!).

Fanklub oder Fanclub?

Bevor ich nun zur Winterpause alle meine Borussia-Klamotten ein wenig geordnet habe, habe ich noch einmal einen Blick in das letzte Fohlenecho geworfen. Und beim Blättern fiel mir dabei ein Bericht ins Auge, in dem es um Fanklub-Besuche von Spielern ging. Fanklub… Das Wort sieht doch irgendwie komisch aus, mir ist eigentlich nur Fanclub mit „c“ geläufig, aber eine kurzerhand durchgeführte Recherche ergab, dass beide Schreibweisen zulässig sind. Nun gut.

Jetzt stelle ich mir allerdings die Frage, wie Borussia denn nun wohl Fußballclub schreibt. Ist das dann jetzt auch der Fußballklub, abgekürzt der FK? Heißt das, wir beginnen die Rückrunde mit einem Heimspiel gegen den FKK aus der Pfalz? Zugegebenermaßen hat diese experimentelle Schreibweise doch durchaus sehr spaßiges Assoziationspotential.

Man stelle sich nur die Lauterer Fans vor, die lautstark „FKK, FKK, FKK!“ skandieren, woraufhin sich die Spieler die Hemdchen (und mehr…) vom Leib reißen, um den Aufforderungen ihrer Fans genüge zu tun. Oder erst die Domstädter mit ihrem 2. FK. Schade, dass wir da auswärts gewinnen, was könnte man die sonst schön im Fohlenecho verhohnepipeln!

Leidenschaft ist nicht käuflich

Das nenne ich doch mal ein großzügiges Angebot: Der Manager von Ligaprimus Bayern München lädt die Fans in die Allianz-Arena ein, damit sie dort Choreographien und Gesänge einstudieren können. Auf der letzten Jahreshauptversammlung hatten sich ja zahlreiche Fans über die miserable Stimmung bei Bayerns Heimspielen beschwert und den Herrn Elfmeterverschießer damit zu einem Wutausbruch sondergleichen verleitet.

Ich gebe es zu, es freut mich, dass wir es letzten Endes waren, die die bayrische Anhängerschaft so verärgert haben, denn wenn auch nicht sportlich, so hatten wir die Münchener beim Pokalspiel stimmungsmäßig über neunzig Minuten im Sack. Und das ohne vorher zu üben!

Und warum? Ganz einfach: Weil wahre Begeisterung eben nicht eingeübt werden kann, weil Stimmung nicht geprobt werden kann, weil Emotionen nicht – wie sich Herr Hoeness das jetzt wohl wünscht – planbar und einkalkulierbar sind. Wenn es keine Stimmung, keine Leidenschaft im Stadion gibt, dann ist das ein Spiegelbild des anwesenden Publikums, denn dann sind sie eben nicht voller Leidenschaft dabei.

Zwei Schlussfolgerungen meinerseits: 1. Wahre Leidenschaft kann sich nur entwickeln, wenn man auch mal gelitten hat, das steckt ja in dem Wort „Leidenschaft“ drin. Vielleicht täte aus leidenschaftlichen Gründen dem FC Bayern mal ein Abstieg gut, dann wird sich die Leidensfähigkeit der Anhänger nämlich mal zeigen. 2. Geld kauft Tore, aber keine großen Gefühle.

Aber, Uli, lass sie mal schön singen und Fähnchen schwenken üben. Dann wird uns in der nächsten Bundesligasaison vielleicht wenigstens ein bisschen was auf den Rängen geboten.

Sehnsucht nach Heribert

Kinder, was musste ich gestern Abend leiden. Und das in doppelter Hinsicht. Zum einen konnte ich – wie wohl viele andere Fans der Borussia auch – nicht nach Freiburg reisen, da ich durch andere Maskottchenverpflichtungen terminlich gebunden war. Zum anderen musste ich dann vor dem Fernseher die qualitativ kaum zu unterbietende Kommentierung unseres Spiels ertragen.

Es war ja einfach unglaublich, wie viel Stuss ein Fernsehreporter in 90 Minuten von sich geben kann. Der geistige Dünnpfiff, der abgesondert wurde, gipfelte darin, dass Borussia angeblich nach dem Anschlusstreffer (…der ja ein Eigentor war…) „mit dem Rücken zur Wand stand“, was den Reporterdummkopf nicht daran hinderte, nur Sekunden später „vom sicheren Aufsteiger“ zu faseln.

Das eine ist so falsch wie das andere. Weder stand Borussia je mit dem Rücken zur Wand noch steht unser geliebter Club als sicherer Aufsteiger fest. Fest steht allerdings allemal, dass unsere Leistungen auf dem Platz qualitativ hochwertiger sind als die Kommentierung derselben durch die wirklich nur zweitligatauglichen Journalisten. Ich hätte es nie geglaubt, aber ich hatte echt Sehnsucht nach Heribert...

Bumsi wird emotional

Zeit der Besinnlichkeit, Zeit der Einkehr, Zeit der milden Taten, das ist der Advent. Allerdings hoffe ich, dass unsere Borussia gegen Freiburg nichts davon zeigt, keine Besinnlichkeit, keine Einkehr und erst recht keine Mildtätigkeiten. Aber es gibt ja nicht nur Borussia, es gibt auch andere Clubs, und denen geht es zum Teil – auch im Advent – gar nicht gut.

Besinnlich werde ich, wenn ich an meinen Lieblingsruhrgebietsclub denke, den STV Horst-Emscher, den es jetzt seit einigen Tagen nicht mehr gibt. Insolvenz. Wie gerne würde ich mit milden Taten helfen… Genauso erschütternd die Adventszeit für den VfB Lübeck, dem das Wasser bis zum Hals steht, und den das gleiche Schicksal ereilen könnte, wie den STV.

Natürlich kann ich trotz gutem Willen zu milden Taten da wenig ausrichten. Soll man da jetzt die Daumen drücken, dass eine Neugründung gelingt (STV) bzw. ein potenter Geldgeber gefunden wird und möglicherweise die Seele des Vereins verkauft wird (VfB)?

Aber mir geht es gar nicht vorrangig um die Vereine. Mir geht es um die Menschen, die diese beiden beispielhaft genannten Vereine lieben. Den letzten Endes sind es immer Fans wie Du und ich, die am meisten leiden. Da würde ich gerne den Betroffenen von unserem derzeitigen Wohlstand bei Borussia (wirtschaftlich, sportlich, emotional…) etwas abgeben.

Euer Bumsi

Trinken für Tore

Ja, ich bin online, ich bin an das weltweite Netz des Informationsflusses angeschlossen und bekomme deshalb so ziemlich alles rund um das Thema Fußball im Allgemeinen und Borussia im Besonderen mit. Da macht mir keiner so schnell was vor!

Natürlich muss man genau hinschauen. „Rauchen führt zu Toren“, diesen Artikel schickten mir liebe Freunde zu, angeblich eine Publikation der Sepp-Herberger-Universität in Meppen. Ah ja, dachte ich. Universität in Meppen, das ist ungefähr so wahrscheinlich wie ein Kreuzfahrtdampfer in Holzbüttgen. Aber die Idee ist natürlich nicht schlecht. Wir qualmen auf den Rängen wie die Schlote und Borussia schießt ein Tor nach dem anderen durch den Tabaknebel.

Ehrlich gesagt, für unsere Szene viel geeigneter wäre: „Trinken führt zu Toren“. Wenn man Tore herbeitrinken könnte und nicht wie in dem Ulk-Artikel behauptet, herbeirauchen, dann hätten wir wohl Chancen auf die Champions League, oder? Ich wäre einem empirischen Feldversuch beim nächsten Spiel nicht abgeneigt. Haut rein, Fans der Borussia, hoch die Tassen. Ist ja für nen guten Zweck.

Prost sagt euer Bumsi!

Tolle Sonntagszeitung

Mittlerweile habe ich mich abgeregt, aber gestern morgen war ich sauer, wie auch schon an einigen anderen Sonntagen zuvor.

Am Sonntagmorgen zum Frühstück – immer noch den Freudenglanz vom vergangenen Spiel in den Augen – möchte ich es unbedingt noch schwarz auf weiß haben, damit ich in bescheideneren Zeiten noch einen Beweis in den Händen halten kann, dass Borussia auch Spitzenreiter sein kann. Ich nehme die Umsonst-Sonntagszeitung aus dem Briefkasten und möchte noch einmal die Tabelle betrachten. Doch was stelle ich mit Entsetzen fest?

Die Mönchengladbacher Stadtzeitung „EXTRA-TIP“ schafft es nicht, eine Tabelle von meinem Verein abzudrucken! Wie kann das denn sein? Ist die zweite Liga keinen Tabellenabdruck wert? Bin ich der einzige, der am Sonntagmorgen die Tabelle noch einmal mit Wohlgefühl betrachten möchte? Also nee, für eine Stadtzeitung sollte es wohl drin sein, die Tabelle der Liga abzubilden, in der sich unsere Borussia befindet. Oder?

Bumsi macht Diät

Da steht ja jetzt schon Weihnachten fast vor der Tür. Den Eindruck habe ich zumindest, wenn ich so durch die Gladbacher Einkaufsstätten schlendere. Dominosteine, Glaskugeln, Kerzen überall, wo man hinsieht.

Und ich armes Kerlchen habe mir gerade jetzt (gemeinsam mit einem guten Kumpel von Borussia!) eine Diät verordnet. Mein Bumsibäuchlein wurde dicker und dicker, also heißt es für mich, einige Kilos abzunehmen, bevor der Weihnachtsbraten auf den Tisch kommt. Da ich mich ja ob der Entwicklung meiner Borussia immer häufiger glücklich zurücklehnen konnte, war ich wohl ein wenig passiv in letzter Zeit. Am Rande einer Niederlage hektisch im Stadion herumspringen verbraucht offensichtlich mehr Energie als zufrieden zu applaudieren.

Aber, liebe Borussia, nichts desto trotz bitte ich um einen weiteren Heimsieg gegen die Kickers. Nicht dass es nachher heißt, nur wegen Bumsis Gewichtsproblemen haben wir verloren, nur damit er sich mal wieder richtig aufregt und durchs Stadion springt. Da lehen ich mich lieber zurück, genieße und applaudiere und geh morgen eine Runde um den Borussia-Park joggen.

 

Aber wie unspektakulär sind doch diese Meldungen im Vergleich zu dem, was über andere Vereine publiziert wird. Van der Vaart wechselt mal wieder, Nürnberg verpflichtet Koller, Schalke holt Kenia (Was ja zu Wortspielereien geradezu verleiten könnte…), Bayern will sich zwischen Klopp und Mourinho entscheiden oder auch ganz anders, Helmes unterschreibt in Leverkusen…

 

Der Dauerbrenner ist allerdings: Lehmann braucht Bedenkzeit. Mittlerweile frage ich mich, ob die Dauer der Bedenkzeit von der Komplexität der Fragestellung (Wechseln oder nicht?) oder der intellektuellen Problemlösungskompetenz von Jens Lehmann abhängt. Jens, ich habe da einen kleinen Tipp für Dich: Guck doch mal nach, ob Du nicht einen kleinen Zettel im Strumpf hast, vielleicht steht da die Lösung drauf.

 

Bumsi betet in Eicken

ich bin in großer Sorge. Ich habe gelesen, daß unser Sportdirektor gar kein richtiger Borusse sein soll. Ich habe jetzt Angst, daß ich ebenfalls kein echter Borusse sein könnte. Deswegen, lieber Berti, wende ich mich heute mit diesen verzweifelten Zeilen an Dich, der Du meine letzte Rettung zu sein scheinst.

Hilf mir bitte: Wie kann ich endlich ein richtiger Borusse werden?

Sollte ich dazu 'mal beim deutschen Sympathieträger Nr. 1 - Bayer Leverkusen - Bundesligatrainer gewesen sein?! Muß ich Empfehlungen aussprechen, daß Gewalt nichts auf dem Fußballplatz und im Stadion zu suchen hat, sondern zuhause (an der Ehefrau/am Ehemann) ausgelebt werden sollte?! Oder muß ich mich rethorisch steigern, in dem ich Einschätzungen von mir gebe, daß der Spitzenreiter jederzeit den Tabellenführer schlagen kann?!

Zu meiner aktiven Zeit bin ich leider auch immer nur von Torpfosten zu Torpfosten gerannt, dadurch kann ich natürlich unmöglich ein echter Borusse werden. Sicherlich kannst Du mir auch diesbezüglich eine Menge Ratschläge erteilen; hast Du doch, im Gegensatz zu unserem bayrischen Sportdirektor, in Deiner Laufbahn den Begriff des technischen Offensivabwehrspielers nicht nur entscheidend geprägt und beeinflusst, sondern vollkommen neu definiert (um nicht zu sagen revolutioniert) und dadurch Generationen von Weltklasseverteidigern (wie z. B. Herrn Lahm) mit Deinen atemberaubenden Tempodribblings gegen 3, 4 Gegenspieler und den abschließenden Torschuß in den "Knick"/Winkel inspiriert.

Ich habe mir auch bereits abgewöhnt, mit dem Fahrrad durch den (Borussia)Park zu fahren; nicht daß mich unser Präsident zufällig zu sehen und greifen bekommt und mich für einen vakanten Job zwangsverpflichtet.

Da Du ja mittlerweile am Arm der Welt trainieren lassen und leben musst und man in Aserbaidschan anscheinend nicht über Telefon oder gar Internet verfügt, antworte mir am besten via den Revolverblättern aus Cologne & Düsseldorf - also Dein üblicher Kommunikationsweg der letzten Jahre. Bitte melde Dich.

Dein Bumsi

ich bin in großer Sorge. Ich habe gelesen, daß unser Sportdirektor gar kein richtiger Borusse sein soll. Ich habe jetzt Angst, daß ich ebenfalls kein echter Borusse sein könnte. Deswegen, lieber Berti, wende ich mich heute mit diesen verzweifelten Zeilen an Dich, der Du meine letzte Rettung zu sein scheinst.

Hilf mir bitte: Wie kann ich endlich ein richtiger Borusse werden?

Sollte ich dazu 'mal beim deutschen Sympathieträger Nr. 1 - Bayer Leverkusen - Bundesligatrainer gewesen sein?! Muß ich Empfehlungen aussprechen, daß Gewalt nichts auf dem Fußballplatz und im Stadion zu suchen hat, sondern zuhause (an der Ehefrau/am Ehemann) ausgelebt werden sollte?! Oder muß ich mich rethorisch steigern, in dem ich Einschätzungen von mir gebe, daß der Spitzenreiter jederzeit den Tabellenführer schlagen kann?!

Zu meiner aktiven Zeit bin ich leider auch immer nur von Torpfosten zu Torpfosten gerannt, dadurch kann ich natürlich unmöglich ein echter Borusse werden. Sicherlich kannst Du mir auch diesbezüglich eine Menge Ratschläge erteilen; hast Du doch, im Gegensatz zu unserem bayrischen Sportdirektor, in Deiner Laufbahn den Begriff des technischen Offensivabwehrspielers nicht nur entscheidend geprägt und beeinflusst, sondern vollkommen neu definiert (um nicht zu sagen revolutioniert) und dadurch Generationen von Weltklasseverteidigern (wie z. B. Herrn Lahm) mit Deinen atemberaubenden Tempodribblings gegen 3, 4 Gegenspieler und den abschließenden Torschuß in den "Knick"/Winkel inspiriert.

Ich habe mir auch bereits abgewöhnt, mit dem Fahrrad durch den (Borussia)Park zu fahren; nicht daß mich unser Präsident zufällig zu sehen und greifen bekommt und mich für einen vakanten Job zwangsverpflichtet.

Da Du ja mittlerweile am Arm der Welt trainieren lassen und leben musst und man in Aserbaidschan anscheinend nicht über Telefon oder gar Internet verfügt, antworte mir am besten via den Revolverblättern aus Cologne & Düsseldorf - also Dein üblicher Kommunikationsweg der letzten Jahre. Bitte melde Dich.

Dein Bumsi


… das war gestern nach dem Länderspiel im FanHaus von einem „prominenten Fanvertreter“ unserer Borussia zu hören. Die deutsche Nationalmannschaft hatte zuvor im Borussia-Park gegen die Fußballweltmacht Australien mit 1:2 verloren.

Kaum 30.000 Zuschauer wollten die Partie sehen. Mehr wollten sich angesichts von gepfefferten Eintrittspreisen und spätabendlicher Anstoßzeit an einem Werktagabend nicht motivieren lassen, an den Niederrhein zu fahren … Eine ganz schöne Watsch’n für den DFB. Selbst der Eventfan lässt sich eben nicht grenzenlos ausnehmen wie der berühmte große Vogel zu Weihnachten. Der wahre Fußballfan wird sich bei Eintrittspreisen um die 50,- EUR für das Spiel einer besseren U23 an einem späten Dienstagabend gegen Australien wahrscheinlich einfach nur „beschissen“ fühlen.

Eigentlich müssten dies – ganz in Westerwelle-Manier – die hohen Herren vom DFB „verstanden haben“. Wahrscheinlich ist das aber nicht; schließlich sprudelten TV- und sonstige Vermarktungsgelder ja auch gestern reichlich. Selbstkritik – ohnehin selten – wird man deshalb in diesen Tagen aus Frankfurt wohl erst recht nicht zu hören bekommen.

Schade nur, dass nun ausgerechnet unser Borussia-Park mit dem Negativzuschauerrekord für Länderspiele in Verbindung gebracht werden muss. Aber wer weiß, vielleicht steckt ja auch dahinter (DFB-)System…

Wenn ein BFC anlässlich seines achtjährigen Bestehens auf die Idee käme, im Borussia-Park ein Transparent zu zeigen, würde er wahrscheinlich nichts als Hohn und Spott ernten … derartige Jubiläen feiert man „publikumwirksam“ doch frühestens ab dem 10. Geburtstag. Dem Coca-Cola (Event) FC Nationalmannschaft ist so etwas egal, der feiert (sich selbst) auch nach acht Jahren … sch. Kommerz…

Euer Bumsi

Der HFC Falke dürfte bisher nur besonders interessierten Fußballfans bekannt sein, aber dazu zähle ich meine Leser. Passend zum Hamburg-Wochenende und auch zum Bericht des 1. Vorsitzenden habe ich mich mal beim HFC umgeschaut. Als die Mitglieder des HSV die Ausgliederung der Profi-Abteilung beschlossen und damit den Weg für Investoren freimachten, beschlossen zahlreiche Fans als Alternative im Juli 2014 den HFC Falke zu gründen, ähnlich dem FC United of Manchester. Das erste Spiel in der Kreisklasse 5 wurde von mehr als 500 Zuschauern besucht, nach 17 Spielen steht man als Tabellenführer mit 16 Siegen und einem Unentschieden da. Eventuell haben es ja auch ein paar Borussen zum Rückrundenauftakt am 13.02. gegen die Reserve des BSV 19 geschafft.
"Dankbar rückwärts, mutig vorwärts!" ist der Leitspruch des Vereins, der die wahren Werte des Fußballs verkörpern möchte, ohne Trikotsponsor aufläuft und Fanartikel und Dauerkarten für den schmalen Geldbeutel anbietet. Ob als langfristiges Ziel wirklich die Oberliga ausgegeben wurde, kann ich leider nicht beurteilen. Aktuell hat der Verein nur ein Seniorenteam, ob es Pläne für eine Jugendabteilung gibt und wie es bei den Schiedsrichtern aussieht ist mir leider auch nicht bekannt. Aber wer sich informieren möchte, findet es auf http://hfc-falke.de/ 
Viele von uns besuchen Sonntags nach einem Bundesligaspiel doch gerne noch den eigenen Dorfverein in der Kreisklasse, wo man mit dem Trainer zusammen in der Klasse war, das Bier in Flaschen und die Bratwurst von Oma Müller serviert wird und man mit seinem Nachbarn so richtig schön fachsimpeln kann, und das Ganze für 2,50€ Eintritt. Der HFC Falke wird den Hamburger Amateurfußball sicher bereichern, und eventuell klappt es ja wirklich mit der Oberliga oder sogar dem Gewinn des HFV-Pokal. Und vielleicht besuchen wir dann alle im DFB-Pokal den HFC Falke.
Viel Spaß in Hamburg gehabt zu haben wünscht Euch
Euer Bumsi